WikiNews de

July 21, 2012

Schießerei in einem Kino in Colorado: Viele Tote und Verletzte

Schießerei in einem Kino in Colorado: Viele Tote und Verletzte

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:50, 21. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 21.07.2012 – Bei einer Schießerei in einem Kino in Aurora bei Denver, der Hauptstadt Colorados in den Vereinigten Staaten, wurden am Freitag gegen 0:30 Uhr Ortszeit mindestens zwölf Personen getötet, 38 weitere wurden verletzt. Die meisten der Opfer starben an Ort und Stelle, vier von ihnen erlagen ihren Schussverletzungen im Krankenhaus. Zunächst hieß es, der Schütze habe 14 Personen tödlich getroffen, doch am frühen Morgen in Denver korrigierte die Polizei die Zahl der Opfer um zwei nach unten.

Die Polizei nahm den Tatverdächtigten fest, der keine Gegenwehr leistete. Nach den Angaben von Frank Fania von der Polizei in Aurora sei das Motiv des Schützen noch unklar. Der Mann habe angegeben, in seiner Wohnung Sprengsätze deponiert zu haben. Das Gebäude und seine Umgebung wurden evakuiert. Der Verdächtige habe eine schusssichere Weste getragen und sei mit einem Gewehr sowie zwei Pistolen bewaffnet gewesen. Die Schüsse fielen während der lokalen Premiere des neuesten Batman-Filmes „The Dark Knight Rises“. Zahlreiche Kinobesucher haben die Schüsse zunächst für einen Bestandteil des Films gehalten. Der mutmaßliche Täter, so sagte Fania dem Nachrichtensender CNN, habe zunächst Tränengas in den Kinosaal geworfen und dann das Feuer eröffnet. Die Festnahme des mutmaßlichen Täters erfolgte auf einem Parkplatz hinter dem Kino. Nach Angaben von CNN gibt es keinen terroristischen Hintergrund für die Tat.

„Michelle und ich sind schockiert und betroffen von dem schrecklichen Angriff in Colorado“, reagierte US-Präsident Barack Obama in einer Erklärung und forderte dazu auf, für die Betroffenen zu beten und ihnen beizustehen. Der Ort des Geschehen liegt etwa 20 Kilometer entfernt von Littleton, wo im April 1999 bei einem Massaker an der Columbine High School zwei Schüler 13 Menschen töteten und 23 weitere verletzten, bevor sie sich selbst erschossen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Tötungsdelikte
  • Portal:Vereinigte Staaten

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 21, 2012

Starkes Erdbeben erschüttert Mexikos Süden

Starkes Erdbeben erschüttert Mexikos Süden

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:53, 21. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Epizentrum des Erdbebens

Acapulco / Mexiko-Stadt (Mexiko) / Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 21.03.2012 – Ein starkes Erdbeben hat den Süden Mexikos erschüttert. Das Epizentrum des Bebens lag nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) etwa 160 Kilometer west-südwestlich von Oaxaca und 185 Kilometer östlich von Acapulco in der Nähe von Ometepec im Bundesstaat Guerrero. Das Beben erreichte eine Momenten-Magnitude von 7,4 Mw, teilte der USGS in Denver mit. Durch die Auswirkungen des Erdbebens gab es offenbar keine Toten.

Der BBC-Korrespondent in Mexiko-Stadt, Will Grant, berichtete, dass in der Hauptstadt mehrere Minuten lang die Erde gewackelt habe. Sirenen heulten, Polizeihubschrauber kreuzten über der Stadt. Viele Menschen seien in Panik auf die Straße gelaufen. Mexiko-Stadt ist eine der größten Städte der Welt.

Marcelo Ebrard, der Bürgermeister von Mexiko-Stadt, teilte über Twitter mit, dass die Wasserversorgung und andere Versorgungsleitungen nicht beeinträchtigt seien. Beim Einsturz einer Fußgängerbrücke sei der Fahrer eines Kleinbusses leicht verletzt worden. Das völlig zerstörte Fahrzeug war zu dem Zeitpunkt unbesetzt. Im Bundesstaat Guerrero wurden in Nähe des Epizentrums etwa 500 Gebäude beschädigt, teilte Gouverneur Ángel Aguirre mit. Der Gouverneur des benachbarten Bundesstaates Oaxaca, Gabino Cué, sagte, in der Ortschaft Pinotepe an der Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten seien fünf Personen verletzt worden.

