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April 12, 2012

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

Nordkorea: Abschuss einer Rakete steht offenbar kurz bevor

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Veröffentlicht: 19:46, 12. Apr. 2012 (CEST)
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Raketenstart (Symbolbild)

Pjöngjang (Nordkorea), 12.04.2012 – Die Führung des autokratischen Staates Nordkorea plant offenbar, eine Rakete zu starten. Die Führung in Pjöngjang teilte mit, dass die Rakete ausschließlich friedlichen Zwecken diene; mit ihr solle ein Wettersatellit ins All geschossen werden. Der Westen hingegen verdächtigt Nordkorea, eine Langstreckenrakete testen zu wollen. Auch China und Russland forderten Nordkorea auf, auf den Start zu verzichten. Um die Weltgemeinschaft zu überzeugen, dass das Land mit dem Start wirklich zivile Zwecke verfolgt, wurde der Wettersatellit, den die Rakete transportieren soll, auf einer Pressekonferenz gezeigt. Doch die Rakete kann nicht nur Satelliten transportieren; auch Atomsprengköpfe könnten mit der Rakete befördert werden.

Indes haben viele Fluggesellschaften ganz andere Sorgen: Sie fürchten, dass eventuell herabstürzende Trümmerteile ihre Maschinen beschädigen oder gar zum Absturz bringen könnten. Daher leiten viele Fluglinien ihre Flugzeuge weiträumig um.

Diese Befürchtungen hält Nordkorea für nicht gerechtfertigt. Das Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung Hunger leidet, fährt indes mit der Betankung der Rakete fort, die sich auf einer Raketenbasis an der Westküste des Landes befindet. Der für heute geplante Start wurde jedoch aufgrund des schlechten Wetters verschoben.

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January 26, 2011

Neuer START-Vertrag wurde durch die Duma ratifiziert

Neuer START-Vertrag wurde durch die Duma ratifiziert

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Veröffentlicht: 15:39, 26. Jan. 2011 (CET)
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Präsident Medwedew

Moskau (Russland), 26.01.2011 – Nach dem der US-Senat das New START-Abkommen ratifiziert hatte, wurde am Dienstag, dem 25. Januar 2011, in der Duma abgestimmt und der Vertrag mit einem Zusatzprotokoll angenommen. Darin behält sich Russland vor, einseitig aus dem Vertrag auszusteigen. Jetzt kann mit der Reduzierung von atomaren Sprengköpfen und deren Trägersysteme um mehr als ein Drittel begonnen werden.

Der START-II-Vertrag war trotz Unterzeichnung von beiden Ländern nicht ratifiziert worden.

Gestützt auf eine hauchdünne Mehrheit war Präsident Obama in Vorleistung gegangen. Erwartungsgemäß wurde er in der Duma angenommen; dort verfügt Präsident Medwedew über eine komfortable Zweidrittelmehrheit.

Das von Washington geplante europäische Raketenabwehrsystem hatte die Abrüstungsverhandlungen behindert. Russland fühlt sich davon bedroht. Entscheidend für den Schritt in Richtung atomare Abrüstung war, dass Obama Russland eine Beteiligung am Abwehrsystem angeboten hat.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte nach der zweiten Lesung nochmals Bedenken über die Auslegung durch den US-Senat geäußert, begrüßte den Vertrag aber dennoch, da in Russland mit hohem Aufwand viele der Atomsprengköpfe, die noch aus der Sowjetzeit stammen, hätten ersetzt werden müssen.

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December 25, 2010

Russland: Duma stimmt für START-Vertrag

Russland: Duma stimmt für START-Vertrag

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Veröffentlicht: 16:36, 25. Dez. 2010 (CET)
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Moskau (Russland), 25.12.2010 – Nach dem US-Senat stimmte am 24. Dezember auch die russische Staatsduma in der ersten von drei Lesungen dem START-Abkommen zu. 350 von 450 Abgeordneten stimmten dafür, 58 dagegen. Debatte und Abstimmungen zu dem Vertragswerk werden nach der Winterpause fortgesetzt. Auch der russische Föderationsrat muss dem Vertrag noch zustimmen, bevor er Rechtsgültigkeit erlangt.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow distanzierte sich in der Debatte jedoch ausdrücklich von der Resolution des US-Senats, in der dieser behauptet hatte, es gebe keine juristisch zwingende Verbindung mit US-Plänen für eine Raketenabwehr. Diese Auffassung stehe jedoch in Widerspruch zum dem beschlossenen Vertrag.

