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May 3, 2008

Kommunalwahlen: Labour verliert auch London

Kommunalwahlen: Labour verliert auch London

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Veröffentlicht: 17:49, 3. Mai 2008 (CEST)
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Die Grafik von unserem englischen Schwesterwiki zeigt die Zu- und Abnahme der Zahl von Stadträten der drei größten Parteien bei den Kommunalwahlen. Blau steht für die Konservativen, rot für Labour und gelb repräsentiert die Liberaldemokraten.

Boris Johnson

London (Vereinigtes Königreich), 03.05.2008 – Damit ist die Niederlage von Labour bei den Kommunalwahlen in England und Wales komplett: Der Posten des Londoner Bürgermeisters fällt an die Konservativen. Der noch amtierende Bürgermeister Ken Livingstone (Labour), der für eine dritte Wahlperiode kandidierte, erhielt mit 1.028.966 Stimmen nur 45 Prozent der abgegebenen Stimmen. Für seinen Herausforderer, den konservativen Kandidaten Boris Johnson stimmten 1.168.738 Wähler. Der konservative Wahlsieger Johnson würdigte die Verdienste Livingstones in einer Siegesansprache und schien ihm sogar einen Posten in seiner Verwaltung anzubieten, schreibt BBC und zitiert: „Sie formten das Amt des Bürgermeisters. Sie gaben ihm nationale Bedeutung und als London am 7. Juli 2005 angegriffen wurde, sprachen Sie für London.“

Ken Livingstone

Bereits gestern war eine erdrutschartige Niederlage bei den Kommunalwahlen für Labour bekannt geworden. Labour fiel im Gesamtergebnis sogar noch hinter die Liberalen zurück und ist, gemessen an dem Kommunalwahlergebnis, nur noch drittstärkste Kraft in England und Wales. Nach Hochrechnungen der BBC liegen die Tories mit 44 Prozent der Stimmen klar vorne, es folgen die Liberaldemokraten mit 25 Prozent und dahinter Labour mit 24 Prozent der Stimmen. Labour verlor insgesamt 331 Sitze. Die Liberaldemokraten konnten sich über einen Zugewinn von 30 Sitzen freuen. Die Kommunalwahlen gelten als wichtiges Stimmungsbarometer für die politischen Machtverhältnisse im Vereinigten Königreich. Die BBC weist aber darauf hin, dass Kommunalwahlen etwas anderes sind als allgemeine Parlamentswahlen. Bei den Kommunalwahlen ließen die Wähler eher ihren Protest gegen eine ungeliebte Politik heraus. Gordon Brown bleiben noch zwei Jahre bis zur nächsten nationalen Parlamentswahl um das Steuer herumzureißen. Bereits im nächsten Monat steht eine Ansprache der Königin auf dem Programm, die traditionellerweise für die Ankündigung politischer Vorhaben der jeweiligen Regierung genutzt wird. Eine Gelegenheit für den Premierminister Gordon Brown, Reformen anzukündigen. Die finanzielle Situation des Landes lässt ihm dazu jedoch wenig Spielraum. Innerhalb der Labour Party ist zurzeit kein Herausforderer für Gordon Brown in Sicht. Auf Gordon Brown kommen dennoch schwere Zeiten zu. Die schwerste Niederlage bei Kommunalwahlen seit 40 Jahren für Labour könnte leicht zum Vorspiel eines grundlegenden Machtwechsels im Vereinigten Königreich werden, schätzen Kommentatoren der BBC die Situation ein.

Der Vorsitzende der Konservativen, David Cameron, erklärte am Morgen, seine Partei werde nun Kurs auf die Ablösung der Labour Party auf nationaler Ebene nehmen.

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May 2, 2008

Kommunalwahlen in England und Wales: Historische Wahlschlappe für Labour

Kommunalwahlen in England und Wales: Historische Wahlschlappe für Labour

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Veröffentlicht: 22:33, 2. Mai 2008 (CEST)
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Gordon Brown

London (Vereinigtes Königreich), 02.05.2008 – Die britische Labour Party hat bei den Kommunalwahlen in Wales und England eine vernichtende Niederlage erlitten. Laut BBC hat die Partei 331 Mandate in den 159 Gemeinderäten, die zur Wahl standen, verloren. Die Konservativen gewannen demgegenüber 256 Sitze hinzu. Von der Wahl in der britischen Hauptstadt London liegen bisher allerdings noch keine Ergebnisse vor.

Für die Krise der Labour Party machte Premierminister Gordon Brown die internationale Finanzkrise sowie die hohen Lebensmittel- und Benzinpreise verantwortlich. Er räumte die Wahlniederlage ein und sagte: „Wir haben eine Lektion zu lernen, und dann werden wir vorwärts gehen. Meine Aufgabe ist es zuzuhören und zu führen, und das werde ich tun.“

Brown hatte im Sommer 2007 die Nachfolge von Tony Blair als Premierminister angetreten. Bereits 2004 hatte die Labour Party, damals noch unter Blair, eine Niederlage bei den Kommunalwahlen hinnehmen müssen, die vor allem auf die Unterstützung des Irak-Krieges zurückzuführen war.

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