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July 20, 2014

Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

Taifun Rammasun trifft auf den Südwesten Chinas

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Veröffentlicht: 04:59, 20. Jul. 2014 (CEST)
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Prognostizierte Zugbahn am 18.07.2014

Honolulu (Vereinigte Staaten) / Manila (Philippinen), 20.07.2014 – Taifun Rammasun, der stärkste Taifun der letzten Jahre im Nordwesten des Südchinesischen Meeres, traf am Freitagnachmittag (Ortszeit, 18. Juli) auf die Nordostspitze der Insel Hainan. Zuvor hatte der tropische Wirbelsturm, der vom Joint Typhoon Warning Center als „Supertaifun“ eingestuft wurde, die Philippinen überquert. Rammasun erreichte am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) das chinesische Festland in der Provinz Guandong und bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern in nordöstlicher Richtung. Bislang kamen durch die Auswirkungen des Taifuns mindestens 70 Menschen ums Leben, darunter 40 auf den Philippinen und eine Person auf Hainan. Die chinesischen Behörden haben 26.000 Menschen vor dem stärksten Sturm, der Hainan in den letzten 40 Jahren getroffen hat, vorsorglich evakuiert. Zahlreiche Touristen sind auf Hainan gestrandet, nachdem die China Southern Airlines allein 96 Flüge von Sanya und Haikuo streichen musste. Auch auf dem Flughafen von Shenzhen wurden 55 Flüge vorsorglich gestrichen.

Taifun Rammasun mit Zentrum im Nordwesten von Hainan

Auswirkungen des Sturmes in Manila

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March 16, 2012

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt in zwei Südstaaten, Romney in Hawaii

US-Vorwahlen: Santorum gewinnt in zwei Südstaaten, Romney in Hawaii

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Veröffentlicht: 06:20, 16. Mär. 2012 (CET)
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Honolulu / Mobile (Alabama) / Jackson (Mississippi) (Vereinigte Staaten), 16.03.2012 – Bei den Vorwahlen in den beiden Südstaaten Alabama und Mississippi konnte sich der erzkonservative Katholik Rick Santorum jeweils knapp durchsetzen. Mitt Romney belegte in den beiden Südstaaten nach Newt Gingrich den dritten Platz. In Hawaii gewann Mitt Romney vor Rick Santorum. Der Baptist Ron Paul erreichte hier den dritten Platz, Gingrich erreichte in Hawaii den vierten Platz. In allen drei Bundesstaaten gilt nicht das Prinzip, dass der Sieger alle Delegiertenstimmen gewinnt, sondern die Delegierten werden proportional zum Wahlergebnis vergeben.

Der in Detroit geborene Mitt Romney ist der ehemalige Gouverneur von Massachusetts

Foto: Jessica Rinaldi

Rick Santorum aus Winchester, Virginia, ist einer der beiden US-Senatoren aus Pennsylvania

Foto: Gage Skidmore

Bei der Primary im ländlichen Alabama konnte Mitt Romney, der landesweit bislang die meisten Delegiertenstimmen hinter sich hat, nur in den verstädterten Gebieten um Mobile, Birmingham und Montgomery den höchsten Stimmenanteil erreichen. Im Südosten und in einigen Countys im Zentrum, im Westen und im Osten des Staates erhielt Newt Gingrich die höchste Stimmenzahl, während Rick Santorum im Rest des Bundesstaates vorne lag. Nach den Angaben der Associated Press (AP) unter Berücksichtigung von 98,4 Prozent der Stimmbezirke erreichte Rick Santorum 34,5 Prozent der im Bundesstaat abgegebenen Stimmen, Newt Gingrich 29,3 Prozent, Mitt Romney 29,0 Prozent und Ron Paul 5,0 Prozent. Daraus ergeben sich 17 Delegiertenstimmen für Santorum, zwölf für Gingrich und zehn für Romney.

Im westlich direkt angrenzenden Bundesstaat Mississippi erhielt Newt Gingrich vor allem in den Countys im Südosten die meisten Stimmen. Die höchsten Stimmenanteile für Mitt Romney meldeten vor allem die Countys im Westen des Bundesstaates und um die Stadt Gulfport am Golf von Mexiko. Rick Santorum erreichte in Mississippi, basierend auf 99,3 Prozent der Stimmbezirke, 32,9 Prozent der Stimmen. Es folgen Newt Gingrich mit 31,3 Prozent, Mitt Romney mit 30,3 Prozent und abgeschlagen Ron Paul mit 4,4 Prozent.

Den Caucus in Hawaii gewann mit deutlichem Vorsprung Mitt Romney. Er liegt auch im Honolulu County, auf Maui und auf Kauai vorne, auf Big Island führt Ron Paul. Auf Hawaii leben etwa 55.000 Mormonen. AP meldete für Mitt Romney 45,4 Prozent, für Rick Santorum 25,3 Prozent und für Ron Paul 18,3 Prozent der Stimmen. Newt Gingrich erreichte mit 11,0 Prozent in Hawaii den vierten Platz.

Auf einem Parteitag in Amerikanisch-Samoa haben schließlich die dortigen Republikaner alle neun Deligiertenstimmen in diesem Außengebiet im fernen südwestlichen Pazifischen Ozean Mitt Romney zugesprochen.

Nach den Berechnungen der Associated Press kommt Mitt Romney auf 495 Delegiertenstimmen, Rick Santorum folgt mit 252. Platz 3 belegt Newt Gingrich mit 131 Delegierten hinter sich, Ron Paul ist mit 48 Delegierten auf dem vierten Platz. Bis zur letzten Vorwahl am 5. Juni wird noch über 1358 Delegiertenstimmen entschieden.

