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August 20, 2013

Fährunglück vor den Philippinen

Fährunglück vor den Philippinen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Fährunglück vor den Philippinen

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Veröffentlicht: 10:29, 20. Aug. 2013 (CEST)
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Karte der Philippinen

Talisay City (Cebu) (Philippinen), 20.08.2013 – Bei einem Fährunglück am Freitag sind nahe der Hafenstadt Talisay in der philippinischen Provinz Cebu nach Angaben von Behörden mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen.

Freitag gegen 21:00 Uhr Ortszeit kollidierte die Fähre „St. Thomas of Aquinas“ mit dem Frachtschiff „Sulpicio Express 7“ und sank daraufhin innerhalb von 30 Minuten. Mehr als 620 der Passagiere, die sich auf der Fähre befunden hätten, seien jedoch rechtzeitig aus dem Wasser gerettet worden, so die Küstenwache. Laut Konteradmiral Luis Tuason sei es wegen des schnellen Sinken des Schiffs wahrscheinlich, dass viele Menschen in dr Fähre untergegangen seien. Ursprünglich wurden 170 Menschen vermisst, diese Zahl wurde von den Behörden nach Berechnungsfehlern auf 85 gesenkt. Starker Seegang erschwert den Einsatz der Rettungs- und Suchtrupps, wie die Polizei mitteilt. Es ist unklar, wie viele Passagiere sich an Bord befanden. Der Schiffseigner 2Go Group spricht von 841 Passagieren. Verkehrsminister Abaya und die Küstenwache sprechen wiederum von 715 Passagieren und 116 Besatzungsmitgliedern. Die 36 Menschen, die sich an Bord des Frachters befanden, blieben alle unversehrt. Die Unfallursache ist unterdessen immer noch unbekannt.

Die 11.000 Tonnen schwere, 40 Jahre alte RoRo-Fähre war von der südphilippinischen Provinz Agusan del Norte über Cebu unterwegs in die philippinische Hauptstadt Manila. Das Schiff ist in dem aus mehr als 7.100 Inseln bestehenden Inselstaat Philippinen das Haupttransportmittel. Unfälle sind wegen der mangelnden Sicherheitsstandards oder Überbeladung von Schiffen keine Seltenheit. Das Schiff gehörte dem chinesischen Unternehmen 2Go Group, das nach dem Zusammenschluss verschiedener kleinerer Betreiber seit drei Jahren der größte Betreiber von Fähren auf den Philippinen ist.

Quellen[Bearbeiten]

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August 17, 2012

Pazifik: Hyperschallflugzeug bei Test abgestürzt

Pazifik: Hyperschallflugzeug bei Test abgestürzt

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Veröffentlicht: 11:02, 17. Aug. 2012 (CEST)
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Edwards Air Force Base

Edwards Air Force Base (Vereinigte Staaten), 17.08.2012 – Am Dienstag, dem 14. August, startete von der Edwards Air Force Base ein B-52-Bomber mit einem besonderen Auftrag. An seiner Tragfläche befand sich das Demonstrationsflugzeug X-51A Waverider (Wellenreiter). Über dem Pazifik löste sich wie geplant das Hyperschallflugzeug für einen Testflug von der B-52. 15 Sekunden später war er vorbei, der Waverider geriet außer Kontrolle und stürzte ab.

Die Boeing X-51A Waverider ist ein unbemanntes Scramjet-Demonstrationsflugzeug, das eine Geschwindigkeit von Mach 6+ erreichen soll. Das entspricht etwa 7.000 Kilometern in der Stunde. Die X-51 ist der direkte Nachfolger der X-43 und wird im Air Force Research Laboratory der Firmen Boeing, Pratt & Whitney, Rocketdyne und der DARPA entwickelt. In Zukunft sollen damit Ziele angegriffen werden können, die zeitnah zerstört werden sollen. Auch Aufklärungseinsätze in Krisenfällen über große Entfernungen hinweg sollen ermöglicht werden. Des Weiteren soll die Technik für den Raumtransport eingesetzt werden.

