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February 19, 2013

Empörung über die Arbeitsbedingungen bei Amazon

Empörung über die Arbeitsbedingungen bei Amazon

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Veröffentlicht: 20:57, 19. Feb. 2013 (CET)
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Versandzentrum von Amazon in Leipzig

Bad Hersfeld (Deutschland), 19.02.2013 – In dem Bericht „Ausgeliefert!“ des Hessischen Rundfunks vom 13. Februar 2013 wurden Leiharbeiter bei Amazon gezeigt, die in einer trostlosen Ferienanlage eingepfercht waren, außerhalb der Arbeitszeit von Sicherheitsdiensten überwacht wurden und ohne jeden Kündigungsschutz arbeiteten.

Die Leiharbeiter bei Amazon würden von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes H.E.S.S. Security überwacht und schikaniert, denen auch Kontakte zur Neonazi-Szene vorgeworfen werden, wie der Hessische Rundfunk berichtete. Nach Aussage von Amazon gegenüber dpa erhielten die Mitarbeiter einen Stundenlohn von „mehr als 9,30 Euro brutto“, der sich nach dem ersten Jahr auf über 10 Euro steigere. Wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtete, werde zumindest einigen Leiharbeitern statt zugesicherter 9,68 Euro je Stunde ein Euro weniger gezahlt. Laut dem ARD Bericht wurden geringere Löhne an die Leiharbeiter gezahlt, weil über Weihnachten Kost und Logis der Leiharbeiter durch die Leiharbeitsfirma bezahlt wurden. Die Leiharbeitsfirma könnte dabei eine Million Euro und damit 13% der Sozialabgaben eingespart haben, wie Professor Ingwer Ebsen von der Universität Frankfurt in dem Bericht erklärte.

Thomas Gürlebeck, Sprecher der Gewerkschaft ver.di, sagte zu der Wahl eines Betriebsrats im Amazon-Zentrum in Graben bei Augsburg gegenüber dem Handelsblatt: „Das war mehr als überfällig und ist ein großer Schritt zu besseren Arbeitsbedingungen bei Amazon.“ Betriebsräte gibt es aber nur etwa in der Hälfte der Amazon Niederlassungen in Deutschland. Die FAZ berichtet, im letzten Jahr sei der Umsatz von Amazon um 20 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen, dies sei aber im Weihnachtsgeschäft nur mit 10.000 Saisonarbeitern zu erreichen gewesen. SPD-Fraktionschef Thorsten Schäfer-Gümbel bezeichnete die Enthüllungen des Hessischen Rundfunks als “ungeheuerlich”; der Abgeordnete Wolfgang Decker (SPD) äußerte sich: „Wenn dies alles zutrifft, dann werden offenbar jegliche Arbeitnehmerrechte auf das gröbste missachtet.“ Wie The Independent berichtet, wurde sogar der Vorwurf gemacht, die Sicherheitsfirma hätte sich als die örtliche Polizei ausgegeben.

Die Sicherheitsfirma H.E.S.S. hat mittlerweile eine ausführliche Presseerklärung abgegeben, in der sie unter anderem ankündigt, bei Mitarbeitern mit rechtsradikalem Gedankengut “mit allen zu Gebote stehenden rechtlichen Möglichkeiten auf eine Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses hinwirken”. Auch weist sie auf einen vielfältigen Ausländeranteil von 30 bis 70 Prozent unter ihren Mitarbeitern hin. Dennoch wurde der Firma laut Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Amazon gekündigt. Auch mit einer weiteren Firma wurde die Zusammenarbeit beendet.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat eine Untersuchung der Vorwürfe angekündigt und den Entzug der Lizenzen der Leiharbeitsfirmen angedroht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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November 22, 2010

FDP-Kandidat erobert Bürgermeisteramt in Bad Hersfeld

FDP-Kandidat erobert Bürgermeisteramt in Bad Hersfeld

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Veröffentlicht: 23:03, 22. Nov. 2010 (CET)
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Thomas Fehling (FDP)

Bad Hersfeld (Deutschland), 22.11.2010 – Der in Bad Hersfeld gebürtige FDP-Politiker Thomas Fehling ist am gestrigen Sonntag in einer Stichwahl zum neuen Bürgermeister seiner Heimatstadt gewählt worden. Sein neues Amt wird er voraussichtlich Anfang Januar 2011 antreten.

