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July 27, 2015

Windparkprojektierer PNE will Aufsichtsratsvergütungen reduzieren

Windparkprojektierer PNE will Aufsichtsratsvergütungen reduzieren

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Veröffentlicht: 09:53, 30. Juli 2015 (CEST)
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Unternehmenszentrale PNE

Cuxhaven (Deutschland), 27.07.2015 – Nachdem der Machtkampf innerhalb des Aufsichtsrat bei der Hauptversammlung von PNE am 16. Juni 2015 soweit eskaliert war, dass sogar die Polizei gerufen wurde, hat die Verwaltung nunmehr einige Vorschläge ausgearbeitet, um noch in diesem Jahr mehrheitsfähige Beschlüsse zu erreichen. Zuvor hatten die Untersuchungen aufgrund mehrerer Strafanzeigen ergeben, dass kein Ermittlungsverfahren gegen das Unternehmen eröffnet wurde. Unter anderem waren Vorwürfe wegen Manipulationen bei der Abstimmung erhoben worden.

Bei den Abstimmungen über die Entlastung des Aufsichtsrats, bei der über jede Person einzeln abgestimmt wurde, erhielt Großaktionär Volker Friedrichsen mit nur 11 Prozent der Stimmen das schlechteste Ergebnis. Sein Widersacher, Vorstandsvorsitzender Martin Billhardt, wurde mit 51 Prozent nur knapp für seine Tätigkeit im Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 entlastet.

Kritik hatte es auch an der Vergütung des Aufsichtsrates gegeben, dessen Gesamtbezüge im Jahre 2014 einen Betrag von fast 886.000 Euro erreicht hatten. Insbesondere war auffällig, dass die festen Bezüge nur rund ein Zehntel davon betrugen. Der Aufsichtsratsvorsitzende Kuprian, der noch in vier weiteren Kapitalgesellschaften Mitglied eines Kontrollgremiums ist, bekam für das Jahr 2014 eine Vergütung von rund 229.000 Euro. Nach dem Aktiengesetz sind erfolgsabhängige Vergütungen in gewissem Umfang zulässig. Nunmehr will die Verwaltung vorschlagen, zukünftig die Bezüge des Aufsichtsrates zu verringern und nur noch feste Vergütungen zu zahlen. Darüber muss die Hauptversammlung der Aktionäre beschließen.

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Wikinews-logo.svg   Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat (22.06.2015)

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June 19, 2015

Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat

Windenergiefirma PNE: Machtkampf im Aufsichtsrat

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Veröffentlicht: 16:05, 22. Juni 2015 (CEST)
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Internationale Aktivitäten der PNE Wind AG im Jahre 2013

Cuxhaven (Deutschland), 19.06.2015 – Zur diesjährigen Hauptversammlung der norddeutschen Windenergiefirma PNE in Cuxhaven am 16. Juni bahnte sich bereits im Vorfeld ein Machtkampf im Aufsichtsrat an. Volker Friedrichsen, der 2014 neu in das Gremium gewählt wurde und früher Chef von Windkraft Nord AG (WKN) war, fühlt sich als Aktionär „oftmals schlecht informiert, manchmal gar benachteiligt“. Er besitzt rund 15 Prozent der Aktien. Außerdem kritisiert er die Vorgehensweise bei den Offshore-Projekten. Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender von PNE WIND AG wirft Friedrichsen eine falsche Bewertung der WKN AG vor, wodurch ein Schaden von 17 Millionen Euro entstanden sei. Der Aufsichtsrat ist gespalten, zwei seiner Mitglieder halten zu Friedrichsen, die anderen drei stehen auf Billhardts Seite.

Hauptversammlung der PNE 2014

Die Hauptversammlung zog sich bis Mitternacht hin. Als Erfolg wurde der Verkauf des Projektgeschäfts in Großbritannien gefeiert. Nach Darstellung der Geschäftsleitung waren dann „umfangreiche Wortmeldungen und Geschäftsordnungsanträge von Aktionären“ die Ursache für die ungewöhnlich lange Dauer der Sitzung. Streitpunkt waren die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die mögliche Abberufung von Aufsichtsräten. Bei einer Abstimmung kam es zu einem derartigen Aufruhr, dass der Vorstand die Sitzung abbrechen musste. Es wurden Zweifel an den Abstimmungsergebnissen laut, und schließlich wurden Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Jetzt wird wegen Verdachts der Urkundenunterdrückung ermittelt. Das Ergebnis wird erst in einigen Tagen vorliegen. Möglicherweise werden Abtimmungsvorgänge für ungültig erklärt. Zu den entsprechenden Tagesordnungspunkten müsste dann erneut eine Hauptversammlung einberufen werden. Das Aktiengesetz schreibt vor, dass die Abstimmungen von einem Notar überwacht werden müssen.