Ursache für das Scheitern des Testfluges war ein Kontrollruder, bei dem Probleme aufgetreten waren. Nachdem man die Kontrolle über den Waverider verloren hatte, wurde das Fluggerät gezielt gesprengt, bevor es in den Pazifik stürzte. Zur Zündung des Überschallverbrennungs-Staustrahltriebwerk, das für die enorme Beschleunigung verantwortlich ist, kam es nicht mehr. Air-Force-Sprecher Charlie Brink sagte: „Alle unsere Daten zeigten, dass wir die richtigen Bedingungen für die Zündung des Triebwerks geschaffen hatten. Wir waren guter Hoffnung, unsere Testziele zu erreichen.“ Die genaue Ursache des Scheiterns muss noch untersucht werden. Das Waverider-Programm kostet bislang 140 Millionen Dollar. Ob es einen weiteren Testflug geben wird, ist noch nicht bekannt.

Hyperschallflugzeug X-51A Waverider (Wellenreiter)

X-51A Waverider an der Tragfläche eines B52 Bombers

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July 27, 2011

Chinesisches Tauchboot gelangte in drei Stunden in eine Tiefe von mehr als 5.000 Metern

Chinesisches Tauchboot gelangte in drei Stunden in eine Tiefe von mehr als 5.000 Metern

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Veröffentlicht: 19:22, 27. Jul. 2011 (CEST)
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Manganknolle aus dem Pazifik

Peking (Volksrepublik China), 27.07.2011 – In einem Tauchtest gelangte das bemannte U-Boot „Jiaolong“ in eine Tiefe von 5.057 Metern und stellte damit den Landesrekord auf.

Drei Stunden benötigte es im Pazifischen Ozean, um in diese Tiefe zu gelangen. „Jiaolong“ ist ein mystischer Meeresdrache; er ist der Namensgeber des Hightech-Produkts. Das U-Boot soll bei dem Plan helfen, wertvolle Rohstoffe aus großen Meerestiefen zu holen. Dort befinden sich Gold, Silber, Kupfer, Nickel und Kobalt; auch große Mengen Seltener Erden wurden bereits entdeckt. Die Förderung dieser Rohstoffe ist sehr aufwendig und teuer. Der steigende Verbrauch und die begrenzten Fördermöglichkeiten an Land werden die Preise in die Höhe treiben und damit eine Förderung vom Meeresgrund rentabel machen.

Für nächstes Jahr ist geplant, mit dem U-Boot auf 7.000 Meter abzutauchen. Das wäre 500 Meter tiefer, als das japanische Tauchboot „Shinkai“ abtauchen kann. Kein Boot kann derzeit tiefer tauchen. 1960 wurde durch das U-Boot „Trieste“ – gefahren von Jacques Piccard – eine Tiefe von 11.000 Metern im pazifischen Marianengraben erreicht.

8,20 Meter lang und 22 Tonnen schwer ist der „Jiaolong“. Das Boot kann in einer festgelegten Höhe über dem Meeresboden fahren, um beispielsweise Videoaufnahmen zu machen. Auch Proben vom Meeresboden können entnommen werden. Drei Mann Besatzung finden im Inneren Platz.

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July 4, 2011

Pazifik: Riesiges Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt

Pazifik: Riesiges Vorkommen an Seltenen Erden entdeckt

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Veröffentlicht: 19:40, 4. Jul. 2011 (CEST)
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Erbium – eine der Seltenen Erden

Japan, 04.07.2011 – Japanische Wissenschaftler haben auf dem Grund des Pazifik ein Vorkommen von geschätzten 100 Milliarden Tonnen Seltener Erden entdeckt. Die begehrten Rohstoffe sind auf dem Meeresboden in einer Tiefe von 3.500 bis 6.000 Metern. Die Lagerstätten befinden sich östlich und westlich von Hawaii und östlich von Tahiti.