Der Vertrag sieht eine Reduzierung der Zahl der stationierten Nuklearsprengköpfe auf beiden Seiten von 2.200 auf 1.550 sowie der Zahl der Trägersysteme auf je 700 Systeme vor.

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December 23, 2010

Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn mit „heiligem Krieg“ und Einsatz von Atomwaffen

Nordkorea droht dem südlichen Nachbarn mit „heiligem Krieg“ und Einsatz von Atomwaffen

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Veröffentlicht: 18:07, 23. Dez. 2010 (CET)
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Seoul (Nordkorea), 23.12.2010 – Nordkorea betrachtet das Militärmanöver Südkoreas, das am heutigen Donnerstag stattfand, als gezielte Provokation. Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA zitierte den Verteidigungsminister des Landes mit den Worten, die Armee sei bereit, einen „Heiligen Krieg“ gegen Südkorea zu führen. Außerdem wurde Südkorea der Einsatz von Atomwaffen angedroht. Südkorea wurde unterstellt, es sei „darauf versessen, Nordkorea zu überfallen“.

Nordkorea reagierte mit seiner Drohung auf ein großangelegtes Militärmanöver der südkoreanischen Streitkräfte 30 Kilometer südlich der Grenze zwischen beiden Ländern in der Region Pocheon. Bei dem Manöver kamen 800 Soldaten, Kampfjets, Hubschrauber, Panzer, Artilleriegeschütze und Langstreckenraketen zum Einsatz. Das Manöver dauerte nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums weniger als eine Stunde.

Die gegenseitigen Provokationen oder – je nach Lesart – Maßnahmen zur Sicherung der Landesverteidigung dauern seit einem Artillerieangriff Nordkoreas auf die zu Südkorea gehörende Insel Yeonpyeong am 23. November an (Wikinews berichete). Bei dem Angriff waren zwei südkoreanische Soldaten sowie zwei Bauarbeiter getötet worden.

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June 12, 2010

Vereinte Nationen: Sanktionen gegen Iran verschärft

Vereinte Nationen: Sanktionen gegen Iran verschärft

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Veröffentlicht: 01:18, 12. Jun. 2010 (CEST)
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Flagge der Vereinten Nationen

New York (Vereinigte Staaten), 12.06.2010 – Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am 9. Juni die gegen Iran verhängten Sanktionen verschärft. Um den Resolutionstext war monatelang gerungen worden. Die vierte Stufe der wegen des Iranischen Atomprogrammes verhängten Maßnahmen verbietet unter anderem den Verkauf und die Lieferung von großkalibrigen Waffen, Raketen, Kampfflugzeugen und -hubschraubern, waffenfähiger Technologie und Kriegsschiffen. Außerdem wurde der Zugang Irans zum Finanzmarkt stark eingeschränkt. Die Liste der Unternehmen und Organisationen, deren Auslandsvermögen eingefroren ist, wurde von 35 auf 75 Einträge erweitert.

Die Exporte von Erdöl werden durch die Sanktionen nicht eingeschränkt. Einige westliche Staaten hatten sich für eine Einbeziehung eingesetzt, Russland und China waren jedoch dagegen.

Die Resolution 1929 wurde mit 12 Stimmen angenommen, darunter alle fünf Vetomächte. Brasilien und die Türkei hatten gegen die Entschließung gestimmt, das 15. Mitglied im Sicherheitsrat, der Libanon, enthielt sich. Brasilien und die Türkei hatten noch kurz vor der Sitzung einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der von Frankreich, Russland und den Vereinigten Staaten abgelehnt wurde. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon begrüßte im letzten Monat die Bemühungen beider Staaten, doch müsse Iran und dessen Präsident Mahmud Ahmadinedschad das Vertrauen der Weltgemeinschaft in das Land zwischen Kaspischen Meer und Persischen Golf wiederherstellen, indem Iran die Resolution der Vereinten Nationen und der IAEA befolge.

Der deutsche Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) begrüßte die Resolution als „ein deutliches Signal der internationalen Gemeinschaft, dass eine atomare Bewaffnung des Iran nicht akzeptabel ist“. Ähnlich äußerte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich hoffe, dass mit dieser Resolution deutlich wird: Die Welt wird darauf achten, dass der Iran nicht in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.“ Doch Irans Präsident Ahmadinedschad markiert den starken Mann und hat die verhängten Sanktionen als „lästige Fliegen“ bezeichnet.

