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January 22, 2014

„Alle Berichte und Inhalte über ‚China Offshore-Leaks‘ dringend zensieren und löschen.“

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Veröffentlicht: 24.01.2014, 15:59 (MEZ)
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International Consortium of Investigative Journalists

München (Deutschland) / Peking (China), 22.01.2014 – Es dürfte kein Zufall sein, dass gerade jetzt eine zweite große Enthüllungswelle der Offshore-Leaks läuft, die die chinesische Machtelite schwer belastet. Am Mittwoch (22.01.) begann in Peking der Prozess gegen Xu Zhiyong, der offiziell wegen der “Versammlung von Menschen zur Störung der öffentlichen Ordnung” angeklagt ist. Doch der wahre Grund für die Anklage gegen Xu ist seine Kampagne dafür dass die chinesische Machtelite ihre Vermögen offenlegt. Xu war im Sommer 2013 verhaftet worden und danach unter Hausarrest. Der Prozess ist der erste, dem in den nächsten Tagen weitere gegen Angehörige des „New Citizens′ Movement“ folgen sollen. Der Prozess gegen Xu ist der wichtigste Prozess gegen einen chinesischen Bürgerrechtler seit dem Prozess gegen Liu Xibao 2009.

In Peking versammelte sich während des Prozessauftaktes eine kleine Gruppe von Chinesen zur öffentlichen Unterstützung von Xu, doch die Sicherheitskräfte gingen streng gegen diese Menschen vor. Ausländische Medienvertreter, die von dem Prozess berichten wollten, konnten das streng abgeschirmte Gerichtsgebäude des Mittleren Volksgerichts Nr.1 in Peking nicht betreten. Aber damit nicht genug, Medienvertreter berichteten auch, dass sie von zivilgekleideten Männern aus dem Bereich vor dem Gebäude abgedrängt wurden. Ausländischen Diplomaten gelang es zwar in das Gebäude zu kommen, aber auch sie konnten den Prozess nicht verfolgen und hatten anschließend Probleme mit den vor dem Gebäude versammelten Journalisten zu sprechen. Das „Public Security Bureau“ eine dem Ministerium für öffentliche Sicherheit unterstellte Polizei hatte einen besonderen Auftrag zur Aufrechterhaltung der „Stabilität“ während des Prozesses erhalten, den sie so umsetzte.

Zeitgleich mit dem Prozess veröffentlichte das International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ) neue Details der Offshore-Leaks. Man mag dies durchaus als Unterstüzung von Xu sehen, denn diesmal werden rund 22.000 Chinesen belastet, Geld unter fragwürdigen Umständen in Offshore-Finanzplätzen angelegt zu haben. Unter den genannten Personen sind zwar nicht die höchsten Männer im Staat, doch es werden neben engen Verwandten von ehemaligen Regierungsmitgliedern auch Xi Jipings Schwager sowie die 15 reichsten Abgeordneten des Nationalen Volkskongresses und eine Reihe von Managern großer Konzerne genannt, die zum Teil auch in Korruptionsskandale verwickelt sind. Investitionen in Offshore-Firmen, in diesem Fall bevorzugt auf den British Virgin Islands sind ansich nicht strafbar, doch in China werden nach Schätzungen rund 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr illegal ausser Landes gebracht und dazu gehören zweifelsohne auch Gelder, die aus Korruption stammen, wobei dem Staat auch durch die entgangenen Steuereinnahmen ein nicht unerheblicher Schaden entsteht. Aber gerade der Korruption hat die augenblickliche chinesische Führung den Kampf angesagt. Dabei wurde das Wort vom Kampf gegen die „Fliegen“ und die „Tiger“ geprägt und auch wenn es bereits einige Prozesse mit großer Öffentlichkeitswirksamkeit gegen korrupte hochrangige Beamte und Manager („Tiger“) durchgeführt wurden und eine große Zahl von Beamten („Fliegen“) entlassen wurde, bleibt,doch die Frage wie umfangreich und ernsthaft der Kampf gegen die Korruption wirklich ist, denn Transparenz in das Vorgehen ist keineswegs gegeben.