Bisher besitzt China quasi ein Monopol bei diesen Rohstoffen, 97 Prozent der auf dem Weltmarkt gehandelten Seltenen Erden kommen von dort. Dies könnte sich durch den Fund der Japaner ändern. Wie die begehrten Metalle gefördert werden sollen ist noch nicht klar. Möglicherweise wird der angereicherte Schlamm vom Meeresboden hochgepumpt und die Seltenen Erden an der Oberfläche heraus gewaschen. Entscheidend wird die Frage der Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Gewinnung sein.

2.000 Bohrungen wurden zur Erkundung der Lagerstätte durchgeführt. Bei 78 wurden Ablagerungen von Seltenen Erden gefunden.

Seltene Erden werden bei der Produktion vieler High-Tech-Produkte wie Handys und Windräder benötigt.

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May 30, 2011

Taifun Songda verschont Philippinen

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Taifun Songda verschont Philippinen

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Veröffentlicht: 22:45, 30. Mai 2011 (CEST)
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Die Grafik zeigt die Zugbahn des Wirbelsturmes

Manila (Philippinen), 30.05.2011 – Taifun Songda, der zweite benannte tropische Wirbelsturm im nordwestlichen Pazifischen Ozean in diesem Jahr, hat beigedreht und den Osten der philippinischen Hauptinsel Luzon nur gestreift. Infolge des Wirbelsturmes starben auf den Philippinen drei Menschen. In der Bicol-Region ertranken ein 70-Jähriger und ein 27-Jähriger Mann in getrennten Zwischenfällen. Das dritte Opfer war ein Bergarbeiter in der Provinz Benguet, der in einem Stollen eingeschlossen wurde und nach über 24 Stunden durch den weiter ansteigenden Wasserstand ertrank. Einige Küstengebiete waren evakuiert worden. Starkregen führte örtlich zu Überschwemmungen und behinderte den Verkehr. Wie Landschaftsminister Proceso Alcala bekanntgab, waren die Schäden in der Landwirtschaft „sehr gering“, da viele Felder bereits abgeerntet seien.

Der Sturm, der den Namen eines Flussarmes des Mekong in Vietnam trägt, zog in der Folge nordwärts und passierte Taiwan an dessen Ostseite, während er die Inseln der japanischen Präfektur Okinawa, die einige hundert Kilometer südlich der japanischen Hauptinseln liegen, überquerte.

Diese TRMM-Satellitenaufnahme zeigt Songda nordöstlich der Philippinen am 27. Mai. Die stärksten Niederschläge (rote Flächen) fallen über dem Meer.

Foto: NASA

Der bisher stärkste Sturm der diesjährigen Taifunsaison gelangte somit über kühleres Wasser, wodurch die Transition in ein außertropisches Frontensystem einsetzte. Den Prognosen zufolge wird der Sturm keine hohen Windgeschwindigkeiten mehr entwickeln, wenn er etwa 150 bis 200 km südlich des havarierten Kernkraftwerkes Fukushima vorüberzieht, möglich sind jedoch starke Niederschläge, auch im Zusammenhang mit dem jahreszeitlich bedingten Südwestmonsun.

Wie die Japan Meteorological Agency (JMA) mitteilte, zogen 2004 acht tropische Stürme über Ostjapan hinweg, vergangenes Jahr kamen zwei Taifune näher als 300 Kilometer an das Kernkraftwerk heran. Die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co. (Tepco) will bis zum Oktober eine Abdeckung über beschädigte Reaktorgebäude fertigstellen. Takeo Iwamoto, ein Sprecher von Tepco, bestätigte in einem Telefoninterview, dass man zwar Maßnahmen wegen des Taifuns überlege, konnte jedoch keine detaillierteren Absichten bekanntgeben. Tepco ist seit dem Unglück wegen seiner Informationspolitik in die Kritik geraten.