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April 24, 2015

Britischer Börsenhändler ergaunerte 40 Millionen Dollar

Britischer Börsenhändler ergaunerte 40 Millionen Dollar

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Veröffentlicht: 13:13, 25. Apr. 2015 (CEST)
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Der DJIA seit 3. Januar 2000 (logarithmische Version)

Die Börse an der New Yorker Wallstreet

London (Vereinigtes Königreich), 24.04.2015 – Ein 37jähriger Börsenhändler aus London soll dafür verantwortlich gewesen sein, dass der Dow-Jones-Index im Jahre 2010 innerhalb von fünf Minuten um 600 Punkte einbrach – das entspricht einem Börsenkapital von einer Billion US-Dollar. Außerdem habe er seitdem rund 40 Millionen Dollar (37 Millionen Euro) durch Spekulationsgeschäfte und Marktmanipulationen gewonnen. Zuletzt sei er am 6. April dieses Jahres in dieser Hinsicht aktiv gewesen. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen wurde er verhaftet, die USA fordern sogar seine Auslieferung. Das US-amerikanische Justizministerium hat in 22 Punkten Verstöße festgestellt, allein zehn davon betreffen die Marktmanipulation. Außer dem Dow-Jones-Index sei auch der Aktienindex Standard & Poor’s 500 betroffen.

Der Dow-Jones-Index stellt die Entwicklung des US-amerikanischen Aktienmarktes dar und wurde 1884 begründet. Es ist ein Kursindex und umfasst die 30 größten US-amerikanischen Unternehmen an der New Yorker Börse. Am 6. Mai 2010 kam es – nach Punkten gemessen – zum massivsten Einbruch des Dow-Jones-Index in seiner Geschichte. Der Index fiel innerhalb von 15 Minuten um 998,50 Punkte auf 9.869,62 und erholte sich danach wieder. Er schloss am Ende des Handelstages bei 10.520,32 Punkten, was einem Minus von 3,20 Prozent entspricht. Die Aufsichtsbehörden Commodity Futures Trading Commission und United States Securities and Exchange Commission kamen in ihrem gemeinsamen Untersuchungsbericht zu dem Ergebnis, dass ein einzelner Händler 75.000 E-Mini-Kontrakte im Wert von 4,1 Milliarden Dollar mit einem Computerprogramm gesteuert und damit den Einbruch maßgeblich verursacht hatte.

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November 27, 2014

Online-Händler Zalando schreibt schwarze Zahlen

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Online-Händler Zalando schreibt schwarze Zahlen

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Veröffentlicht: 21:07, 27. Nov. 2014 (CET)
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Zalando logo.svg

Berlin (Deutschland), 27.11.2014 – Der Börsengang des Online-Händlers Zalando startete im Oktober eher verhalten. Umso mehr überrascht nun die Meldung, dass Zalando erstmals in der Firmengeschichte schwarze Zahlen schreibt. Der Zalando-Konzern strebt noch in diesem Jahr einen Gewinn aus dem laufenden Geschäft an. „Nach unserer erfolgreichen Entwicklung im dritten Quartal erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 einen konzernweit leicht positiven Betriebsgewinn“, sagte Vorstand Rubin Ritter. Die Umsätze sollen zwischen 20 und 25 Prozent zulegen. Nach dieser Meldung der Geschäftsleitung kletterte der Aktienkurs an der Börse erstmals über den Ausgabepreis von 21,50 Euro. Zalando setzt im Endspurt noch auf das anstehende Weihnachtsgeschäft 2014. Der Umsatz legte in den ersten neun Monaten 2014 um gut ein Viertel auf über 1,5 Milliarden Euro zu. Nach Steuern und Abschreibungen stand für diesen Zeitraum indes noch ein relativ kleiner Fehlbetrag von 365.000 Euro in der Kasse. Vor einem Jahr war es noch ein stattlicher Minusbetrag von 129 Millionen.