Teheran betont, dass sein Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Resolution 1929 des UN-Sicherheitsrates“.

Quellen

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April 9, 2010

Vereinigte Staaten und Russland unterzeichnen START-Nachfolgeabkommen

Vereinigte Staaten und Russland unterzeichnen START-Nachfolgeabkommen

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Veröffentlicht: 09:34, 9. Apr. 2010 (CEST)
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Prag (Tschechien), 09.04.2010 – In Prag unterzeichneten gestern die Präsidenten der Vereinigten Staaten und Russlands einen Abrüstungsvertrag. Dabei setzten Barack Obama und Dmitri Medwedew in der Prager Burg ihre Unterschrift unter das so genannte START-Abkommen, das in einer Vorgängerversion 1991 erstmals unterzeichnet wurde. Dieses Dokument mit einer zehnjährigen Laufzeit sieht vor, die Anzahl der strategischen Offensivwaffen zu reduzieren. Russland und die Vereinigten Staaten wollen die Anzahl der nuklearen Sprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von jeweils 2.200 auf 1.550 reduzieren. Die Zahl der Raketen, U-Boote und Flugzeuge, die diese Waffen zum Einsatz tragen, sollen zudem auf jeweils 800 verringert werden.

Dass ausgerechnet in Prag der Vertrag unterzeichnet wird, ist offenbar kein Zufall. Barack Obama hatte genau vor einem Jahr eine viel beachtete Grundsatzrede gehalten, in der er die Vision einer atomwaffenfreien Welt vorstellte. Später erhielt er vom Nobelpreis-Komitee hierfür den Friedensnobelpreis. Der Vertrag wurde auch im Beisein des tschechischen Staatsoberhauptes Václav Klaus besiegelt. Flankiert wird das neue Abkommen durch zwei weitere Ereignisse. Obama verkündigte vor wenigen Tagen eine neue Doktrin, nach der die Atomwaffen nur noch in ganz elementaren Fällen eingesetzt werden. Auch wird es in der kommenden Woche einen Gipfel mit 47 Staats- und Regierungschefs in Washington geben. Dabei soll es um die Frage gehen, wie verhindert werden kann, dass Terroristen an nukleares Material gelangen.

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April 6, 2010

Deutsche Physikalische Gesellschaft fordert Ächtung und Abrüstung aller Atomwaffen

Deutsche Physikalische Gesellschaft fordert Ächtung und Abrüstung aller Atomwaffen

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Veröffentlicht: 16:56, 6. Apr. 2010 (CEST)
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Im Magnus-Haus am Kupfergraben in Berlin Mitte wurde 1845 die Physikalische Gesellschaft zu Berlin gegründet, aus der später die Deutsche Physikalische Gesellschaft hervorging

Bad Honnef (Deutschland), 06.04.2010 – In ihrer heute veröffentlichten Stellungnahme zur Atomwaffenfrage hat sich die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) für die Aufnahme von internationalen Verhandlungen über eine Nuklearwaffenkonvention für die Ächtung und Beseitigung sämtlicher atomarer Waffen bis zum Jahr 2020 ausgesprochen.

Die mit mehr als 58.000 Mitgliedern weltweit größte und traditionsreichste Berufsorganisation von Physikern nimmt die im Mai in New York beginnende Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag zum Anlass, erneut auf die atomare Bedrohung hinzuweisen. In ihrer Stellungnahme schreibt sie: „Wir können zwar mit einer gewissen Erleichterung feststellen, dass seit Mitte der 1980er Jahre von den damals vorhandenen über 70.000 Atomwaffen ein Großteil abgebaut worden ist. Dennoch reichen die heute stationierten Atomwaffen immer noch aus, die moderne Zivilisation auszulöschen. Auch hat sich an der grundsätzlichen Inhumanität der Atomrüstungen nichts geändert, denn ihr Einsatz würde militärische Ziele und die Zivilbevölkerung unterschiedslos treffen und wäre nach dem Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs generell unvereinbar mit dem bestehendem humanitären Völkerrecht.“

Besondere Sorge bereitet den Physikern die Weiterverbreitung von Atomwaffen, und sie befürchten, „dass ein regionaler Atomwaffeneinsatz wahrscheinlicher wird, wenn mehr Staaten oder gar Terrorgruppen über waffenfähiges Spaltmaterial verfügen“. Mit Blick auf die fortgesetzten Arbeiten in den Kernwaffenlabors der Atommächte stellen sie fest: „Wir können nicht akzeptieren, dass immer noch an der Weiterentwicklung von Atomwaffen gearbeitet wird.“

