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August 27, 2007

Sittensen-Mordprozess beginnt mit Vertagung

Sittensen-Mordprozess beginnt mit Vertagung

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Veröffentlicht: 18:39, 27. Aug. 2007 (CEST)
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Stade (Deutschland), 27.08.2007 – Der Beginn des Strafprozesses gegen fünf Vietnamesen wegen der so genannten Restaurantmorde von Sittensen vor dem Landgericht Stade begann am ersten Verhandlungstag gleich mit einer Verschiebung des Terminplanes. Das Gericht folgte einem Antrag der Verteidigung, die einen Aufschub verlangt hatte, weil wichtige Teile der Prozessakten der Verteidigung nur in Auszügen vorgelegen hätten. Das betreffe insbesondere die so genannten Spuren-Akten, so dass sich die Verteidigung nicht ausreichend auf die Verhandlung habe vorbereiten können. Hunderte Seiten fehlten nach ihren Angaben.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, an den Morden vom 4. auf den 5. Februar 2007 in dem chinesischen Restaurant „Lin Yue“ in Sittensen (Niedersachsen) beteiligt gewesen zu sein. Damals waren die beiden Inhaber (ein Ehepaar) sowie fünf ihrer Angestellten getötet worden. Bei den Angeklagten handelt es sich um fünf Vietnamesen im Alter zwischen 30 und 42 Jahren. Die Anklage stützt sich hauptsächlich auf Indizien: Blut, Fasern und Schmauchspuren. Ob diese Beweise zu einer Verurteilung ausreichen, wird der weitere Verlauf des Prozesses zeigen. Am ersten Verhandlungstag kam es jedoch nicht einmal zur Verlesung der Anklageschrift. Der Prozess soll am 11. September im Landgericht Stade fortgesetzt werden.

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June 9, 2007

Anklageerhebung im Sittensen-Restaurant-Mord

Anklageerhebung im Sittensen-Restaurant-Mord

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Artikelstatus: Fertig 20:44, 9. Jun. 2007 (CEST)
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Lage von Stade im gleichnamigen Landkreis

Stade / Sittensen (Deutschland), 09.06.2007 – In Stade hat die Staatsanwaltschaft am 7. Juni gegen die beiden 31 und 33 Jahre alten Vietnamesen, die wenige Stunden nach dem siebenfachen Mord in einem China-Restaurant in Sittensen festgenommen worden waren, deswegen Anklage erhoben. Ein dritter Vietnamese, der ebenfalls in Untersuchungshaft sitzt, wird ebenfalls angeklagt werden. Die Staatsanwaltschaft bereitet deshalb eine dritte Anklageschrift gegen den 29-Jährigen vor, um eine gemeinsame Hauptverhandlung zu ermöglichen. Diese ist für Juli 2007 geplant.

Oberstaatsanwalt Burkhardt Vonnahme gab gegenüber der „taz“ an, dass es sich nicht um eine Tat im Bereich organisierter Kriminalität gehandelt habe. Es habe sich vielmehr um Morde aus Habgier gehandelt. Die Ermittlungen ergaben weder Hinweise zu Verbindungen zu kriminellen Organisationen noch ins Spielermilieu.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der 31-jährige Angeklagte ein Teilgeständnis abgelegt. Auch durch Indizien, darunter genetische Spuren und Zeugenaussagen, wird das Trio stark belastet. Die Vietnamesen sollen im China-Restaurant, in dem die Tat geschehen war, angestellt gewesen sein.

Eine Sonderkommission ermittelt weiterhin an dem Fall. Es ist noch unklar, ob weitere Täter beteiligt waren. Auch die hohe Brutalität konnte sich die Staatsanwaltschaft nicht erklären.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 2007 waren in einem China-Restaurant in Sittensen bei Stade sieben Menschen getötet worden. Die Inhaber sowie fünf Angestellte waren gefesselt, misshandelt und erschossen worden. Neben Bargeld waren auch Mobiltelefone und Notebooks entwendet worden. Bei einer Routinekontrolle wurden die zwei älteren Vietnamesen anschließend festgenommen. Der 29-Jährige wurde am 16. Mai gefasst. Einer der Verdächtigen hatte bereits eine polizeiliche Akte, da gegen ihn wegen Erpressung und Körperverletzung ermittelt worden war.