Die Bürgermeisterwahl wurde vorzeitig notwendig, weil Alt-Bürgermeister Hartmut Henning Boehmer aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen zum 31. September 2010 von seinem Amt zurück trat.

Am 7. November traten fünf Kandidaten zur Wahl an, von denen keiner die absolute Mehrheit auf sich vereinigen konnte. Drei parteilose Kandidaten unterlagen vor 14 Tagen gegen Gunter Müller von der SPD und Thomas Fehling. Fehling lag bei dem ersten Wahlgang jedoch knapp neun Prozent hinter seinem Herausforderer von der SPD. Umso überraschender kam es für viele, dass sich beide Kandidaten von Beginn der einlaufenden Wahlergebnisse der 28 Stimmbezirke an ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Schon um etwa 18.40 Uhr traf das letzte Ergebnis eines Wahllokals ein. Danach war klar, dass Fehling mit nur 161 Stimmen vor seinem Herausforderer lag. Das vorläufige prozentuale Endergebnis lautete dann 50,7 % für Fehling und 49,3 % für Müller.

Nachdenklich stimmte nach dem spannenden Wahlabend nur die geringe Wahlbeteiligung, die beim ersten Wahlgang bei nur 49,9 Prozent lag und sich bei der Stichwahl nur unwesentlich auf 50,1 Prozent erhöhte.

Vorläufiges Endergebnis der Stichwahl bei der Wahlparty in der Konrad-Duden-Bibliothek

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Quellen

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May 11, 2009

Kultband BAP in der Stiftsruine in Bad Hersfeld

Kultband BAP in der Stiftsruine in Bad Hersfeld

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Veröffentlicht: 18:28, 11. Mai 2009 (CEST)
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Bad Hersfeld (Deutschland), 11.05.2009 – Anlässlich des Probenbeginns vom Freilicht-Theaterfestival Bad Hersfelder Festspiele trat am Samstag, den 9. Mai 2009 in der Stiftsruine die Band BAP „unplugged“ auf. Sie wurden unterstützt von der Geigerin Anna de Wolff (spielt unter anderem auch bei der Band Rosenstolz) und dem Percussionisten Rhani Krija (spielt unter anderem auch bei Sting).

Die 1.636 Plätze in der Stiftsruine waren im Vorverkauf nach schon 75 Minuten verkauft. Bei gutem Wetter am Abend versammelten sich zusätzlich noch etwa 500 bis 1.000 Zuhörer rund um die Stiftsruine. Die Konzerte zum Probenbeginn wurden unter der derzeitigen Festspielintendantin Elke Hesse zur Tradition. Es spielten hier in den letzten Jahren auch Konstantin Wecker mit seiner Band und Götz Alsmann.

BAP bot in dem Rahmen der Stiftsruine ein speziell zusammengestelltes Unplugged-Programm. Passend zum Leitbegriff der diesjährigen Festspielsaison „Transit“ spielten sie im ersten Teil viele Lieder der aktuellen CD „Radio Pandora“, um dann im zweiten Teil auch die Klassiker nicht unberücksichtigt zu lassen. Nach einer Zugabe („Verdamp lang her“) verließ die Band nach etwa dreieinhalb Stunden die Bühne in Bad Hersfeld.

