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May 28, 2008

Ehemaliger EADS-Vorstandsvorsitzender Forgeard wegen Verdacht auf Insiderhandel festgenommen

Ehemaliger EADS-Vorstandsvorsitzender Forgeard wegen Verdacht auf Insiderhandel festgenommen

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Veröffentlicht: 20:00, 28. Mai 2008 (CEST)
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Paris (Frankreich), 28.05.2008 – Der ehemalige Vorstandsvorsitzende des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Noël Forgeard, wurde am Mittwoch von der französischen Finanzpolizei wegen des Verdachts auf Insiderhandel festgenommen. Er soll sich zurzeit in Untersuchungshaft befinden. Ohne richterlichen Beschluss kann der 61-jährige ehemalige EADS-Chef 48 Stunden lang festgehalten werden.

Forgeard war zwischen 2005 und 2006 einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Konzerns. Sein Insiderwissen um die drohenden Schwierigkeiten bei der Auslieferung des Vorzeigeprojekts des EADS-Konzerns, des Airbus A380, soll er genutzt haben, um seine Aktien rechtzeitig vor einem drohenden Kurssturz an der Börse zu verkaufen. Dabei soll er laut AFP im November 2005 und im März 2006 insgesamt 360.000 EADS-Anteilsscheine mit einem Wert von 4,3 Millionen Euro veräußert haben. Die Mitteilung des Konzerns über bevorstehende Lieferverzögerungen beim A380 erfolgte am 13. Juni 2006. Ein solcher „Insiderhandel“ ist verboten. Den Anstoß zu Ermittlungen der französischen Finanzpolizei hatte eine Sammelklage von Kleinaktionären gegeben. Im Juni 2006 wurden die formellen Ermittlungen aufgenommen. Im Juli 2006 war Forgeard von seiner Funktion bei EADS zurückgetreten. Bisher hat Forgeard alle Anschuldigungen zurückgewiesen.

Forgeard werden hervorragende Kontakte bis in höchste französische Regierungskreise nachgesagt, daher galt er lange als unangreifbar. Laut einem Bericht der Börsenaufsicht wird wegen des gleichen Verdachts gegen 16 weitere Manager des Konzerns ermittelt.

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June 26, 2006

Taiwan: Tausende demonstrierten gegen Präsident Chen Shui-bian

Taiwan: Tausende demonstrierten gegen Präsident Chen Shui-bian

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Artikelstatus: Fertig 20:41, 26. Jun. 2006 (CEST)
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Taipeh (Republik China), 26.06.2006 – In Taipeh haben am vergangenen Wochenende erneut tausende von Chinesen gegen den Präsidenten Chen Shui-bian in der nur von wenigen Staaten anerkannten Republik China demonstriert. Sie setzten sich bereits das dritte Wochenende hintereinander für die Forderung nach dem Rücktritt des Politikers ein. Nach offiziellen Angaben nahmen trotz strömenden Regens 15.000 Personen an dem „Sit-in“ teil, das auf einem Platz im Zentrum von Taipeh stattfand. Daran beteiligten sich hauptsächlich Intellektuelle und Bürgerrechtsaktivisten. Sie unterstützen damit ein Referendum zur Absetzung des Präsidenten, das von Oppositionsparteien im Parlament eingebracht werden soll. Die Demonstranten wollen ihr Sit-in bis Dienstag, dem Tag der Parlamentsdebatte über das Referendum, fortsetzen.

Die Regierungspartei DDP (Demokratische Fortschrittspartei Taiwans), der auch Chen Shui-bian angehört, muss sich mit Vorwürfen wegen illegaler Geschäftspraktiken auseinandersetzen (Insiderhandel), in die auch der Schwiegersohn des Präsidenten, Chao Chien-ming verwickelt sein soll. Auch die Frau des Präsidenten ist wegen millionenschwerer Gegenleistungen für ihre Lobbyarbeit in die Kritik geraten.

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December 25, 2005

Rücktritt des italienischen Notenbankchefs Fazio

Rücktritt des italienischen Notenbankchefs Fazio

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Artikelstatus: Fertig
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Rom (Italien), 25.12.2005 – Der umstrittene italienische Notenbankchef Antonio Fazio ist am Montag, den 19. Dezember, von seinem Amt züruckgetreten. Wie die Banca d’Italia in Rom bekannt gab, soll Fazio seine Entscheidung allein und für das Wohl des Landes getroffen haben.

Fazio überreichte sein Rücktrittsgesuch dem Aufsichtsratvorsitzenden Paolo Ferrari. Gegen Fazio wird wegen Insiderhandels und Amtsmissbrauchs ermittelt. Er hatte sich bis zuletzt gegen eine Aufgabe seines Postens gewehrt, hatten sich doch bereits Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi und der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, mit einer Rücktrittsaufforderung an Fazio gewandt. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, in die Übernahme der italienischen Banca Antonveneta eingegriffen zu haben.

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