Verheerende Erdbeben in Südostasien

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Epizentrum
Zentrum des Bebens an der Westküste des nördlichen Sumatras

Südostasien / Indischer Ozean, 26.12.2004 – Gegen 01:57 Uhr MEZ ereignete sich ein schweres Seebeben in Südostasien mit nachfolgenden verheerenden Flutwellen im indischen Ozean.

Das Epizentrum des Bebens lag vor der Küste Sumatras/Indonesien in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern unter dem Meeresgrund des Indischen Ozeans. Mit einer Stärke von 9,0 auf der Richterskala gehörte es zu den fünf stärksten aufgezeichneten Beben in der Geschichte und war das stärkste seit 40 Jahren. Durch das Beben wurden Tsunamis (eine spezielle Art von Flutwellen) ausgelöst, die ohne Vorwarnung auf die Küsten zurollten und die dortigen Menschen unvorbereitet trafen. US-Seismologen wussten aus eigenen Messungen um die Möglichkeit eines Tsunamis, konnten die betroffenen Länder aber wegen des dort fehlenden Frühwarnsystems nicht rechtzeitig informieren.

Ein Nachbeben wurde am Morgen aus der Nähe der Nikobaren mit Stärke 7,1 auf der Richterskala gemeldet. Mindestens 65 weitere Erdbeben wurden in den darauf folgenden Tagen vom seismologischen Institut von Indonesien registriert, die jedoch deutlich schwächer waren. Experten rechnen mit weiteren Nachbeben. Indonesien liegt am Rande tektonischer Platten, die als Feuerring bezeichnet werden.

Wie der UN-Untergeneralsekretär für humanitäre Hilfe, Jan Egeland, am Montag in New York berichtete, könne jetzt schon gesagt werden, dass die Trinkwasser-Versorgung von mehreren Millionen Menschen nicht mehr gewährleistet sei. Die Weltgesundheitsorganisation befürchtet, dass sich durch Seuchen die Zahl der Todesopfer verdoppeln könnte.

Aufgrund des Erdbebens und der verheerenden Schäden rief der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am Montag eine dreitägige Staatstrauer aus. Auf den Malediven wurde die Parlamentswahl wegen der Flutwelle auf den 22. Januar verschoben.

Nach Angaben des astronomischen Instituts der Universität Bern hat das Seebeben im indischen Ozean die Erdachse um acht bis zehn Zentimeter verschoben. Die tägliche normale Verschiebung liegt jedoch bei ebenfalls bis zu zehn Zentimetern, daher können negative Folgen durch die durch das Beben verursacht Verschiebung ausgeschlossen werden. Gemäss einem Radiointerview mit Radio DRS 1 vom 29. Dezember 2004 wurde die Tageszeit um einen Zehntel einer Millisekunde verschoben.

Am Donnerstag gaben die indischen Behörden nach Warnungen vor erneuten Seebeben nahe Australien eine später wieder zurück gezogene Tsunami-Warnung heraus. In den von der Flut betroffenen Gebieten in Indien und Sri Lanka brach daraufhin Panik aus. Experten warnten jedoch vor einer Überschätzung der Seebeben. Eine ernste Tsunami-Gefahr sei laut Forschern der Universität Köln bei Seebeben mit einer Stärke unter sechs nicht zu erwarten.

Opfer und Zerstörungen

Betroffene Gebiete und Epizentren

Zeitlicher Verlauf der Erdbeben in Südostasien

Die Erdbeben und besonders die nachfolgenden Flutwellen forderten nach verschiedenen Medienberichten über 150.000 Menschenleben, über 165.000 Tote werden vermutet. Aufgrund der chaotischen Situation in den betroffenen Gebieten, insbesondere in der indonesischen Provinz Aceh, wird die genaue Opferzahl wahrscheinlich unbekannt bleiben. Mehrere Millionen Menschen wurden obdachlos. Am schlimmsten hat es Indonesien, Sri Lanka und Indien getroffen.

In weiten Teilen der betroffenen Katastrophengebiete sind die Kommunikationsstrukturen vollständig zusammengebrochen. Zu vielen der 1.200 Inseln der Malediven bestand zunächst kein Kontakt. Verlässliche Informationen waren in den ersten Stunden nur spärlich erhältlich. Zu vielen Fischern und Booten in den betroffenen Regionen bestand zunächst ebenfalls kein Kontakt; auch hier wurden Opfer befürchtet.

