WikiNews de

January 26, 2009

US-Regierung will strengere Abgasnormen für Autos zulassen

US-Regierung will strengere Abgasnormen für Autos zulassen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:35, 26. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 26.01.2009 – Die neue US-Regierung unter dem Präsidenten Barack Obama plant die Zulassung strengerer Abgaswerte in einigen US-Bundesstaaten. Die Bush-Administration hatte entsprechende Gesetzesinitiativen der Bundesstaaten zuletzt abgelehnt. In einer Erklärung des US-Präsidenten im Weißen Haus hieß es heute, die Umweltschutzbehörde sei angewiesen worden, einen Beschluss der Vorgängerregierung zu überprüfen, in der dem Bundesstaat Kalifornien und anderen Bundesstaaten untersagt worden war, strengere Abgasnormen für die dort zugelassenen Fahrzeuge zu erlassen. Obama erklärte weiter, die Bundesregierung müsse „mit, nicht gegen die Bundesstaaten arbeiten, um Treibhausgase zu reduzieren“. Die Vereinigten Staaten hatten unter der Regierung von Präsident George W. Bush jahrelang die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls zur Reduzierung von Treibhausgasen verweigert. Obama sieht die Einführung strengerer Abgasnormen auch im Zusammenhang mit dem Bestreben die Abhängigkeit vom Öl zu reduzieren: „Die Politik meiner Regierung wird sein, unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl umzukehren.“ In den Vereinigten Staaten wird etwa die Hälfte des Ölverbrauchs durch die Verbrennung von Benzin verursacht.

Vorreiter in Fragen einer umweltfreundlichen Abgaspolitik für Kraftfahrzeuge ist seit Jahren der Bundesstaat Kalifornien. Gegen den ablehnenden Bescheid der Bundesregierung – die damit argumentierte, solche Umweltstandards müssten bundesweit einheitlich geregelt sein – hatte der republikanische Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, sogar geklagt. Neben Kalifornien wollten mindestens 17 weitere Bundesstaaten schärfere Abgasgrenzwerte für sogenannte Treibhausgase festlegen, die von Kraftfahrzeugen emittiert werden dürfen. Solche Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid werden für die Klimaerwärmung auf der Erde wesentlich mitverantwortlich gemacht. Der Autoverkehr produziert der New York Times zufolge rund ein Fünftel der insgesamt emittierten Treibhausgase.

Autoauspuff

Kalifornien plant Regelungen, nach denen die Kraftfahrzeug-Emissionen von Kohlenstoffdioxid bis zum Jahr 2016 um 30 Prozent sinken sollen. Ein entsprechendes Gesetz liegt seit 2002 auf Eis, weil mehrere Autokonzerne – darunter auch die in Deutschland beheimateten Automobilproduzenten BMW, DaimlerChrysler, Porsche und VW – dagegen Klage führten. Käme jetzt unter der neuen Administration in den Vereinigten Staaten eine Neuregelung dieser Frage zustande, wäre das eine herbe Niederlage für die Automobilindustrie, die damit argumentierte, sie müsste dann in den Vereinigten Staaten Fahrzeuge in zwei Ausführungen produzieren: eine für Kalifornien und andere Bundesstaaten, die zusammen etwa 40 Prozent der Bevölkerung ausmachen, und eine Ausführung für die übrigen Bundesstaaten mit weniger strengen Auflagen. Schätzungen zufolge müssen Kraftfahrzeuge, die die strengen kalifornischen Abgasnormen erfüllen wollen, die Effektivität ihrer Motoren deutlich steigern. Die Fahrzeuge müssten ihre Reichweite laut Los Angeles Times bis 2020 auf 42 Meilen pro Gallone erhöhen, was einem Verbrauch von etwa 6,8 Liter auf 100 Kilometer entspricht. Diese Zielvorgaben erreichen gegenwärtig nur zwei Modelle, die sich in Serienproduktion befinden: der Toyota Prius und die Hybrid-Variante des Honda Civic.

Lisa Jackson, die neue Leiterin der US-Umweltschutzbehörde (EPA), hatte anlässlich einer Senatsanhörung in der vergangenen Woche bereits angekündigt, die Entscheidung über den Antrag Kaliforniens und anderer Staaten, eigene und das heißt strengere Abgaswerte für ihren Verantwortungsbereich zu beschließen als die nach Bundesgesetzen und -verordnungen geltenden Werte, erneut zu prüfen. Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, hatte sich nach der Wahl Obamas zum Präsidenten brieflich für eine Überprüfung der bisherigen für das Anliegen Kaliforniens und anderer Bundesstaaten ungünstigen Gesetzeslage eingesetzt. Darin heißt es: „Ihre Regierung hat eine einzigartige Gelegenheit … um Amerika zu einer globalen Führungsmacht zu machen, indem sie das Thema der Klimaveränderung anpackt.“