Starke Erdbeben sind in Mexiko regelmäßig zu beobachten. Mindestens 9.000 Menschenleben, nach anderen Quellen bis zu 35.000 Opfer, forderte in Mexiko ein Erdbeben am 19. September 1985. Zuletzt hatte am 10. Dezember 2011 ein Erdbeben in Guerrero zu mehreren Toten geführt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 23, 2011

Erdbeben in der Türkei – viele Tote befürchtet

Erdbeben in der Türkei – viele Tote befürchtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:10, 23. Okt. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die tektonische Situation am Erdbebenort

Ankara (Türkei) / Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 23.10.2011 – Ein schweres Erdbeben mit einer Momenten-Magnitude von 7,2 MW hat den Osten der Türkei erschüttert. Das meldete die Erdbebenwarte des United States Geological Survey (USGS). Nach Angaben türkischer Seismologen lassen die Intensität und die geringe Herdtiefe des Erdbebens von 20 Kilometern befürchten, dass die Zahl der Toten über 1.000 beträgt. Derzeit sind ersten Angaben zufolge bis zum Abend 77 Tote geborgen worden.

Das Erdbeben, welches bis in den Nachbarstaat Armenien zu spüren war, ereignete sich um 13.41 Uhr Ortszeit (12.41 Uhr MESZ). Das Epizentrum liegt in der Nähe der iranischen Grenze in der Nähe von Tabanli. Dort wurden zahlreiche Häuser zerstört.

Besonders betroffen ist auch die Umgebung von Erciş in der Provinz Van. „Es sind so viele tot. Mehrere Gebäude sind eingestürzt, da ist zuviel Zerstörung“, sagte Zulfikar Arapoglu, der Bürgermeister der 70.000 Einwohner zählenden Stadt dem türkischen Fernsehsender NTV. Mindestens zwei mehrstöckige Häuser sind eingestürzt. Viele Menschen rannten auf die Straßen und liefen umher. Panik brach aus. Bis zum Abend wurden dort 50 Leichen gefunden und nach Angaben des staatlichen Krankenhauses der Stadt sind 1.000 Verletzte eingeliefert worden. Einwohner warfen der Regierung vor, dass sie nicht schnell genug helfe. In der Provinzhauptstadt Van wurden durch das Beben 10 Gebäude dem Erdboden gleichgemacht, darunter auch ein siebenstöckiges Schülerheim.

Die Türkei liegt in einer seismisch aktiven Zone zwischen der Afrikanischen und Eurasischen Platte und ist häufig Schauplatz von Erdbebenkatastrophen. 95 Prozent der Türken leben in erdbebengefährdeten Gebieten. 1976 hatte ein Erdbeben mit Zentrum in der Provinz Van rund 4.000 Opfer gefordert. Das heutige Erdbeben ereignete sich allerdings in einer Gegend, in der die Arabische Platte mit der Eurasischen Platte kollidiert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben in Van 2011“.
  • Portal:Türkei
  • Portal:Erdbeben

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 21, 2010

Magnitude-7,4-Erdbeben bei den Bonininseln

Magnitude-7,4-Erdbeben bei den Bonininseln

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:58, 21. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lage des Epizentrums des Erdbebens

Tōkyō (Japan) / Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 21.12.2010 – Östlich der Bonininseln, etwa 1000 Kilometer südöstlich der japanischen Hauptinsel Honshū, ereignete sich am 21. Dezember um 18:19:41 Uhr MEZ (03:19:41 Uhr Ortszeit) ein starkes Erdbeben.

Nach Angaben des United States Geological Survey (USGS) erreichte das Erdbeben eine Intensität von 7,4 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Hypozentrum lag nach USGS-Angaben in einer Tiefe von 14 Kilometern, was es zu einem flachen Erdbeben machte.

Die Japanische Meteorologische Agentur (JMA) löste für die Bonininseln und die Izuinseln, Tanegashima und Yakushima, die Amamiinseln und die Tokarainseln sowie für die an den Pazifikküsten liegenden Präfekturen Shizuoka, Aichi, Mie, Wakayama, Tokushima, Kochi, Miyazaki eine Tsunamiwarnung aus. Etwa zwanzig Minuten nach dem Erdbeben wurde auf den Bonininseln und den Izuinseln ein Tsunami mit einer Wellenhöhe von rund 30 Zentimetern beobachtet.

