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February 16, 2010

Vancouver: Doppelsieg für deutsche Rennrodler durch Loch und Möller

Vancouver: Doppelsieg für deutsche Rennrodler durch Loch und Möller

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Veröffentlicht: 23:06, 16. Feb. 2010 (CET)
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Whistler (British Columbia) (Kanada), 16.02.2010 – Mit einem Doppelsieg begannen die Olympischen Winterspiele von Vancouver für die deutschen Rennrodler. Auf der schnellsten Rennstrecke der Welt in Whistler gewann Felix Loch aus Berchtesgaden die Goldmedaille, der 28-jährige David Möller aus Sonneberg kam auf Platz 2. Bronze gewann der Südtiroler Armin Zöggeler.

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Deutschland Deutschland Felix Loch 3:13,085
2 Deutschland Deutschland David Möller 3:13,764
3 Deutschland Italien Armin Zöggeler 3:14,375
4 Russland Russland Albert Demtschenko 3:14,405
5 Deutschland Deutschland Andi Langenhan 3:14,629
6 Österreich Österreich Daniel Pfister 3:14,726
7 Kanada Kanada Samuel Edney 3:14,840
8 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Tony Benshoof 3:15,128
9 Österreich Österreich Wolfgang Kindl 3:15,215
10 Österreich Österreich Manuel Pfister 3:15,269

Felix Loch bei der WM 2008

Der zwanzigjährige Felix Loch ist bereits zweimaliger Weltmeister. Er ist Sohn des Rodel-Bundestrainers Norbert Loch. „Dass wir vom Frauenstart losgefahren sind, war sicherlich ein Vorteil für uns“, erklärte der frischgebackene Olympiasieger. Der Herrenwettbewerb wurde vom Starthaus der Frauen gestartet, wo die Bahn flacher ist.

Die Änderung ist eine Konsequenz aus dem tödlichen Unfall im Training, bei dem der georgische Rennrodler Nodar Kumaritaschwili ums Leben gekommen war. Die 1374 Meter lange Strecke hat 16 Kurven. Frauen- und Doppelsitzer starten tiefer und fahren nur einen 1202 Meter langen Kurs mit 14 Kurven. Die Startverlegung geht auch auf die Initiative der deutschen Rodler zurück und erfolgte gegen den Willen des Internationalen Rodel-Verbandes (FIL).

„Nach allem, was passiert ist, war es richtig, das Rennen zu verkürzen, da gibt es keine Diskussion“, kommentierte Armin Zöggler, der Olympiasieger von 2002 und 2006, die Entscheidung. Der 36-jährige empfand die Verkürzung der Rennstrecke als Nachteil, da er verhältnismäßig schlechte Startzeiten erreicht und diesen Nachteil üblicherweise durch sein Können ausgleicht. Olympiasieger Loch erreichte beim Weltcuprennen 2009 hier eine Höchstgeschwindigkeit von 153,98 Kilometern pro Stunde. Durch die Verlegung ins weiter unten gelegene Starthaus verringerte sich seine Höchstgeschwindigkeit im Wettbewerb auf 147 Kilometer pro Stunde. Die Wettbewerbe der Frauen und der Doppelsitzer werden nach der derzeitigen Planung vom Starthaus der Junioren gestartet.

Der Sarg des georgischen Sportlers wurde nach einer Trauerfeier zum Flughafen gefahren. Dort wurde er an Bord eines Flugzeuges gebracht, das den Leichnam über Frankfurt am Main und München nach Georgien fliegt. Dort wird der Sarg mit dem Leichnam unter anderem vom georgischen Patriarchen Ilia II. in Empfang genommen. Der Vater des Verunglückten, David Kumaritaschwili, sagte der Presseagentur Associated Press, sein Sohn habe ein wenig Angst vor der Kurve gehabt, in der er den Tod fand. Er habe seinem Sohn geraten, am Start etwas langsamer zu sein, doch sein Sohn habe ihm gesagt, er sei nach Vancouver gekommen, um zu gewinnen.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Olympische Winterspiele 2010/Rennrodeln“.