Die Festspiele beginnen am 13. Juni mit dem klassischen Werk Odyssee, in dem unter anderem auch Désirée Nick mitspielt. Die weiteren Aufführungen werden das Musical West Side Story und Das Käthchen von Heilbronn sein. Die Saison endet am 2. August.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Musik

Quellen

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May 3, 2009

Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Landrat Karl-Ernst Schmidt (CDU) wiedergewählt

Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Landrat Karl-Ernst Schmidt (CDU) wiedergewählt

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Veröffentlicht: 20:30, 3. Mai 2009 (CEST)
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Landratsamt in Bad Hersfeld

Bad Hersfeld (Deutschland), 03.05.2009 – Im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist am vergangenen Sonntag, dem 26. April, Karl-Ernst Schmidt (CDU) bei der Landratswahl wiedergewählt worden.

An der Wahl beteiligten sich bei sonnigem Wetter rund 40,5 Prozent der Wahlberechtigten. Die letzte Wahl am 2. Februar 2003 hatte eine Wahlbeteiligung von 65,8 Prozent.

Als Herausforder von Landrat Karl-Ernst Schmidt, der sich zum zweiten Mal zur Wahl stellte, trat Manfred Koch (SPD), der Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim, an.

Schmidt stieg im dem ruhig verlaufenden Wahlkampf mit dem Slogan „Verlässlichkeit und Kontinuität“ ein und traf damit wohl die Grundstimmung im Landkreis. Es gelang ihm damit offensichtlich, auch Stimmen aus dem gegnerischen Lager zu bekommen, und er setzte sich damit mit einem deutlichen Stimmenvorsprung von 59,7 Prozent durch. Koch kam dagegen mit seinem Slogan „Mensch mit Weitblick“ nur auf 40,3 Prozent der Stimmen.

Karl-Ernst Schmidt, der erste Landrat der CDU in dem Landkreis, ist damit für weitere sechs Jahre gewählt. Im Kreistag hat die Koalition aus SPD und der Freien Wählergemeinschaft die Mehrheit, die CDU ist in der Opposition.

Quellen

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June 9, 2008

Bundespräsident eröffnet Bad Hersfelder Festspiele

Bundespräsident eröffnet Bad Hersfelder Festspiele

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Veröffentlicht: 16:57, 9. Jun. 2008 (CEST)
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Bundespräsident Horst Köhler eröffnet die Festspiele, links steht der Bürgermeister von Bad Hersfeld Hartmut H. Boehmer

Bad Hersfeld (Deutschland), 09.06.2008 – Am Samstagabend, den 7. Juni 2008, wurden die 58. Bad Hersfelder Festspiele in der Stiftsruine von Horst Köhler eröffnet. Das Leitthema der diesjährigen Festspiele ist der Fanatismus, der in den fünf Theateraufführungen thematisiert wird. Die Festspielsaison dauert bis zum 3. August 2008.

Der Tag begann ab dem frühen Nachmittag mit einem Theaterfestival, das im Stiftsbezirk und der Fußgängerzone stattfand und bis in die Abendstunden andauerte. Im Programm befanden sich die Comedy- und Kabarettgruppen „Apsaras Théâtre“, das „Wall Street Theatre“ und „Stenzel & Kivits“. Zusätzlich gab es die Gruppen „Stelzen Tanz Theater Leonhard“, „Neighbours Watch Stilts International“ und „Living Dolls“, die in Fantasiekostümen durch den Stiftsbezirk und die Fußgängerzone liefen (Walk-Acts). Vervollständigt wurde das Rahmenprogramm durch die Jonglage Coolumbus und den Tanzgruppen „Tanzstudio Birgitt Fründ“ und „Balady“.

Der Festakt begann um 17 Uhr in der Stiftsruine. Die Begrüßung der Festspielgäste fand durch Intendantin Elke Hesse und Bürgermeister Hartmut Boehmer statt. Das Grußwort der hessischen Landesregierung sprach der Staatssekretär des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, Professor Ralph Alexander Lorz. Die Festrede wurde von dem evangelischen Theologen Dr. Friedrich Schorlemmer gehalten. Er ging auf das Leitthema der Festspiele ein und bezeichnete die vielen unnützen Kriege als „eine Folge von Besessenheit“. Den musikalischen Rahmen dazu gestaltete das Blechbläseremseble Ludwig Güttler.