Nach dem Erdbeben wurden mehrere Nachbeben registriert, von denen die beiden stärksten eine Intensität von 5,6 auf der Momenten-Magnituden-Skala erreichten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 16, 2010

Zweites schweres Erdbeben in Papua-Neuguinea innerhalb von zwei Wochen

Zweites schweres Erdbeben in Papua-Neuguinea innerhalb von zwei Wochen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:30, 16. Aug. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Das Epizentrum des Erdbebens lag in der Nähe der Westspitze von Neubritannien im Pazifischen Ozean.

Kartographie: USGS

Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten) / Papua-Neuguinea, 16.08.2010 – Ein Erdbeben im westlichen Pazifischen Ozean mit einer Momenten-Magnitude von 6,3 Mw hat am Montag, dem 16. August 2010 um 1:09 Uhr Ortszeit (17:09 Uhr MESZ am Sonntag, dem 15: August) den Westen der Insel Neubritannien erschüttert. Bei dem Erdbeben handelte es sich um ein „tiefes“ Beben mit Hypozentrum etwa 149 km west-nordwestlich der Stadt Kandrian in 197,2 km Tiefe.

Das Erdbeben war das zweite starke Erdbeben in der Region innerhalb von zwei Wochen. Am 5. August hatte ein Erdbeben mit einer Momenten-Magnitude von 7,0 Mw im Westen der Insel die Strom- und Kommunikationsverbindungen für fast drei Tage unterbrochen.

Derzeit gibt es keine Berichte über Schäden und Opfer durch das neuerliche Erdbeben. Das Pacific Tsunami Warning Center hat keine Tsunami-Warnung ausgelöst.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 23, 2010

Zentral-Chile erneut von Erdbeben erschüttert

Zentral-Chile erneut von Erdbeben erschüttert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:57, 23. Mai 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Intensität des Erdbebens.

Foto: United States Geological Survey

Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten) / Santiago de Chile (Chile), 23.05.2010 – Ein starkes Erdbeben hat am Freitag, dem 21. Mai 2010 um 14:52 Uhr Ortszeit (19:52 Uhr MESZ) erneut das Zentrum Chiles erschüttert. Nach den Angaben des United States Geological Survey erreichte das Beben einen Momenten-Magnituden-Wert von 5,7 Mw. Das Epizentrum lag demnach rund 100 km nordwestlich von Talca, 165 km südwestlich von Santiago de Chile und 165 km südlich von Valparaíso in der Nähe der Stadt Pichilemu, einer Küstenstadt in der Region Libertador General Bernardo O’Higgins. Das Erdbeben dauerte rund 30 Sekunden.

Der Servicio Hidrográfico y Oceanográfico de la Armada de Chile (Hydrographischer und Ozeanographischer Dienst der Armee Chiles) meldete, dass das Epizentrum 70 km nordwestlich von Curicó, 85 km südwestlich von Rancagua und 140 km südwestlich der Hauptstadt lag.

Zum Zeitpunkt des Erdbebens hielt sich Wikinews-Reporter Diego Grez in Santa Cruz auf. Er berichtete, dass in der Stadt für etwa eine halbe Stunde der Strom ausfiel und viele Einwohner aus ihren Häusern flüchteten. In Pichilemu fiel der Strom ebenfalls für einige Minuten aus. Aus Furcht vor einem Tsunami rannten dort viele Bewohner auf einen Hügel.

Das Oficina Nacional de Emergencia del Ministerio del Interior (ONEMI) verzeichnete keine Opfer oder Gebäudeschäden. Das Erdbeben war nach Angaben von ONEMI auch in den Regionen Metropolitana und der Bío-Bío zu spüren.