Transparenz nach innen war in Chinas Regierungspolitik noch nie gegeben, aber ausländische Medien konnten hier zumindest gelegentlich eine kleine Lücke in die Mauer des Schweigens brechen. Doch heute wurden ausländische Medien nicht nur bei der Berichterstattung vom Prozess gegen Xu massiv behindert, auch die Berichte ausländischer Medien über die chinesischen Offshore-Firmengeflechte wurden in China massiv behindert. Chinesische Medienpartner des ICIJ aus der Volksrepublik China hatten sich bereits kurz nach dem Beginn der Untersuchungen aus Angst vor Repressalien und angesichts unverhohlener Überwachung zurückgezogen. Laut Süddeutscher Zeitung gab nun das „Büro für Internet-Informationsverwaltung“ in Peking die Anweisung heraus “Alle Berichte und Inhalte über ‘China Offshore-Leaks’ dringend zensieren und löschen. Die interaktiven Inhalte im Internet streng kontrollieren, alle Bilder und aggressiven Kommentare gegen führende Funktionäre und das System löschen. Sofort die Konten blockieren, die schlechten Einfluss haben und mit den Behörden vor Ort gemeinsam Untersuchungen einleiten”. Die Seiten der Süddeutschen Zeitung, aber auch des NDR als deutsche Vertreterin beim ICIJ sind daraufhin in China nicht mehr zugänglich, genauso wie die Seiten des Guardian und von El Pais, als weitere Partner des ICIJ.

Seit die New York Times 2012 über die finanziellen Interessen von Wen Jiaboas Familie im Ausland berichtete ist ihre Internetseite genauso wie die des Informationsdienstes Bloomberg, die ebenfalls darüber berichteten in China nicht mehr zu erreichen. Als Die Zeit im Sommer 2013 ein Interview mit dem Dalai Lama veröffentlichte, war ihre Webseite ebenfalls für Wochen nicht zu erreichen und auch die Webseiten der BBC zu China sind seit deren Berichten über den Prozeß gegen Bo Xilai nicht mehr aufrufbar. Die Maßnahmen gegen die Süddeutsche Zeitung und den NDR waren somit vorhersehbar. Allerdings sind die Berichte zu den Offshore-Leaks der vom NDR produzierten Tagesschau in China noch teilweise zugänglich wie Ariane Reimers die ARD Korrespondentin in Peking berichtet, nur die Teile, die direkt zum NDR verlinken, sind nicht mehr zugänglich. Die Kontrolle des Internets ist also keineswegs vollständig und wer als kritischer und interessierter Mensch in China lebt, der weiß, wie er mit den Internetsperren umgehen muss, auch wenn es nicht immer einfach ist und die Geschwindigkeit des Netzes beeinträchtigt und wie lange die aktuellen Sperren aufrecht erhalten werden, das kann niemand vorhersagen.

