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July 1, 2012

Thailand: Messerstecherei zwischen homosexuellen Freunden an der Strandpromenade von Pattaya

Thailand: Messerstecherei zwischen homosexuellen Freunden an der Strandpromenade von Pattaya

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Veröffentlicht: 23:31, 1. Jul. 2012 (CEST)
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Pattayas Strandpromenade

Pattaya (Thailand), 01.07.2012 – Vor den Augen neugieriger Passanten lieferten sich drei unter Drogen stehende homosexuelle Freunde eine Messerstecherei auf der beliebten Strandpromenade von Pattaya.

Nach Aussagen von Augenzeugen sollen die drei Männer über einen offensichtlich wohlhabenden Kunden in Streit geraten sein. Anscheinend hatte der Mann zu allen drei Männern im ständigen Wechsel Kontakt. Die drei Freunde waren eifersüchtig aufeinander. Der immer lauter werdende Streit geriet zum Schluss außer Kontrolle. Einer der drei Freunde zog ein Klappmesser aus der Tasche und attackierte die anderen beiden. Dabei ging einer der beiden blutüberströmt zu Boden. Darauf zog der Dritte auch ein Messer und ging auf den Angreifer los. Der 30 Jahre alte Angreifer bekam Angst und flüchtete.

Die beiden Freunde, die angegriffen wurden, wurden in ein Krankenhaus gebracht und ärztlich versorgt. Ein Drogentest, der von der Polizei angeordnet wurde, fiel bei beiden positiv aus. In einer Karaoke-Bar wurde der Angreifer zwei Stunden später gefasst und verhaftet. Ein Urintest, welcher auf der Polizeiwache erfolgte, zeigte dass auch dieser Mann unter Drogen stand. Der 30-jährige Messerstecher wurde in Untersuchungshaft genommen und hat nun eine Anklage wegen Körperverletzung und Drogenkonsum zu erwarten.

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December 17, 2011

Verurteilung in Thailand zu 15 Jahren Freiheitsstrafe wegen Majestätsbeleidigung

Verurteilung in Thailand zu 15 Jahren Freiheitsstrafe wegen Majestätsbeleidigung

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Veröffentlicht: 17:01, 17. Dez. 2011 (CET)
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Bhumibol Adulyadej (2010)

Bangkok (Thailand), 17.12.2011 – Daraneee Charnchengsilpakul ist eine gebürtige Thailänderin mit US-Staatsbürgerschaft. Sie wurde wegen Beleidigung des Königs Bhumipol zu 15 Jahren Haft verurteilt.

„Da Torpedo“ wird die Aktivistin auch genannt. Den Namen hat sie wegen ihres aggressiven Redestils erhalten. 2008 war sie bereits zu einer Freiheitsstrafe wegen Beleidigung des Königs verurteilt worden. Ende November wurde der 61-jährige Ampon Tangnoppakul wegen einer beleidigenden SMS zu 20 Jahren Haft verurteilt. Tausende Internetseiten sind in Thailand gesperrt, Begründung „Majestätsbeleidigung“.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erklärt, das es 2010 zu 400 Verurteilungen wegen Beleidigung des Königs gekommen sei. Die Bevölkerung sieht die Urteile kritisch.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Thailand

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August 1, 2011

Kronprinz Maha Vajiralongkorn will seine in München stehende Boeing 737 auslösen

Kronprinz Maha Vajiralongkorn will seine in München stehende Boeing 737 auslösen

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Veröffentlicht: 20:05, 1. Aug. 2011 (CEST)
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Kronprinz Maha Vajiralongkorn

München (Deutschland) / Bangkok (Thailand), 01.08.2011 – Der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn hat sich entschieden, die vom Landgericht Landshut verlangte Sicherheitsleistung von 20 Millionen Euro zu hinterlegen. Damit würde er seine am Münchner Flughafen stehende Boeing 737 zurückbekommen.

Die Maschine war wegen einer Forderung der insolventen Firma Walter Bau AG gepfändet worden. Ein internationales Schiedsgericht hatte festgestellt, dass Thailand Vertragsregeln verletzt hat und dem Baukonzern Entschädigung zugesprochen. Mit Zinsen und Gebühren beläuft sich diese inzwischen auf 36 Millionen Euro.

