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March 31, 2015

Träger des Abelpreises des Jahres 2015 bekanntgegeben

Träger des Abelpreises des Jahres 2015 bekanntgegeben

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Veröffentlicht: 10:44, 31. Mär. 2015 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 31.03.2015 – Am 25. März hat die Norwegische Akademie der Wissenschaften die Träger des diesjährigen Abelpreises bekanntgegeben. Der Preis geht an die beiden Mathematiker John Forbes Nash Jr. (86) und Louis Nirenberg (90). Sie werden hiermit für ihre „eindrucksvollen und bahnbrechenden Beiträge zur Theorie der nichtlinearen partiellen Differentialgleichungen und ihre Anwendungen in der geometrischen Analysis“ geehrt.

Nichtlineare partielle Differentialgleichungen helfen beispielsweise bei der mathematischen Modellierung vieler physikalischer Vorgänge. Es stellte sich aber auch heraus, dass sie auch bei der Analyse von abstrakten geometrischen Objekten genutzt werden können.

Das Abelkomitee erklärte zur Begründung für die Preisvergabe: „Ihre Entdeckungen wurden zu vielseitigen und robusten Verfahren weiterentwickelt, die zu wesentlichen Werkzeugen für das Studium nichtlinearer partieller Differentialgleichungen geworden sind. Ihr Einfluss ist in allen Bereichen der Theorie zu spüren.“ Und weiter: „Keinesfalls beschränkt auf die Lösungen der Probleme, für die sie entwickelt wurden, haben die Ergebnisse von Nash und Nirenberg sich als sehr nützliches Instrumentarium erwiesen, das in vielen Zusammenhängen äußerst eindrucksvolle Anwendungen gefunden hat.“

Der Abelpreis wird seit 2003 vergeben. Das Abelkomitee, das die Preisträger jedes Jahr nominiert, besteht immer aus fünf international anerkannten Mathematikern. Es handelt sich bei dem Preis, der nach dem norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel benannt ist, der im 19. Jahrhundert lebte, um einen der höchstdotierten Mathematikpreise. Der Wert liegt derzeit bei umgerechnet etwa 700.000 Euro. Der Preis wird von der norwegischen Regierung finanziert.

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March 21, 2013

Abelpreis des Jahres 2013 geht an Pierre Deligne

Abelpreis des Jahres 2013 geht an Pierre Deligne

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Veröffentlicht: 21:42, 21. Mär. 2013 (CET)
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Pierre Deligne im März 2005

Oslo (Norwegen), 21.03.2013 – Der diesjährige Abelpreis wird an den Mathematiker Pierre Deligne gehen. Das gab die Präsidentin der Norwegischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Kirsti Strøm Bull, am gestrigen Mittwoch bekannt. Die Preisübergabe findet am 21. Mai 2013 in Oslo durch den norwegischen König Harald statt.

Der 68-jährige Pierre Deligne erhält den Preis für seine „wegweisenden Beiträge zur algebraischen Geometrie und ihren prägenden Einfluss auf Zahlentheorie, Darstellungstheorie und verwandte Gebiete“.

Berühmt wurde Deligne durch seinen Beweis des letzten Teils der so genannten Weil-Vermutungen, den er bereits in jungen Jahren fand. Seine Arbeit ist durch eine besondere Breite, die Schwierigkeit der benutzten Methoden und den Ideenreichtum gekennzeichnet. Sein Hauptforschungsgebiet ist die Algebraische Geometrie, ein mathematisches Gebiet, das in einer Pressemitteilung der Norwegischen Akademie der Wissenschaften und Künste wie folgt beschrieben wird: „Geometrische Objekte wie Geraden, Kreise und Kugeln können mit Hilfe von einfachen algebraischen Gleichungen beschrieben werden. Die daraus resultierende grundlegende Verbindung zwischen Geometrie und Algebra führte zur Entwicklung der Algebraischen Geometrie. In dieser werden geometrische Methoden benutzt, um die Lösungen von polynomialen Gleichungssystemen zu lösen; und umgekehrt werden algebraische Techniken angewandt, um geometrische Objekte zu analysieren.“

Deligne wurde am 3. Oktober 1944 in Etterbeek bei Brüssel geboren. Seinen Weg zur Mathematik fand er als Zwölfjähriger durch Aufzeichnungen seines älteren Bruders, die dieser im Rahmen seines Studiums angefertigt hatte. Zunächst begann Pierre Deligne ein Studium in Brüssel – mit dem vorläufigen Ziel, Mathematiklehrer zu werden. Dort studierte er u.a. bei Jacques Tits, der im Jahr 2008 (zusammen mit John Griggs Thompson) ebenfalls Preisträger des Abelpreises wurde. Nachdem Deligne 1970 das jüngste fest angestellte Mitglied am Institut des Hautes Études Scientifiques (IHÉS) in Bures-sur-Yvette bei Paris geworden war und dort viele Jahre geforscht hatte, ging er im Jahr 1984 an die School of Mathematics am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, USA. Heute ist er dort emeritierter Professor.