Wo liegt also die Brisanz in diesen Nachrichten, wenn so vieles schon vorhersehbar war, weil es einem bekannten Muster folgt? Für die chinesische Regierung liegt die Brisanz nicht in deren Verbindung zur Korruption, deren Umfang ist ein offenes Geheimnis und der Kampf dagegen ist ein Propagandageschäft. Es geht den chinesischen Behörden sehr viel mehr um die enormen Vermögenswerte, die hier offenbart werden. Die Korruption widerspricht dem Anspruch der Regierung allein dem Wohl des Volkes zu dienen und gefährdet so das Machtmonopol der kommunistischen Partei, die über eine Verflechtung aus Behörden und Partei herrscht. Was die neuen Offshore-Leaks nun aber deutlich offenbaren, ist die sich immer weiter öffnende Wohlstandsschere zwischen einzelnen Bevölkerungsschichten in China. Einerseits ist dies eine Schere, die sich zwischen dem wohlhabenden Osten und dem rückständigen Westen des Landes auftut, damit ist es eine Schere, die die Stadt vom Land trennt. Aber auch innerhalb des reichen Ostens des Landes gibt es enorme Unterschiede im Wohlstand der Menschen. Eine kleine Gruppe leistet sich europäische Luxuswaren: Designerkleidung, Schmuck und Uhren und fährt Oberklasse SUVs, Luxussportwagen oder Oberklasselimousinen in der besten Ausstattungsvariante und scheut sich nicht diesen Wohlstand auch offensiv zur Schau zu stellen. Gleichzeitig fördert man eine Wohnungsbaublase, in der (Luxus-)Appartments für jeden sichtbar leer stehen, weil sie reine Geldanlage sind. Verlierer hier sind vor allem die älteren Menschen, besonders jene, die nicht mehr arbeiten können. Eine staatliche Rente ist in China praktisch unbekannt, die Familie stellt die Altersicherung dar, aber wenn das chinesische Einzelkind schon selber Probleme hat, den ständig wachsenden Anforderungen und Ansprüchen des Alltags nur halbwegs gerecht zu werden, dann sind die älteren Menschen die Verlierer. Menschen, die wiederverwertbare Stoffe aus dem Müll sammeln und auch Bettler sind in den Straßen chinesischer Großstädte heute ein alltägliches Bild. Dem steht immer noch der Anspruch einer sozialistischen Gesellschaft gegenüber, die solidarisch sein soll und in der alle Menschen gleichberechtigt sind. Die Gelder, die von superreichen Chinesen in Offshore-Firmen geparkt wurden und die dort dem Zugriff des chinesischen Staates selbst im Falle einer Verurteilung entzogen sind, wie der Fall von Huang Guangyu illustriert, strafen solche Ansprüche Lügen. Huang wurde 2008 verhaftet und 2010 zu 14 Jahren Haft verurteilt, aber sein Vermögen kann durchaus noch immer im Milliardenbereich – gesichert in Offshore-Firmen – angesehen werden, wie die neuen Offshore-Leaks deutlich machen. Der Kampf gegen die Korruption kann, obwohl er als notwendig und umfassend geschildert wird, nur die Spitze eines Eisberges angreifen, den die die Offshore-Leaks in seinem vollen Umfang offenbaren. Die Spaltung der chinesischen Gesellschaft durch die Offenlegung von ungeheueren privaten Vermögenswerten, läßt sich hier nicht mehr leugnen und darin liegt die Brisanz für die chinesische Regierung. Schließlich wird damit auch deutlich, wieviel Spiegelfechterei der Kampf vor allem gegen die „Tiger“ letztendlich ist.

Die neuen Offshore-Leaks sollten aber nicht nur Besorgnis bei der chinesischen Regierung auslösen, auch in Europa und den Vereinigten Staaten sollte hier die eine oder andere Alarmglocke schellen, denn sowohl die schweizerische Großbank UBS wie auch die amerikanische Bank PricewaterhouseCoopers sind an diesen Vorgängen um chinesische Offshore-Geldanlagen und damit an der illegalen Anlage beträchtlicher Beträge im Ausland in Verbindung mit möglicher Steuerhinterziehung maßgeblich beteiligt.

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January 17, 2014

Phoenix Solar AG ist die Aktie des Jahres 2013

Phoenix Solar AG ist die Aktie des Jahres 2013

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Veröffentlicht: 23:14, 17. Jan. 2014 (CET)
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Die Phoenix Solar AG ist ein erfolgreiches Unternehmen im Bereich Photovoltaik

München (Deutschland), 17.01.2014 – In der Krise der Solarindustrie hat sich das deutsche Unternehmen Phoenix Solar AG profiliert. Das Unternehmen ist aus der 1994 gegründeten Phönix Solarinitiative des Bundes der Energieverbraucher e.V. hervorgegangen und hatte zehn Jahre später – Im November 2004 – seinen Börsengang. Rund 82 Prozent der Aktien befinden sich im Streubesitz, zu den größten Aktionären gehören Versicherungsunternehmen wie die deutsche Allianz oder die Schweizer Swisscanto.