Die nächsten Delegierten werden in Missouri und Puerto Rico ermittelt. Lokale Mitgliederversammlungen in Missouri legen am 17. März die 52 Delegierten des Bundesstaates im Mittleren Westen fest. Über die Zusammensetzung der zur Republican National Convention zu entsendenden Delegation entscheidet die Republikanische Partei dieses Bundesstaats also nicht aufgrund des Ergebnisses der Vorwahlen vom 7. Februar. Bei diesem Wahlgang hatte sich Rick Santorum deutlich durchgesetzt und die Mehrheit in allen Countys gewonnen. Im gesamten Bundesstaat erhielt Santorum 55,2 Prozent der Mitgliederstimmen. Weit abgeschlagen folgten Mitt Romney mit 25,3 Prozent und Ron Paul mit 12,2 Prozent. Am 18. März wird nach dem Winner-takes-it-all-Prinzip über die 23 Delegierten Puerto Ricos entschieden.

Wie lange wird Newt Gingrich seine Kampagne fortführen?

Foto: Gage Skidmore

Für die Wahlkampagne von Newt Gingrich war dieser Wahltag ein Rückschlag. Der Sprecher seines Wahlkampfteames, R.C. Hammond, hatte in der vergangenen Woche angekündigt, beide Bundesstaaten seien solche, in denen der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses gewinnen müsse, doch Gingrich erreichte jeweils nur den zweiten Platz. Gingrich hatte jedoch später bekräftigt, seine Kandidatur zumindest bis zum Parteitag in Tampa weiterzuverfolgen. Für Erick Erickson, den Herausgeber der konservativen Website RedState.org ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Gingrich seine Kandidatur aufgeben müsse: „Wenn er nicht im Süden gewinnen kann, muss er gehen.“ Und tatsächlich sind Alabama und Mississippi „tiefrote“ Bundesstaaten, die in ihrer Wählerstruktur idealer Nährboden für die Zustimmung zu Gingrich sein sollten. Doch Meinungsumfragen unter Wählern, die sich selbst als sehr konservativ bezeichnen, zeigen den Rückgang der Zustimmung zu Gingrich auf. In Georgia, dem Heimatstaat Gingrichs und in North Carolina hatten 53 bzw. 48 Prozent dieser Wählergruppe angegeben, Gingrich gewählt zu haben – in Alabama waren dies nur 37 Prozent und in Mississippi bevorzugte nur ein Drittel der sehr konservativen Wähler Gingrich. In anderen Wählergruppen ergibt sich ein ähnliches Bild. Unter den sich als evangelikal bezeichnenden Wählern in Mississipppi erhielt Gingrich 30 Prozent der Stimmen und in Alabama 31 Prozent, gegenüber 44 Prozent in South Carolina und 50 Prozent in Georgia. Unter den Anhängern der Tea Party erklärten in Mississippi 34 Prozent und in Alabama 38 Prozent, Gingrich gewählt zu haben, gegenüber 48 und 55 in South Carolina und Georgia.

Von den Wahlkampfmanagern Romneys hingegen war der dritte Platz in den beiden Südstaaten einkalkuliert. Für Romney war vor allem wichtig, dass sein größter Konkurrent Santorum ihm nicht wesentlich näher kommt. Um die Nominierung zu sichern, hat Romney die beste Ausgangssituation; er muss nicht ganz jede zweite der noch ausstehenden Delegiertenstimmen hinter sich bringen, Santorum muss hingegen zwei von drei der noch zu wählenden Delegierten gewinnen, Gingrich sogar fast drei Viertel. Analysten glauben, dass im Mai oder im Juni alles klar ist, doch die konservative Basis weigert sich, hinter dem führenden Milliardär Romney einzuschwenken. Die Strategie sowohl für Gingrich und Santorum ist offensichtlich die Verhinderung einer Delegiertenstimmenmehrheit für Romney und somit die Herbeiführung einer Kampfabstimmung Ende August in Tampa. Es wäre der erste ernsthaft umkämpfte Parteitag der Great Old Party seit 1976, als sich Gerald Ford gegen Ronald Reagan durchsetzte.

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March 12, 2011

Schweres Erdbeben vor der japanischen Küste löst verheerenden Tsunami aus

Schweres Erdbeben vor der japanischen Küste löst verheerenden Tsunami aus

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Veröffentlicht: 11:55, 12. Mär. 2011 (CET)
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Tōkyō (Japan), 12.03.2011 – Am Freitag, den 11. März um 14:45 Uhr japanischer Zeit (11. März 2011 05:46:23 UTC) hat ein schweres Erdbeben der Stärke 8,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala mit einem Epizentrum rund 370 Kilometer nordöstlich von Tōkyō und einem Hypozentrum in zirka 25 Kilometern Tiefe einen schweren Tsunami ausgelöst. Intensitäten bis Stärke 7 auf der JMA-Skala wurden angegeben, Stärke 7 in Kurihara (Präfektur Miyagi), Stärke 6 in zahlreichen Gemeinden im Norden Miyagis, darunter Teile der Stadt Sendai sowie schwache 6 oder starke 5 in weiten Teilen der Pazifkseite Ostjapans, darunter mehrere Bezirke der Präfektur Tōkyō und Teile der Stadt Yokohama (Präfektur Kanagawa).

