Blindenfußball: Deutsche Nationalmannschaft und der SSG Marburg trennen sich 0:0

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Veröffentlicht: 22:10, 9. Jun. 2008 (CEST)
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Marburg (Deutschland), 09.06.2008 – Das Aufeinandertreffen der deutschen Blindenfußballnationalmannschaft und des ersten deutschen Blindenfußballmeisters der Blindenfußball-Bundesliga aus Marburg endete nach einem hochklassigen Spiel 0:0. Der SSG Marburg ist es gelungen, dem haushohen Favoriten durch eine geschlossene Mannschaftsleistung ein Remis abzutrotzen, und war dabei mindestens ebenbürtig. Die in der Halle anwesenden Zuschauer und die Hörer des Live-Streams bekamen eine Partie auf hohem Niveau geboten mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.

Um 11:00 Uhr gab das Schiedsrichterduo Mankel/Lürding die Partie zwischen der deutschen Blindenfußballnationalmannschaft und dem Gastgeber, der SSG Marburg, frei. Bundestrainer Pfisterer hatte seinen Männern von Beginn an Offensive verordnet: So kam die Nationalmannschaft in den Anfangsminuten oft gefährlich nah vor das von Markus Moj gehütete Marburger Tor. Franzka, Fangmann und Schwarze entfachten viel Druck und bereiteten der Marburger Defensive um Beck und Warzecha zunächst einige Probleme. Nach etwa fünf gespielten Minuten kam es zu einer guten Torchance der Gäste durch Fangmann, welche Moj aber zunichte machen konnte. Dadurch schien die Marburger Offensivabteilung aufzuwachen, und Hoß sowie vor allem Pektas machten nun ihrerseits Druck auf die Defensive der Nationalmannschaft, ohne jedoch zu wirklichen Torchancen zu kommen. Mit der Einwechselung von Koparan auf Marburger Seite entwickelte sich bis zur Halbzeit ein offener Schlagabtausch mit ansehnlichen Offensivaktionen auf beiden Seiten, aber auch die Defensive stand bei beiden Teams sicher, so dass es zu keinen klaren Torchancen mehr kam.

In der zweiten Halbzeit schlug die Stunde des neuen Marburger Offensivjokers Felix Johnson. Er entfachte auf seiner Angriffsseite viel Druck, und die Abwehr der Nationalmannschaft konnte ihn kaum durch faire Mittel bremsen. Davon angetrieben machte die Marburger Sturmreihe viel Druck auf das Tor von Nationaltorwart Müller. Einen Schuss von Johnson konnte dieser nur durch eine Blitzreaktion entschärfen. Die Nationalmannschaft kam nur noch gelegentlich vor das Marburger Tor, aber die Defensive der Gastgeber stand sicher, und so kam es zu keinen wirklich gefährlichen Situationen für Markus Moj. Die starken Offensivaktionen der Marburger sorgten einige Fouls der Nationalmannschaft. Johnson hatte dreimal die Möglichkeit, sein Team mit einem Achtmeter in Führung zu bringen, aber außer einem Pfostentreffer passierte nichts. Auch die Nationalmannschaft bekam einen Achtmeter zugesprochen, konnte diesen aber ebenfalls nicht nutzen.

Am Ende blieb ein 0:0 der besseren Sorte, und Marburg konnte sich als Gewinner fühlen, da sie dem Favoriten durch eine starke spielerische Leistung ein Unentschieden abgenommen hatten. Insbesondere Johnson hatte in seinem ersten Spiel für das Marburger Team eine sehr gute Vorstellung geboten. Abschließend kann man sagen, dass das Spiel Werbung für den Blindenfußball darstellte und die Akteure eine starke Vorstellung abgeliefert haben.

Quellen

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