Themenverwandte Artikel

Quellen

Originäre Berichterstattung
Plume ombre.png
Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Details befinden sich auf der Diskussionsseite.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 10, 2010

Indonesien: Erdbeben der Stärke 7,2 vor Sumatra

Indonesien: Erdbeben der Stärke 7,2 vor Sumatra

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:10, 10. Mai 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Jakarta (Indonesien) / Denver (Vereinigte Staaten), 10.05.2010 – Ein starkes Erdbeben hat am 9. Mai um 5:59:42 Uhr UTC (12:59:42 Uhr Ortszeit) den Westen der indonesischen Insel Sumatra erschüttert. Das Hypozentrum des Erdbebens, dessen Intensität vom United States Geological Survey mit 7,2 Mw auf der Momenten-Magnituden-Skala angegeben wurde, lag 215 km süd-südöstlich von Banda Aceh und 1620 km nordwestlich von Djakarta in einer Tiefe von 45 km im Meer vor der Westküste Sumatras, weswegen die Behörden zunächst die Warnung vor einem Tsunami ausgegeben hatten. Diese wurde nach einigen Stunden aufgehoben.

In Banda Aceh und Medan, einer Großstadt an der Ostküste der Insel flohen nach indonesischen Radioberichten Menschen aus ihren Häusern. Behördenangaben zufolge wurden an der Westküste Häuser beschädigt und die Stromversorgung wurde unterbrochen. Es gibt bislang keine Berichte über Tote oder Verletzte. Gefühlt wurden die Erdstöße auch in Laos, Malaysia, Myanmar, Singapur und Thailand. Erst im vergangenen September hatte ein Erdbeben mit Epizentrum vor Padang rund 1.000 Menschenleben gefordert. Bei Sumatra schieben sich die Australische und die Indische Platte mit einer Geschwindigkeit von 60bis 65 mm jährlich gegen die Sundaplatte.

Unweit des Erdbebens liegt auch das Epizentrum des Seebebens im Indischen Ozean, bei dem am 2. Weihnachtsfeiertag 2004 rund 230.000 Menschen durch einen Tsunami getötet wurden. Sumatra liegt auf dem Pazifischen Feuerring, einer seismisch sehr aktiven Zone. Starke Erdbeben sind häufig in dieser Zone, die den gesamten Pazifik umspannt und von Indonesien über Japan, die Kurilen und Alaska nach Kalifornien führt und entlang der Westküste Amerikas weiter nach Süden bis nach Feuerland reicht. Auch das schwere Erdbeben in Chile am 27. Februar ereignete sich in dieser Zone.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 15, 2010

Starkes Erdbeben in Chinas Provinz Qinghai fordert viele Menschenleben

Starkes Erdbeben in Chinas Provinz Qinghai fordert viele Menschenleben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:01, 15. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Karte Chinas, die Provinz Qinghai in roter Farbe hervorgehoben

Kartographie: Joowwww

Xining (China) / Denver (Vereinigte Staaten), 15.04.2010 – Mehrere hundert Menschenleben und tausende Verletzte forderte ein Erdbeben in der chinesischen Provinz Qinghai, dessen Intensität vom United States Geological Survey mit 6,9 Mw angegeben wurde. Die chinesischen Seismologen, die nicht die Momenten-Magnituden-Skala anwenden, bewerteten die Stärke mit 7,1 auf der Richterskala. Die betroffene Region gehört geographisch zum dünnbesiedelten Hochland von Tibet.

Das Erdbeben ereignete sich um 7:49:37 Uhr Ortszeit (23:49:37 Uhr UTC). Das Hypozentrum des Bebens lag 240 Kilometer nordnordwestlich der Stadt Qamdo und 1905 Kilometer west-südwestlich von Peking in etwa zehn Kilometer Tiefe. Es hat seine Ursache in der Plattentektonik mehrerer Kontinentalplatten. Hier drückt die Indische Platte auf die Eurasische Platte, welche starke geologische Aktivitäten hervorrief und für das Wachsen des Himalaya verantwortlich gemacht wird. Es gab mehrere Nachbeben, deren stärkstes bislang eine Magnitude von 6,2 Mw erreichte.

