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February 9, 2005

Anhörungen im US Kongress zu Bilanzierungsskandal bei Hypothekenhändler Fannie Mae

Anhörungen im US Kongress zu Bilanzierungsskandal bei Hypothekenhändler Fannie Mae

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Washington D.C. (USA), 09.02.2005 – Im US-Kongress finden heute die ersten Anhörungen zum Bilanzierungsskandal des halbstaatlichen Hypothekenriesen Fannie Mae statt. Der Chefbuchprüfer der US-Börsenaufsicht SEC sagt vor einem Unterausschuss zu den Verbuchungspraktiken aus.

Die Aktien von Fannie Mae verloren im Vorfeld der Anhörungen am Dienstag 4,2 Prozent an Wert und fielen von 64,45 US-Dollar auf 61,86 US-Dollar an der New York Stock Exchange.

Im Dezember vermeldete die SEC Bilanzierungsverstöße des Hypothekengiganten und einen Wertberichtigungsbedarf von neun Milliarden US-Dollar. Hintergrund ist die falsche Bilanzierung eines über die Jahre entstandenen Geflechts an Derivaten. Der vorliegende Bericht der Aufsichtsbehörde kommt zu dem Schluss, dass das Management systematisch Bilanzen geschönt und Ausgaben vesteckt hat, um die eigenen Bonusziele zu erreichen.

Fannie Mae handelt eigentlich mit hypothekenverbrieften Anleihen. Deren Markt ist in den USA mittlerweile größer als jener für Staatsanleihen. Das Unternehmen kauft auf dem Zweitmarkt private Hypothekenkredite auf, und verkauft sie gebündelt als Anleihen. Der halbstaatliche Status begünstigt ein höheren Vertrauen in diese Anleihen was zu einem niedrigen Kupon führt.

Die Hypothekenzinsen fallen in den USA deshalb relativ niedrig aus, die Nachfrage ist dementsprechend hoch.

Zu dem Risiko hoher Hypothekenausfälle in einem Umfeld steigender Zinsen kommen bei Fannie Mae nun die derivatbedingten Außenstände hinzu. Neben der illegalen Verbuchungspraxis soll auch geklärt werden, weshalb Fannie Mae sich derart im Derivatgeschäft engagierte.

Die Finanzwelt fühlt sich an das schon Jahre zurückliegende LTCM-Debakel und die ENRON-Krise erinnert. Der rennomierte Hedge Fonds LTCM verlor 1998 4,5 Milliarden Dollar nachdem er sich mit Devisenoptionsgeschäften verspekulierte. Seine globale Verflechtung mit verschiedenen Finanzinstitutionen führte schließlich zu einer Rettung mit Überbrückungskrediten, initiiert durch die US Notenbank. Auch der Energieriese ENRON kam durch Finanzmanipulationen seines Derivategeschäfts in Bedrängnis und ging schließlich Pleite.

Die Entwicklungen bei Fannie Mae kamen jedoch nicht vollkommen unerwartet: Der amerikanische Notenbankchef Alan Greenspan forderte schon Anfang 2004 eine Verschuldungsobergrenze für die Hypothekenhändler. Er warnte vor den hohen Außenständen als einer Gefahr für das US Finanzsystem.

Die notwendigen Beschlüsse dazu hätte der Kongress fällen müssen. Dieser blieb aber im vergangenen Jahr untätig und muss sich nun mit den aktuellen Ereignissen beschäftigen.

Auch der erfolgreiche Investor Warren Buffett und ehemals reichste Mann der Welt wies schon 2003 in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre auf die hohen Risiken des Derivatehandels im allgemeinen hin. Er warnte vor „Zeitbomben“ und „Massenvernichtungswaffen“ im Finanzsektor. Seiner Ansicht nach wird das Risiko einer Kettenreaktion durch Derivateprobleme weit unterschätzt. Für sein Unternehmen Berkshire Hathaway hatte er schon damals entschieden, das Derivategeschäft einer Tochtergesellschaft komplett abzuwickeln, nachdem kein Käufer dafür gefunden werden konnte.

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January 13, 2005

Gentechnikkonzern Monsanto bestach hochrangigen indonesischen Beamten

Gentechnikkonzern Monsanto bestach hochrangigen indonesischen Beamten

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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 13.01.2005 – Der US-Gentechnikkonzern Monsanto muss wegen Bestechung eines indonesischen Beamten insgesamt 1,5 Millionen Dollar Strafe zahlen.

2002 hat ein Manager des Konzerns versucht, den ehemaligen Staatssekretär im Umweltministerium Indonesiens, Nabiel Makarim, mit 50.000 US-Dollar zu bestechen. Im Gegenzug sollte sich der Beamte für günstige Rahmenbedingungen für Gentechnikkonzerne einsetzen, beispielsweise durch den Abbau von entsprechenden Umweltrichtlinien. Nabiel Makarim gab am Mittwoch zu, dass es den Bestechungsversuch gegeben hat.

Aufgrund dieses Vorfalls, der einen Verstoß gegen das US-Gesetz „gegen Bestechung im Ausland“ darstellt, muss der Weltmarktführer für genetisch verändertes Saatgut eine Million US-Dollar Strafe an das Justizministerium der USA, sowie zusätzlich 500.000 US-Dollar an die „U.S. Securities and Exchange Commission“ (SEC) bezahlen.

Seit 1997 flossen bis zu 700.000 US-Dollar aus den Kassen Monsatos an 140 indonesische Beamte, wobei die Gelder als Beraterhonorare verbucht wurden. Wie die BBC berichtete, wurde hierfür eine Beraterfirma gegründet, in welcher Monsanto Manager arbeiteten. Die Beraterfirma betrieb massive Lobbyarbeit für die Etablierung von gentechnisch verändertem Saatgut auf dem indonesischen Markt.

Die Ermittlungen der indonesischen Anti-Korruptionskommission dauern noch an. Außer den Strafzahlungen hat der Vorfall weitere Konsequenzen für Monsanto. Das Unternehmen hat sich selbst zu intensiveren interne Kontrollen verpflichtet, und muss in den nächsten drei Jahren zudem mit verschärften Kontrollen durch US-Behörden rechnen.

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December 3, 2004

Jahresbericht von Apple erschienen

Jahresbericht von Apple erschienen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

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Cupertino (USA), 03.12.2004 – Apple hat laut Jahresabschlussbericht 2004, dem so genannten „10-K-Bericht“, welcher nun der US-Börsenaufsicht SEC vorliegt, 4,4 Millionen iPods verkauft.

Dies bedeutet einen Zuwachs von 370 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, in dem ein Umsatz von 961 Millionen US-Dollar erzielt wurde. Erstmals wurden laut Apple mehr portable Maschinen als Desktop-Rechner verkauft. Das Verhältnis steht mittlerweile bei 51 Prozent „Portable“ und 49 Prozent Desktopgeräte.

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