Indonesische Behörden warnen vor Vulkanausbruch

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Artikelstatus: Fertig 17:25, 14. Apr. 2006 (CEST)
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Yogyakarta (Indonesien), 14.04.2006 – Experten des „Volcanology Technology Development and Research Center“ (BPPTK) in Yogyakarta warnen vor einem baldigen Ausbruch des fast 3.000 Meter hohen Mount Merapi, einem der aktivsten Vulkane Indonesiens, auf der indonesischen Insel Java.

Die indonesischen Behörden hatten die Sicherheitstufe am 6. März von „Normaler Aktivität“ auf „Vorsicht“ für den Vulkan angehoben. Am Mittwoch, den 12. April, ist nach einem relativ starken Erdbeben im Krater die zweithöchste mögliche Alarmstufe ausgerufen worden, bei der ein Ausbruch ziemlich bald zu erwarten ist. Eine 250 Meter hohe Rauchsäule steigt über dem Mount Merapi in den Himmel, höher als normal. Ein Mitarbeiter des Forschungszentrums sagte: „Am ehesten erwarten wir den Ausbruch in drei Monaten, spätestens in 19 Monaten. Der Prozess startete im Juli 2005, und das ist mittlerweile neun Monate her.“ Für Touristen und Einheimische ist die Besteigung des Berges mittlerweile untersagt worden.

Bewohnern, die in der Nähe des Vulkans leben, wurde mittlerweile geraten, sich auf eine mögliche Evakuierung vorzubereiten. Inzwischen hat auch das australische Außenministerium (DFAT) eine Reisewarnung für die Gegend herausgegeben, die wegen ihrer weltberühmten Tempelanlagen von Borobudur und Prambanan vor allem bei ausländischen Touristen beliebt ist. Bei dem letzten Ausbruch, im Februar 2001, spuckte der Mount Merapi heiße Asche in östliche Richtung, die über der Stadt Surakarta niederging. Die letzte größere Eruption im Jahr 1994 kostete immerhin 43 Menschenleben.

Quellen