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February 13, 2010

Vancouver: Georgischer Rodler Nodar Kumaritaschwili im olympischen Eiskanal ums Leben gekommen

Vancouver: Georgischer Rodler Nodar Kumaritaschwili im olympischen Eiskanal ums Leben gekommen

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Veröffentlicht: 20:08, 13. Feb. 2010 (CET)
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Vancouver / Whistler (British Columbia) (Kanada), 13.02.2010 – Nur wenige Stunden vor dem Beginn der olympischen Winterspiele in Vancouver (Kanada), kam es zu einem tragischen Sportunfall im olympischen Eiskanal bei Whistler. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili wurde während seines Trainings mit einer Geschwindigkeit von über 140 Kilometern pro Stunde aus der letzten Kurve getragen. Er prallte anschließend gegen einen ungeschützten Stahlträger. Rettungskräfte versuchten vergeblich den Sportler wiederzubeleben. Es ist das erste Mal, dass ein Sportler während der olympischen Spiele stirbt.

Der Rodel-Weltverband FIL gab unterdessen bekannt, dass der Eiskanal, in dem sich der tödliche Unfall ereignete, keinerlei Mängel aufwies. Trotzdem wurden die Wände in Kurve 16 erhöht und das Eisprofil geändert. Inzwischen ist die Bahn wieder freigegeben.

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  • Portal:Olympische Winterspiele

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June 3, 2009

Neuer Verwaltungssitz für die ProCredit Bank in Tiflis

Neuer Verwaltungssitz für die ProCredit Bank in Tiflis

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Veröffentlicht: 10:54, 3. Jun. 2009 (CEST)
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Tiflis (Georgien), 03.06.2009 – Die ProCredit Bank Georgia JSC baut eine neue Hauptgeschäftsstelle in der georgischen Hauptstadt Tiflis. Das sieben Stockwerke hohe Gebäude wird voraussichtlich 20 Millionen US-Dollar kosten.

Die ProCredit Bank Georgia ist die drittgrößte Bank in Georgien und machte im vergangenen Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 8,1 Millionen US-Dollar. Die ProCredit Bank Georgia ist eine Tochter der auf Mikrokredite spezialisierten deutschen ProCredit Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main.

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May 14, 2009

Baubeginn für das Opernhaus in Batumi

Baubeginn für das Opernhaus in Batumi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Baubeginn für das Opernhaus in Batumi

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Veröffentlicht: 23:31, 14. Mai 2009 (CEST)
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Batumi (Georgien), 14.05.2009 – Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili hat am 12. Mai 2009 den Startschuss für den Bau eines Opernhauses und Ballets in Batumi am Schwarzen Meer gegeben. Das Opernhaus wird voraussichtlich im Sommer 2010 eröffnet werden.

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May 11, 2009

Proteste gegen den georgischen Präsidenten Saakaschwili in Tiflis halten an

Proteste gegen den georgischen Präsidenten Saakaschwili in Tiflis halten an

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Veröffentlicht: 12:07, 11. Mai 2009 (CEST)
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Tiflis (Georgien), 11.05.2009 – Die Proteste gegen den georgischen Präsidenten Micheil Saakaschwili in der Hauptstadt Tiflis halten an. Am 7. Mai kam es erstmals zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, als Demonstranten versuchten, das Polizeihauptquartier zu stürmen. Zugleich verhandelten die Regierung von Saakaschwili und die Opposition. Die Opposition wirft Saakaschwili vor, den Krieg mit Russland und die Verschlechterung der russisch-georgischen Beziehungen verursacht zu haben. Zu ihren Forderungen gehören der Rücktritt von Saakaschwili und Neuwahlen. Die Regierung wirft der Opposition vor, von Russland unterstützt zu werden.