Der Kurs der Aktie stieg im Jahre 2013 von 1,04 Euro auf 4,70 Euro und hat sich damit mehr als vervierfacht. Am 5. November erreichte die Aktie einen Spitzenwert von 6,50 Euro. Damit ist die Aktie nicht nur in der Branche der erneuerbaren Energien, sondern auch im Vergleich zu allen deutschen Aktien der Gewinner des Jahres 2013. Die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex, die im HDAX als Gewinner hervorgingen, stiegen im Jahre 2013 von 3,90 auf 11,40 Euro – also noch nicht mal auf das Dreifache. Der HDAX ist ein Aktienindex, der die Werte aller 110 Unternehmen aus den deutschen Aktienindizes DAX, MDAX und TecDAX zusammenfasst.

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October 13, 2013

Münchner Trachtenlauf 2013

Münchner Trachtenlauf 2013 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Münchner Trachtenlauf 2013

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Veröffentlicht: 07:23, 13. Okt. 2013 (CEST)
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Läufer kurz nach dem Start

München (Deutschland), 13.10.2013 – Am Samstag fand im Gelände des Olympiaparks der 3. Münchner Trachtenlauf statt. Fast 1.000 Läufer und Läuferinnen traten überwiegend in bayrischen Trachten an.

Einen Tag vor derm 27. München Marathon starteten die Läufer auf die vier Kilometer lange Strecke durch den Olympiapark. Es ging nicht um die schnellste Zeit, sondern um den Spaß am Dabeisein. Im Start- und Zielbereich an der Event-Arena spielte die Blasmusikkapelle aus dem Münchner Stadtteil Feldmoching. Zahlreiche Teilnehmer starteten in Dirndl oder Lederhose. Ein Läufer versicherte auch den Marathon am Sonntag in der Lederhose zurücklegen zu wollen. Nach etwa 30 Minuten waren die Trachtler wieder am Ziel angekommen und stärkten sich mit Weißwürsten.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „3. Trachtenlauf in München“.

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August 6, 2013

Kleine und große Fehler im Journalismus

Kleine und große Fehler im Journalismus

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Veröffentlicht: 17:38, 6. Aug. 2013 (CEST)
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München (Deutschland), 06.08.2013 – Niemand weiß es besser als Leute, die selber damit beschäftigt sind: Fehler passieren – auch im Nachrichten produzierenden Gewerbe. So fiel einem Wikinews-Redakteur etwas Ungewöhnliches auf: Obwohl naturgemäß fast nur mit Onlinenachrichten befasst, warf er heute Morgen einen kritischen Blick auf das Presseangebot in einem Bahnhof – und fand, dass die Süddeutsche Zeitung ein falsches Datum auf dem Titelblatt präsentierte. Zwar war auf den folgenden Seiten das Datum wieder korrekt, aus dem bemerkenswerten Schönheitsfehler kann man jedoch schließen, dass auch große überregionale Zeitungen keine funktionierenden technischen Sicherungen am Laufen haben, um Derartiges zu verhindern. Gemerkt haben es wohl noch wenige Süddeutsche-Leser, bis zum späten Vormittag war der Druckfehler auch der Ladenverkäuferin noch nicht geläufig.

Glücklicherweise entgleisen nicht gleich Züge, wenn Nachrichtenproduzenten Fehler machen und keine Sicherungssysteme vorhanden sind. Peinlich kann es jedoch werden, wenn Journalisten auf Scherze hereinfallen. So veröffentlichte ein amerikanischer TV-Sender kürzlich die vermeintlichen Pilotennamen der Unglücksmaschine von der Bruchlandung der Asiana-Airlines-Maschine vor genau einem Monat. Tatsächlich handelte es sich aber um Fantasienamen, die lautmalerische Verballhornungen waren und bei entsprechendem Hören einen Witz darstellten. Da diese auch noch als rassistisch interpretiert wurden, sah sich der Sender sogar Klagenandrohungen der Fluglinie ausgesetzt.