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September 21, 2014

Alibaba-Aktie gewinnt 38 Prozent am ersten Handelstag

Alibaba-Aktie gewinnt 38 Prozent am ersten Handelstag

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Veröffentlicht: 21.09.2014, 07:19 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 21.09.2014 – Der erste Handelstag der Aktien der Alibaba Group an der New Yorker Börse verlief erwartungsgemäß mit großen Gewinnen für das Wertpapier und unter großer Beachtung von Laien und Fachleuten. Vor der New Yorker Börse, die ganz in Orange – der Farbe von Alibaba – erschien, hatten sich rund 100 Zuschauer, meist Chinesen, versammelt, um Unternehmensgründer Jack Ma zu begrüßen und ein Foto mit ihm zu erheischen. Ma stellte sich aber nicht nur dem vor der Börse versammelten Publikum, sondern gab auch der Presse zahlreiche Interviews – alles mehr im Stil eines Filmstars als eines millardenschweren Unternehmers. Der Handelsstart war für 10:30 Uhr (Ortszeit) angesetzt worden, doch er verzögerte sich außergewöhnlicherweise etwas, da über 1.700 Institutionen Kaufaufträge für die Aktien eingereicht hatten, die von den Offiziellen erst gesichtet werden mussten. Innerhalb der ersten Minuten nach Handelsbeginn wurden dann sofort 100 Millionen Aktien gehandelt.

Mit Beginn ihres Handels erreichte die bis dahin 68 US-Dollar teure Aktie schnell Preise zwischen 92 und 93 US-Dollar – mit einem zwischenzeitlichen Höchststand von 99,89 US-Dollar. Der Preis pendelte sich dann wieder auf etwas niedrigeren Werten ein, und am Schluss der Börse wurde die Aktie mit 93,89 US-Dollar bewertet und hatte damit 38 Prozent zugelegt. Insgesamt war der Handelstag an der New Yorker Börse sehr lebhaft, es wurden weit mehr Aktien umgesetzt als normalerweise an vergleichbaren Tagen. Der Dow Jones Index schloss den zweiten Tag in Folge mit einem Rekord bei 17.279,74 Punkten, andere Indizes verzeichneten jedoch leichte Verluste. Während die Alibaba Aktie kräftig gewinnen konnte, war Yahoo, ein Anteilseigner und nun Verkäufer großer Mengen von Alibabaaktien, ein Verlierer des Tages, obwohl seine Aktien zahlreich gehandelt wurden.

Fachleute sind skeptisch, ob sich diese Alibaba-Euphorie halten wird. Einerseits erinnern sich noch viele an den Start der Facebookaktie, die sehr schnell auf den Wert ihres Börsengangs und sogar darunter absank, nachdem auch sie einen fulminanten Handelsstart hingelegt hatte. Dann sagen selbst Fachleute, dass sie Probleme hätten, die Gewinnerwartungen des Unternehmens – entscheidend für den Wert von Aktien – zuverlässig einzuschätzen, da die Unternehmensstruktur sehr kompliziert und die Bilanz dementsprechend schwer zu verstehen sei. Es waren im Rahmen des Börsengangs auch Bedenken zur Entscheidungsstruktur im Unternehmen geäußert worden, die weniger den Aktionären als Ma und seinen getreuen Managern den entscheidenden Einfluss auf das Unternehmen sichert. Das Credo von Ma, dass die Aktionäre erst an dritter Stelle seiner Wertschätzung stehen, während die Kunden auf Platz eins und die Unternehmensmitarbeiter auf Platz zwei lägen, scheinen nicht unbedingt Werbung für die Aktie zu sein. Aber Ma hat aber auch gesagt, dass die Aktionäre sehr wohl seine Aufmerksamkeit haben und er sich Gedanken darum macht, wie er sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren zufriedenstellen kann.

Das Geld, das durch den Börsengang eingenommen wurde, könnte nun einen aggressiven Expansionskurs des Unternehmens nicht nur in China – wo es mit 80 Prozent Marktanteil ohnehin schon Onlinehandelsmarktführer ist -, sondern vor allem in den USA und Europa ermöglichen. Starke Zuwächse in Umsatz und Gewinn sind damit sehr wahrscheinlich, heißt es dazu. Das wäre dann das, was sich Aktionäre wünschen.