Internationale Hilfe ist angelaufen. Die Hilfsorganisationen warnen mittlerweile vor der Verseuchung von Trinkwasser und dem Ausbruch von Epidemien in den stark betroffenen Gebieten.

Unter den Opfern sind insbesondere in Thailand zahlreiche Touristen. Bis Donnerstag war der Tod von 2.230 Ausländern aus mindestens 36 Staaten offiziell bekannt. Das thailändische Innenministerium sprach von mindestens 49 Deutschen unter den dortigen Todesopfern. Nach Angaben der Bundesregierung waren bis Sonntag 60 tote Deutsche identifiziert, 46 in Thailand und 14 in Sri Lanka. Weiterhin wurde bisher u.a. der Tod von 117 Franzosen, 54 Schweden, 43 Briten, 21 Norwegern, 14 US-Bürgern, 13 Italiener, neun Schweizern und vier Österreichern offiziell bestätigt. Tausende werden noch vermisst.

Außenminister Joschka Fischer teilte am Dienstagnachmittag mit, dass sich die Zahl der vermissten Deutschen im dreistelligen Bereich bewege, Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach am Mittwoch von rund 1.000 Vermissten. In Thailand werden noch rund hundert vermutlich überwiegend deutsche Urlauber vermisst, die sich in einem Resort aufgehalten haben sollen. Von Dutzenden zunächst vermissten Tauchern, die zum Zeitpunkt des Erdbebens unterwegs waren, konnten mindestens 80 gerettet werden.

In den betroffenen Regionen befanden sich zirka 6.000 bis 8.000 Deutsche überwiegend in den Weihnachtsferien, des Weiteren bis zu 10.000 Briten und 6.500 italienische Touristen.

Auch afrikanische Staaten, Kenia und Somalia, sind ebenfalls schwer in Mitleidenschaft gezogen worden. Offizielle Stellen sprechen von mehreren hundert Opfern, die durch die Tsunamis getötet wurden.

In Indien soll Berichten zufolge ein Tsunami einen AKW-Reaktor überflutet haben. Das etwa 80 Kilometer von Madras entfernte „Indira Gandhi“ Kernkraftwerk musste daraufhin abgeschaltet werden und soll durch die Flutwellen Wasser verloren habe. Die Behörden versicherten jedoch, dass für die Bevölkerung keine Gefahr bestehe.

Vermutlich keine Todesopfer gab es auf der französischen Insel La Réunion, auf Madagaskar und den Komoren-Inseln.

Opferzahlen

Bekannte Todesopfer derzeit (Quelle und Stand (MEZ) in Klammern):

  • Hauptsächlich betroffene Länder:
    • Indien: offiziell mindestens 10.001 (AP 07.01. 23:35), geschätzt werden sogar 17.000 Tote (n-tv 29.12. 19:33)
    • Indonesien/Sumatra: offiziell min. 101.318 (AP 07.01. 23:35)
    • Sri Lanka: offiziell min. 30.680 (AP 07.01. 17:51)
    • Thailand: offiziell min. 5.291 (AP 07.01. 23:35) Tote, darunter mindestens 2.230 Touristen
  • weitere betroffene Länder:
    • Bangladesch: Zwei Tote (AP 07.01. 17:51)
    • Kenia: Ein Toter (AP 07.01. 17:51)
    • Malaysia: 68 Tote (AP 07.01. 17:51)
    • Malediven: 82 Tote (AP 07.01. 17:51)
    • Myanmar: nach Regierungsangaben 59 Tote, geschätzt mindestens 90 Tote (AP 07.01. 17:51)
    • Seychellen: Einer (BBC News 30.12. 19:56)
    • Somalia: 298 (AP 07.01. 17:51)
    • Tansania: Elf Tote (AP 07.01. 17:51)

Gesamt (Summe aus obigen): offiziell über 147.000. Geschätzt: über 150.000 Tote Aktualisierung laut ARD-Nachrichtensender vom 19.01.2005: Nach Aktualisierung der Indonesischen Zahlen steigert sich die Zahl der Todesopfer auf 220.000.

Bangladesch

Nach Berichten des Roten Halbmondes werden aus Bangladesch nur relativ geringe Schäden gemeldet, allerdings seien die Telekommunikationsverbindungen abgeschnitten. Zwei Kinder ertranken, nachdem ein Boot in stürmischer See gekentert war.

Indien

Schaden in Chennai, Indien

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