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December 23, 2008

Helmut Schmidt wird 90

Helmut Schmidt wird 90 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Helmut Schmidt wird 90

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Veröffentlicht: 18:49, 23. Dez. 2008 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 23.12.2008 – Helmut Schmidt, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1974 bis 1982, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Namhafte Politiker aus dem In- und Ausland gratulierten dem Jubilar. Geboren am 23. Dezember 1918 im Hamburger Arbeiterviertel Barmbek, blieb Schmidt seiner Geburtsstadt, deren Ehrenbürger er 1983 wurde, bis zu seinem heutigen 90. Geburtstag treu. Schmidt kann auf eine bewegte politische Karriere zurückblicken, die 1946 mit seinem Eintritt in die SPD begann. 1953 wird er erstmals Abgeordneter im Deutschen Bundestag, kehrt dann jedoch als Innensenator zwischen 1961 und 1965 nach Hamburg zurück. Bei der großen Sturmflutkatastrophe von 1962 erwarb sich Schmidt in dieser Funktion große Verdienste bei der Bewältigung dieser humanitären Katastrophe. Von 1965 bis 1987 ist Schmidt wieder Mitglied des Bundestages, darunter zwischen 1967 und 1969 als Fraktionsvorsitzender. Er bekleidete verschiedene Ministerämter in der Bundesregierung bevor er selbst Kanzler wurde, darunter als Bundesverteidigungsminister (1969-1972) und als Wirtschafts- und Finanzminister (1972). Seine politische Karriere endet mit dem Bruch der sozial-liberalen Koalition im Jahr 1982. Helmut Kohl löst ihn als Bundeskanzler ab. In die Amtszeit Schmidts als Bundeskanzler fallen der NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden von 1979 sowie der RAF-Terror des Jahres 1977.

Nach seiner politischen Laufbahn wirkte Schmidt als Publizist und Redner, unter anderem war er Mitherausgeber der Hamburger „Zeit“.

Seinen Spitznamen „Schmidt-Schnauze“ erhielt er vermutlich aufgrund eines ihm zugeschriebenen Zitats von 1957: „Ich bin der Mann mit der schnellen Schnauze.“ Seinem Spitznamen machte er mit seiner flinken, oft polemischen Zunge vor allem als Bundestagsabgeordneter und Wahlkampfredner alle Ehre. In seiner langen politischen Laufbahn entstanden viele markante Redewendungen, die von den Medien immer wieder gerne zitiert werden. Eine Sammlung hat die Süddeutsche Zeitung zusammengestellt. Am Schluss soll daher eine dieser Aphorismen Helmut Schmidts stehen: „Das Schneckentempo ist das normale Tempo in der Demokratie.“ (2003)

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Quellen

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June 28, 2008

Nelson Mandela wird 90

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Nelson Mandela wird 90

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Veröffentlicht: 21:02, 28. Jun. 2008 (CEST)
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Nelson Mandela (Archivbild)

London (Großbritanien), 28.06.2008 – Zum 90. Geburtstag des früheren südafrikanischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträgers Nelson Mandela gaben am gestrigen Freitag zahlreiche Künstler ein Benefizkonzert gegen Aids. Auf der Bühne im Londoner Hyde Park standen unter anderem Annie Lennox, Amy Winehouse und die britische Rockband Queen.

Die rund 45.000 Zuschauer jubelten dem 90-jährigen ehemaligen Präsidenten Südafrikas bei seiner Rede zu, in der er die junge Generation aufforderte, jetzt die Verantwortung im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids zu übernehmen. Es sei an der Zeit, dass nun „neue Hände die Last“ dieses Kampfes tragen. Mandela, dem es sichtlich schwer fiel, die Stufen zum Podium mit seinem Gehstock zu erklimmen, wandte sich mit einer eindringlichen politischen Botschaft an die erschienenen Gäste: „Wo Armut und Krankheiten wie Aids herrschen, wo Menschen unterdrückt werden, ist noch viel Arbeit zu tun.“

Die insgesamt 46.664 verkauften Eintrittskarten erinnern an die Gefangenen-Nummer des ehemaligen politischen Gefangenen Nelson Mandela, der wegen seines politischen Kampfes gegen die Apartheid in Südafrika 27 Jahre auf der Gefangeneninsel Robben Island gefangen gehalten worden war. Der Erlös der verkauften Eintrittskarten soll der von Mandela ins Leben gerufenen Aids-Stiftung zugute kommen.

In den Vereinigten Staaten gilt Mandela wie auch die anderen Mitglieder der Regierung Südafrikas seit dieser Zeit des Anti-Apartheid-Kampfes des African National Congress (ANC), dessen Führer Mandela gewesen ist, als „Gefährder“. Eine Einreise in die USA ist ihm nur mit einer Sondergenehmigung möglich. Den beiden Häusern des US-Kongresses wurde jetzt ein Gesetzentwurf zugeleitet, der mit dieser politischen Altlast aus der Zeit des Kalten Krieges Schluss machen soll. Wie der Abgeordnete Howard Berman von der Demokratischen Partei erklärte, wolle man nun die Stigmatisierung des ANC beenden. In den 1960-er Jahren war der ANC in den USA als „Terrororganisation“ eingestuft worden.

Bei seiner Einreise ins Vereinigte Königreich am vergangenen Mittwoch, hatte Mandela erstmals die Führung Simbabwes öffentlich kritisiert. Er sprach von einem tragischen „Versagen der politischen Führung“ in dem Nachbarland Südafrikas.

Quellen

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