Ja, was soll das? Ist etwa die Zeit stehen geblieben bei der Süddeutschen Zeitung? Oder gehen die Uhren in München einfach anders? Bis jetzt ist es noch nicht groß aufgefallen, zwar ist heute Dienstag, aber der sechste August. Wurde die renommierteste deutsche Tageszeitung geleimt, oder ist es nur ein simples Malheur? Meldungen zum Hintergrund des Fehlers waren bis dato nicht zu finden.

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February 23, 2013

München: Rabiate 17-Jährige schmuggelt Drogen in der Vagina

München: Rabiate 17-Jährige schmuggelt Drogen in der Vagina

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Veröffentlicht: 17:59, 23. Feb. 2013 (CET)
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Haupteingang Hauptbahnhof München

München (Deutschland), 23.02.2013 – Am Mittwoch wurde eine 17-Jährige von der Münchner Polizei am Hauptbahnhof kontrolliert. Da sich Anzeichen auf Drogenkonsum und der Verdacht des Drogenschmuggels ergaben, wurde eine körperliche Untersuchung angeordnet.

Die 17-Jährige war mit ihrem 19-jährigen Freund mit dem Zug aus Prag gekommen. Aufgefallen war sie den Beamten wegen extrem glasiger und geröteter Augen. Die Polizisten schlossen deshalb auf den Konsum von Drogen, weshalb eine Durchsuchung der Personen auf der Polizeiwache stattfand. Hierbei konnte in einer Tasche ein Behälter aufgefunden werden, in dem sich Pflanzenreste befanden, die einen starken Geruch nach Marihuana verbreiteten. Bei der genaueren Durchsuchung der Frau wurde von einer Polizeibeamtin ein Kondom entdeckt, das aus der Vagina der Frau ragte. Durch einen Arzt wurde das Kondom, in dem sich 22 Gramm Marihuana befanden, entfernt. Die betroffene 17-Jährige war offensichtlich mit den Maßnahmen nicht einverstanden, was sie mit den Worten: „Nuttenkinder“, „Wichser“, „hässlicher Knilch“ ,„Vollidioten“ und „verfickter Judenschädel“ zum Ausdruck brachte. Nach der Untersuchung im Krankenhaus und der Sicherstellung der Drogen randalierte die junge Frau in der Zelle und schlug dabei auch ihren Kopf gegen die Wand. Sie wurde nach der Durchführung aller notwendigen polizeilichen Maßnahmen entlassen. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie sich wieder beruhigt und entschuldigte sich bei den Beamten für ihr Verhalten.

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  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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January 6, 2013

München: 31-jährige Frau durch Messerstich ermordet

München: 31-jährige Frau durch Messerstich ermordet

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Veröffentlicht: 17:11, 6. Jan. 2013 (CET)
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Mehrfamilienhaus in Obersendling

München (Deutschland), 06.01.2013 – Am Freitag gegen 20:30 Uhr ereignete sich in München-Obersendling ein Mord. Eine 31-jährige Verlagsangestellte war aus einem Fitnessstudio im Münchner Osten gekommen und hatte gerade den Flur des Mehrfamilienhauses in der Halskestraße betreten, wo sie wohnte, da stach der Täter mit einem Messer mehrmals auf sie ein. Nachbarn hörten Schreie – doch jede Hilfe kam zu spät. Die Frau starb noch am Tatort. Der Mörder konnte unerkannt fliehen.

Der Angriff wurde mit einer solchen Wucht ausgeführt, dass der Griff des Messers abbrach. Das Griffstück konnte bislang, trotz intensivem Absuchen der Tatortumgebung, nicht aufgefunden werden. Nachbarn hatten kurz vor der Tat einen lautstark geführten Streit gehört. Die Frau kommt aus Sachsen und lebt schon seit Jahren in München. Die Hintergründe der Tat liegen noch völlig im Dunklen, so ein Polizeisprecher.