Besonders betroffen ist der Bezirk Yushu. Hier suchen Soldaten nach Verschütteten, weswegen mit einem Ansteigen der Opferzahlen gerechnet wird. Ein Funktionär schilderte vor Ort seine Eindrücke und berichtete, dass „fast alle Häuser“ nach dem Erdbeben eingestürzt seien. Nach Berichten von Behörden, Augenzeugen und lokalen Medien sind viele Menschen eingeschlossen, auch Schüler sollen verschüttet worden sein. Hoffnung sehen einem Bericht der Tagesthemen zufolge Experten, weíl zum Einen der Zeitpunkt des Bebens recht früh gewesen sei und viele im Schlaf vom Beben überrascht wurden, zum Anderen zwar die aus Lehm gebauten Häuser recht zahlreich einstürzten, die Verletzungen der Betroffenen aber nicht so schwer ausfallen wie bei herkömmlichen Gebäuden. In einer Schule in Yushu erfüllten sich diese Hoffnungen bislang nicht: 20 Leichen haben die Helfer bereits geborgen, weitere 20 Opfer liegen vermutlich noch unter den Trümmern begraben.

Bislang haben Hilfskräfte rund 1000 Menschen aus zusammengestürzten Bauten lebend gerettet. Die Nachrichtenagentur Xinhua meldete am 15. April, dass bis zu dem Zeitpunkt 617 Tote geborgen und 9110 Personen verletzt wurden, weitere 313 würden noch vermisst. Schwierigkeiten machen den Helfern die dünne Luft in der Erdbebenregion, die 4000 m über dem Meeresspiegel liegt, die niedrigen Temperaturen und heftiger Wind. 15.000 Häuser wurden zerstört, mehr als 100.000 Menschen mussten die Nacht bei Frost im Freien verbringen. Die Regierung lässt Zelte und Decken einfliegen, doch viele Straßen in der Umgebung des Flughafens der Stadt Yushu sind von Erdrutschen verschüttet und deswegen nicht passierbar.

Die japanische Regierung hat China Hilfe angeboten. Diese sei jedoch im Moment nicht erforderlich, lautete die Antwort aus Peking. In der benachbarten Provinz Sichuan starben im Mai 2008 rund 87.000 Menschen durch ein Erbeben. Damals hatte China ausländische Hilfe in Anspruch genommen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:China
  • Portal:Erdbeben
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Yushu-Erdbeben 2010“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 7, 2010

Panik nach Erdbeben auf Sumatra – Tsunami-Warnung aufgehoben

Panik nach Erdbeben auf Sumatra – Tsunami-Warnung aufgehoben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:46, 7. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Das Epizentrum des Erdbebens lag westlich vor der Küste Sumatras

Kartographie: USGS

Jakarta (Indonesien) / Denver (Vereinigte Staaten), 07.04.2010 – Ein Erdbeben mit der Stärke 7,7 Mw auf der Momenten-Magnituden-Skala hat am 6. April um 22:15:02 Uhr UTC (05:15:02 Uhr Ortszeit am 7. April) Panik verursacht. Mindestens siebzehn Personen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Das Erdbeben ereignete sich nach Angaben des United States Geological Survey vor der Küste von Sumatra , etwa 200 km westnordwestlich der knapp 80.000 Einwohner zählenden Stadt Sibolga im Norden der Insel und damit 515 km westlich der malaiischen Hauptstadt Kuala Lumpur.

Das Hypozentrum des Erdbebens lag demnach unterseeisch in rund 30 km Tiefe. Aus diesem Grund löste das Pazfische Tsunamiwarnzentrum in Honolulu eine lokale Warnung vor einem Tsunami aus. Durch das Erdbeben fiel im Norden der Insel verbreitet der Strom aus. Auch sollen einige Häuser eingestürzt sein. Es gibt unterschiedliche Schilderungen uber die Dauer des Erdbebens. Ein Reporter von Agence France-Presse berichtete, das Erdbeben habe eine Minute gedauert. Ein Hotelmanager aus der Stadt Medan, dessen Namen mit Jeffry angegeben wurde, sprach davon, dass das Erdbeben eine Dauer von vier Minuten gehabt hätte. Außerdem sei es etwa eine Viertelstunde später zu einem heftigen Nachbeben gekommen.

Vor dem Hintergrund des fünften Jahrestages der Tsunami-Katastrophe von Weihnachten 2004 flüchteten viele Bewohner auf höhergelegene Stellen. „Ich weckte meine Frau und meine beiden Kinder, wir sprangen alle auf das Moped, um uns weiter oben in Sicherheit zu bringen“, schilderte ein 30-jähriger Mann aus Banda Aceh, dessen Mutter 2004 durch den Tsunami umgekommen war, seine Flucht. Insgesamt forderte der Tsunami 2004 in Indonesien 168.000 Menschenleben, im gesamten Indischen Ozean und den angrenzenden Meeresgebieten wurden rund 220.000 Menschen getötet.

