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December 22, 2011

Madagaskar: Richter im Streik – 700 Häftlinge freigelassen

Madagaskar: Richter im Streik – 700 Häftlinge freigelassen

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Veröffentlicht: 15:59, 22. Dez. 2011 (CET)
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Antananarivo (Madagaskar), 22.12.2011 – Die Richter des afrikanischen Staates Madagaskar streiken. Festgenommene müssen entlassen werden, da es nicht möglich ist, in der vorgeschriebenen Frist von 48 Stunden einen Haftbefehl zu erlassen. Nach dem Präsidenten des Richterverbandes, Auguste Marius Arnaud, erwägen die Richter, geschlossen von ihrem Amt zurückzutreten, so empört seien sie über die Zustände bei Justiz und Polizei.

Vorausgegangen war eine Meuterei von Polizisten in der Hafenstadt Tulear. Sie hatten einen Staatsanwalt entführt und ihm so schwere Verletzungen beigebracht, dass dieser starb. Am selben Tag drangen 50 Polizisten ins Zentralgefängnis ein. Sie wollten einen Kollegen befreien, der in Haft war, weil er seine Dienstwaffe an einen Einbrecher verkauft und sie dann als verloren gemeldet hatte.

Die Richtervereinigung fordert den Rücktritt des Ministers für innere Sicherheit und besseren Schutz der Justizgebäude.

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April 25, 2011

Kandahar: Taliban befreiten mindestens 475 Häftlinge

Kandahar: Taliban befreiten mindestens 475 Häftlinge

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Veröffentlicht: 21:22, 25. Apr. 2011 (CEST)
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(Archivbild)
Taliban (Archivbild)

Kandahar (Afghanistan), 25.04.2011 – Unbemerkt trieben die Gefangenenbefreier einen mindestens 320 Meter langen Tunnel voran. Nach Monaten der Arbeit im Untergrund durchbrachen sie den Boden eines Gefängnisses in Kandahar. Gut organisiert flohen inhaftierte Mitglieder der radikalislamischen Taliban in Kleingruppen durch die Röhre. Mindestens 475 Häftlinge entkamen. Laut Jusuf Ahmadi, einem Sprecher der Taliban, waren darunter 106 Führungsfiguren der islamistischen Vereinigung.

Die Taliban brüsten sich mit der Befreiung. Auf Seiten der Regierung Karsais ist man geschockt. Die Tatsachen lassen kein gutes Licht auf den Staatsapparat fallen. Bereits vor drei Jahren kam es zu einer Massenflucht von 900 Häftlingen aus dem Gefängnis Sarpossa. Damals gelang es den Radikalen, ein Gefängnis zu stürmen. Zwei mit Explosivstoffen beladene Lkws fuhren in das Tor und die Mauer und rissen große Löcher hinein.

Laut dem Gouverneur der Provinz Kandahar, Turjalai Wessa, läuft eine Großfahndung. Ein Teil der Häftlinge sei schon wieder eingefangen. Von allen Geflohenen habe man biometrische Daten. Er sprach von laufenden Ermittlungen zum Tunnelbau. Einzelheiten wollte er nicht nennen.

Die Taliban brüsten sich mit der Massenbefreiung und gaben Einzelheiten bekannt. Im Gefängnis habe es nur wenige Eingeweihte gegeben. „Freunde“ hätten vor der Flucht am Sonntag Schlüsselkopien ins Gefängnis geschmuggelt. Zum richtigen Zeitpunkt habe man die Zellen geöffnet und die Leute in kleinen Gruppen von vier bis fünf Mann durch das Bauwerk geschickt. Am Ende seien sie von Helfern empfangen worden, die sie mit Fahrzeugen im Shuttlebetrieb an sichere Orte gebracht hätten.

Gefängnisdirektor Ghulam Dastageer Majar sagte, der Tunnel münde exakt in der Abteilung für politische Gefangene. Der Eingang habe sich in einem Wohnhaus außerhalb der Gefängnismauern befunden. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Teil eines Abwasserkanals für den Tunnelbau genutzt.

Laut Taliban soll ein Selbstmordkommando am Gefängnis bereit gestanden haben. Zu Kämpfen sei es nicht gekommen, das Kommando habe nicht eingreifen müssen.


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June 14, 2008

Hunderte Gefangene auf der Flucht nach Taliban-Angriff auf Gefängnis in Kandahar (Afghanistan)

Hunderte Gefangene auf der Flucht nach Taliban-Angriff auf Gefängnis in Kandahar (Afghanistan)

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Veröffentlicht: 20:24, 14. Jun. 2008 (CEST)
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Kandahar (Afghanistan), 14.06.2008 – Mit Raketen und einer Lastwagenbombe sprengten Kämpfer der Taliban am Freitagabend den Weg in ein Gefängnis im afghanischen Kandahar frei. Dabei sollen laut BBC 350 mutmaßliche Talibankämpfer sowie hunderte weitere Gefängnisinsassen befreit worden sein. AFP spricht von insgesamt 1100 flüchtigen Gefangenen. Über Kandahar wurde der Ausnahmezustand verhängt.