In diesem Zusammenhang fragt die Mordkommission in einem Zeugenaufruf: „Wer hat verdächtige Wahrnehmungen am Abend des 04.01.2013, in der Zeit zwischen 20.00 Uhr und 21.00 Uhr im Bereich der Halskestraße in München-Sendling gemacht?“ Hinweise versprechen sich die Ermittler auch von dem Messergriff ohne Klinge, der im Umkreis des Tatorts zu finden sein könnte. Wer sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich an das Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder eine andere Polizeidienststelle zu wenden.

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  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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October 18, 2012

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst

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Veröffentlicht: 23:40, 18. Okt. 2012 (CEST)
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S-Bahnhof Harras in München

München (Deutschland), 18.10.2012 – Am Mittwochnachmittag wurde in München ein 2-jähriges Mädchen von der S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Das Kleinkind war mit zwei weiteren aus einer Kindertagesstätte ausgebüchst. Zusammen hatten sie sich zum Spielen auf die Gleise der S-Bahn begeben.

Insgesamt 19 Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren spielten auf einem Parkplatz, beaufsichtigt von zwei Erzieherinnen. Unbemerkt verließen drei der Kinder die Gruppe und begaben sich zu den 200 Meter entfernten Gleisen der S 7. Als der Zugführer der herannahenden S-Bahn die Kinder auf dem Gleis bemerkte, leitete er eine Schnellbremsung ein und gab ein akustisches Signal. Zwei der Kinder konnten das Gleis rechtzeitig verlassen. Dem 2-jährigen Mädchen gelang dies nicht, es wurde vom Triebwagen erfasst und zur Seite geschleudert. Ein 34-jähriger Mann, der den Unfall vom Bahnsteig aus beobachtet hatte, lief zu dem verletzten Kind und trug es zu den Erzieherinnen. Vom Rettungsdienst wurde es in eine Klinik gebracht, wo es stationär behandelt wird.

Der Helfer, die Erzieherinnen und die verständigten Eltern erlitten einen Schock und wurden vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Die S-Bahnstrecke war eine Stunde gesperrt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:München

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August 10, 2012

Schauspielerin Silvia Seidel überraschend gestorben

Schauspielerin Silvia Seidel überraschend gestorben

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Veröffentlicht: 21:06, 10. Aug. 2012 (CEST)
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München (Deutschland), 10.08.2012 – In der vergangenen Woche wurde die 42-jährige Schauspielerin Silvia Seidel tot in ihrer Wohnung gefunden. Neben ihr lag ein Abschiedsbrief. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Selbstmord aus. Die Münchener Schauspielerin hatte nach einer Karriere am Boulevardtheater ihre erste Kinorolle mit 15 Jahren als Kleindarstellerin in der Verfilmung von „Die unendliche Geschichte“, einem Fantasy-Roman von Michael Ende. Fernsehzuschauern ist sie vor allem 1987 in ihrer Rolle als Ballettschülerin in der ZDF-Weihnachtsserie „Anna“ bekannt geworden. Außerdem spielte sie ab 1986 in drei Folgen der Kriminalserie SOKO 5113 sowie zahlreichen anderen Filmen mit. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen: 1987 den traditionellen deutschen Film- und Fernsehpreis „Goldene Kamera“, 1988 den „Bambi“ und den Förderpreis „Telestar“.

Sie selbst litt nach eigenen Worten allerdings unter ihrer Berühmtheit. 1992 hatte sich ihre Mutter Hannelore das Leben genommen.

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  • Portal:Verstorbene Persönlichkeiten

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July 25, 2012

München: Zwei Rumänen nach Cash-Trapping festgenommen

München: Zwei Rumänen nach Cash-Trapping festgenommen

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Veröffentlicht: 19:17, 25. Jul. 2012 (CEST)
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Person beim Abheben an einem Geldautomaten

München (Deutschland), 25.07.2012 – Am Dienstag brachten zwei Rumänen im Alter von 20 und 28 Jahren an einem Geldautomaten einer Bank in der Münchner Innenstadt eine Blende am Geldausgabeschacht an. Mit dieser sollten abgehobene Geldscheine zurückgehalten werden, die sich die Täter dann selbst aneignen wollten.