Sumatra liegt auf dem Pazifischen Feuerring, starke Erdbeben sind hier häufig. Das Erdbeben ereignete sich in der Subduktionszone zwischen der Australischen und Indischen Platte und der Sunda-Platte östlich davon. Die beiden größeren Platten schieben sich mit einer Geschwindigkeit von 60–65 Millimetern jährlich nach Nordosten.

Das Erdbeben vom 6. April ist das bisher letzte in einer Reihe sehr starker Erdbeben, von denen sich 2002 und 2008 zwei Mw-7,4-Erdbeben 125&nbsk;km weiter nördlich bei Simeulue ereigneten, auch das Mw-9.1-Erdbeben des Jahres 2004 ereignete sich nördlich. Im März riss ein Erdbeben mit der Magnitude Mw 8,7 an der Küste der Insel Nias etwa 1.300 Menschen in den Tod. Im Jahre 2007 brach die Erdkruste bei einem Erdbeben der Stärke Mw 8,5 etwa 375 km weiter südlich auf. Beim letzten starken Beben in Sumatra wurden im September 2009 rund 1.100 Menschen getötet. Damals lag das Epizentrum vor der Küste bei Padang, rund 260 km südlich des Erdbebens vom 6. April.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 28, 2010

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

Schweres Erdbeben vor der Küste Chiles – Notstand ausgerufen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:02, 28. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Epizentrum des Erdbebens

Kartographie: USGS

Santiago de Chile (Chile) / Honolulu / Denver (Vereinigte Staaten), 28.02.2010 – Ein sehr starkes Erdbeben, das eine Momenten-Magnitude von Mw=8,8 erreichte, ereignete sich am 27. Februar um 7:34  Uhr mitteleuropäischer Zeit (3:34 Uhr Ortszeit). Für Teile Chiles wurde der Notstand ausgerufen. Mindestens 300 Personen wurden in Chile durch die Auswirkungen des Erdbebens getötet. Die scheidende Staatspräsidentin Michelle Bachelet wies bereits unmittelbar nach den Erdstößen darauf hin, dass mit höheren Opferzahlen zu rechnen sei. In der Zone, die am stärksten von dem Erdbeben betroffen wurde, könnten die Zerstörungen nach ersten Analysen des Systems PAGER die Stufe VIII der erweiterten Mercalliskala erreichen. In diesem Bereich leben nach den Angaben des United States Geological Survey (USGS) rund drei Millionen Menschen. 400.000 Menschen seien ersten Angaben zufolge obdachlos oder betroffen, mindestens 1,5 Millionen Häuser wurden durch das Beben selbst oder die Folgen beschädigt. „Das muss der Weltuntergang sein“, drückte ein Mann im chilenischen Fernsehen seine Gefühle aus.

Das Erdbeben löste auch Brände aus, wie etwa in dieser Fabrik.

Foto: Plinio.!

Die Erdstöße dauerten rund 90 Sekunden. Das genaue Ausmaß der Schäden ist noch nicht bekannt. Nach ersten Angaben örtlicher Fernsehstationen wurden in Santiago de Chile Häuser beschädigt, eine Straßenbrücke über den Río Claro in der Nähe der chilenischen Hauptstadt sei eingestürzt. Offenbar kam es im ganzen Land zu Stromausfällen. In der Hauptstadt stürzte der Kirchturm der Kirche Nuestra Señora de la Providencia ein. Die Trümmer eines Parkhauses begruben mindestens 50 Autos. Der Flughafen wurde in Mitleidenschaft gezogen und vorerst geschlossen. Ankommende Flugzeuge wurden nach Buenos Aires und Mendoza in Argentinien umgeleitet.

In Concepción seien viele Straßen unpassierbar, berichtete ein Reporter eines chilenischen Fernsehsenders. „Es gibt keine Straße ohne Trümmer. Es ist uns noch nicht gelungen, bis zur Stadtmitte vorzudringen.“ Risse ziehen sich durch den Asphalt der Straßen, das Verwaltungsgebäude der Regionalregierung sei wie viele andere öffentliche Bauten in sich zusammengestürzt. Nach den vorläufigen Angaben der chilenischen Regierung wurden durch die Auswirkungen des Erdbebens 500.000 Wohnungen unbenutzbar.