Der Kronprinz ließ verlauten, dass er das Geld aus seiner Tasche zahlen würde. Mit den Forderungen an den thailändischen Staat habe dies nichts zu tun. Das Außenministerium hatte bereits erklärt, das Flugzeug stehe nicht im Eigentum des Staates. Inhaber sei der Kronprinz. Der 59-jährige Vajiralongkorn fliegt den Jet häufig selbst. Ein Rechtsgutachten zu den Eigentumsverhältnissen wurde vom Landshuter Gericht in Auftrag gegeben.

Während das thailändische Außenministerium keine weitere Erklärung abgab, äußerte der Kronprinz, dass er Vertrauen zur Fairness der deutschen Gerichtsbarkeit habe.

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July 26, 2011

Thailand zahlt Schulden nicht: Gepfändete Boeing des Kronprinzen bleibt am Boden

Thailand zahlt Schulden nicht: Gepfändete Boeing des Kronprinzen bleibt am Boden

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Veröffentlicht: 04:12, 26. Jul. 2011 (CEST)
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Königliche Standarte des Kronprinzen von Thailand

München (Deutschland) / Bangkok (Thailand), 26.07.2011 – Die Boeing 737 des thailändischen Kronprinzen bleibt am Boden des Münchner Flughafens. Ein Beschluss des Landgerichts Landshut besagte, dass die Maschine gegen eine Sicherheitsleistung von 20 Millionen Euro herausgegeben wird. Das thailändische Außenministerium teilte mit, dass man nicht zahlen wird.

Die Pfändung des royalen Flugzeugs erfolgte auf Antrag von Insolvenzverwalter der Firma Walter Bau AG, Herrn Werner Schneider. Der thailändische Staat hatte die Baufirma nicht bezahlt, die am Bau einer thailändischen Autobahn beteiligt war. 40 Millionen Euro Schulden sind aufgelaufen.

Thailand argumentiert, das edle Flugzeug sei im Eigentum des Kronprinzen und gehöre nicht zum Staatsvermögen von Thailand. Voraussichtlich im August wird das Landgericht in Landshut über die Eigentumsverhältnisse eine Entscheidung treffen. Bis dahin bleibt der große Vogel am Boden.

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June 3, 2011

Internationale Haftbefehle gegen zwei Deutsche in Thailand vollstreckt

Internationale Haftbefehle gegen zwei Deutsche in Thailand vollstreckt

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Veröffentlicht: 13:45, 3. Jun. 2011 (CEST)
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Pattaya

Würzburg (Deutschland) / Pattaya (Thailand), 03.06.2011 – Die verbesserte Zusammenarbeit mit der thailändischen Einwanderungspolizei führte zur Festnahme von zwei Deutschen in Thailand; gegen sie bestehen Haftbefehle aus Würzburg wegen Betrug und Steuerhinterziehung. Nach einem Bericht der Managerzeitung vom 3. Juni des Jahres wurden beide Gesuchte bereits am 30. Mai 2011 verhaftet.

Ein wegen Betrugs gesuchter 50-Jähriger wurde in der Provinz Si Sa Ket verhaftet, ein 51-Jähriger in Pattaya. Er stand wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 500.000 Euro auf der deutschen Fahndungsliste.

Die deutsche Botschaft in Bangkok: „Seit Wuthi Liptapallop den Chefposten bei der thailändischen Einwanderungspolizei hat, konnte die Zusammenarbeit erheblich verbessert werden, dies erleichtert die Suche nach ausländischen Kriminellen und Pädophilen“.

Die Verhafteten warten jetzt auf ihre Auslieferung nach Deutschland.

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July 24, 2010

Russischer Musiker Pletnjow kehrt nach Thailand zurück

Russischer Musiker Pletnjow kehrt nach Thailand zurück

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Veröffentlicht: 13:21, 24. Jul. 2010 (CEST)
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Moskau (Russland), 24.07.2010 – Der russische Pianist Michail Pletnjow ist Angaben einer Sprecherin des Russischen Nationalorchesters zufolge nach Thailand zurückgekehrt, um sich einer dortigen Anhörung zu stellen. Er wurde angeklagt, einen 14-jährigen Jungen vergewaltigt zu haben. Sollte er verurteilt werden, drohen ihm 20 Jahre Haft.