Am 7. Juni wurde außerdem bekannt, dass die Polizei in Bremen einen weiteren tatverdächtigen Vietnamesen festgenommen hat. Es handelt sich dabei um den 40-jährigen Bruder des 31-jährigen Tatverdächtigen, gegen den am 6. Juni Anklage erhoben worden ist.

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February 22, 2007

Mordfall Sittensen: Vier Verdächtige wieder frei

Mordfall Sittensen: Vier Verdächtige wieder frei

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Artikelstatus: Fertig 17:53, 22. Feb. 2007 (CET)
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Sittensen (Deutschland), 22.02.2007 – Vier vorläufig festgenommene Vietnamesen setzte die im siebenfachen Mordfall von Sittensen ermittelnde Sonderkommission der Polizei am Mittwoch wieder auf freien Fuß. Ein dringender Tatverdacht bestehe zurzeit nicht, wie ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) mitteilte. Gestern waren mehrere Wohnungen und ein Imbiss der Vietnamesen in Bremen und Bremerhaven durchsucht worden. Die dabei sichergestellten Gegenstände würden weiter untersucht.

Die beiden anderen kurz nach den Morden in dem chinesischen Restaurant in Sittensen festgenommenen Vietnamesen sitzen weiter in Untersuchungshaft. Gegen einen der beiden Tatverdächtigen hatten sich Verdachtsmomente erhärtet, nachdem Blutspuren auf seiner Kleidung eine Verbindung zu den Morden in Sittensen nachgewiesen hatten, wie das LKA am Dienstag mitgeteilt hatte. Nach wie vor bestreiten die beiden Männer die Tat. Sie gaben an, zur Tatzeit in einem Bremer Spielclub gewesen zu sein.

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February 21, 2007

DNA-Analyse liefert neue Verdachtsmomente zum Mordfall in Sittensen

DNA-Analyse liefert neue Verdachtsmomente zum Mordfall in Sittensen

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Artikelstatus: Fertig 12:34, 21. Feb. 2007 (CET)
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Sittensen (Deutschland), 21.02.2007 – Zwei Wochen nach der Ermordung von sieben Menschen in einem chinesischen Restaurant im niedersächsischen Sittensen hat sich nach Polizeiangaben der Verdacht gegen einen der verhafteten Vietnamesen durch eine DNA-Analyse erhärtet. An der Kleidung des Verdächtigen waren Blutspuren gefunden worden, die mit Hilfe der DNA-Analyse einem der Opfer in dem chinesischen Restaurant zugeordnet werden konnten. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) Hannover am Dienstag mit.

LKA-Sprecher Lothar Zierke wertete den neuen Befund als „einen wesentlichen Schritt“ vorwärts bei den Ermittlungen. Bisher hatten die beiden verhafteten Vietnamesen jede Verantwortung für die ihnen vorgeworfenen Taten abgestritten. Gestern durchsuchte die Polizei die Wohnungen von vier weiteren tatverdächtigen Vietnamesen in Bremen und Bremerhaven. Zahlreiche Gegenstände seien bei den Durchsuchungen sichergestellt worden, hieß es.

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February 8, 2007

Tatverdächtige nach Mord in Chinarestaurant festgenommen

Tatverdächtige nach Mord in Chinarestaurant festgenommen

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Artikelstatus: Fertig 11:48, 8. Feb 2007 (CET)
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Sittensen (Deutschland), 08.02.2007 – Nach dem siebenfachen Mord in Sittensen wurden nach Polizeiangaben bereits am Montagnachmittag bei Oldenburg zwei Männer vietnamesischer Herkunft festgenommen. Die 29 und 31 Jahre alten Männer, gegen die inzwischen Haftbefehl erlassen wurde, werden verdächtigt, in der Nacht auf Montag sechs Menschen in einem China-Restaurant gefesselt und erschossen zu haben. Ein weiteres Opfer erlag im Krankenhaus seinen von einem Kopfschuss verursachten Verletzungen. Die Verdächtigen machten keine Angaben zur Tat und zum Tatmotiv. Gegen einen der beiden soll bereits wegen des Verdachts auf Erpressung ermittelt worden sein.