Mit einer solchen Entscheidung würde die US-Regierung einen bedeutsamen neuen Akzent in der Umwelt- und Klimapolitik setzen, der sich scharf von der bisherigen Politik der Bush-Administration unterscheidet. Umweltverbände hoffen, dass mit der Entscheidung auch eine Wende zu strengeren nationalen Standards für Abgasemissionen von Kraftfahrzeugen eingeleitet werden wird. Dies werde jedoch „nicht über Nacht“ geschehen, dämpft Spencer Quong, ein führender Wissenschaftler der Union of Concerned Scientists (Vereinigung Besorgter Wissenschaftler) die Erwartungen und lobt den Entschluss der Regierung mit den Worten: „Das ist eine bedeutende Bekanntmachung, die die Regierung hier vorhat, um ihr Versprechen einzulösen, die Umwelt sauberer zu machen und die globale Erwärmung zu bekämpfen.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 6, 2009

Hybridautoverkäufe in den Vereinigten Staaten gehen zurück

Hybridautoverkäufe in den Vereinigten Staaten gehen zurück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:21, 6. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ein Hybridfahrzeug vom Typ Toyota Prius

Vereinigte Staaten, 06.01.2009 – Im November 2008 ist der Verkauf von Hybridfahrzeugen in den Vereinigten Staaten um 53 Prozent zurückgegangen. Damit verzeichnet dieses Segment einen stärkeren Rückgang als der Gesamtmarkt, der „nur“ um 37 Prozent sank. Verkauft wurden in den USA insgesamt zirka 13 Millionen Autos, so wenig wie seit 1992 nicht mehr. Ein weitere Tendenz zeichnet sich in den Zahlen vom Dezember 2008 ab. Demnach kauften die US-Amerikaner erstmals seit vielen Monaten mehr Geländewagen als herkömmliche Autos. Nach Schätzungen des Marktforschungsdienstes „Edmunds.com“ waren 51 Prozent aller verkauften Neuwagen Geländewagen oder Pick-Ups. Experten sehen darin das Ende des Abwärtstrends. Aber: Pro verkauftem Fahrzeug dieser Art gibt es für den Verbraucher durchschnittlich einen Rabatt von 5.200 US-Dollar.

Ursachen seien nach Berichten der Wirtschaftszeitschrift „Automobilwoche“ und der „Financial Times“ in Bezug auf das Marktforschungsunternehmen „Autodata“ die relativ hohen Anschaffungskosten für Hybridfahrzeuge und die – auch in den Vereinigten Staaten – gesunkenen Benzinpreise. So kostet ein Hybridmodell zwischen 3.000 bis 5.000 US-Dollar mehr als ein Fahrzeug mit einem reinen Benzinmotor.

Bei Toyota geht der Absatz des Modells Toyota Prius, dem meistverkauften Hybridfahrzeug, zurück. Alleine im November 2008 waren es 48 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Durch den niedrigen Benzinpreis wird parallel dazu der Verkauf der relativ viel Benzin verbrauchenden Pick-ups und Sport-Utility-Vehicles, die vielfach von General Motors, Chrysler und Ford angeboten werden, angekurbelt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Elektroautos
  • Portal:Automobilindustrie

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 3, 2009

Toyota plant offenbar Auto mit reinem Solarantrieb

Toyota plant offenbar Auto mit reinem Solarantrieb

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:43, 3. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Solarzellen, die auf dem Dach eines Toyota Prius installiert sind

Tōkyō (Japan), 03.01.2009 – Das japanische Unternehmen Toyota arbeitet nach Berichten des Onlinedienstes „hybridcars.com“ und der „Associated Press“ (AP), der sich wiederum auf die japanische Zeitung Nikkei bezieht, offenbar an einem Auto mit einem reinen Solarantrieb. Allerdings liege das Erreichen des Entwicklungszieles noch Jahre in der Zukunft. Zurzeit verfolgen die Techniker noch das Ziel, das Aufladen der Batterien durch die Sonne bestmöglich zu unterstützen. Das könne mit Solarzellen auf dem Autodach ebenso erfolgen wie mit fest installierten Solarzellen am eigenen Haus. Allerdings werde in dem Bericht der Zeitung Nikkei keine Quelle genannt, auch sei ein Unternehmenssprecher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen gewesen.

Bereits im Juli 2008 gab es Berichte, denen zufolge Toyota sein Modell „Prius“ in der nächsten Generation mit Solarzellen ausstatten will. Energieexperten wiesen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es noch ein Missverhältnis zwischen der Energiemenge gebe, die von der Sonne ausgestrahlt werde und theoretisch nutzbar sei, und der tatsächlich von den Solarzellen verarbeitete Menge. So kann das geplante Sonnenpanel beim Prius erst einmal nur geringe Strommengen liefern.