Der 53-jährige Musiker hat alle Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

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March 15, 2010

Bangkok: Oppositionelle „Rothemden“ demonstrieren für Rücktritt der Regierung

Veröffentlicht: 19:01, 15. Mär. 2010 (CET)
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Bangkok (Thailand), 15.03.2010 – Die politische Opposition in Thailand, die den gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra unterstützt, mobilisierte zum Wochenende rund 100.000 Demonstranten für mehrtägige Proteste zur Unterstützung der an die Regierung gerichteten Rücktrittsforderung. Damit blieben die Organisatoren hinter den selbstgesteckten Zielen weit zurück, wonach ein Millionenmarsch auf die Landeshauptstadt die Regierung zum Rücktritt zwingen sollte. Die Regierung hatte 40.000 Sicherheitskräfte als Gegenmacht aufgeboten. Der amtierende Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva lehnte sowohl einen Rücktritt als auch sofortige Neuwahlen ab. Die nächsten Parlamentswahlen sollen turnusgemäß bis Ende 2011 stattfinden.

Die „Vereinigte Front für Demokratie und gegen Diktatur“ (UDD), die die organisatorische Klammer der parlamentarischen und außerparlamentarischen Opposition gegen die amtierende Regierung bildet, wird wesentlich von dem im Exil lebenden ehemaligen Ministerpräsidenten und Multi-Milliardär Thaksin Shinawatra gesteuert. 1.000 Baht, umgerechnet etwa 22 Euro, zahlt er jedem, der sich an der Demonstration gegen die amtierende Regierung beteiligt. Thaksin plant offenbar seine Rückkehr in die thailändische Politik. Über das soziale Netzwerk Twitter rief er seine Anhänger zur Beteiligung an der Demonstration auf. „Je mehr von euch rauskommen, desto stärker will ich kämpfen“, schrieb er aus dem Exil. Seit er durch das oberste thailändische Gericht wegen Korruption und Amtsmissbrauch zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, befindet sich der populistische Politiker auf der Flucht. Wo er sich genau aufhält, ist Gegenstand ständiger Spekulationen. Nach thailändischen Regierungsangaben soll sich Thaksin zuletzt im Emirat Dubai aufgehalten haben, dort soll er inzwischen jedoch zum Verlassen des Landes aufgefordert worden sein. Thaksin selbst soll erklärt haben, er wolle am Wochenende seine in Deutschland lebenden Töchter besuchen. Der deutsche Botschafter in Thailand widersprach dem jedoch. Thaksin habe seit einem Jahr keine Einreiseerlaubnis für Deutschland erhalten.

Die Proteste in Bangkok verliefen bisher weitgehend friedlich. Drohungen, den Militärstützpunkt, in den sich er amtierende Ministerpräsident zurückgezogen hat, zu stürmen, wurden bisher nicht wahrgemacht. Am Sonntagmittag hatte die UDD ein 24-Stunden-Ultimatum an die Regierung mit der Forderung zum Rücktritt der Regierung und der Auflösung des Parlaments gestellt. Die Opposition betont immer wieder, die Regierung sei illegitim, weil sie nicht durch Wahlen an die Macht gekommen sei. Tatsächlich wurde der amtierende Ministerpräsident durch eine Machtverschiebung innerhalb des Parlaments in das Amt gewählt.

Die Regierung, so erklärte der Ministerpräsident in einer Fernsehansprache, werde gegen die Demonstranten keine Gewalt anwenden. Die Organisatoren der Demonstration beschuldigte er durch gezielte Falschmeldungen einen Aufruhr provozieren zu wollen. So hätten UDD-Sprecher erklärt, die Regierung plane die Anwendung von Gewalt gegen die Demonstranten. Wie ein Armeesprecher erklärte, sei die Grenze, die nicht überschritten werden dürfe, die Begrenzung des Sitzes des 11. Infanterieregiments in Bangkok, wo sich der Ministerpräsident aufhält. 20 Kompanien Soldaten stünden notfalls bereit um einzugreifen, sagte der Armeesprecher.