Bei einer Routinekontrolle am Montagnachmittag waren die beiden in einem gemieteten blauen Kleinwagen fahrenden Männer angehalten worden; sie konnten sich nicht ausweisen. Sie führten neben einer kleinen Menge Drogen, die von einem der Männer als Kokain tituliert wurde, auch einen Zettel mit Tatortbezug mit. Dieser soll laut Spiegel Online eine handschriftliche Skizze des Restaurants sein. Mehrere Zeugen hatten ebenfalls von einem blauen Kleinwagen berichtet, der in Tatortnähe aufgefallen war. Die Polizei durchsuchte am Dienstag drei Wohnungen der Verdächtigen in Bremen und Ahlhorn.

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February 6, 2007

Sechs Leichen in einem Restaurant in Sittensen gefunden

Sechs Leichen in einem Restaurant in Sittensen gefunden

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Artikelstatus: Fertig 11:40, 6. Feb. 2007 (CET)
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Sittensen (Deutschland), 06.02.2007 – In der niedersächsischen Gemeinde Sittensen (Landkreis Rotenburg/Wümme) wurden am Montagmorgen in dem chinesischen Restaurant „Lin Yue“ die Leichen von drei Männern und drei Frauen entdeckt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Toten wahrscheinlich um Asiaten. Als Todesursache werden Schussverletzungen angenommen. Ein Mitarbeiter des Restaurants wurde schwerverletzt in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er inzwischen verstarb. Der Mann, dessen Zustand nach einem Kopfschuss sehr kritisch war, wurde bis zu seinem Tod im Krankenhaus streng bewacht. Die zweijährige Tochter des Betreiberehepaars, die sich ebenfalls im Lokal aufhielt, wurde nicht verletzt.

Die Leichen wurden von dem 47-jährigen Ehemann eines der Opfer teilweise gefesselt aufgefunden, der gegen 0:30 Uhr seine Frau von der Arbeit abholen wollte. Die polizeilichen Ermittlungen dauern zur Stunde noch an. Sowohl die Identität der Leichen als auch die Hintergründe der Tat werden noch untersucht. Ein Zusammenhang mit organisierter Kriminalität oder ein Familiendrama sei nicht auszuschließen. Spezialisten des Landeskriminalamtes und des BKA wurden hinzugezogen und eine Sonderkommission der Polizei eingerichtet. Alle Gäste des Lokals, die sich am Sonntagabend in dem Restaurant aufgehalten haben, werden von der Polizei gebeten, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen.

Alle Opfer waren offenbar im Lokal angestellt. Falls ein Zusammenhang mit Triaden bestünde, wäre dies nach Kriminologe Christian Pfeiffer die bislang aufsehenerregendste Tat in der Bundesrepublik Deutschland. Die Polizei hätte dann nur geringe Erfolgsaussichten, da ausländische Mitbürger denken, dass zuwenig für sie getan würde, wenn sie sich der Polizei anvertrauen, so Pfeiffer weiter.

Nach Aussage einer Ladenbesitzerin auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es im Ort Gerüchte über einen möglichen Hintergrund von Bandenkriminalität („Mafia“). Der Polizei zufolge gibt es jedoch im Zusammenhang mit dem chinesischen Restaurant keine Vorgeschichte, die auf Schutzgelderpressung oder ähnliche Delikte hindeutet. Aus ermittlungstaktischen Gründen will die Polizei zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine weiteren Angaben zu möglichen Motiven für die Bluttat machen.

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