Bevor er als Preisträger des Abelpreises bekanntgegeben wurde, hat Pierre Deligne weitere international anerkannte Auszeichnungen erhalten: 1978 bekam er die Fields-Medaille beim Internationalen Mathematikerkongress in Helsinki. 1988 erhielt er den Crafoord-Preis der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften (zusammen mit Alexander Grothendieck) und 2004 den Balzan-Preis. Im Jahr 2008 wurde ihm mit seinen Kollegen Phillip Griffiths und David Mumford der Wolf-Preis verliehen.

Der Abelpreis ist einer der höchstdotierten Mathematikpreise der Welt – umgerechnet handelt es sich um etwa 800.000 Euro. Er geht an Personen, die grundlegende Beiträge zur Mathematik erbracht und das Fach nachhaltig geprägt haben. Die Auszeichnung gibt es seit 2003; sie wird in Erinnerung an den norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel (1802 – 1829) verliehen.

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May 27, 2010

Norwegen: Abelpreis des Jahres 2010 an John T. Tate verliehen

Norwegen: Abelpreis des Jahres 2010 an John T. Tate verliehen

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Veröffentlicht: 21:33, 27. Mai 2010 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 27.05.2010 – Am 25. Mai 2010 erhielt der US-Mathematiker John T. Tate in Oslo vom Norwegischen König Harald V. den Abelpreis überreicht.

Die Norwegische Akademie der Wissenschaften lobte Tate „für seinen großen und nachhaltigen Einfluss auf die Zahlentheorie“. Viele der Hauptströmungen in der modernen algebraischen Zahlentheorie und der arithmetischen Geometrie seien nur aufgrund der richtungweisenden Beiträge und der brillanten Einsichten von John Tate möglich gewesen. John Tate habe die moderne Mathematik auf weithin sichtbare Weise dauerhaft beeinflusst. Viele mathematische Konstruktionen sind nach dem Mathematiker Tate benannt.

Nach seinem Bachelor of Arts am Harvard College (1946) promovierte er im Jahre 1950 bei Emil Artin an der Princeton University. In den sechs Jahrzehnten seines Wissenschaftslebens war er wissenschaftlicher Assistent und Dozent an der Princeton University (von 1950 bis 1953) und Gastprofessor an der Columbia University (von 1953 bis 1954). 1954 erhielt er einen Ruf an die Harvard University, wo er sich 36 Jahre lang in Forschung und Lehre engagierte. 1990 nahm er einen Ruf in die University of Texas, Austin, an, wo er bis zu seiner Emeritierung arbeitete.

Der Abelpreis ist nach dem norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel, der von 1802 bis 1829 lebte, benannt und eine der größten Auszeichnungen, die ein Mathematiker für seine Arbeit erhalten kann. Das erste Mal wurde der Preis im Jahre 2003 vergeben.

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March 26, 2009

Abelpreis des Jahres 2009 geht an Michail L. Gromow

Abelpreis des Jahres 2009 geht an Michail L. Gromow

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Veröffentlicht: 19:13, 26. Mär. 2009 (CET)
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Oslo (Norwegen), 26.03.2009 – Am heutigen Donnerstag, den 26. März gab die Norwegische Akademie der Wissenschaften den Preisträger für den Abelpreis 2009 bekannt. Die Auszeichnung geht an Michail Leonidowitsch Gromow, Mathematikprofessor am Institut des Hautes Études Scientifiques in Bures-sur-Yvette, Frankreich. Er erhält den Preis „für seine revolutionierenden Beiträge zur Geometrie“.

In den letzten 50 Jahren hat sich die Geometrie, eines der ältesten Gebiete der Mathematik, grundlegend verändert. Einige der wichtigsten Veränderungen gehen auf Michail Gromow zurück.

Aus der Untersuchung gekrümmter Flächen und deren höherdimensionalen Entsprechungen entwickelte sich die Riemannsche Geometrie, die beispielsweise in der allgemeinen Relativitätstheorie angewandt wird. Der Mathematiker war maßgeblich an der Entwicklung der modernen globalen Riemannschen Geometrie beteiligt und ist einer der Begründer der symplektischen Geometrie, die Bezüge zu vielen anderen mathematischen Teilgebieten hat. Weiterhin entdeckte Gromow die Geometrie diskreter Gruppen und löste eine Reihe offener Probleme.

Gromow sei immer auf der Suche nach neuen Fragen und entwickele ständig neue Ideen für die Lösung bislang noch ungelöster bekannter Probleme, so die Begründung aus dem Komitee für die Preisvergabe. Insbesondere lobten die beteiligten Mathematiker die ständige Entwicklung tiefliegender und neuartiger Resultate und die anhaltende Kreativität des Forschers. „Die Arbeiten von Gromov werden weiterhin eine Quelle der Inspiration für viele künftige mathematische Entdeckungen sein“, sind sich die Mitglieder des Preisvergabe-Komitees sicher.