Im Kaiser-Wilhelm Institut in Berlin Dahlem (heute Otto Hahn Bau der FU) wurden in den 30er Jahren des 20. Jh. durch Lise Meitner, Otto Hahn und Fritz Strassmann Bestrahlungsversuche von Uran mit Neutronen durchgeführt, die im Winter 1938/39 zur Entdeckung der Kernspaltung durch Hahn und Straßmann führten. Unmittelbar zuvor war Lise Meitner aufgrund der zunehmenden Judenpogrome in Deutschland gezwungen, ins Exil nach Schweden zu fliehen, von wo aus sie mit Otto R. Frisch die Versuche theoretisch deutete.

Die neueste Stellungnahme der DPG ordnet sich in eine langjährige Tradition und eine Reihe von Aktivitäten ein, die von Physikern in Deutschland nach 1945 in dem Gefühl der Verantwortung für die Existenz von Atomwaffen unternommen wurden. Denn immerhin war die Kernspaltung 1938 am Kaiser-Wilhelm-Institut in Berlin entdeckt und anschließend im deutschen Uranprojekt versucht worden, die Kernenergie für den Kriegseinsatz nutzbar zu machen. So haben sich bereits 1957 die bekanntesten 18 deutschen Kernforscher wie W. Gerlach, O. Hahn, W. Heisenberg, W. Walcher, C. F. von Weizsäcker und andere in der Göttinger Erklärung gegen eine atomare Bewaffnung der Bundeswehr ausgesprochen. In der Folge beschloss die DPG 1958 eine Resolution zur Kernwaffenfrage, in der ein Ende des atomaren Wettrüstens und die Einstellung der Kernwaffenversuche verlangt wurden – Forderungen, die in Resolutionen von 1983 und 1989 wiederholt wurden. Die Stellungnahme von heute geht über die bisherigen hinaus, insofern sie sich für den „längst überfälligen Abzug der sog. taktischen Nuklearwaffen aus Deutschland und Europa“ ausspricht.

1990 wurden in der DPG der Arbeitskreis Atomteststopp und 1998 die Arbeitsgruppe Physik und Abrüstung eingerichtet, deren Aufgabe darin besteht, diese Fragen aus physikalisch-technischer Sicht zu verfolgen. Mittlerweile existieren an verschiedenen Hochschulen in Deutschland nach dem Vorbild der USA Arbeitsgruppen und Lehrstühle zur Abrüstungsthematik wie z.B. an der TU Darmstadt, der Uni Hamburg und der TU Dortmund. Zudem haben Physikerinnen und Physiker den Weg in die etablierten Einrichtungen der Friedensforschung wie das IFSH in Hamburg oder die HSFK in Frankfurt/Main gefunden.

Mit ihrer neuesten Stellungnahme nutzt die DPG geschickt die aktuell durch US-Präsident Obama mit seiner Prager Rede im letzten Jahr gestartete und vom russischen Präsidenten Medwedjew unterstützte Initiative zur Abschaffung aller Atomwaffen. Denn das Thema wird nicht erst im Mai mit Beginn der Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag in New York, sondern bereits in der nächsten Woche verstärkt auf die internationale Agenda kommen, wenn Obama und Medwedjew ein neues Abkommen zur Begrenzung der strategischen Atomwaffen unterzeichnen wollen. Wahrscheinlich waren die Chancen für die Physiker noch nie so gut, nun auch bei den Nuklearwaffen zu einem vollständigen Verbot zu gelangen wie es bei den biologischen und chemischen Waffen schon seit längerem besteht. Die fortgesetzte Weiterentwicklung von Atomwaffen erscheint den Mitgliedern der DPG als unvereinbar mit den „ethischen Grundsätzen […], zu denen wir uns als Physiker verpflichtet sehen“.

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August 28, 2009

China befürwortet atomwaffenfreie Welt

China befürwortet atomwaffenfreie Welt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

China befürwortet atomwaffenfreie Welt

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Veröffentlicht: 09:21, 28. Aug. 2009 (CEST)
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Yang Jiechi

Genf (Schweiz), 28.08.2009 – Der chinesische Außenminister Yang Jiechi bekräftigte am 12. August in einer Rede vor der Genfer Abrüstungskonferenz, dass Peking das Ziel einer atomwaffenfreien Welt unterstütze und sicherte im Unterschied zu den anderen Atomwaffenmächten zu, dass die Verteidigungsstrategie Chinas keinen atomaren Erstschlag und keinen Atomwaffeneinsatz gegen atomwaffenlose Staaten gestatte. Jiechi kritisierte die Weltraummilitarisierung und Raketenabwehrsysteme, mit denen militärische Überlegenheit angestrebt und folglich Wettrüsten provoziert werde. Unterdessen macht ein russischer Kommentar geltend, dass China zwar den Fortschritt der russisch-amerikanischen Abrüstungsverhandlungen begrüße, nicht aber die eigenen Atomwaffen abrüste, sondern in den letzten acht Jahren die Militärausgaben vervierfacht habe.