Auch nach dem Abzug von Chedeng, wie der Taifun von der philippinischen Meteorologiebehörde PAGASA getauft wurde, kam es auf Luzon und im Westen von Visayas noch zu erheblichen Niederschlägen. Der Wetterdienst warnte deswegen auch weiterhin vor Sturzfluten, Überschwemmungen und Erdrutschen. Für dieses Jahr geht PAGASA davon aus, dass 18 bis 21 tropische Wirbelstürme Auswirkungen auf den Inselstaat haben würden. Für den Monat Juni rechnet die Behörde mit drei solchen Wetterereignissen. Aufgrund von tropischen Wirbelstürmen kommen jedes Jahr zahlreiche Bewohner Ostasiens und Südostasiens um.

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April 23, 2011

Erdbeben der Stärke 6,9 bei den Salomon-Inseln (Südpazifik)

Erdbeben der Stärke 6,9 bei den Salomon-Inseln (Südpazifik)

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Veröffentlicht: 17:42, 23. Apr. 2011 (CEST)
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Karte der Solomon-Inseln im Pazifik

Erdbebenkarte

Honiara (Salomonen), 23.04.2011 – Vor der Küste der Salomonen-Inseln im Pazifischen Ozean kam es gegen 15:17 Uhr (Ortszeit, 04:16:55 UTC) zu einem Seebeben der Magnitude 6,9. Das Erdbeben ereignete sich in einer Entfernung von etwa 76 Kilometer westlich von Kirakira, der Provinzhauptstadt der Insel Makira und 173 Kilometer südöstlich von Honiora, der Hauptstadt des unabhängigen Inselstaates der Salomonen. Das Hypozentrum des Bebens lag 81 Kilometer unterhalb der Erdoberfläche. (Alle Angaben laut United States Geological Survey (USGS), dem Erdbebenzentrum der Vereinigten Staaten.)

Über Schäden und mögliche Verletzte gab es zunächst keine Informationen. Ein Tsunami wurde von den Behörden nicht erwartet. Die Inselgruppe liegt auf dem so genannten Pazifischen Feuerring, auf dem auch Japan liegt. Erdbeben, Vulkanausbrüche und Tsunamis kommen entlang dieser Zone immer wieder vor. Ursache der geologischen Ereignisse sind Verschiebungen der Erdplatten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben

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April 16, 2011

Fukushima: Erhöhte Strahlung im Meerwasser

Fukushima: Erhöhte Strahlung im Meerwasser

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Veröffentlicht: 20:18, 16. Apr. 2011 (CEST)
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Ōkuma (Japan), 16.04.2011 – Die gemessenen Strahlenwerte im Meerwasser in der Nähe des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I in Japan stiegen am Samstag auf Rekordwerte. Die Menge des radioaktiven Isotops Jod 131 stieg am Freitag nach Angaben der japanischen Regierung auf das 6.500-fache des zulässigen Höchstwerts. Da Jod 131 nur eine Halbwertszeit von acht Tagen hat, könnte die hohe Jod-Konzentration auf ein neues Strahlenleck hindeuten, sagte der Sprecher der japanischen Atomsicherheitsbehörde, Hidehiko Nishiyama.

Ob das neue Leck mit einem erneuten Erdbeben vor der japanischen Küste in Zusammenhang steht, das am Samstag stattfand, ist unklar. Das Beben der Stufe 5,9 führte – soweit bekannt – nicht zu weiteren Schäden. Auch ein Tsunami-Risiko bestand offenbar nicht.