Bei der Sicherheitszentrale der Bank in Frankfurt wurde durch den Eingriff am Automaten Alarm ausgelöst, woraufhin die Münchener Polizei von dem Sachverhalt in Kenntnis gesetzt wurde. Zivilbeamte überwachten den Tatort und konnten die beiden Tatverdächtigen festnehmen, als diese die Blende vom Ausgabeschacht des Geldautomaten entfernt hatten. Die Personen stimmten mit der Beschreibung überein, die von den Angestellten der Sicherheitszentrale an die Polizei übermittelt worden war. In der Zentrale waren die Videoaufzeichnungen, die zum Zeitpunkt der Alarmauslösung gemacht wurden, bereits ausgewertet worden.

Über den Erlass eines Haftbefehls gegen die Rumänen, die in Deutschland keinen Wohnsitz haben, wird der Ermittlungsrichter entscheiden.

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July 22, 2012

München: Zehnte Stadtmeisterschaft im Klettern

München: Zehnte Stadtmeisterschaft im Klettern

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Veröffentlicht: 17:02, 22. Jul. 2012 (CEST)
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001 zehnte stadtmeisterschaft im Klettern in Munich.JPG
005 zehnte stadtmeisterschaft im Klettern in Munich.JPG

München (Deutschland), 22.07.2012 – Am Samstag fand im Kletterzentrum München die zehnte Stadtmeisterschaft der Kletterer statt. Es wurden die besten Freizeitkletterer in den Klassen „Kinder“, „Jugendliche“, „Erwachsene“ und „40+“, ermittelt.

Nationalkadermitglieder Monika Retschy und Stefan Danker hatten sich kreative Aufgaben an der Wand für die Teilnehmer ausgedacht und schraubten auch selbst an den Griffen. Das Wetter meinte es gut mit Teilnehmern und Zuschauern: Nur kurz schickte der Himmel einen leichten Nieselregen, der den Ablauf der Veranstaltung nicht störte. Im Laufe des Tages geriet der Zeitplan mächtig durcheinander, bis zu zwei Stunden Verspätung sammelten sich so an.

Ergebnisse:

Kinder weiblich
Rang Name
1 Fuchs, Romy
2 Hahn, Charlotte
3 Fell, Frederike
Kinder männlich
Rang Name
1 Heinemann, Elias
2 Fischer, Korbinian
3 Alder, Mario
Jugend weiblich
Rang Name
1 Arnold, Sophie
2 Binder, Elisabeth
3 Brumma, Louisa
Jugend männlich
Rang Name
1 Erber, Matthias
2 Reck, Matthias
3 Urzua, Guillermo
Damen 40+
Rang Name
1 Lorenz, Angelika
2 Rosport, Kai Kerstin
3 Meudt, Anja
Herrn 40+
Rang Name
1 Stallinger, Thomas
2 Baumer, Martin
2 Schneider, Peter
Damen
Rang Name
1 Seybold, Tamara
2 Schierl, Kathrin
3 Vogel, Anna
Herren
Rang Name
1 Herdieckerhoff, Markus
2 Ulmer, Lorenz
3 Hilger, Steffen

011 zehnte stadtmeisterschaft im Klettern in Munich.JPG

015 zehnte stadtmeisterschaft im Klettern in Munich.JPG 018 zehnte stadtmeisterschaft im Klettern in Munich.JPG

Der Teilnehmerkreis war hochklassig. Das sachverständige Publikum war gebannt von den Leistungen der Kletterer.

Fotografen.jpg

Vor dem Kletterzentrum findet das vom 20. bis zum 22. Juli dauernde Münchner Bergfest statt. Es wird dieses Jahr zum ersten Mal veranstaltet. Stefan Glowacz war dort mit einem Multimediavortrag zu sehen. Openair waren Bergfilme zu sehen.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „10th Climbing Championships in Munich“.

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  • Portal:Sport

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