Nischenanbieter haben in den vergangenen Jahren bereits diverse Konzepte für solar angetriebene Fahrzeuge entwickelt und vorgestellt. Ein Trend ist dabei unter anderem die Gewichtsreduzierung des Fahrzeuges, so dass nicht mehr soviel Energie für den Antrieb benötigt wird. Toyota wird auf der nordamerikanischen internationalen Autoshow in Detroit in Kürze auch ein Konzept vorstellen, das nach Angaben einer Unternehmenssprecherin aber nur ein kleineres Ausmaß habe und lediglich Interesse beim Verbraucher wecken solle.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 3, 2008

Reine Luft als Antrieb – Aircar soll 2008 in Serie gehen

Reine Luft als Antrieb – Aircar soll 2008 in Serie gehen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:40, 6. Aug. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Neu-Delhi (Indien), 03.08.2008 – Indiens größter Autobauer Tata plant in Zusammenarbeit mit Motor Development International (MDI) aus Frankreich noch dieses Jahr ein Auto mit Druckluftantrieb in Serie zu bauen, in Indien und in Europa. Zunächst sollen 6.000 Autos in Indien die Alltagstauglichkeit beweisen.

Luftfahrtingenieur Guy Nègre, der in der Vergangenheit Formel 1-Motoren entwickelte, hat das Konzept des Aircars entwickelt. Ein Chassis aus verklebtem Aluminium trägt eine Karosserie aus Glasfaserverbundstoff und Schaumstoff in Sandwichbauweise. Angeboten werden soll der Onecat als Drei- und Sechssitzer, der Kaufpreis wird laut Ankündigung von 3.500 bis 5.300 Euro reichen. Ab September 2008 soll die Serienproduktion in Frankreich beginnen, danach beginnt die Serienproduktion in Spanien und Indien. In den USA wird der Onecat von ZPM in Lizenz gebaut und unter 15.000 Dollar kosten.

Das Modell „OneCat“ wird mit 15 bis 22 Kilowatt starken Motoren ausgestattet und soll eine Höchstgeschwindigkeit von 90 bis 110 Kilometer erreichen. Die Reichweite wird mit rund hundert Kilometern angegeben. Geplant ist ein Hybridmodell mit einem Flüssigbrennstoffmotor, der 1,5 Liter Kraftstoff verbrauchen soll und die Reichweite auf angekündigte 800 Kilometer erhöht. Die Betankung dauert mit einer Spezialvorrichtung etwa drei Minuten, allerdings müssen solche Vorrichtungen noch gebaut werden. Mit dem eingebauten Kompressor, der über einen 230 Volt-Anschluss betrieben werden kann, z.B. in der heimischen Garage, dauert ein Tankvorgang drei bis sechs Stunden.

Der Kritik von Larry Rinek, Analyst bei der Unternehmensberatung Frost & Sullivan, komprimierte Luft enthalte nicht genügend Energie, begegnet Nègre gelassen. Er hält das Konzept für erprobt. Auch Ulf Bossel, Organisator des „European Fuel Cell Forums“, hält die Idee für durchführbar. Bei Nutzung von Solar- oder Windenergie lasse sich zudem die Energiebilanz noch verbessern. Auch eine Nutzung der entstehenden Wärme könne zu einer besseren Energieausnutzung beitragen, meint Bossel.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 8, 2008

Solarzellen für Toyotas Hybrid-Modell „Prius“

Solarzellen für Toyotas Hybrid-Modell „Prius“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:00, 8. Jul. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Tōkyō (Japan), 08.07.2008 – Toyota will Anfang 2009 sein erfolgreiches Hybridauto-Modell Prius mit Solarzellen ausstatten. Das berichtet die Zeitung „Nikkei economic daily“. Mit Hilfe der Solarzellen soll in Zukunft die Klimaanlage des Autos mit Energie versorgt werden. Diese Maßnahme sei nur ein Teil eines Komplettpaketes, mit dem das Design des Modells überarbeitet werden solle. Eine nicht näher bezeichnete Quelle der Zeitung sprach davon, dass der Einbau mehr sei als eine symbolische Geste, es aber andererseits schwierig sei, mehr als nur die Klimanlage mit den Zellen zu betreiben.

Ein offizieller Vertreter des Unternehmens wollte zu den konkreten Plänen keine näheren Angaben machen. Er machte sogleich deutlich, dass Toyota über zukünftige Produktplanungen in der Öffentlichkeit keine Stellung nehmen werde. Toyota plant die Produktion von 450.000 Exemplaren im Jahr 2009. Das wären 60 Prozent mehr als im Jahr 2007.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Elektroautos

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.