Alibaba-Präsentation (2012)

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben (19.09.2014)

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September 19, 2014

Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben

Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben

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Veröffentlicht: 19.09.2014,16:29 (CEST)
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Alibaba Firmenzentrale in Hangzhou

New York (Vereinigte Staaten), 19.09.2014 – Die Aktien der chinesischen Internethandelsplatform Alibaba Group werden zu einem Kurs von 68 US-Dollar ausgegeben; das wurde zum Ende des Börsengangs am Donnerstag bekannt gegeben. Der Handel mit den Aktien an der New Yorker Börse soll heute aufgenommen werden. Die Investmentbanken hinter dem Börsengang rechnen mit einem Kurssprung für die Aktie zu Handelsbeginn von 10 bis 15 Prozent.

Der Börsengang hat eine Summe von 21,8 Millarden US-Dollar für die bisherigen Aktieninhaber erbracht. Dem Gründer des Unternehmens, Jack Ma, sollen davon 14 Milliarden gehören, während weitere leitende Angestellte zu Millionären wurden. Eine Gruppe von 27 Managern um Ma, die man die „Alibaba Partner“ nennt, werden auch nach dem Börsengang die Mehrheit der Mitglieder des Direktoren-Boards bestimmen können, obwohl die japanische Softbank, die keine Anteile verkaufte, jetzt mit 32 Prozent der größte Anteilsinhaber ist. Damit wird die Machtstruktur im Unternehmen nicht verändert. Um sie beibehalten zu können, wählte Alibaba die New Yorker Börse. An der Hongkonger Börse lassen die Bestimmungen eine solche Konstellation nicht zu. Die Beibehaltung der Führungsstruktur soll nach Unternehmensangaben den „innovativen Geist“ von Alibaba sichern. Auf Minderheitsaktionäre könnte dies aber abschreckend wirken.

Wie bekannt wurde, war die Aktie beim Börsengang weit überzeichnet. 35 bis 40 institutionelle Anleger wollten jeweils Aktienpakete im Wert von über einer Milliarde US-Dollar erwerben, hatten aber entsprechend Schwierigkeiten, ihre Aufträge vollständig erfüllt zu bekommen. Die als Unterzeichner hinter der Aktienausgabe stehenden Investmentbanken haben nun noch 30 Tage Zeit weitere Aktien auf den Markt zu bringen. Sollte dies geschehen, dann könnte das Ergebnis des Börsengangs, der im Augenblick hinter denen der beiden chinesischen Banken ABC und ICBC der drittgrößte der Geschichte ist, sogar noch auf bis zu 25 Milliarden anwachsen, was ihn dann an die Spitze setzen würde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot (19.09.2014)

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September 16, 2014

Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot

Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot

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Veröffentlicht: 20:42, 16. Sep. 2014 (CEST)
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Alibaba (2012)

New York (Vereinigte Staaten), 16.09.2014 – Das Aktienangebot der chinesischen Internethandelsplattform Alibaba scheint die Erwartungen, an diesen als wichtigsten Börsengang des Jahres bezeichneten Verkauf zu übertreffen. Kurz vor Ende des Zeichnungszeitraums für die neuen Aktien von Alibaba wurde bekanntgeben, dass entgegen dem ursprünglich geplanten Ausgabekurs zwischen 60 und 66 US-Dollar der Preis nun zwischen 66 und 68 US-Dollar pro Aktie festgesetzt werden soll. Nach einigen Meldungen könnte der Aktienpreis sogar noch weiter angehoben werden und möglicherweise 70 Dollar übersteigen, doch wäre hierfür eine erneute Genehmigung durch die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde notwendig. Der bereits einnmal erhöhte Preisrahmen aber auch der Umstand, dass das Aktienangebot bereits am 17. September – und nicht wie ursprünglich geplant einen Tag später – beendet werden sollen, deuten auf eine rege Nachfrage nach den Wertpapieren hin.

