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June 26, 2008

Fußball-EM 2008: Deutschland nach 3:2-Sieg gegen die Türkei im Finale

Fußball-EM 2008: Deutschland nach 3:2-Sieg gegen die Türkei im Finale

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Veröffentlicht: 18:43, 26. Jun. 2008 (CEST)
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Mannschaftsaufstellung der beiden Teams

Basel (Schweiz), 26.06.2008 – Vor 39.374 Zuschauern trafen am gestrigen 25. Juni im Baseler „St. Jakob-Park“ die Fußballnationalmannschaften Deutschlands und der Türkei im Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 aufeinander. Das Spiel endete mit 3:2 Toren für die deutsche Mannschaft, die damit im Finale steht. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan nahmen als Gäste an der Veranstaltung teil.

Das erste Tor fiel in der 22. Minute durch Ugur Boral, die Türkei ging in Führung. Vier Minuten später sorgte Bastian Schweinsteiger für den Ausgleich. Durch ein Tor von Miroslav Klose ging die deutsche Mannschaft in der 78. Minute mit 2:1 in Führung. Semih Şentürk gelang in der 86. Minute noch einmal der Ausgleich. In der 90. Minute erzielte Philipp Lahm den 3:2-Siegtreffer für die deutsche Nationalmannschaft.

Das ist der erste Sieg der deutschen Mannschaft über die Türkei seit 16 Jahren und nach Meinung vieler Beobachter ein ganz hartes Stück Arbeit. Über weitere Strecken gelang der deutschen Mannschaft nur sehr wenig. Die Abwehr wirkte manchmal orientierungslos und stürzte von einer Verlegenheit in die andere. Philipp Lahm hatte mit Kazim und der Berliner Arne Friedrich auf der rechten Seite mit Ugur große Probleme. Auch Christoph Metzelder und Per Mertesacker verloren mehrfach die Übersicht gegen ihre türkischen Gegenspieler. Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger spielten hingegen gut. Michael Ballack jedoch konnte auf die Partie keinen Einfluss nehmen. Torsten Frings blieb in der ersten Halbzeit wegen seines Rippenbruchs erst einmal draußen. Als dann aber Simon Rolfes wegen einer Platzwunde an der Schläfe ausgewechselt werden musste, kam auch Frings ins Spiel.

Die Fernsehübertragung des Fußballspiels war zeitweise unterbrochen, da es im Fernsehzentrum IBC in Wien aufgrund eines Unwetters einen Stromausfall gab. Viele Fans reagierten verärgert. Sie überbrückten die Zwangspause entweder mit lautstarken Gesängen oder wurden still, um den Telefon-Kommentaren von Béla Réthy zu lauschen.

Nach dem Spiel lagen sich viele Tausende Fans in den Armen und feierten den Sieg der deutschen Mannschaft. In der Basler Innenstadt hatten sich 110.000 Fans das Spiel angesehen.

Millionen Menschen wurden einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt; erst der Schlusspfiff in Basel erlöste die Menschen. In Berlin war rund eine halbe Million Menschen auf die Fanmeile gekommen, um das Spiel zu verfolgen. Aber wegen des großen Andrangs wurde die Fanmeile eine Stunde vor Anpfiff geschlossen. Viele Zuschauer drückten den Spielern von Joachim Löw die Daumen. Auch in anderen deutschen Städten sahen Zehntausende das Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Auswahl der Türkei. In das Münchner Olympiastadion waren mehr als 30.000 Fans gekommen. In der Nürnberger Innenstadt kamen rund 25.000 Menschen zusammen.

In der türkischen Großstadt Istanbul waren die türkischen Fans über das Ausscheiden ihrer Mannschaft traurig. Erst nach einigen Minuten stimmten die türkischen Fans wieder trotzige „Türkiye, Türkiye“-Rufe an. „Wir tragen den Kopf hoch“, sagte der türkische Staatspräsident Abdullah Gül in einem Fernsehinterview aus Basel. „Wir müssen nicht traurig sein“, sagte der Präsident. Die Türkei werde die Rückkehr ihrer Nationalmannschaft mit einem großen Fest feiern. In der Türkei liefen die Feiern weitgehend friedlich ab.

DFB-Präsident Theo Zwanziger und sein türkischer Amtskollege Hasan Dogan hatten vor dem Anpfiff an die Fußballfans auf beiden Seiten appelliert, das Spiel zu einer großen multikulturellen Feier werden zu lassen. Bundespräsident Horst Köhler zeigte sich überzeugt, dass das Spiel dazu beitragen wird, das Verhältnis zwischen Deutschen und Türken zu verbessern. Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, hatte die Fans aufgefordert, das Spiel Hand in Hand anzusehen und Fahnen beider Länder zu schwenken.

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June 17, 2008

Fußball-EM 2008: Türkei erreicht Viertelfinale nach dramatischem Spiel gegen Tschechien

Fußball-EM 2008: Türkei erreicht Viertelfinale nach dramatischem Spiel gegen Tschechien

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Veröffentlicht: 10:18, 17. Jun. 2008 (CEST)
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Genf (Schweiz), 17.06.2008 – In einem bis zur letzten Minute hochspannenden Spiel hat die Fußballnationalmannschaft der Türkei gegen die tschechische Auswahl den Einzug in das Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 besiegelt. Beide Mannschaften hatten noch die Chance weiter zu kommen, wodurch das Spiel von Beginn an den Charakter eines „Endspiels“ hatte.

Nach Treffern von Jan Koller in der 34. Minute und Jaroslav Plasil in der 62. Minute hatte es zunächst noch nach einem Erfolg für die Tschechen ausgesehen. Dies änderte sich in der letzten Viertelstunde des Spiels aber dramatisch: Nachdem Arda Turan (75. Minute) der 1:2-Anschlusstreffer gelang, konnte Nihat Kahveci in der 88. Minute durch einen Fehler des tschechischen Torwarts Cech ausgleichen. Hätte das Spiel mit diesem Ergebnis geendet, wäre es direkt anschließend zu einem Elfmeterschießen gekommen. Dazu kam es aber nicht, da Kahveci nur zwei Minuten später den 3:2-Siegtreffer erzielte. Bis zum Abpfiff nach fast sechs Minuten Nachspielzeit – angezeigt waren vier Minuten – blieb das Spiel aber dramatisch: So wurde der türkische Torwart Volkan Demirel in der dritten Nachspielminute mit einer roten Karte nach einer Tätlichkeit (Schubsen) vom Platz gestellt. Da die türkische Mannschaft aber bereits ihre Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft hatte, musste der Feldspieler Tuncay fortan den Posten im Tor übernehmen. Wäre der tschechischen Mannschaft noch der Ausgleich gelungen, wäre die Türkei daher ohne ausgebildeten Torwart in das Elfmeterschießen gegangen.

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June 13, 2008

Fußball-EM 2008: Gastgeber Schweiz verliert 1:2 gegen die Türkei und scheidet aus

Fußball-EM 2008: Gastgeber Schweiz verliert 1:2 gegen die Türkei und scheidet aus

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Veröffentlicht: 13:31, 13. Jun. 2008 (CEST)
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Basel (Schweiz), 13.06.2008 – Die Schweiz, einer der beiden Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft, hat am Mittwoch, 11. Juni, die „Wasserschlacht“ mit 1:2 gegen die Türkei verloren und kann auch bei einem Sieg am Sonntag gegen Portugal nicht mehr in das Viertelfinale vordringen.

In der 32. Minute ging die Schweiz durch einen kuriosen Treffer von Hakan Yakin in Führung. Doch in der zweiten Hälfte machten die Türken Druck, und Semih konnte in 57. Minute den Ausgleich erzielen. Nach einigen guten Chancen für beide Seiten erzielte Arda in der 93. Minute (Nachspielzeit) das 1:2 für die Türkei.

Die Türkei und die Tschechische Republik werden am Sonntag unter sich ausmachen, wer neben Portugal aus der Gruppe A ins Viertelfinale einziehen wird.

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June 9, 2008

Fußball-EM 2008: Portugal gewinnt gegen die Türkei mit 2:0

Fußball-EM 2008: Portugal gewinnt gegen die Türkei mit 2:0

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Veröffentlicht: 16:14, 9. Jun. 2008 (CEST)
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Austellung der Mannschaften

Genf (Schweiz), 09.06.2008 – Am Samstag, den 7. Juni gewann im Genfer Stade de Genève im zweiten Spiel der Fußball-Europameisterschaft 2008 Portugal gegen die Türkei mit 2:0 und ist nun momentan Tabellenführer der Gruppe A. In der zweiten Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Raul Meireles das 2:0 für Portugal und machte den Sieg klar. Im Fußballstadion Stade de Genève saßen 29.106 Zuschauer und sahen einen mäßigen Cristiano Ronaldo.

Fußball-EM 2008: Portugal gewinnt gegen die Türkei mit 2:0
Es war ein sehr wichtiges Tor für mich. Ich liebe es, für mein Land zu spielen, und ich freue mich, dass es so gut für uns gelaufen ist.
Fußball-EM 2008: Portugal gewinnt gegen die Türkei mit 2:0

– sagte Abwehrspieler Pepe.

In der 16. Minute köpfte Portugals Verteidiger Pepe den Ball ins Tor, aber wegen Abseits wurde das Tor nicht gegeben. Der Freistoß von Simão ging sehr knapp über das Tor. Ein bis dahin enttäuschender Cristiano Ronaldo setzt in der 37. Minute einen Freistoß-Kracher aus halblinks an den rechten Innenpfosten.

Nach der Pause ging für Portugal das Geduldsspiel weiter.

In der 61. Minute schoss Pepe das 1:0 für die Portugiesen. Nuno Gomes scheiterte 180 Sekunden später erneut an der Latte. Raul Meireles schoss in der zweiten Nachspielzeit den 2:0-Siegtreffer. Die einzige Torchance hatten die Türken in der 82. Minute durch Emre Asik. Immerhin standen für Portugal sechs Finalisten von der EURO 2004 in der Anfangsformation.

Luiz Felipe Scolari (Trainer Portugal): „Der Sieg war sehr wichtig für meine Mannschaft, denn mit sechs Punkten ist man fast weiter. Es war also schon die halbe Miete. Deshalb bin ich sehr erleichtert.“

Fatih Terim (Türkei): „Wir haben das Turnier leider nicht so gut begonnen wie erhofft, obwohl wir das Spiel gegen Portugal in der ersten Halbzeit ausgeglichen gestalten konnten. Im zweiten Durchgang hat uns ein Tor auf die Verliererstraße gebracht, das so nicht hätte fallen dürfen. Unsere Innenverteidigung war dabei etwas unkonzentriert. Das war der Knackpunkt der Partie. Aber manchmal läuft es im Fußball so, um so wichtiger ist nun das Spiel gegen die Schweiz für uns.“

Pepe (Portugal): „Das Tor war wichtig für mich, ich freue mich einfach, dass es so gelaufen ist. Das Wichtigste aber war, dass wir mit drei Punkten in das Turnier gestartet sind.“

Kazim Kazim (Türkei): „Das war eine Lehrstunde für uns. Wir konnten nicht die Chancen herausspielen wie die Portugiesen.“

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