Die zehn Meter hohe Flutwelle traf Japans Nordostküste zuerst nahe der Großstadt Sendai (130 Kilometer westlich des Epizentrums) und verursachte schwere Schäden. Die Zahl der Toten steigt weiterhin. Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass an einem Strandabschnitt in der Nähe von Sendai zweihundert bis dreihundert Leichen entdeckt wurden. Viele Einwohner würden jedoch vermisst, gaben die Behörden bekannt. Unter anderem hat man keine Kenntnis von dem Verbleib eines Passagierschiffes mit mehr als 100 Menschen an Bord, das vom Tsunami mitgerissen wurde. Vermisst werden auch in den Präfekturen Miyagi und Iwate vier Eisenbahnzüge, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Wie viele Menschen insgesamt vermisst werden, lässt sich derzeit nicht abschätzen

Ersten Berichten aus Tōkyō zufolge erschütterten die Erdstöße minutenlang die japanische Hauptstadt. Es kam in der Stadt zu einigen Bränden. Mindestens vier Millionen Einwohner des Großraumes Tōkyō sind ohne Strom. In der Nähe von Tōkyō brennt eine Ölraffinerie. Der Flughafen in Tōkyō und die U-Bahn haben ihren Betrieb eingestellt. Fahrende Shinkansen-Züge wurden automatisch angehalten. Der Flughafen in Sendai wurde von einer zehn Meter hohen Flutwelle überschwemmt.

Ostjapan mit dem Epizentrum des Erdbebens

KKW Fukushima

Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) in Honolulu hat für den gesamten Pazifik eine Tsunamiwarnung der höchsten Stufe ausgegeben. Diese betraf zunächst Japan, die Pazifikküste Russlands, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Wake und Taiwan, wurde jedoch schon bald auf alle Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans erweitert. Es ist das zweite Mal, dass für das gesamte Meeresgebiet zwischen Asien, Australien und Amerika die höchste Warnstufe ausgerufen wurde.

Der Tsunami war wie zuvor in Taiwan und auf den Philippinen an der indonesischen Küste niedrig, die Bewohner haben dennoch höhere Gebiete aufgesucht, denn es herrschte bei der Bevölkerung, die sich noch gut an die Auswirkungen des Seebebens im Indischen Ozean 2004 erinnerten, große Beunruhigung. In Hawaii kam es nach ersten Berichten nicht zu wesentlichen Schäden, doch in Hilo auf Big Island erreichte der Tsunami eine Amplitude von 141 Zentimetern und in Kahului auf Maui 174 Zentimetern. Schon früher am Tag wurden in Pago-Pago auf Amerikanisch-Samoa 34 Zentimetern und in Saipan 65 Zentimeter gemessen. An der Insel Manus in Papua-Neuguinea betrug die Amplitude 93 Zentimeter.

An der Küste Kaliforniens und Oregons erwarteten die US-Behörden eine zwei bis drei Meter hohe Flutwelle. Sie forderten deswegen die Bevölkerung auf, die Strände zu meiden. Auf dem Highway 101 kam es vereinzelt zu Stauungen durch erhöhten Verkehr. US-Präsident Barack Obama betonte in einer Pressekonferenz die Aufforderung an die Anwohner an der Pazifikküste der Vereinigten Staaten, „wenn man ihnen sagt, sie sollen sich in Sicherheit bringen, dann tun Sie, was man Ihnen sagt.“ Die Warnungen des Präsidenten der Vereinigten Staaten nicht ausreichend ernstgenommen haben drei Männer an der Mündung des Klamath Rivers im Norden von Kalifornien. Sie wurden von der Flutwelle erfasst. Zwei von ihnen konnten zurück ans Ufer gelangen und Hilfe herbeirufen, doch der dritte wird bislang erfolglos von der Küstenwache der Vereinigten Staaten mit Hubschraubern gesucht. Vier weitere Personen mussten vor der Küste Oregons aus ähnlicher Lage gerettet werden. Nach den Angaben der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) betrug die Amplitudenhöhe des Tsunamis im nordkalifornischen Crescent City 202 Zentimeter, Santa Barbara 99 Zentimeter und im mexikanischen Manzanillo 145 Zentimeter. Acapulco meldete 77 Zentimeter. Der Gouverneur Kaliforniens, Jerry Brown erklärte für vier Countys im Norden des Bundesstaates den Notstand, da „Bedingungen der extremen Gefahr für die Infrastruktur und die Sicherheit von Personen und Eigentum innerhalb der Countys Del Norte, Humboldt, San Mateo und Santa Cruz“ vorliegen würden. Genaue Berichte über die Höhe der Schäden an der Westküste der Vereinigten Staaten liegen noch nicht vor. Durch die Wellen des Tsunami wurden in der kleinen Küstenstadt Fort Bragg im Mendocino County Hafenanlagen beschädigt, die Einfahrt zum Hafen wurde durch Trümmer blockiert.

Auf Französisch-Polynesien und Australien sowie auf den Hauptinseln Neuseelands wirkte sich der Tsunami mit Amplituden zwischen 20 und 40 Zentimetern aus. Teilweise über einen Meter hoch war der Tsunami noch an der Küste Südamerikas, dessen Südspitze die Flutwelle erst rund 24 Stunden nach dem Erdbeben erreichte. In La Libertad, Ecuador wurde der Tsunami mit einer Amplitude von 123 Zentimetern verzeichnet; auf den zu Ecuador gehörenden Galapagosinseln wurde der Tsunami bereits einige Stunden zuvor mit 177 Zentimetern registriert. An der Küste Chiles wurden die höchsten Amplituden in Caldera mit 141 Zentimetern und in Coquimbo mit 145 Zentimetern gemessen. Beide Städte liegen im Norden des Küstenstaates.

In Tōkyō hat das Erdbeben mehrere Brände ausgelöst.