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September 10, 2008

OSZE kritisiert Verlauf der Parlamentswahl in Georgien

OSZE kritisiert Verlauf der Parlamentswahl in Georgien

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Veröffentlicht: 20:10, 10. Sep. 2008 (CEST)
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Warschau (Polen), 10.09.2008 – Der gestern veröffentlichte Abschlussbericht des Büros für Demokratische Institutionen und Menschenrechte der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisiert den Verlauf der Parlamentswahl in Georgien, die am 21. Mai dieses Jahres stattgefunden hat. Die Abschlussbericht ist damit wesentlich kritischer als eine frühere Stellungnahme der OSZE zur georgischen Parlamentswahl.

OSZE-Mitgliedsstaaten (grün) und Kooperationspartner (orange)

Das Fazit des Vorabberichts lautete: „Insgesamt boten die Wahlen den georgischen Bürgern die Chance, ihre Volksvertreter aus einer großen Auswahl zu wählen. Die Behörden und die politischen Machthaber haben sich darum bemüht, dass die Wahlen den Anforderungen der OSZE und dem Europarat entsprechend ablaufen.“ Nun heißt es im Abschlussbericht, bei der Wahl seien Probleme identifiziert worden, wodurch diese Vorgaben nur unvollständig erfüllt worden seien. Der Bericht ist unter anderem deshalb brisant, weil die US-Regierung Georgien nach dem kurzen Krieg mit Russland im letzten Monat als „junge couragierte Demokratie“ bezeichnet hat. Laut „Reuters“ zeichnet Russland von Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili dagegen das Bild eines „kriegslüsternen Tyrannen“.

Micheil Saakaschwili

Der OSZE-Bericht kritisiert eine Änderung des georgischen Wahlrechts, die zwei Monate vor der Wahl in Kraft getreten ist. Bei der Änderungen seien einige Empfehlungen der OSZE berücksichtigt worden, einige aber auch nicht. Insbesondere wird kritisiert, dass das neue Wahlrecht Elemente enthalte, die die regierende Partei, die Vereinte Nationale Bewegung (ENM) von Präsident Micheil Saakaschwili, begünstigten. Außerdem werde das Prinzip der Stimmengleichheit durch zu große Unterschiede bei der Wahlkreiseinteilung untergraben. Des Weiteren wirft die OSZE der georgischen Wahlkommission vor, mit den Wahlbeobachtern nicht kollegial zusammengearbeitet zu haben. Der Prozess der Registrierung der Kandidaten wird dagegen als transparent gelobt.

Alles in allem sei es für alle Parteien, so der OSZE-Bericht, möglich gewesen, Wahlkampf zu betreiben. Jedoch wurden Behinderungen der Wahlkampfaktivitäten von Oppositionsparteien registriert. Auch seien die Grenzen von Staat und Regierungspartei nicht immer deutlich zu erkennen gewesen. Einige Vertreter des Staates hätten ihre offiziellen Pflichten mit einem Wahlkampfengagement für die ENM vermischt. Trotz Anerkennung für die TV-Medien, die es den Wählern ermöglicht hätten, eine wohlüberlegte Wahlentscheidung zu treffen, kritisiert die OSZE die TV-Berichterstattung zur Wahl, wobei sie das staatliche Fernsehen von der Kritik ausnimmt. So seien die Berichte in den meisten Sendern unausgewogen gewesen.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert eine Stelle aus dem OSZE-Bericht, in der davon berichtet wird, dass in einem der schwersten Fälle ein Oppositionskandidat von Unbekannten angegriffen wurde. Dabei habe er sich ein Bein gebrochen. Insgesamt seinen mindestens sechs Oppositionspolitiker, die mit juristischen Mittel gegen Unregelmäßigkeiten bei der Wahl vorgehen wollten, geschlagen worden.

Aus Protest gegen angeblichen Wahlbetrug hatten die Oppositionsparteien die erste Sitzung des neu konstituierten Parlaments im Juni boykottiert. Micheil Saakaschwili sprach trotz der Kritik von einer freien und fairen Wahl.