In einer Probe vom Samstag wurden auch für die radioaktiven Cäsium-Isotope Cäsium 134 und Cäsium 137 erhöhte Werte mitgeteilt. Die Konzentration überschritt den zulässigen Grenzwert um das Vierfache. Laut Nishiyama könnte die erhöhte Cäsium-Konzentration mit der Installation von Stahlplatten zusammenhängen, die eingesetzt worden waren, um zu verhindern, dass radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem Kernkraftwerk unkontrolliert ins Meer abfließt. Bei den Bauarbeiten könnten radioaktive Staubpartikel vom Untergrund des Kernkraftwerks aufgewirbelt worden sein.

Um eine weitere Kontaminierung des Meerwassers mit strahlenden Emissionen des Kernkraftwerks zu verhindern, verfolgt der KKW-Betreiber TEPCO eine neue Strategie. Arbeiter versuchen mit dem Mineral Zeolith radioaktiv verseuchtes Wasser zu binden. Der Mineralstoff wird in Sandsäcke gefüllt und in der Nähe der Ansaugrohre für den Reaktor 1 im Meer deponiert. Zum Einsatz kamen drei jeweils 100 Kilogramm schwere mit dem Mineral gefüllte Sandsäcke. Radioaktives Cäsium im Meerwasser soll auf diese Weise gebunden werden. Auch die Installation von Stahlplatten wird fortgesetzt, um den Abfluss von radioaktivem Wasser in den Pazifischen Ozean zu verhindern.

Nach dem verheerenden Tsunami am 11. März des Jahres waren die Kühlsysteme in dem Kernkraftwerk ausgefallen. Um eine Kernschmelze zu verhindern, waren große Wassermengen auf den Reaktor gesprüht worden. Das dadurch kontaminierte Wasser sammelte sich um den Reaktor in Auffangbehältern. Am 4. April hatte der Betreiber TEPCO damit begonnen, Teile des verstrahlten Wassers in den Pazifik abzulassen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Strahlungsbelastung durch die Nuklearunfälle von Fukushima-Daiichi“.

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April 7, 2011

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

Japan: Katastrophenregion von Erdbeben der Stärke 7,4 erschüttert

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Veröffentlicht: 22:45, 7. Apr. 2011 (CEST)
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Lage des Hypozentrums vor der japanischen Ostküste

Sendai (Japan), 07.04.2011 – Erneut erschütterte am Donnerstag um 23:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr MESZ) ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 den Nordosten der japanischen Insel Honshū. Das Hypozentrum lag 66 Kilometer östlich von Sendai in einer Tiefe von knapp 26 Kilometern. Das berichtet das Institut United States Geological Survey (USGS).

Die Behörden Japans gaben zunächst erneut eine Tsunamiwarnung aus; diese wurde inzwischen wieder aufgehoben. Einwohner der Präfektur Miyagi wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und höher gelegene Landesteile aufzusuchen. Die Behörden rechneten mit einer Tsunamiwelle bis zu einer Höhe von zwei Metern. Die US-Erdbebenwarte (NEIC) hat das Beben inzwischen von 7,4 auf 7,1 heruntergestuft. In weiten Teilen des Landes fiel der Strom aus. Bei Polizei und Feuerwehr gingen zahlreiche Notrufe wegen Bränden und Gaslecks ein.

Am 11. März hatte ein Erdbeben mit der zunächst angegebenen Stärke von 8,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala (welche zwischenzeitlich auf 9,0 korrigiert wurde) einen verheerenden Tsunami ausgelöst, dessen Zerstörungen schließlich zu der seit Wochen andauernden Havarie eines Kernkraftwerks bei Fukushima geführt hatten. Mindestens 28.000 Menschen kamen durch das Erdbeben und den anschließenden Tsunami ums Leben. Fast 160.000 Menschen sind nach wie vor in Notunterkünften untergebracht.

Der Eigner und Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I, TEPCO, erklärte, an dem havarierten KKW seien durch das heutigen Beben keine weiteren Schäden aufgetreten.