Laut Medienberichten wurden elf von landesweit insgesamt 55 Kernkraftwerken automatisch heruntergefahren. Die japanische Regierung hat als Vorsichtsmaßnahme einen „atomaren Notstand“ erklärt, weil ein Kühlsystem eines Kernkraftwerks ausgefallen war. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi gab es Probleme mit dem Herunterkühlen des Reaktors, weil nicht ausreichend elektrische Energie zur Verfügung stehe. Laut Medienberichten, die sich auf die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln berufen, lief die Reaktorkühlung des Reaktors in Fukushima Daiichi nur noch mit Hilfe eines Notstromaggregates. Wenn die Stromversorgung ganz ausfallen sollte, drohe schlimmstenfalls eine Kernschmelze, sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Mitarbeiter des Reaktorbetreibers, Tokio Electric Power, bemühten sich um die Wiederherstellung der Notstromversorgung des Werks, um wieder Wasser in die Reaktoren pumpen zu können, in denen der Wasserstand bedrohlich abgenommen hatte. Nach Angaben der japanischen Atomaufsicht wird zurzeit versucht, aus einem anderen Kernkraftwerk eine Ersatzbatterie für den Notbetrieb des Kühlsystems zu beschaffen. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Jiji Press ist es in Reaktor Nummer Eins zu einem Druckanstieg gekommen. Konkret bestehe das Risiko eines Strahlungslecks. Um den Druck zu mindern, wurde erwogen, Dampf aus dem Reaktor abzulassen. Dabei könnte Radioaktivität in die Atmosphäre freigesetzt werden.

Zum Zeitpunkt des Bebens waren drei von insgesamt sechs Siedewasserreaktoren des Kraftwerks in Betrieb, die sich dann automatisch abschalteten, als das Erdbeben begann. Die Regierung hat inzwischen die Evakuierung einer Zone von zwei Kilometern um dieses Kernkraftwerk angeordnet. Davon waren zunächst rund 3.000 Menschen betroffen. Zur Unterstützung der Evakuierung schickte die Regierung Armee-Einheiten in die Region. Auch die Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho im Nordosten Japans wird nur noch mit Notstrom gekühlt.

Die Nachrichten von dem Erdbeben haben die Kurse mehrerer Rückversicherer gedrückt. An der Frankfurter Börse fiel der Kurs der Munich Re bei der Eröffnung des Handels um 4,8 Prozent und der Kurs der Allianz um 1,6 Prozent. Auch die Kurse von Swiss Re und Hannover Re fielen um über vier Prozent. Schwächer schlossen auch die Märkte in Asien. Der Hang Seng schloss um 1,6 Prozentpunkte schwächer, die Börse in Shanghai verlor 0,8 Prozentpunkte. An der Tōkyōter Börse ging der Nikkei-Index um 1,7 Prozentpunkte zurück.

Nach den Angaben der US-amerikanischen Erdbebenwarte war das Erdbeben das stärkste, das Japan seit Beginn verlässlicher Aufzeichnungen getroffen hat und das weltweit fünftstärkste seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Pazifischer Feuerring

Die stärksten Erdbeben seit 1900
Ort Datum Stärke
Valdivia, Chile 22.05.1960 9,5
Prince William Sound, Alaska 28.03.1964 9,2
Westlich Sumatra 26.12.2004 9,1
Kamtschatka 04.11.1952 9,0
Japan 11.03.2011 8,9
Vor Maule, Chile 27.02.2010 8,8
Vor der Küste Ecuadors 31.01.1906 8,8
Rat Islands, Alaska 04.02.1965 8,7
Nordsumatra 28.03.2005 8,6
Assam 15.08.1950 8,6
Südsumatra 09.03.1957 8,6
Quelle: USGS National Earthquake Information Center

Wissenschaftler vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) in Potsdam rechnen auch in den nächsten Monaten mit weiteren schweren Nachbeben. Als Ursache des Erdbebens machten die GFZ-Forscher Verschiebungen von Erdplatten im Pazifischen Ozean aus. Birger-Gottfried Lühr vom GFZ erklärt das so: „Die Pazifische Platte taucht unter die Eurasische Platte.“ Das Beben in Japan befindet sich in einer Zone rund um den Pazifik, die als „Pazifischer Feuerring“ bekannt ist. Dieser kennzeichnet die Ränder der Pazifischen Platte, an denen sich zahlreiche Vulkane befinden und wo auch immer wieder Erdbeben stattfinden. Die Pazifischen Platte bewegt sich in 100 Jahren um zwölf Meter (Plattentektonik) – genug, um tektonische Spannungen aufzubauen, die sich periodisch in Erdbeben und Vulkanausbrüchen entlang der Plattengrenzen entladen und so Tsunamis verursachen können.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Tōhoku-Erdbeben 2011“.

Quellen

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October 21, 2010

Taifun Megi bedroht nun Südchina

Taifun Megi bedroht nun Südchina – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Taifun Megi bedroht nun Südchina

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Veröffentlicht: 13:46, 21. Okt. 2010 (CEST)
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Taifun Megi im Südchinesischen Meer am 20. Oktober 2010

Foto: NASA

Karte des Südchinesischen Meeres

Tōkyō (Japan) / Manila (Philippinen) / Honolulu (Vereinigte Staaten), 21.10.2010 – Taifun Megi, einer der stärksten jemals beobachteten Taifune, hat die philippinische Hauptinsel Luzon überquert und das Südchinesische Meer erreicht. Inzwischen hat der tropische Wirbelsturm eine nördliche Zugrichtung eingeschlagen. Den gegenwärtigen Prognosen des US-amerikanischen Joint Typhoon Warning Center (JTWC) zufolge wird das Zentrum des Taifuns am 23. Oktober etwa 250 Kilometer östlich von Hongkong in der Provinz Guandong auf die Küste Chinas treffen. Nach Angaben der staatlichen Meeresbehörde wird dann mit einer Wellenhöhe von sieben Metern gerechnet. Um 14:00 Uhr Hongkonger Zeit befand sich der Taifun rund 600 Kilometer südöstlich der Stadt.