2009 hatten sich die Rothemden bereits einmal der Hauptstadt bemächtigt und das öffentliche Leben teilweise lahmgelegt. Dabei hatten sie den Regierungssitz tagelang blockiert.

Am Montagmittag kündigte ein UDD-Sprecher eine Blutspendeaktion von drei Millionen Kubikzentimeter Blut unter den UDD-Demonstranten an. Das Blut solle gesammelt und dann auf den Stufen des Regierungssitzes und der Demokratischen Partei des Ministerpräsidenten ausgegossen werden, wenn das Ultimatum nicht erfüllt werde.

[Bearbeiten] Themenverwandte Artikel

[Bearbeiten] Quellen

  • www.nationmultimedia.com: „Red shirts rallies: PM rejects protesters’ ultimatum“ (15.03.2010)
  • www.nationmultimedia.com: „Red shirts march for reply on House Dissolution“ (Aufruf der Seite am 15.03.2010, 15:44 Uhr)
  • www.bangkokpost.com: „UDD to rally at 11th Infantry Regiment“ (14.03.2010, 18:55 Uhr (Ortszeit Bangkok))
  • www.bangkokpost.com: „Envoy: Thaksin banned from Germany“ (14.03.2010, 19:48 Uhr (Ortszeit))
  • www.welt.de: „Thailand: Bangkok rüstet sich für große Oppositions-Demonstration“ (13.03.2010)
  • www.welt.de: „Thailand sieht rot“ (15.03.2010, 04:00 Uhr)
  • de.reuters.com: „Thailands Opposition demonstriert für vorgezogene Wahlen“ (14.03.2010, 15:39 Uhr)
  • de.reuters.com: „Thailändische Opposition startet Großdemonstration“ (14.03.2010)
  • de.reuters.com: „Bangkok rüstet sich für große Oppositions-Demonstration“ (12.03.2010)
  • www.dw-world.de: „Thailand: Rothemden strömen nach Bangkok“ (13.03.2010)
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February 26, 2010

Oberstes Gericht beschlagnahmt Teile des Vermögens des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra

Oberstes Gericht beschlagnahmt Teile des Vermögens des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra

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Veröffentlicht: 22:27, 26. Feb. 2010 (CET)
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Thaksin Shinawatra

Bangkok (Thailand), 26.02.2010 – Das oberste thailändische Gericht konfisziert mehr als die Hälfte des Privatvermögens des ehemaligen thailändischen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra und seiner Ex-Frau Potjaman. Damit fallen 46,3 Milliarden Baht (45 Baht entsprechen zurzeit etwa einem Euro) an den Staat. Das Gericht befand den durch das Militär im September 2006 gestürzten Ministerpräsidenten für schuldig, seine Position als Ministerpräsident zur persönlichen Bereicherung genutzt zu haben. Nach der Urteilsverkündung richtete sich Thaksin von Dubai per Videobotschaft aus an seine Unterstützer in Thailand und nannte das Urteil politisch motiviert und einen „internationalen Witz“. Seine Anhänger rief er dazu auf, friedlich zu bleiben.

Für die Verlesung des mit Spannung erwarteten Urteils benötigte das Gericht sieben Stunden. Das Gericht legte dar, dass Thaksin und seine Ex-Frau als Eigentümer des Vermögens anzusehen seien, das aus dem Verkauf des ihnen gehörenden Telekommunikationsunternehmens Shin Corp. resultierte, da sie 48 Prozent der Aktien des Unternehmens vor seinem Verkauf an die Temasek Holdings (Singapur) hielten. Das Ehepaar Shinawatra hatte stets behauptet, die Eigentumsrechte an dieser Firma an ihren Sohn und ihre Tochter übertragen zu haben. Darauf basiert das Konfiskationsurteil, weil Inhaber politischer Ämter in Thailand nicht mehr als fünf Prozent eines Unternehmens besitzen dürfen. Durch verschiedene Maßnahmen, die Verträge zur Nutzung der Telekommunikationsdienste der Shin Corp. mit anderen Firmen betrafen, habe Thaksin den thailändischen Staat um Steuereinnahmen zum Nutzen seiner eigenen Firma gebracht. Durch staatliche Steuergesetze und Abgabenordnungen habe der ehemalige Ministerpräsident zudem die Konkurrenz auf dem Telekommunikationsmarkt zugunsten seiner eigenen Firma benachteiligt.