Im Kernkraftwerk Onagawa fiel die Stromversorgung aus. Das Kraftwerk wird nun von einem Notstromaggregat mit Elektrizität versorgt. Von einer Unterbrechung der Stromversorgung wird aus dem Kernkraftwerk Higashidōri sowie der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho berichtet. Beide Anlagen werden nun mit Notstromaggregaten versorgt.

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April 4, 2011

Fukushima: 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser sollen in den Pazifik abgelassen werden

Fukushima: 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser sollen in den Pazifik abgelassen werden

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Veröffentlicht: 20:47, 4. Apr. 2011 (CEST)
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Ōkuma (Japan), 04.04.2011 – Der Betreiber des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I in Japan, der Energieversorger TEPCO, begann heute damit, 11.500 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifischen Ozean einzuleiten. Es soll sich um mehr als zehn Millionen Liter verstrahltes Kühlwasser handeln, das „schwach radioaktiv“ sein soll. Die Strahlung des Wassers betrage 100 mal mehr als die zulässigen Grenzwerte, erklärte TEPCO.

Regierungssprecher Yukio Edano erklärte: „Wenn die gegenwärtige Lage mit der Anreicherung radioaktiver Substanzen über lange Zeit anhält, wird es riesige Auswirkungen auf den Ozean haben.“

Durch das Ablassen des verstrahlten Kühlwassers soll Platz geschaffen werden, um noch stärker radioaktiv verstrahltes Wasser, das sich in den Reaktoren angesammelt hatte, in Sammelbecken aufzunehmen. Dabei soll es sich um eine Menge von 10.000 Tonnen verstrahltem Wasser handeln. Weitere 1.500 Tonnen Wasser kommen noch hinzu, die sich sich noch in den Reaktoren 5 und 6 befinden. Regierungssprecher Yukio Edano sagte, zu der Sicherheitsmaßnahme gebe es keine Alternative.

Unterdessen versuchen Techniker weiter Lecks ausfindig zu machen, durch die verstrahltes Wasser in den Pazifischen Ozean gelangt. Die Versuche, einen zwanzig Zentimeter langen Riss im Fundament des Reaktors zu schließen, waren bisher noch nicht erfolgreich.

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April 3, 2011

Riss in einem Reaktorschacht im KKW Fukushima lässt sich nicht abdichten

Riss in einem Reaktorschacht im KKW Fukushima lässt sich nicht abdichten

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Ein Erdbeben der Stärke 5,4 vor der Küste von Fukushima wurde am Morgen gemeldet

Ōkuma (Japan), 03.04.2011 – Radioaktiv kontaminiertes Wasser aus Block II des havarierten Kernkraftwerks Fukushima I fließt auch weiterhin in den Pazifischen Ozean. Versuche, den Riss in einem Kabelschacht unterhalb des Reaktors abzudichten, sind bisher gescheitert. In der Grube soll radioaktives Wasser 20 Zentimeter hoch stehen. Das radioaktive Wasser strahlt mit einer Intensität von 1000 Millisievert pro Stunde.

Wie die Atomsicherheitsbehörde mitteilte, war versucht worden, den Riss mit chemischen Polymeren abzudichten. Der Versuch war bisher jedoch noch nicht erfolgreich. Ingenieure arbeiteten weiter daran. Der Riss in der Reaktorwand soll den Angaben zufolge etwa 20 Zentimeter lang sein. Zuvor war erfolglos versucht worden, das Leck mit Zement abzudichten.

Nach Einschätzung der japanischen Regierung wird der Kampf gegen die Emission von Radioaktivität aus dem Kraftwerk noch monatelang dauern. Am Morgen wurde gemeldet, dass ein Erdbeben der Stärke 5,3 erneut die Region Fukushima erschüttert hat. Das Hypozentrum des Bebens lag 57,3 Kilometer unter dem Meeresboden vor der japanischen Küste, 98 Kilometer östlich von Fukushima, meldet die US-amerikanische Erdbebenwarte USGS, das die Stärke des Bebens jedoch mit 5,4 angab.

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