Das Hypozentrum des Bebens lag nach Angaben des USGS etwa 325 Kilometer südwestlich von Santiago de Chile und 115 Kilometer nord-nordöstlich von Concepción in einer Tiefe von 35 Kilometer in der dortigen Triple Junction. Das pazifische Tsunamiwarnzentrum in Honolulu auf Hawaii löste außer für Chile und Peru eine Warnung vor einem Tsunami für 53 Staaten und Gebiete aus. Bereits zwanzig Minuten nach dem Erdbeben erreichte der Tsunami die Hafenstadt Valparaíso mit einer Amplitude von 130 Zentimetern, in Talcahuano 234 Zentimeter. Schiffe und Hubschrauber waren zu den chilenischen Juan-Fernández-Inseln unterwegs, die etwa 600 Kilometer vom Festland entfernt liegen. Die Küste Französisch-Polynesiens wurde nach Berichten der BBC von rund zwei Meter hohen Wellen getroffen. Fünf Personen kamen durch den Tsunami auf den Juan-Fernández-Inseln um, elf weitere Personen sind vermisst.

Später weitete das Tsunamiwarnzentrum auf Hawaii die Tsunamiwarnung für den gesamten Pazifikraum auf die höchste Warnstufe aus. Sie galt zwischenzeitlich für die gesamte Westküste des Doppelkontinents Amerika sowie für die dem Pazifischen Ozean zugewandten Küsten von Australien, Neuseeland, Russland, Japan, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Hawaii, Papua-Neuguinea, Fidschi und die Antarktis. Außerdem schloss die Warnung die Pitcairninseln, Französisch-Polynesien, die Cookinseln, Kiribati, die Kermadecinseln, Niue, Tonga, die Samoainseln, Jarvis, Wallis und Futuna, Tokelau, Palmyra, Tuvalu, Vanuatu, Nowland, Bakerinsel, die Marshallinseln, Midway, Wake, die Marcusinsel, die Nördlichen Marianen, Guam, Palau und Teile Mikronesiens ein. Inzwischen ist sie aber wieder aufgehoben, lediglich für Japan und Russlands Küsten wird sie noch aufrecht erhalten.

Projektion der erwarteten Amplitude

Grafik: USGS

Die Erinnerungen an das Sumatra-Andamanen-Beben, das 2004 ebenfalls einem Tsunami auslöste und zum Tod von über 228.000 Menschen führte, verursachten im Pazifikraum Beunruhigung. Nach den Berechnungen des Tsunamiwarnzentrums sollte die Flutwelle Hawaii gegen 22:00 Uhr MEZ erreichen und etwa 45 Minuten später in Australien eintreffen. Das australische Bureau of Meteorology forderte dazu auf, vor allem zwischen Sydney und Brisbane von den Küsten fernzubleiben. Schaulustige sollten nicht die Flutwelle beobachten. Das Tsunamiwarnzentrum forderte für Hawaii dazu auf, „Leben und Eigentum zu schützen“. Es wies darauf hin, dass die erste eintreffende Flutwelle vermutlich nicht die höchste sein wird. Ab 6:00 Uhr Ortszeit (17:00 Uhr MEZ) heulten auf Hawaii die Sirenen, womit Bewohner tiefergelegener Gebiete aufgefordert wurden, sich in Sicherheit zu bringen. Vor allem am Ufer gelegene Hotels werden evakuiert. An Tankstellen und Supermärkten kam es zu Hamsterkäufen. Berichten auf CNN zufolge gab es Befürchtungen, dass die Welle in Hawaii eine Höhe von bis zu 4,5 Metern erreicht. In Neuseeland und Japan warnten die Behörden die Bevölkerung vor einer Flutwelle, deren Wellenhöhe bis zu drei Meter erreichen könne. Der Bahnverkehr wurde teilweise eingestellt und küstennahe Straßen gesperrt.