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June 16, 2009

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

Nordkorea will trotz UN-Resolution an Atomprogramm festhalten

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Veröffentlicht: 11:42, 16. Jun. 2009 (CEST)
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Lage Nordkoreas

Pjöngjang (Nordkorea) / New York (Vereinigte Staaten), 16.06.2009 – Nordkorea zeigt sich wenig beeindruckt von der durch den UN-Sicherheitsrat einstimmig verabschiedeten Resolution 1874 und will an seinem Atomwaffenprogramm festhalten. Das nordkoreanische Außenministerium verkündete, das dem Land zur Verfügung stehende waffenfähige Plutonium vollständig einzusetzen. Auf den Versuch der Vereinigten Staaten, Nordkorea an der Fortsetzung des Atomwaffenbaus zu hindern, werde man „militärisch reagieren“.

Mit seiner Resolution reagierte der UN-Sicherheitsrat auf den Atomtest vom 25. Mai 2009 und den Test ballistischer Raketen. Ungewöhnlich deutlich war das Votum Chinas nach der Verabschiedung der Resolution. UN-Botschafter Zhang Yesui beurteilte den Resolutionstext als „positives Signal für die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft, Nordkoreas Atomwaffenprogramm zu stoppen“. Gleichzeitig mahnte er eine ernsthafte Umsetzung der Maßnahmen an. Generalsekretär Ban Ki-moon nannte die Resolution eine „klare und scharfe Botschaft“. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier nannte die neuen Sanktionen ein „starkes Signal“. Auch Russland und die arabischen Staaten im Sicherheitsrat hatten das nordkoreanische Vorgehen verurteilt.

Die Drohungen Nordkoreas bezeichnete die US-amerikanische Außenministerin Hillary Clinton als „zutiefst bedauerlich“. Nordkorea hatte zuvor die Resolution als „widerwärtiges Ergebnis“ einer US-Kampagne abgetan und angekündigt, niemals vom Plan abkommen zu wollen, Atomwaffen zu bauen. Man werde Versuche einer Blockade als kriegerischen Akt auffassen. Beobachter nehmen an, dass Nordkorea kurz vor einem weiteren Atomtest stehe und auch versuchen werde, eine Interkontinentalrakete zu starten. Experten sind der Auffassung, dass Nordkorea über 30–50 Kilogramm Plutonium verfügt, ausreichend für sechs bis neun Atombomben.

Alexander Neill, ein Sicherheitsexperte für Asien am britischen Royal United Services Institut for Defence Studies bezweifelte gegenüber dem Nachrichtensender Al-Dschasira die Wirksamkeit einer solchen Blockade, deren Einhaltung die Vereinigten Staaten und Japan wohl erzwingen wollen. Die neue Resolution weitet das seit 2007 bestehende Embargo auch auf den Handel mit konventionellen Feuerwaffen aus. Bislang macht Nordkorea gute Geschäfte mit solchen Gütern, die unter anderem in den Iran, Myanmar, Zimbabwe und den Sudan geliefert werden. Die Resolution 1874 wurde unter Kapitel 7 der UN-Charta verabschiedet und ist somit völkerrechtlich bindend.

Der Atomtest vom 25. Mai fand in nur siebzig Kilometer Entfernung von der chinesischen Grenze statt. Die Bewohner der Region haben Angst vor Strahlenunfällen und der Auslösung von Erdbeben. Die japanische Tageszeitung Tokio Shimbun berichtete, die Regierung in Peking habe bereits eigene Sanktionen in Kraft gesetzt, etwa durch die Verringerung von Rohöllieferungen. Die Volksrepublik China ist der wichtigste Handelspartner Nordkoreas.