Zerstörtes Haus in Zchinwali nach dem Kaukasuskrieg

Unterdessen ist die konservative georgische Partei „Neue Rechte“ aus dem Burgfrieden ausgeschert, der seit dem Kaukasus-Konflikt 2008 in der georgischen Politik geherrscht hat. Während sich die Opposition bisher mit Kritik am Präsidenten zurückgehalten hat, fordert die „Neue Rechte“ seit gestern den Rücktritt von Micheil Saakaschwili. David Gamkrelids, der Parteivorsitzende, begründete die Forderung damit, dass Saakaschwili „ohne Vernunft, eigenmächtig und verantwortungslos die Entscheidung zur Bombardierung Zchinwalis“ getroffen habe. Der Präsident sei, so Gamkrelids, Schuld daran, dass Georgien die Kontrolle über die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien nun vollständig verloren habe. Agenturmeldungen zufolge will David Gamkrelids das weitere Vorgehen mit den anderen Oppositionsparteien abstimmen.

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August 28, 2008

Deutschland und Schweiz stocken Beteiligung an OSZE-Mission in Georgien personell auf

Deutschland und Schweiz stocken Beteiligung an OSZE-Mission in Georgien personell auf

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Veröffentlicht: 13:42, 28. Aug. 2008 (CEST)
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Berlin (Deutschland) / Bern (Schweiz), 28.08.2008 – Das deutsche Bundeskabinett hat am 27. August 2008 beschlossen, sich an der Aufstockung der OSZE-Mission in Georgien zu beteiligen. Demnach ist der Einsatz von bis zu 15 deutschen Militärbeobachtern möglich, bisher lag die Grenze bei zwölf. Die Soldaten sollen in Uniform, aber unbewaffnet das Land bereisen. Die gesamte OSZE-Mission soll um 100 Soldaten auf 300 erweitert werden. Das Mandat gilt erst einmal für sechs Monate. In Abchasien sind ebenfalls zwölf Deutsche im Einsatz. Sie sind Teil der UN-Beobachtermission UNMIG.

Auch die Schweiz beteiligt sich an der personellen Erweiterung. Statt sechs Schweizer können demnächst acht dort tätig sein. Da auch dieses Personal unbewaffnet ist, wird eine Zustimmung des Schweizer Parlaments nicht benötigt.

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August 27, 2008

Georgien zieht Botschaftspersonal aus Moskau zurück

Georgien zieht Botschaftspersonal aus Moskau zurück

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Veröffentlicht: 21:47, 27. Aug. 2008 (CEST)
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Moskau (Russland) / Tiflis (Georgien), 27.08.2008 – Als Reaktion auf die Anerkennung der Unabhängigkeit Südossetiens und Apchasiens hat Georgien Teile seines Botschaftspersonals aus Moskau zurückgezogen. Lediglich zwei Mitarbeiter, darunter ein hochrangiger Diplomat, verbleiben in der russischen Hauptstadt. Die Entscheidung teilte die georgische Außenministerin Eka Tkeschelaschwili am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Bereits im Juli wurde der Botschafter abgezogen.

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Fußball: Georgien kann WM-Qualifikationsspiel doch nicht in Karlsruhe ausrichten

Fußball: Georgien kann WM-Qualifikationsspiel doch nicht in Karlsruhe ausrichten

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Veröffentlicht: 21:38, 27. Aug. 2008 (CEST)
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Karlsruhe (Deutschland), 27.08.2008 – Nachdem die FIFA entschieden hatte, dass das Qualifikationsspiel für die Fußball-WM 2010 wegen der schwierigen Sicherheitslage auf neutralem Boden und nicht wie eigentlich vorgesehen in Tiflis stattfinden müsse, fiel die Wahl des georgischen gestern auf das Karlsruher Wildparkstadion als Austragungsort der Partie am 6. September. Nun musste der Karlsruher SC den Georgiern eine Absage erteilen.

