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April 2, 2011

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

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Veröffentlicht: 21:12, 2. Apr. 2011 (CEST)
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Thilo Sarrazin bei einer Buchpräsentation (Aug. 2010)

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Man könnte ja auf die Idee kommen, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der türkischen Bevölkerung im deutschen Schulsystem verantwortlich sind.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. Wikipedia

Berlin (Deutschland), 02.04.2011 – Als Befreiungsschlag für die Berliner FDP, um aus dem Umfragetief herauszukommen, servierte der Berliner Tagesspiegel seinen Lesern gestern die Meldung: „Sarrazin kandidiert für Berliner FDP“. Der FDP-Landesvorstand verspreche sich von der Kandidatur Sarrazins ein zweistelliges Ergebnis bei den nächsten Wahlen. Das war natürlich ein Aprilscherz. Jedenfalls löste die Veröffentlichung in dem Internetportal der Zeitung einen Ansturm von 800 Kommentaren aus, immerhin waren auch 600 dabei, die das Ganze sofort als Aprilscherz erkannten.

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. wirtschaftsblatt.at

Thilo Sarrazin (zurzeit noch SPD-Mitglied; gegen ihn läuft ein Ausschlussverfahren) war mit bizarren Thesen über Sozialleistungsempfänger und in Deutschland lebende Ausländer in Erscheinung getreten. Muslimischen Migranten hatte er erbliche Dummheit unterstellt und ein „jüdisches Gen“ postuliert. Sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ wurde in Deutschland in einer Auflage von 1,25 Millionen Exemplaren verkauft (Stand: Dezember 2010).

Die extreme Rechte in Deutschland hatte in dem Sarrazin-Buch eine Unterstützung für ihre nationalistischen Thesen gesehen. Bei den Kommunalwahlen in Hessen hatte die NPD auf einem Werbeplakat mit dem Buchcover von Sarrazins Buch und der Bildunterschrift „Sarrazin hat recht!“ geworben. Der Verlag Random House, der den Bestseller herausgebracht hatte, konnte sich dagegen jedoch gerichtlich erfolgreich wehren. Die NPD darf das Buchcover jetzt nicht mehr für Propagandazwecke benutzen.

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March 15, 2005

Verleger von Bestsellerromanen, Karl Blessing, gestorben

Verleger von Bestsellerromanen, Karl Blessing, gestorben

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München (Deutschland), 15.03.2005 – Karl Blessing ist tot. Der Verleger von zahlreichen Bestsellerromanen und Inhaber des Karl Blessing Verlages, ist am Samstag, den 12.03.2005 in München im Alter von 63 Jahren an einem Krebsleiden verstorben.

Karl Blessing, Sohn des gleichnamigen Vaters Karl Blessing, des Präsidenten der Deutschen Bundesbank und ehemaligen deutschen Wehrwirtschaftsführers, wurde in Berlin geboren. Nach Plänen des Vaters war für den Sohn eine klassische Wirtschaftskarriere vorgesehen. Stattdessen studierte er Germanistik und promovierte über Alfred Döblin. Nach seinem Studium stieg er in das Verlagswesen ein und wurde 1973 Assistent von Werner Schoenicke, einem führenden Verlagsmanager des Holtzbrinck-Konzerns. Ende der 1970-er Jahre arbeitete Blessing kurzzeitig bei Reader’s Digest. 1982 ging er zur Verlagsgruppe Holtzbrinck zurück. Bis 1995 war er dort Verleger und Programmgeschäftsführer der zum Konzern gehörenden Verlage Droemer, Knaur und Kindler.

Im Jahre 1996 gründete Blessing mit der Bertelsmann Buch AG den auf anspruchsvolle Belletristik und Sachbücher spezialisierten Karl Blessing Verlag, einen kleinen, aber qualitätsorientierten Verlag.

Bekannt wurde Blessing unter anderem durch die Herausgabe aller deutschsprachigen Kriminalromane der Bestsellerautorin Kathy Reichs. Ihr letzter in Deutschland erschiener Roman „Totenmontag“ stieg bereits eine Woche nach Erscheinen in die „Top-10-Bestsellerliste“ ein.

Des Weiteren verlegte er Erfolgsbücher von Frank Schirrmacher (Das Methusalem-Komplott) sowie von Noah Gordon, Tom Wolfe und Michael Crichton. Trotzdem dachte er an den Schriftstellernachwuchs und nahm auch unbekannte Autoren in seinen Verlag auf.

Im Jahr 2004 wurde Blessing vom Magazin BuchMarkt zum „Verleger des Jahres“ gewählt. Ihm wurde stets ein untrügliches Gespür für Trends und Qualität zugesprochen. Nach seinem Tod gab die Bertelsmann-Verlagsgruppe Random House bekannt, sie wolle das Verlagsangebot im Sinne Blessings weiterführen.

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