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May 30, 2009

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

Nordkorea droht den Vereinten Nationen mit „Maßnahmen zur Selbstverteidigung“

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Veröffentlicht: 14:35, 30. Mai 2009 (CEST)
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Pjöngjang (Nordkorea), 30.05.2009 – Nach dem mutmaßlichen Test eines atomaren Sprengkopfes am vergangenen Dienstag verschärfte die nordkoreanische Regierung gestern erneut den Ton gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft. Falls der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen „weitere Provokationen unternimmt, wird dies unvermeidlich zu stärkeren Selbstverteidigungsmaßnahmen führen“, erklärte die nordkoreanische Führung. Im UN-Sicherheitsrat werden wegen des Atomtests zurzeit mögliche Sanktionen gegen Nordkorea diskutiert.

Die Vetomächte des UN-Sicherheitsrats USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich bezeichnete ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang als „Heuchler“, weil der Atomtest vom Dienstag bereits der 2054. Atomversuch gewesen sei, von denen 99,99 Prozent auf das Konto dieser fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder gingen. Die verbalen Angriffe auf die Vereinten Nationen wurden durch weitere Abschüsse von Kurzstreckenraketen in Nordkorea unterstrichen. Seit Dienstag wurden nun insgesamt sechs Kurzstreckenraketen von nordkoreanischen Abschussbasen abgefeuert. Am Mittwoch hatte Nordkorea dem benachbarten Südkorea mit einem Militärangriff gedroht. Das Waffenstillstandsabkommen aus den 1950-er Jahren, das den Koreakrieg beendete, wurde für nichtig erklärt. Berichten der südkoreanischen Zeitung „Chosun Ilbo“ vom Mittwoch zufolge soll in Nordkorea auch der Atomreaktor von Yongbyon wieder angefahren worden sein, der in der Lage ist, waffenfähiges Plutonium zu produzieren. Im Rahmen der so genannten „Sechs-Parteien-Gespräche“ zur Beendigung des nordkoreanischen Kernwaffenprogramms, an denen neben Nordkorea Südkorea, China, Russland, Japan und die USA teilnahmen, war die Stilllegung dieses Reaktors vereinbart worden. Nordkorea hatte diese Gespräche zuvor für beendet erklärt.

Die südkoreanischen Streitkräfte sowie die Kommandoebene der in dem Land stationierten 28.000 US-Soldaten versetzte die Truppen daraufhin in erhöhte Alarmbereitschaft. An eine Truppenverstärkung in der Region denke die US-Regierung zurzeit jedoch nicht, erklärte der US-Verteidigungsminister Robert Gates. Gegenüber der New York Times erklärte der Minister: „Ich weiß nichts von irgendwelchen militärischen Bewegungen im Norden, zumindest nicht über das Normale hinaus.“

Ob es sich bei der unterirdischen Detonation vom Dienstag tatsächlich um einen Atomtest gehandelt hat, wird indessen noch untersucht. Die CTBTO (Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen), die die Einhaltung des internationalen Kernwaffenteststopp-Vertrags überprüft, bestätigte zunächst nur, dass es am Dienstag zu einem seismischen Ereignis in der nordkoreanischen Provinz Hamgyŏng-pukto gekommen sei. Die Organisation gab die Stärke jedoch niedriger an, als zunächst angenommen worden war. Russland hatte am Dienstag erklärt, die Sprengkraft der Detonation habe einer Menge von 20 Kilotonnen des herkömmlichem Sprengstoffes TNT entsprochen. Die CTBTO gab in einer Erklärung die Sprengkraft der Explosion mit „10±4 Kilotonnen“ an. Zur Bestätigung der Annahme, es habe sich um eine Nuklearexplosion gehandelt, wird noch die Auswertung von Messungen radioaktiver Isotope abgewartet, die von Messstationen der Organisation durchgeführt werden können. Der so genannte Smoking-gun-Effekt könne jedoch erst nach einigen Tagen bis Wochen nachgewiesen werden, „da Hinweise auf radioaktive Xenon-Isotope, die als Folge einer unterirdischen Kernsprengung auftreten, erst aus dem Gebirgsmassiv austreten und durch die Luft zu den Messstationen transportiert werden müssen“, heißt es in einer Erklärung der CTBTO. Die Auswertung der seismischen Messungen des Tests vom Dienstag hatte jedoch eine große Ähnlichkeit zwischen dieser Explosion und der nachgewiesenen ersten Kernexplosion Nordkoreas aus dem Jahre 2006 ergeben.

Themenverwandte Artikel

  • Atombombentest in Nordkorea löst weltweite Proteste aus (26.05.2009)
  • Portal:Nordkorea

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