Auf den Philippinen sind durch die Auswirkungen des Wirbelsturmes mindestens 15 Menschen gestorben. Der Taifun war am Montag, dem 18. Oktober mit einem minimalen Luftdruck in seinem Zentrum von 885 Hektopascal auf die Ostküste Luzons getroffen und hatte dann die Insel westwärts ziehend überquert. Dabei handelte es sich um den niedrigsten jemals bei einem tropischen Wirbelsturm aufgezeichneten Luftdruck beim Landfall. Durch die Einwirkungen des Landes hat sich der Taifun bei der Überquerung Luzons abgeschwächt; über dem offenen Wasser des Südchinesischen Meeres intensiviert sich der Sturm derzeit wieder. Das JTWC nimmt an, dass „Megi“ am Mittwoch, dem 21. Oktober einminütige andauernde Windgeschwindigkeiten von 230 Kilometern pro Stunde erreicht, bevor eine allmähliche Abschwächung des Taifuns einsetzen wird.

Voraussichtliche Zugbahn von Taifun Megi (magenta)

Grafik: JTWC

Chinas Präsident Hu Jintao und Premierminister Wen Jiabao haben größere Anstrengungen von den örtlichen Behörden verlangt, um Menschen sowie Hab und Gut vor Flutwasser und Windschäden zu schützen. Im Süden Chinas sind nach einer Reihe von tropischen Wirbelstürmen die Wasserstände vieler Gewässer in den Provinzen Hainan und Guangdong hoch. Mehr als 2000 Menschen sind in diesem Jahr im Süden Chinas bereits durch Hochwasser umgekommen.

Die Schäden an Infrastruktur, Landwirtschaft und der Fischerei auf Luzon werden bislang vom nationalen Katastrophenschutzrat mit 1,4 Milliarden Philippinischen Pesos angegeben; mindestens 518 Häuser wurden durch die Auswirkungen von „Megi“ zerstört und mindestens 4392 weitere beschädigt.

Die Zahl der Toten wurde bislang mit 19 angegeben. Gemessen an der Stärke des Taifuns „Megi“ ist diese Zahl verhältnismäßig gering. Im Juli 2010 waren bei einem Taifun auf den Philippinen mehr als 100 Menschen gestorben; im September und Oktober 2009 kamen innerhalb einer Woche durch die beiden Taifune Ketsana und Parma mehr als 1000 Bewohner der Philippinen ums Leben.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2010“.

Quellen

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February 28, 2010

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

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Veröffentlicht: 15:02, 28. Feb. 2010 (CET)
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Epizentrum des Erdbebens

Kartographie: USGS

Santiago de Chile (Chile) / Honolulu / Denver (Vereinigte Staaten), 28.02.2010 – Ein sehr starkes Erdbeben, das eine Momenten-Magnitude von Mw=8,8 erreichte, ereignete sich am 27. Februar um 7:34  Uhr mitteleuropäischer Zeit (3:34 Uhr Ortszeit). Für Teile Chiles wurde der Notstand ausgerufen. Mindestens 300 Personen wurden in Chile durch die Auswirkungen des Erdbebens getötet. Die scheidende Staatspräsidentin Michelle Bachelet wies bereits unmittelbar nach den Erdstößen darauf hin, dass mit höheren Opferzahlen zu rechnen sei. In der Zone, die am stärksten von dem Erdbeben betroffen wurde, könnten die Zerstörungen nach ersten Analysen des Systems PAGER die Stufe VIII der erweiterten Mercalliskala erreichen. In diesem Bereich leben nach den Angaben des United States Geological Survey (USGS) rund drei Millionen Menschen. 400.000 Menschen seien ersten Angaben zufolge obdachlos oder betroffen, mindestens 1,5 Millionen Häuser wurden durch das Beben selbst oder die Folgen beschädigt. „Das muss der Weltuntergang sein“, drückte ein Mann im chilenischen Fernsehen seine Gefühle aus.

Das Erdbeben löste auch Brände aus, wie etwa in dieser Fabrik.

Foto: Plinio.!

Die Erdstöße dauerten rund 90 Sekunden. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Nach ersten Angaben örtlicher Fernsehstationen wurden in Santiago de Chile Häuser beschädigt, eine Straßenbrücke über den Río Claro in der Nähe der chilenischen Hauptstadt sei eingestürzt. Offenbar kam es im ganzen Land zu Stromausfällen. In der Hauptstadt stürzte der Kirchturm der Kirche Nuestra Señora de la Providencia ein. Die Trümmer eines Parkhauses begruben mindestens 50 Autos. Der Flughafen wurde in Mitleidenschaft gezogen und vorerst geschlossen. Ankommende Flugzeuge wurden nach Buenos Aires und Mendoza in Argentinien umgeleitet.

In Concepción seien viele Straßen unpassierbar, berichtete ein Reporter eines chilenischen Fernsehsenders. „Es gibt keine Straße ohne Trümmer. Es ist uns noch nicht gelungen, bis zur Stadtmitte vorzudringen.“ Risse ziehen sich durch den Asphalt der Straßen, das Verwaltungsgebäude der Regionalregierung sei wie viele andere öffentliche Bauten in sich zusammengestürzt. Nach den vorläufigen Angaben der chilenischen Regierung wurden durch die Auswirkungen des Erdbebens 500.000 Wohnungen unbenutzbar.

Das Hypozentrum des Bebens lag nach Angaben des USGS etwa 325 Kilometer südwestlich von Santiago de Chile und 115 Kilometer nord-nordöstlich von Concepción in einer Tiefe von 35 Kilometer in der dortigen Triple Junction. Das pazifische Tsunamiwarnzentrum in Honolulu auf Hawaii löste außer für Chile und Peru eine Warnung vor einem Tsunami für 53 Staaten und Gebiete aus. Bereits zwanzig Minuten nach dem Erdbeben erreichte der Tsunami die Hafenstadt Valparaíso mit einer Amplitude von 130 Zentimetern, in Talcahuano 234 Zentimeter. Schiffe und Hubschrauber waren zu den chilenischen Juan-Fernández-Inseln unterwegs, die etwa 600 Kilometer vom Festland entfernt liegen. Die Küste Französisch-Polynesiens wurde nach Berichten der BBC von rund zwei Meter hohen Wellen getroffen. Fünf Personen kamen durch den Tsunami auf den Juan-Fernández-Inseln um, elf weitere Personen sind vermisst.