„Aufgrund der Kürze der Zeit und vieler organisatorischer Unwägbarkeiten in der Umsetzung“, habe der KSC nach einem Gespräch mit dem georgischen Verband entschieden, dass das Spiel nicht im Wildparkstadion stattfinden könne, sagte KSC-Manager Rolf Dohmen laut einer Pressemitteilung des Vereins. Gleichzeitig drückte Dohmen sein Bedauern über die Absage aus: „Allein schon wegen unseres Spielers Alexander Iashvili hätten wir die Partie hier gerne ermöglicht, die äußeren Umstände sprechen aber letztlich gegen eine Umsetzung, die dem KSC und dem Anlass der Partie auch würdig ist und gerecht wird.“

Für welchen Ort sich der georgische Verband nun entscheiden wird steht noch nicht fest. Ursprünglich war ihm von der FIFA eine Frist bis zum 26. August gesetzt worden. Bis dahin sollte ein Austragungsort bekanntgegeben werden.

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August 11, 2008

Georgischer Präsident ruft Kriegsrecht aus

Georgischer Präsident ruft Kriegsrecht aus

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Veröffentlicht: 19:54, 11. Aug. 2008 (CEST)
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Demonstration in Georgien

Tiflis (Georgien), 11.08.2008 – Der georgische Präsident Michail Saakaschwili reagiert mit der Verhängung des Kriegsrechtes nach eigenen Angaben auf die Angriffe der russischen Luftwaffe. „Ich fordere Russland auf, mit der Bombardierung friedlicher georgischer Städte aufzuhören“, sagte er. Gleichzeitig sind Hunderte von Toten zu beklagen.

Das Kriegsrecht soll 15 Tage andauern. Der Hafen Poti wurde bei den Angriffen nach Angaben des georgischen Außenministeriums zerstört. Die russische Schwarzmeerflotte zieht sich an Georgiens Küste zusammen.

Die Stadt Zchinwali wird von russischen Truppen kontrolliert. Russische Streitkräfte greifen fünfzehn Städte in Georgien an. Der Sekretär des georgischen Sicherheitsrates, Alexander Lomaia, teilte dies mit. Auch 1.000 Soldaten der Teilrepublik Abchasien nehmen mittlerweile aktiv am Krieg teil. Am Sonntag wurde auch der Einsatz von russischen Panzern in der georgischen Stadt Gori gemeldet.

US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney kritisierten das Vorgehen Russlands. Im Vorfeld hatte Georgien versucht, den UN-Sicherheitsrat mit der Lösung des Konfliktes zu beauftragen. Dies war durch Luftraumverletzungen Russlands motiviert.

Während in Anwesenheit der Außenminister Frankreichs und Finnlands, Bernard Kouchner und Alexander Stubb, Georgien eine Waffenstillstandsvereinbarung unterschrieb, kündigt der russische Politiker Wladimir Putin eine Fortführung der Kämpfe bis zum “logischen Ende” an.

Zitate

  • „Ich bin davon überzeugt, dass es noch einen breiten Handlungsspielraum für eine gerechte und ehrbare Lösung für alle Seiten gibt. Man muss an den Verhandlungstisch zurückkehren, denn das ist der einzige Weg, um eine nicht nur dauerhafte, sondern auch für alle befriedigende Lösung zustande zu bringen.“ (Apostolischer Nuntius Antonio Mennini, gefunden bei Radio Vatikan, 09.08.2008)
  • „Ich bitte die internationale Gemeinschaft und die einflussreichen Länder, alles zu tun für eine friedliche und dauerhafte Lösung – für ein offenes und respektvolles Zusammenleben.” (Papst Benedikt XVI., gefunden bei Radio Vatikan, 10.08.2008)
  • „Ich sagte, diese Gewalt ist nicht akzeptabel.” (US-Präsident George W. Bush zum Sender NBC, gefunden auf stern.de, 11.08.2008)

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  • Angst vor Krieg in Georgien (01.10.2006)
  • Regierungen ‘besorgt’ über die Situation in Süd Ossetien (09.08.2008)

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