Michail L. Gromow wurde am 23. Dezember 1943 in Boksitogorsk in der Nähe von Leningrad (heute: Sankt Petersburg) in Russland geboren. Er studierte an der Universität in Leningrad. Als Doktorand schrieb er seine Arbeit bei dem Topologen Wladimir Abramowitsch Rochlin, wofür er 1969 seinen Doktortitel erhielt. Seine Habilitation stellte er 1973 fertig. Im Jahre 1974 emigrierte er aus der Sowjetunion. Seit 1982 ist der Mathematiker Professor am Institut des Hautes Études Scientifiques in Bures-sur-Yvette.

Der Abelpreis – benannt nach dem norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel (1802–1829) – wird jährlich seit 2002 verliehen. Die Auszeichnung wird Gromow am 19. Mai in Oslo von dem norwegischen König Harald V. überreicht.

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May 20, 2008

Preisverleihung: Abelpreis 2008 in Norwegen übergeben

Preisverleihung: Abelpreis 2008 in Norwegen übergeben

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Veröffentlicht: 21:18, 20. Mai 2008 (CEST)
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John G. Thompson im MFO, 2007

Jacques Tits am MFO, 2007

Oslo (Norwegen), 20.05.2008 – Am heutigen Dienstag, den 20. Mai hat der norwegische König Harald V. den Abelpreis des Jahres 2008 – neben der Fields-Medaille eine der beiden höchstmöglichen mathematischen Auszeichnungen – an die Preisträger John G. Thompson und Jacques Tits übergeben. Die beiden erhalten ihn für ihre „grundlegenden Beiträge zur Algebra und insbesondere zur Entwicklung der modernen Gruppentheorie“.

Die Norwegische Akademie der Wissenschaften hatte die Namen der Preisträger bereits Anfang April bekannt gegeben. Die mit umgerechnet 750.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 2003 vergeben und ist nach dem norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel (1802 – 1829) benannt.

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April 2, 2008

Abelpreis 2008 an John Griggs Thompson und Jacques Tits verliehen

Abelpreis 2008 an John Griggs Thompson und Jacques Tits verliehen

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Veröffentlicht: 20:21, 2. Apr. 2008 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 02.04.2008 – Die Norwegische Akademie der Wissenschaften hat den Abelpreis des Jahres 2008 an die beiden Mathematiker John Griggs Thompson (75) von der University of Florida in Gainsville und Jacques Tits (77) vom Collège de France in Paris vergeben. Das teilte der Präsident der Akademie, Ole Didrik Lærum, im Rahmen einer Pressekonferenz in Oslo mit. Der Abelpreis hat einen Wert von 6.000.000 Norwegischen Kronen, was etwa 750.000 Euro ausmacht, und ist neben der Fields-Medaille die größte Auszeichnung, die einem Mathematiker verliehen werden kann.

Die beiden Mathematiker bekommen den Preis „für ihre grundlegenden Beiträge zur Algebra und insbesondere zur Entwicklung der modernen Gruppentheorie“. John G. Thomson ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich der endlichen einfachen Gruppen. In diesem Bereich hat er Sätze bewiesen, die Grundlagen zur vollständigen Klassifikation der endlichen einfachen Gruppen, eine der wichtigsten Leistungen in der Mathematik des 20. Jahrhunderts, lieferten. Jacques Tits führte eine neue und einflussreiche Sicht von Gruppen als geometrische Objekte ein. Auf ihn gehen die so genannten Tits-Gebäude zurück.

Die Gruppentheorie ist ein wichtiges Gebiet der Mathematik. Mit Hilfe von Gruppen lassen sich viele Phänomene in unterschiedlichen Bereichen mit einem gemeinsamen Konzept erklären. Symmetrien, das Rechnen mit Uhrzeiten oder auch der mathematische Hintergrund des Zauberwürfels gehören beispielsweise zum Bereich der Gruppentheorie. Endliche einfache Gruppen können in einem gewissen Sinne als Atome aufgefasst werden, aus denen mit Hilfe bestimmter Verfahren alle endlichen Gruppen aufgebaut werden können. Mathematiker konnten aufbauend auf den Arbeiten von Thompson und Tits zeigen, dass es nur 26 endliche einfache Gruppen gibt, die nicht zu bestimmten Standardfamilien gehören.

Die offizielle Preisverleihung findet am 20. Mai 2008 durch den norwegischen König Harald V. statt. Der Abelpreis wurde zum ersten Mal im Jahre 2003 verliehen und ist nach dem norwegischen Mathematiker Niels Henrik Abel, der von 1802 bis 1829 lebte, benannt.

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