Später weitete das Tsunamiwarnzentrum auf Hawaii die Tsunamiwarnung für den gesamten Pazifikraum auf die höchste Warnstufe aus. Sie galt zwischenzeitlich für die gesamte Westküste des Doppelkontinents Amerika sowie für die dem Pazifischen Ozean zugewandten Küsten von Australien, Neuseeland, Russland, Japan, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Hawaii, Papua-Neuguinea, Fidschi und die Antarktis. Außerdem schloss die Warnung die Pitcairninseln, Französisch-Polynesien, die Cookinseln, Kiribati, die Kermadecinseln, Niue, Tonga, die Samoainseln, Jarvis, Wallis und Futuna, Tokelau, Palmyra, Tuvalu, Vanuatu, Nowland, Bakerinsel, die Marshallinseln, Midway, Wake, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Palau und Teile Mikronesiens ein. Inzwischen ist sie aber wieder aufgehoben, lediglich für Japan und Russlands Küsten wird sie noch aufrecht erhalten.

Projektion der erwarteten Amplitude

Grafik: USGS

Die Erinnerungen an das Sumatra-Andamanen-Beben, das 2004 ebenfalls einem Tsunami auslöste und zum Tod von über 228.000 Menschen führte, verursachten im Pazifikraum Beunruhigung. Nach den Berechnungen des Tsunamiwarnzentrums sollte die Flutwelle Hawaii gegen 22:00 Uhr MEZ erreichen und etwa 45 Minuten später in Australien eintreffen. Das australische Bureau of Meteorology forderte dazu auf, vor allem zwischen Sydney und Brisbane von den Küsten fernzubleiben. Schaulustige sollten nicht die Flutwelle beobachten. Das Tsunamiwarnzentrum forderte für Hawaii dazu auf, „Leben und Eigentum zu schützen“. Es wies darauf hin, dass die erste eintreffende Flutwelle vermutlich nicht die höchste sein wird. Ab 6:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MEZ) heulten auf Hawaii die Sirenen, womit Bewohner tiefergelegener Gebiete aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen. Vor allem am Ufer gelegene Hotels werden evakuiert. An Tankstellen und Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Berichten auf CNN zufolge gab es Befürchtungen, dass die Welle in Hawaii eine Höhe von bis zu 4,5 Metern erreicht. In Neuseeland und Japan warnten die Behörden die Bevölkerung vor einer Flutwelle, deren Wellenhöhe bis zu drei Meter erreichen könne. Der Bahnverkehr wurde teilweise eingestellt und küstennahe Straßen gesperrt.

Das Tsunamiwarnzentrum gab später bekannt, dass der Tsunami an der Insel Hiva Oa eine Höhe von 179 Zentimetern erreichte. In Pago Pago auf Amerikanisch-Samoa, das erst im vergangenen September von einem Tsunami getroffen worden war, war die höchste Flutwelle 70 Zentimeter hoch. Kahului auf der Hawaiiinsel Maui meldete eine Amplitude von 98 Zentimetern. An der US-amerikanischen Westküste wurden zwischen 13 Zentimetern in San Diego und 53 Zentimetern in Santa Barbara gemessen. An den Ostküsten der japanischen Inseln Honshū und Hokkaidō wurden Maximalwerte von etwa 45 Zentimetern beobachtet. Aus Neuseeland und Australien wurden keine nennenswerten Tsunamiwerte berichtet. Auf den zu Neuseeland gehörenden Chathaminseln wurden allerdings Wellenhöhen von bis zu 150 Zentimetern aufgezeichnet. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti verbreitete Angaben eines örtlichen Vertreters des russischen Katastrophenschutzministerium, nach denen der Tsunami an der Küste von Kamtschatka eine durchschnittliche Höhe von 25 Zentimetern erreicht habe. In Alaska kam der Tsunami mit einer Wellenhöhe von 20 bis 60 Zentimetern an. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wurden an der japanischen Nordküste Flutwellen bis 145 Zentimetern beobachtet, an der russischen Pazifikküste erreichten erste Wellen 80 Zentimeter Höhe.

Beschädigtes Haus in Valparaiso

In Concepción sind unter den Trümmern eines erst vor kurzem fertiggestellten Hauses mit 14 Stockwerken noch 100 bis 150 Bewohner eingeschlossen. Die Rettungsmannschaften konnten bis zum Samstagabend rund 30 Menschen aus den Trümmern dieses Hauses bergen.

Aus einem Gefängnis in Chillán bei Concepción ermöglichten die Erdstöße mehr als 260 Häftlingen die Flucht. Wachleuten gelang es trotz Eröffnen von Schussfeuer nicht, die Häftlinge zurückzuhalten. Dabei wurden drei Häftlinge erschossen, vier weitere starben beim Einsturz der Mauern. Nach Polizeiangaben konnten einige der Geflüchteten bereits wieder festgenommen werden. Die Festnahmen der Restlichen stehen noch aus. Die Flüchtlinge steckten etliche Gebäude in der Stadt in Brand. Die Regierung entsandte Militäreinheiten, um die Sicherheit der Bürger zu wahren.