Das Tsunamiwarnzentrum gab später bekannt, dass der Tsunami an der Insel Hiva Oa eine Höhe von 179 Zentimetern erreichte. In Pago Pago auf Amerikanisch-Samoa, das erst im vergangenen September von einem Tsunami getroffen worden war, war die höchste Flutwelle 70 Zentimeter hoch. Kahului auf der Hawaiiinsel Maui meldete eine Amplitude von 98 Zentimetern. An der US-amerikanischen Westküste wurden zwischen 13 Zentimetern in San Diego und 53 Zentimetern in Santa Barbara gemessen. An den Ostküsten der japanischen Inseln Honshū und Hokkaidō wurden Maximalwerte von etwa 45 Zentimetern beobachtet. Aus Neuseeland und Australien wurden keine nennenswerten Tsunamiwerte berichtet. Auf den zu Neuseeland gehörenden Chathaminseln wurden allerdings Wellenhöhen von bis zu 150 Zentimetern aufgezeichnet. Die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti verbreitete Angaben eines örtlichen Vertreters des russischen Katastrophenschutzministerium, nach denen der Tsunami an der Küste von Kamtschatka eine durchschnittliche Höhe von 25 Zentimetern erreicht habe. In Alaska kam der Tsunami mit einer Wellenhöhe von 20 bis 60 Zentimetern an. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo wurden an der japanischen Nordküste Flutwellen bis 145 Zentimetern beobachtet, an der russischen Pazifikküste erreichten erste Wellen 80 Zentimeter Höhe.

Beschädigtes Haus in Valparaiso

In Concepción sind unter den Trümmern eines erst vor kurzem fertiggestellten Hauses mit 14 Stockwerken noch 100 bis 150 Bewohner eingeschlossen. Die Rettungsmannschaften konnten bis zum Samstagabend rund 30 Menschen aus den Trümmern dieses Hauses bergen.

Aus einem Gefängnis in Chillán bei Concepción ermöglichten die Erdstöße mehr als 260 Häftlingen die Flucht. Wachleuten gelang es trotz Eröffnen von Schussfeuer nicht, die Häftlinge zurückzuhalten. Dabei wurden drei Häftlinge erschossen, vier weitere starben beim Einsturz der Mauern. Nach Polizeiangaben konnten einige der Geflüchteten bereits wieder festgenommen werden. Die Festnahmen der Restlichen stehen noch aus. Die Flüchtlinge steckten etliche Gebäude in der Stadt in Brand. Die Regierung entsandte Militäreinheiten, um die Sicherheit der Bürger zu wahren.

Das Erdbeben war um ein Vielfaches stärker, als das Erdbeben in Haiti, bei dem weit über 200.000 Menschen ihr Leben verloren. Starke Erdbeben sind in Chile nicht ungewöhnlich; seit 1970 wurde das Land von 13 Erdstößen erschüttert, die eine Magnitude größer als 7,0 hatten. Doch das Bewusstsein über die seismische Aktivität hat vermutlich vergleichbare Verluste an Menschen verhindert, Chile ist durch Bauvorschriften und Übungen des Zivilschutzes gut vorbereitet auf Erdbeben. „Chile ist ein seismisch [aktives] Land. Deswegen müssen wir vorbereitet sein!“ lautet das Motto von Onemi, dem nationalen Notfallzentrum.

Das Erdbeben vom 27. Februar ist eines der stärksten, dessen Intensität jemals gemessen wurde. Das weltweit stärkste Erdbeben seit dem ereignete sich 1960 ebenfalls in Chile. Es erreichte eine Magnitude von 9,5 und war damit weit stärker als das Seebeben im Indischen Ozean 2004. Die Stadt Valdivia wurde damals zerstört und 1655 Menschen kamen um. Der damals ausgelöste Tsunami tötete 140 Menschen noch im weitentfernten Japan. Die Südamerikanische Platte drückt hier die Nazca-Platte unter sich. Beide Platten bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von 80 Millimetern jährlich aufeinander zu.

Innerhalb der ersten zweieinhalb Stunden nach dem Hauptbeben kam es zu elf starken Nachbeben, von denen fünf eine Magnitude von mehr als 6,0 aufwiesen, teilte die US-Erdbebenwarte mit. Die Auswirkungen des Hauptbebens waren noch im brasilianischen São Paulo zu spüren, wo mehr als 100 Notrufe bei der Feuerwehr eingingen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Erdbeben
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Erdbeben in Chile 2010“.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »