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June 27, 2008

NASA: Marsboden geeignet für Spargelanbau

NASA: Marsboden geeignet für Spargelanbau

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Veröffentlicht: 20:31, 27. Jun. 2008 (CEST)
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Analyseofen der Marssonde „Phoenix“

Medford (Vereinigte Staaten), 27.06.2008 – Vor einer Woche äußerten NASA-Wissenschaftler die Vermutung, auf dem Marsboden seien Spuren von Wassereis gefunden worden. Nun folgte eine weitere wissenschaftliche Entdeckung. Samuel Kounaves von der Tufts University in Medford (Massachusetts), ein leitender NASA-Wissenschaftler der Phoenix-Mission, überbrachte die Nachricht: Die ersten Bodenanalysen, die mit traditionellen chemischen Analysemethoden außerhalb der Erde durchgeführt wurden, hätten ergeben, dass der Marsboden genau jene Mineralien enthalte, die für das Wachstum von Pflanzen benötigt würden. Unter den Mineralien befinden sich dem NASA-Bericht zufolge Magnesium, Kalium und Natrium.

Die chemische Analyse des Marsbodens wurde von der Raumsonde „Phoenix“, die am 25. Mai auf dem roten Planeten niedergegangen war, mit Hilfe eines kleinen Analyseofens durchgeführt. Eine Bodenprobe, die die Sonde mit Hilfe eines Roboterarms aufgenommen hatte, wurde auf 1.000 Grad Celsius erhitzt, und die freiwerdenden gasförmigen Bodenbestandteile wurden analysiert. Dabei seien kleine Mengen von Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasserdampf gemessen worden. Zu den weiteren Ergebnissen erklärte Sam Kounaves, der Boden auf dem Mars entspreche bezüglich seiner chemischen Eigenschaften dem Boden, den man vielleicht in einem Garten auf der Erde hinter dem Haus vorfinden könnte. Überraschenderweise sei der Boden relativ alkalisch gewesen. Die gemessenen pH-Werte lagen zwischen acht und neun, was dem alkalischen Bereich zuzuordnen wäre (ein pH-Wert von sieben gilt als neutral, Werte unter sieben als sauer). „Man könnte da ziemlich gut Spargel anbauen, aber wahrscheinlich nicht Erdbeeren“, ergänzte Kounaves. Erdbeeren mögen den Boden gerne etwas saurer.

Der Greifarm von Phoenix

Die Marssonde Phoenix ist nicht in der Lage, Lebensspuren selbst zu finden, etwa organische Verbindungen von Kohlenstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Die analysierten Bodenproben geben selbst keine Hinweise auf die Existenz von Leben auf dem Mars, schließen diese aber auch nicht aus. In den oberen Bodenschichten des Mars wären ohnehin Spuren von Lebensformen nicht zu erwarten, da diese Schichten einer starken UV-Strahlung ausgesetzt sind. Wenn es Mikroben im Marsboden gebe, lebten diese wahrscheinlich viele Meter tiefer im Untergrund, meint Samuel Kounaves. Die analysierten Bodenproben entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung etwa dem, was man auf der Erde in Wüstenböden finden würde.

Professor Samuel Kounaves’ Forschungsschwerpunkt ist auf die Beantwortung grundlegender Fragen der Planetologie, speziell des Mars, mit Hilfe moderner chemischer Analysemethoden gerichtet. Langfristig richtet sich das Forschungsinteresse des Leiters des in Medford angesiedelten planetarischen in-situ-Analyselabors der Universität auch auf die Analyse der Geochemie des Jupitermondes Europa.

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June 20, 2008

Marssonde „Phoenix“ findet Eis auf dem Mars

Marssonde „Phoenix“ findet Eis auf dem Mars

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Veröffentlicht: 22:56, 20. Jun. 2008 (CEST)
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Phoenix auf dem Mars (Computergrafik)

Pasadena (Kalifornien) (Vereinigte Staaten), 20.06.2008 – Was Experten schon vermutet hatten, steht nun so gut wie sicher fest. Die Marssonde Phoenix hat nach Angaben des wissenschaftlichen Leiters der Mission, Peter Smith, Spuren von Wassereis auf dem Mars gefunden. Die Entdeckung gelang, nachdem mit Hilfe eines Roboterarms eine erste Grabung stattgefunden hatte. Dabei sind die Wissenschaftler auf Spuren von weißem Material gestoßen. Unklar war zunächst, ob es sich um Salzablagerungen oder um Wassereis handelte. Vier Tage später wurde eine zweite Aufnahme gemacht. Die weiße Substanz, die durch die Grabung an die Oberfläche kam, war verschwunden. Wissenschaftler sind überzeugt, dass sie zwischenzeitlich geschmolzen war und als Gas in die Atmosphäre abgegeben wurde. Am 19. Juni stieß die Sonde darüber hinaus auf eine harte Oberfläche. Auch hier hoffen die Wissenschaftler, dass es sich um Eis handelt.