Das Erdbeben war um ein Vielfaches stärker, als das Erdbeben in Haiti, bei dem weit über 200.000 Menschen ihr Leben verloren. Starke Erdbeben sind in Chile nicht ungewöhnlich; seit 1970 wurde das Land von 13 Erdstößen erschüttert, die eine Magnitude größer als 7,0 hatten. Doch das Bewusstsein über die seismische Aktivität hat vermutlich vergleichbare Verluste an Menschen verhindert, Chile ist durch Bauvorschriften und Übungen des Zivilschutzes gut vorbereitet auf Erdbeben. „Chile ist ein seismisch [aktives] Land. Deswegen müssen wir vorbereitet sein!“ lautet das Motto von Onemi, dem nationalen Notfallzentrum.

Das Erdbeben vom 27. Februar ist eines der stärksten, dessen Intensität jemals gemessen wurde. Das weltweit stärkste Erdbeben seit dem ereignete sich 1960 ebenfalls in Chile. Es erreichte eine Magnitude von 9,5 und war damit weit stärker als das Seebeben im Indischen Ozean 2004. Die Stadt Valdivia wurde damals zerstört und 1655 Menschen kamen um. Der damals ausgelöste Tsunami tötete 140 Menschen noch im weitentfernten Japan. Die Südamerikanische Platte drückt hier die Nazca-Platte unter sich. Beide Platten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 80 Millimetern jährlich aufeinander zu.

Innerhalb der ersten zweieinhalb Stunden nach dem Hauptbeben kam es zu elf starken Nachbeben, von denen fünf eine Magnitude von mehr als 6,0 aufwiesen, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Die Auswirkungen des Hauptbebens waren noch im brasilianischen São Paulo zu spüren, wo mehr als 100 Notrufe bei der Feuerwehr eingingen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben in Chile 2010“.

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November 4, 2008

Großmutter von Barack Obama verstorben

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Großmutter von Barack Obama verstorben

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Veröffentlicht: 23:29, 4. Nov. 2008 (CET)
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Honolulu (Vereinigte Staaten), 04.11.2008 – Madelyn Dunham, die Großmutter mütterlicherseits des US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama, starb im Alter von 86 Jahren am 3. November, nur einen Tag vor der Präsidentschaftswahl an Krebs.

Dunham, die 1922 in Peru, Kansas geboren wurde, war an der Erziehung des kleinen Barack beteiligt. Den größten Teil ihres Lebens lebte sie in Honolulu auf Hawaii, wo sie kurz vor Mitternacht Ortszeit friedlich entschlief.

Großmutter von Barack Obama verstorben
Sie war der Grundstein unserer Familie und eine Frau von außerordentlicher Anpassungsfähigkeit, Stärke und Bescheidenheit.
Großmutter von Barack Obama verstorben

– Barack Obama und Maya Soetoro-Ng

„Es ist mir unserem großen Trauer, dass wir bekanntgegeben, dass unsere Großmutter Madelyn Dunham friedlich gestorben ist nach der Schlacht mit dem Krebs. Sie war der Grundstein unserer Familie und eine Frau von außerordentlicher Anpassungsfähigkeit, Stärke und Bescheidenheit“, sagten Obama und seine Schwester Maya Soetoro-Ng in einer gemeinsamen Verlautbarung an die Presse.

Während seiner Rede während des demokratischen Nominierungsparteitages würdigte Obama sie mit den Worten „Sie ist dienjenige, die den Kauf eines neuen Autos oder eines neuen Kleides für sich selbst aufgeschoben hat, sodass ich ein besseres Leben haben konnte… Sie steckte alles was sie hatte in mich.“

Obama nahm im Oktober eine Auszeit von seinem Wahlkampf um sie an ihrem Krankenbett zu besuchen, etwa eine Woche vor ihrem Tod.

Obama Gegner bei der Wahl, John McCain, außerte in einer Stellungsnahme, dass er seine „tiefste Anteilnahme an Barack Obama und seine Familie erbiete, die den Verlust ihrer geliebten Großmutter betrauern. Unsere Gedanken und Gebeten gehen an sie, die sich erinnern und das Leben von jemanden feiern, der so einen umfassenden Einfluss in ihren Leben gespielt hat“, so McCain in einer Pressemitteilung.

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April 1, 2008

Angst vor schwarzem Loch: Inbetriebnahme eines neuen Teilchenbeschleunigers soll gerichtlich verhindert werden

Angst vor schwarzem Loch: Inbetriebnahme eines neuen Teilchenbeschleunigers soll gerichtlich verhindert werden

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Veröffentlicht: 23:23, 1. Apr. 2008 (CEST)
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Genf (Schweiz) / Honolulu (Vereinigte Staaten), 01.04.2008 – Der US-Bürger Walter Wagner will den Weltuntergang gerichtlich verhindern. Was sich wie eine skurrile Posse anhört, hat einen realen Hintergrund. Er hat Angst, dass die Inbetriebnahme eines Teilchenbeschleunigers in Genf im Herbst den Weltuntergang auslöst. Demnach könnten sich durch die Experimente schwarze Löcher bilden, die dann die umgebende Materie für immer verschlingen.

Die Klage wurde in Hawaii vor einem Bezirksgericht eingereicht. Beklagte sind vier Institutionen: das US-Energieministerium, das Fermilab, die National Science Foundation und das CERN. Der selbsternannte Kernforscher verlangt, dass zunächst umfangreiche Sicherheitsuntersuchungen durchgeführt werden sollen, bevor die Experimente beginnen.

Um auf seine Sorgen aufmerksam zu machen, hat Walter Wagner eine Internetseite initiiert, die als vorläufig („interim web-site“) bezeichnet wird. Alle möglichen theoretischen Gefahren müssten zuerst erkannt werden. Er bezeichnet das LHC-Experiment (Large Hadron Collider) als Propaganda-Maschine, die das Dogma „Alles ist sicher“ vertritt.