Eröffnet wurde die Festspiel schließlich, kurz vor der Premiere von Schillers Die Jungfrau von Orléans, durch den Schirmherr der Bad Hersfelder Festspiele, des amtierenden Bundespräsidenten Horst Köhler. In seiner Rede sagte er, dass Bad Hersfeld ein Beweis dafür sei, dass es große Kultur nicht nur in den Hauptstädten gebe. Man könne stolz auf die Vielfalt an kulturellen Schätzen sein, sie gelte es zu erhalten und zu pflegen.

Unter anderem waren bei der ausverkauften Premiere auch der geschäftsführende Ministerpräsident von Hessen, Roland Koch, Regierungspräsident Lutz Klein und Friedrich Schorlemmer anwesend. Weitere Premieren folgen mit dem Musical Jekyll & Hyde am 10. Juni 2008 und Shakespeares Romeo und Julia am 17. Juni. 2008.

Weiter zur Aufführung kommt das Märchen Der gestiefelte Kater nach den Brüdern Grimm ab 13. Juni 2008. Dieses Kindertheater ist ein Gastspiel der Brüder Grimm Märchenfestspiele Hanau. Im Innenhof von Schloss Eichhof kommt ab dem 4. Juli 2008 das Lustspiel Minna von Barnhelm oder das Soldatenglück zur Aufführung, und im Grebe-Keller findet ab dem 8. Juli 2008 der Der gefesselte Prometheus nach Aischylos statt.

In dieser Saison spielt Anna Franziska Srna die Hauptrolle Johanna in „Jungfrau von Orléans“. In diesem Theaterstück spielt auch Nikolaus Okonkwo den König, und den Talbot spielt Jörg Pleva. Eva-Maria Jung und Florian Lüdtke spielen die Hauptrollen in „Romeo und Julia“, und der Musicaldarsteller Jan Ammann übernimmt die Hauptrolle in „Jekyll & Hyde“.

Bildergalerie

Themenverwandte Artikel

  • 56. Saison der Hersfelder Festspiele eröffnet (15.06.2006)
  • 57. Saison der Hersfelder Festspiele eröffnet (13.06.2007)

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October 17, 2006

In Bad Hersfeld erschallt wieder „Enner, zwoon, daäi – Bruder Lolls“

In Bad Hersfeld erschallt wieder „Enner, zwoon, daäi – Bruder Lolls“

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Artikelstatus: Fertig 12:48, 17. Okt. 2006 (CEST)
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Im Vordergrund das „Fierche“, im Hintergrund das Bellevue-Riesenrad

Feuermeister und Bürgermeister Hartmut Boehmer beim Festumzug

Bad Hersfeld (Deutschland), 17.10.2006 – Am 16. Oktober um 12:00 Uhr wurde mit dem Entzünden des Feuers („Fierche“’) das Lullusfest eröffnet. Unter dem Motto „1.270 Jahre vergehen – Lolls bleibt bestehen“, wird in Bad Hersfeld nun wieder das älteste Volksfest in Deutschland gefeiert. Bis zum Montag, den 23. Oktober 2006 findet man auf dem Marktplatz neben vielen kulinarischen Angeboten, Lauf- und Fahrgeschäften auch das 56 Meter hohe Bellevue-Riesenrad, eines der größten mobilen Riesenräder der Welt.

Weitere Veranstaltungen zum Lullusfest sind der „Lulluskrammark“ am Mittwoch, den 18. Oktober und der Lollssontag am 22. Oktober 2006. An diesem Tag sind die Geschäfte von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet, und ab 21:00 Uhr wird ein Feuerwerk vom Turm der Stadtkirche abgebrannt.

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