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August 5, 2007

„Eine glückliche Raumsonde“: Erfolgreicher Start zum Mars

„Eine glückliche Raumsonde“: Erfolgreicher Start zum Mars

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Veröffentlicht: 22:40, 5. Aug. 2007 (CEST)
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Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 05.08.2007 – Der „Phoenix“ hat sich endgültig aus der Asche erhoben. Gestern Morgen um genau 5:26 Uhr und 34 Sekunden Ortszeit (EDT) ist er von der Startrampe 17A der Cape Canaveral Air Force Station gestartet. Die Trägerrakete vom Typ Delta II hob planmäßig ab.

Ed Sedivy, Programm-Manager bei Lockheed Martin, der Herstellerfirma der Marssonde, zeigte sich zufrieden. „Wir haben eine glückliche Raumsonde“, ließ er auf einer Pressekonferenz auf dem Gelände des Weltraumbahnhofs der NASA, dem Kennedy Space Center, verlauten. Der „Phoenix“ sei unter Kontrolle. Die Sonde hat nun eine Geschwindigkeit von 19.794 Kilometern pro Stunde.

Nordpol des Mars

Phoenix soll nach den aktuellen Planungen am 25. Mai 2008 auf dem Nordpol des Mars landen, nachdem das Raumfahrzeug zirka 680 Millionen Kilometer zurückgelegt haben wird. Landen wird er auf drei Teleskopbeinen, ein Raketentriebwerk bremst den Fall des Landemoduls ab.

Das Landemodul ist mit einem Greifarm ausgestattet, an dessen Enden Grabschaufeln angebracht sind. 50 Zentimeter tief soll er in den gefrorenen Boden eindringen können. Phoenix ist in der Lage die entnommenen Proben chemisch zu analysieren. Das geschieht mit Hilfe eines eingebauten Ofens. Zwar können die Analysegeräte feststellen, ob sich auch organisches Material in der Probe befand, Proteine oder DNS-Material können sie jedoch nicht erkennen.

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August 3, 2007

Mars-Lander „Phoenix“ soll Samstag ins All starten

Mars-Lander „Phoenix“ soll Samstag ins All starten

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Veröffentlicht: 07:49, 3. Aug. 2007 (CEST)
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So könnte die Landung des „Phoenix“ auf dem Mars aussehen.

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 03.08.2007 – Die US-amerikanische Marssonde „Phoenix“ soll am Samstag, den 4. August 2007 in Richtung des „roten Planeten“ starten. Startplatz ist Cape Canaveral in Florida, wo die Rakete vom Typ Delta II entweder um 5.26 Uhr oder um 6.02 Uhr Ortszeit von der Startrampe 17A abheben soll. Das so genannte Startfenster ist jeweils nur eine Minute offen. Die Rakete muss bis zum 24. August abheben, danach ist die Planetenkonstellation Erde–Mars für die Missionsziele zu ungünstig.

Ursprünglich war der Start für den Freitag vorgesehen, schlechte Wetterprognosen – es wurde ein Sturm vorhergesagt – veranlassten die NASA jedoch, den Termin um 24 Stunden zu verschieben. Das Auftanken der Rakete wurde unterbrochen. Die Wahrscheinlichkeit für gute Wetterbedingungen lägen am Samstag bei 80 Prozent, so die Meteorologen der NASA.

Phoenix soll im Mai 2008 auf dem Nordpol des Mars landen, nachdem das Raumfahrzeug zirka 680 Millionen Kilometer zurückgelegt haben wird. Landen wird sie auf drei Teleskopbeinen, ein Raketentriebwerk bremst den Fall des Landemoduls ab.

Der Landemodul ist mit einem Greifarm ausgestattet, an dessen Enden Grabschaufeln angebracht sind. 50 Zentimeter tief soll er in den gefrorenen Boden eindringen können. Phoenix ist in der Lage, die entnommenen Proben chemisch zu analysieren. Das geschieht mit Hilfe eines eingebauten Ofens. Zwar können die Analysegeräte feststellen, ob sich auch organisches Material in der Probe befand, Proteine oder DNS-Material können sie jedoch nicht erkennen.

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