Soldaten der NATO, die im Rahmen der ISAF-Mission, der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan, in dem Land stationiert sind, sowie Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte begannen mit einer großangelegten Fahndung nach den flüchtigen Gefangenen. BBC-Angaben zufolge findet in der Region um das Gefängnis eine Haus-für-Haus-Durchsuchung statt, um der entkommenen Häftlinge habhaft zu werden. Ein Taliban-Sprecher erklärte: „Wir haben erfolgreich alle Gefangenen befreit, auch die inhaftierten Taliban und andere Gefangene.“ Der Sprecher machte auch genauere Angaben zu den Einzelheiten des Angriffs auf das Gefängnis. Danach wurde ein Wassertanklastwagen benutzt um eine Sprengladung von 1800 Kilogramm Sprengstoff an der Gefängnismauer zu zünden. Diese Aufgabe übernahmen Selbstmordattentäter, die dabei ums Leben kamen. Durch das entstandene Loch in der Gefängnismauer seien anschließend etwa 30 bewaffnete Motorradfahrer ins Innere des Gefängnisses vorgedrungen und hätten dann das Feuer auf die Wachen eröffnet. Laut BBC wurden bei dem Angriff 15 Wachen getötet. Der Überfall war nach Talibanangaben seit zwei Monaten geplant worden.

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May 29, 2008

Düsseldorf: Polizei ermittelt fünf Fluchthelfer

Düsseldorf: Polizei ermittelt fünf Fluchthelfer

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Veröffentlicht: 23:23, 29. Mai 2008 (CEST)
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Düsseldorf (Deutschland), 29.05.2008 – Nachdem am Dienstag ein 27-Jähriger aus dem Landgericht Düsseldorf geflohen war (Wikinews berichtete), hat die Polizei fünf Verdächtige im Alter von 19 bis 24 Jahren im Visier, die dem Mann bei der Flucht geholfen haben sollen. Ein bereits vorliegender Haftbefehl gegen einen 19-Jährigen wurde wieder in Vollzug gesetzt. Mittwochnacht wurde er festgenommen, wobei er keinen Widerstand leistete. Die fünf Verdächtigen schweigen zum Aufenthaltsort des Flüchtigen.

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May 28, 2008

Düsseldorf: Spektakuläre Flucht aus Gerichtssaal

Düsseldorf: Spektakuläre Flucht aus Gerichtssaal

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Veröffentlicht: 22:54, 28. Mai 2008 (CEST)
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Düsseldorf (Deutschland), 28.05.2008 – Im Düsseldorfer Landgericht sollte am 27. Mai gegen einen 27 Jahre alten Angeklagten aus Hilden verhandelt werden, dem Verstöße gegen das Betäubungsmittel- sowie Waffengesetz zur Last gelegt wurden. Der Angeklagte konnte jedoch fliehen, wobei drei Personen verletzt wurden.

Der 27-Jährige soll, so die Anklageschrift, durch drei Drogenkuriere 20 Kilogramm Haschisch aus Marokko nach Deutschland überbracht haben. Bei der dritten Fahrt wurde ein Kurier auf spanischem Gebiet festgenommen, wonach die Ermittlungen gegen den Angeklagten aufgenommen wurden, der im Okrober 2007 in Untersuchungshaft kam.

Nachdem die Hauptverhandlung eröffnet worden war, stellte das Gericht die Abwesenheit der beiden Verteidiger fest. Später stellte sich heraus, dass sich ein Anwalt vorab wegen seines Fernbleibens entschuldigt hatte und der andere Volljurist eine Verspätung hatte. Als das Gericht die Hauptverhandlung unterbrach, um den Angeklagten in die Zellen des Landgerichts zu bringen, nutzte dieser die Möglichkeit, aus dem Gerichtssaal zu fliehen, was von vielen Anwesenden beobachtet werden konnte. Dabei hechtete der Angeklagte über die Brüstung der Anklagebank und schubste zwei Justizwachtmeister zur Seite; einer musste später im Krankenhaus behandelt werden. Über den Besuchereingang und das Treppenhaus rannte der Flüchtige auf einen Parkplatz, wobei er einen weiteren Mann verletzt haben soll. Auf dem Parkplatz stieg der Flüchtige in einen Personenkraftwagen, der bereits mit laufendem Motor und ohne Insassen bereitstand. Zur selben Zeit verließ ein weiterer PKW den Parkplatz, wobei ein möglicher Zusammenhang mit der Flucht noch geklärt werden muss. Zeugen haben einen möglichen Komplizen beobachtet, der mit dem Flüchtigen über den Hof gelaufen ist. Es wird spekuliert, dass dieser auch im Gerichtssaal anwesend war und dort die Flucht unterstützt hat oder auch Türen im Gerichtsgebäude offengehalten hat.

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