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September 28, 2006

Schweres Seebeben vor Samoa-Inseln

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Schweres Seebeben vor Samoa-Inseln

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Artikelstatus: Fertig 14:39, 28. Sep. 2006 (CEST)
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Honolulu (Vereinigte Staaten), 28.09.2006 – Vor den Samoainseln gab es laut Angaben des Pazifischen Tsunami-Warnzentrums auf Hawaii ein Seebeben der Stärke bis zu 6,9 auf der Richterskala. Dieses Seebeben hat wahrscheinlich einen Tsunami ausgelöst, denn der Meeresspiegel in der Region sei angestiegen, was ein Indiz für diese Riesenwellen sei.

Andere Küstenregionen als die naheliegenden seien nicht gefährdet. Laut dem Warnzentrum treten nur höhere Wellen auf.

Ob es Opfer oder Schäden durch einen Tsunami gab, ist bislang nicht bekannt, erst eine Einschätzung der Behörden vor Ort kann hier Genaueres ergeben. Die US-Behörde wird erst zwei Stunden nach dem geschätzten Eintreffen der Welle Entwarnung geben können.

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May 5, 2006

Tsunami-Warnsystem im Pazifik erfolgreich getestet

Tsunami-Warnsystem im Pazifik erfolgreich getestet

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Artikelstatus: Fertig 21:08, 5. Mai 2006 (CEST)
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Honolulu (Vereinigte Staaten), 05.05.2006 – In der Nacht vom 3. auf den 4. Mai 2006 wurden die Bewohner einiger südpazifischer Inseln durch eine Tsunami-Warnung aufgeschreckt. In der Nähe des Tonga-Archipels war es zu einem Seebeben der Stärke 7,8 gekommen. Dieses Ereignis war zugleich ein Testlauf für das Tsunami-Frühwarnsystem für den Bereich des Pazifik.

Das PTWC (Pacific Tsunami Warning Center) hatte auch im Dezember 2004 eine Tsunamiwarnung ausgegeben. Dennoch war es damals zu einer verheerenden Katastrophe an den Küsten Thailands, Malaysias und Sri Lankas gekommen. 186.000 Menschen mussten sterben. Inzwischen hat sich einiges getan: Von der US-National Oceanic & Atmospheric Administration (NOAA) ist viel Geld in den Ausbau des Systems investiert worden. Das PTWC ist jetzt 24 Stunden besetzt, und es gibt jetzt auch eine offizielle Liste von Institutionen, die im Falle einer Tsunamiwarnung benachrichtigt werden sollen.

Die Tsunamiwarnung vom 4. Mai 2006 war für die Wissenschaftler vom PTWC eine „nette Übung“, wie sich Geophysiker Gerard Fryer ausdrückte. Die Ereigniskette lief so ab:

  • 4. Mai 2006: Um 4:27 Uhr tonganischer Ortszeit (3. Mai, 15:27 UTC) wurde aufgrund seismischer Messungen ein Erdbeben festgestellt.
  • Informationen zu Wasserständen wurden von 42 Stationen und 14 wissenschaftlichen Bojen an das PTWC weitergeleitet.
  • Um 15:27 Uhr (UTC) gab das PTWC eine Eilwarnung aus, die die Einschätzung enthielt, das Beben sei „extrem gefährlich zur Entwicklung einer Flutwelle“.
  • Um etwa 16:20 Uhr wurde ein Bulletin mit der Information herausgegeben, Tonga müsse von der Flutwelle bereits getroffen worden sein, und die Flutwelle könnte in 90 Minuten die Fidschi-Inseln erreichen.
  • Eine Wasserstandsmeldung von der Insel Niue, 500 Kilometer östlich der Fidschi-Inseln, gab dann einen Tidenhub von nur 40 Zentimetern an.
  • Um 6:36 Uhr Ortszeit wurde daraufhin Entwarnung gegeben.

Fryer zeigte sich mit dem Test zufrieden. Im Großen und Ganzen sei alles „gut über die Bühne gegangen“. Die Warnung nach Tonga sei korrekt herausgegangen. Allerdings sei dann im tonganischen Zentrum der Strom ausgefallen. Die Warnung sei dann von Hotelangestellten weitergeleitet worden, die gerade die Erdbebenwarnung auf CNN gesehen hatten.

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November 13, 2005

Honolulu: Aus für den „Wiki Wiki Shuttle“

Honolulu: Aus für den „Wiki Wiki Shuttle“

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Artikelstatus: Fertig 00:22, 13. Nov. 2005 (CET)
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Honolulu (Vereinigte Staaten), 13.11.2005 – Auf dem Honolulu-Airport auf Hawaii wurden im September 2005 sechs „Wiki Wiki“ genannte Schnellbus-Shuttle außer Betrieb genommen. Dies berichtete die Zeitung „Honolulu Advertiser“ in ihrer Ausgabe vom 11. November. Die klimatisierten Busse transportierten seit September 2003 täglich tausende von Flugpassagieren. Sie stellten die Verbindung von den Flugzeugen zu den Gates dar.

Als Grund für die Stilllegung gab die Flughafengesellschaft Probleme bezüglich der Wartung und Zuverlässigkeit der elektrisch angetriebenen Doppelgelenkbusse an. Kurzfristig wurden die Busse durch Transportwagen und dieselangetriebene Bussen ersetzt. Die Bestellung von vier neuen „Wiki Wiki Shuttle“-Bussen, die 2006 in Betrieb genommen werden sollten, wurde storniert, bis die bekannten Probleme behoben sind. Ein Sprecher zeigte sich enttäuscht, dass die Einstellung notwendig wurde, denn die Busse waren in der Öffentlichkeit sehr populär.

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  • Portal: Luftfahrt

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