Es bleibt Alibaba trotz der neuen Preisankündigung noch immer freigestellt, den genauen Ausgabekurs festzulegen, doch wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hieß es dazu von Unternehmensseite, man plane einen „anlegerfreundlichen“ Aktienpreis. Bereits das untere Ende des neuen Preisrahmens würde mit Einnahme von rund 21 Milliarden US-Dollar eine Rekordeinnahme darstellen. Falls die beteilgten Investmentbanken ihre Zeichnungsrechte ausüben, sind sogar 25 Millarden US-Dollar Einnahme möglich. Im Vergleich dazu erreichte Facebook bei dem bisher größten Börsengang eines Internetunternehmens 16 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Die offizielle Preisfestlegung soll weiterhin wie geplant am 18. September erfolgen. Der Handel an der New Yorker Börse könnte dann am 19. September beginnen.

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Wikinews-logo.svg   Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang (08.09.2014)

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September 8, 2014

Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang

Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang

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Veröffentlicht: 22:25, 8. Sep. 2014 (CEST)
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Jack Ma (2008) – Gründer der Alibaba Group

New York (Vereinigte Staaten), 08.09.2014 – Der chinesische Internethandelsgigant Alibaba startet heute seinen mit Spannung erwarteten Börsengang. Dabei sollen im Rahmen von „Roadshows“ zuerst Aktien zu einem Preis von geschätzten 60 bis 66 US-Dollar an internationale Investoren veräußert werden. Ab dem 19. September sollen die Aktien dann an der New Yorker Wallstreet gehandelt werden.

Bei diesem Börsengang werden zunächst 320 Millionen Aktien ausgegeben, davon 123 Millionen von Alibaba selbst. Weitere Anteilseigner sind Yahoo und der japanische Technologiekonzern Softbank sowie der Gründer Jack Ma und der Vice-Chairman von Alibaba, Joe Tsai. Entsprechend einer Gesamtzahl von ca. 2,4 Milliarden Aktien laut Börsenprospekt setzt der Börsengang den Wert des Unternehmens je nach endgültigem Kurs auf bis zu 162 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld sogar einen Wert von 200 Milliarden nicht ausgeschlossen. Im Vergleich dazu wird Google heute mit 400 Milliarden US-Dollar und Facebook mit 200 Milliarden US-Dollar bewertet. Aber nicht allein der Wert des Unternehmens ist es, der für Aufsehen sorgt, sondern die Einnahmeerwartung des Börsengangs für das Unternehmen und die Anteilseigner, die mit bis zu 21 Milliarden US-Dollar Facebooks Börsengang – den mit 16 Milliarden US-Dollar bisher größten eines Internetunternehmens – übertreffen würde. Das Unternehmen würde, wenn es die Erwartungen erfüllt, auch nur knapp unter dem größten Börsengang aller Zeiten bleiben, den 2010 mit gut 22 Millarden US-Dollar die staatliche chinesische Agricultural Bank of China absolvierte.

Im Geschäftsjahr 2013 hat Alibaba 7,95 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Im Vergleich dazu hat Amazon im gleichen Zeitraum 74,45 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Aber Alibaba hat damit 3,56 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, während Amazon es nur auf 0,27 Milliarden schaffte. Das liegt daran, dass Alibaba anders als Amazon immer nur als Vermittler auftritt und grundsätzlich nicht als Verkäufer. Das Volumen der vermittelten Interneteinkäufe wird für 2014 auf knapp 300 Milliarden Euro taxiert. Die Wachstumszahlen von Alibaba liegen dabei im Bereich von 40 Prozent im Jahresdurchschnitt, und es beherrscht rund 80 Prozent des chinesischen Internethandels. Aber ob sich dies in Zukunft so weiter entwickeln wird, darüber gibt es Bedenken. Konkurrenz erwächst dem Unternehmen etwa von Amazon, das mit einem eigenen Ableger in China vertreten ist. Beachtenswert ist auch, dass Wanda, ein chinesisches Handelsunternehmen, das bisher vor allem mit Einkaufszentren und Warenhäusern in Erscheinung getreten ist, sich mit Alibabas Konkurrenten Baidu und Tencent zusammengeschlossen hat, um die Internethandelplattform e-Wanda zu gründen, die ein ähnliches Angebotsprofil wie Alibaba hat.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Chinesische Internetfirmen wollen an die Börse (18.03.2014)
Wikinews-logo.svg   Facebook goes Wall Street (01.05.2012)

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May 30, 2014

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

Hauptversammlung der Bremer Windfirma Energiekontor in Ritterhude

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Veröffentlicht: 20:42 (CEST), 30.05.2014
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Windkraftanlage der Firma Energiekontor

Ritterhude (Deutschland), 30.05.2014 – Meist finden Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften in dem Ort statt, wo sich der Sitz des Unternehmens befindet. Nicht so bei dem Bremer Windprojektierer Energiekontor. Dessen Hauptversammlungen finden offenbar seit einigen Jahren nur deshalb im benachbarten niedersächsischen Ort Ritterhude statt, um damit Kosten zu sparen. Angesichts der Unsicherheiten beim Erneuerbare Energien Gesetz in Deutschland und bei der Netzanbindung von Offshore-Windkraftanlagen sah es auch nicht gerade rosig für das Unternehmen aus. Seit 25. Mai 2000 werden die Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Daneben findet ein Handel auch an den Börsen Berlin, Düsseldorf, Hamburg, München und Stuttgart statt. Ein historisches Tief erreichte die Kursentwicklung 2004 mit 0,85 Euro je Aktie. Im elektronischen Handelssystem XETRA wurden selten Aktien gehandelt, so dass im Jahre 2012 das Listing aus Kostengründen vorübergehend beendet wurde.

Diesmal konnten Vorstand und Aufsichtsrat allerdings mit mehreren Erfolgsmeldungen aufwarten. 2013 war das erfolgreichste Jahr der Firmengeschichte dieses Unternehmens, das 1990 gegründet wurde. Nachdem die Zahlen für das Jahr 2013 bereits Ende März bekanntgegeben worden waren, machte die Aktie Anfang April 2014 einen Sprung von 4,75 auf 6,45 und dann 7,2 Euro an der Frankfurter Börse. Am 25.4. erreichte sie ein 10-Jahres-Hoch von 8,81 Euro im XETRA. Damit bedeutet die Dividende von 0,50 Euro je Aktie eine Rendite von gegenwärtig rund 6 Prozent.

Auch auf der diesjährigen Hauptversammlung im Veranstaltungszentrum Ritterhude am 28. Mai stellten sich Vorstand und Aufsichtsrat den kritischen Fragen der Aktionäre. Dabei stand auch der verlustreiche Verkauf eines Offshore-Windparks im Fokus. Als besondere Überraschung konnte Energiekontor eine neuartige Flügelverlängerung bei den Windkraftanlagen präsentieren. Diese technische Neuheit wurde im Vorjahr zum Patent angemeldet und trägt deutlich zur Leistungssteigerung bei. International werden Projekte in Portugal, England und Schottland entwickelt. Das Unternehmen betreibt einen erheblichen Teil der Windkraftanlagen selbst und vermarktet den erzeugten elektrischen Strom. Der daraus gewonnene Cashflow übersteige gegenwärtig die Kosten für Projekte, so dass Energiekontor relativ unabhängig von Investoren sei. Darin unterscheide sich Energiekontor von Konkurrenten wie etwa PNE Wind, erklärte ein Mitglied des Vorstandes.

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  • Portal:Börse

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April 16, 2014

Merkwürdige Hauptversammlung bei Aleo Solar

Merkwürdige Hauptversammlung bei Aleo Solar

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Veröffentlicht: 16.04.2014, 07:59 (CEST)
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Solarzellen aus Deutschland – ein Verlustgeschäft für Bosch?

Oldenburg (Oldb) (Deutschland), 16.04.2014 – Merkwürdige Dinge spielten sich gestern auf der außerordentlichen Hauptversammlung der Aleo Solar AG, eines vom Bosch-Konzern beherrschten Solarherstellers ab. Die naiv klingende Frage einer älteren Aktionärin, was die „Herren in der ersten Reihe“ – nämlich Vorstand und Aufsichtsrat auf dem Podium – und die vielen Mitarbeiter im Back Office machen, war Anlass für weitere Kleinanleger, teilweise Juristen, nochmals nachzuhaken. Die ältere Dame hatte durch eine Tür beobachtet, dass im Back Office offenbar mehr Personen arbeiteten, um auf die Fragen zu antworten, als Aktieninhaber im Publikum sitzen. Der Verdacht einer von Bosch gesteuerten Veranstaltung erhärtete sich, als eine sehr kritische Aktionärin gezielt nach den Namen bestimmter Personen fragte, die möglicherweise im Back Office sitzen würden. Sie ließ sich auch nicht davon abbringen, sich persönlich von der Arbeit im Back Office nebenan einen Eindruck zu verschaffen. So kam tatsächlich heraus, dass im Back Office mehr Personen arbeiteten als zur Hauptversammlung in einem Saal der Oldenburger Weser-Ems-Halle Aktionäre erschienen waren. Schließlich wurde mehrmals der Vorwurf erhoben, die Antworten auf die kritischen Fragen von Aktionären würden von Mitarbeitern des Bosch-Konzerns oder der von Bosch beauftragten Rechtsanwälte ausgearbeitet. Die Vorwürfe gipfelten schließlich in der Kritik am Verhalten des anwesenden Notars Watermann. Die Anwesenheit eines Notars ist bei Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.

Der Leiter der Versammlung, Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Hartung, versuchte mehrmals, teilweise vergeblich, die aufgeregten Aktionäre zu beruhigen. In der Hauptsache ging es darum, die Aktiengesellschaft zum 30. April 2014 – also innerhalb von 14 Tagen – aufzulösen. Die Abstimmung war nach stundenlanger Diskussion nur noch eine Formsache, da Bosch die Mehrheit hat. Die Juristen unter den kritischen Aktionären bezweifelten das Stimmrecht von Bosch, da dieser Konzern als beherrschendes Unternehmen praktisch in eigener Sache entscheide. Ein Aktionärsvertreter hatte Gegenanträge eingebracht und fragte, warum eine Woche nach der Hauptversammlung der Jahresabschluss des Jahres 2013 vorgelegt werden solle. Üblich sei es, den Jahresabschluss vor der Hauptversammlung zu veröffentlichen. Erstaunen löste die Antwort des Vorstandes aus, der Hauptbetrieb im brandenburgischen Prenzlau sei bereits am 28. März 2014 eingestellt worden.

Der drängenden Frage, warum keine Insolvenz eine Fortführung des Unternehmens – etwa ähnlich wie bei Solarworld erlaube, wurde wiederholt ausgewichen, dies seien „theoretische“ Überlegungen, doch damit wollten sich viele Kleinaktionäre nicht zufrieden geben. Die Antworten des Finanzvorstands York zu Putlitz wurden als unzureichend kommentiert. Ihm wurde immer wieder vorgeworfen, er würde Fragen ignorieren bzw. nicht inhaltlich beantworten.

Die Beherrschung der Aleo Solar AG durch den Bosch-Konzern wurde auch daran deutlich, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Hartung zur Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH gehört und die beiden Vorstandsmitglieder nicht nur ihre Karriere bei der Muttergesellschaft gemacht haben, sondern auch ein Rückkehrrecht gewährt bekommen. Auf der Unternehmensseite von Aleo Solar heißt es wörtlich: „Robert Bosch GmbH verlangt Beschlussfassung über Liquidation der aleo solar AG und sichert weitere finanzielle Unterstützung zu.“ Begründet wird dies mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen, was jedoch von kritischen Aktionären bezweifelt wird. Der wahre Grund sei, dass Bosch sein Image retten wolle.

Nach dem Verkauf fast aller wesentlichen Vermögenswerte des Unternehmens an ein asiatisches Firmenkonsortium, das als SCP Solar GmbH in Hamburg firmert, bleibt für die Aktionäre von Aleo Solar nichts übrig. Dabei sei es egal, ob es eine Liquidation oder eine Insolvenz wäre, so der Tenor der Kleinanleger. Immerhin hätte es bei einer Insolvenz nach dem neuen Recht in Deutschland einige Möglichkeiten der Weiterführung und somit auch der Mitbestimmung der Aktionäre gegeben. Auch Gewerkschaftsvertreter hatten das Verhalten von Bosch beanstandet. Durch den zeitweisen Boom in der deutschen Solarindustrie hatte Aleo Solar zeitweise fast 1000 Beschäftigte. Diese Zahl ist auf 700 gesunken und wird voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Jahre auf Null sinken. Voraussichtlich werden etwa 200 Mitarbeiter noch in einer sogenannten Transfergesellschaft beschäftigt, die aber nur neun Monate dauert.

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