Das Gerichtsurteil legte fest, dass die Vermögensteile, die Thaksin bereits vor seiner Amtszeit als Ministerpräsident erworben hatte, von dem Urteil nicht betroffen sind. Insgesamt beliefen sich die Vermögenswerte Thaksins auf 76 Milliarden Baht (rund 1,7 Milliarden Euro). Im Juni 2007 hatte ein Anti-Korruptions-Ausschuss die Vermögenswerte Thaksins auf den thailändischen Konten eingefroren. Im Oktober 2008 war Thaksin von einem Gericht in Abwesenheit zu zwei Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt worden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Thailand

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April 13, 2009

Chaostage in Bangkok

Chaostage in Bangkok – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Chaostage in Bangkok

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Veröffentlicht: 23:50, 13. Apr. 2009 (CEST)
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Die Zahlstelle einer Hochstraße, Din Daeng – einer der Schauplätze der gewalttätigen Auseinandersetzungen

Bangkok (Thailand), 13.04.2009 – Trotz der Verhängung des Ausnahmezustandes über die Hauptstadt Bangkok war der heutige Montag erneut von zum Teil blutigen Straßenschlachten zwischen den Sicherheitskräften und in roten Hemden gekleideten Regierungsgegnern gekennzeichnet. Nach Aussage des Ministerpräsidenten Abhisit Vejjajiva in einer Fernsehbotschaft sei die Lage in Bangkok am Abend jedoch weitgehend unter Kontrolle. Der Flughafen und andere sicherheitsrelevante Punkte der Hauptstadt seien durch das Militär gesichert worden. Die Protestierer seien auf ein Gelände in der Nähe des Amtssitzes des Ministerpräsidenten zurückgedrängt worden, das sie weiterhin besetzt halten.

Nach offiziellen Angaben sollen mindestens 70, nach anderen Angaben über 100 Menschen während der Unruhen verletzt worden sein, darunter laut Abhisit auch 23 Soldaten. Bei den Verletzungen handelt es sich vorwiegend um Folgen des Tränengaseinsatzes der Sicherheitskräfte. Armeesprecher wiesen Darstellungen zurück, wonach das Militär mit scharfer Munition auf die Demonstranten geschossen habe. Berichtet wird auch von zwei Toten im Nang Lerng-Viertel, die nach Regierungsangaben auf das Konto der Protestierer gehen sollen, die einen dort gelegenen Markt erstürmen wollten und dabei mit Geschäftsinhabern in eine Konfrontation gerieten. Nach Angaben eines Ministers handelt es sich bei dem Toten um einen Anwohner des Regierungsviertels, das von Aufrührern angegriffen worden war. Der 54-jährige Mann soll eine Schusswunde in die Brust erlitten haben, an denen er verstarb. Über ein weiteres Todesopfer berichtet ein Krankenhaus in der Hauptstadt. Ein 19-jähriger Mann sei an einem Bauchschuss gestorben.

Wütende Regierungsgegner, die Anhänger des geflüchteten ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra sind, lieferten sich mit den Sicherheitskräften am Morgen stundenlange gewalttätige Auseinandersetzungen, in deren Verlauf ein Bus als Rammbock gegen Polizisten eingesetzt worden war und ein mit explosivem Gas beladener Lastkraftwagen zur Explosion gebracht werden sollte. Dies konnten die hauptsächlich aus Militärangehörigen bestehenden Sicherheitskräfte jedoch verhindern. Im Regierungsviertel schlossen sich auch Anwohner den Sicherheitskräften an, um gegen die gewalttätigen Aufrührer vorzugehen. Sie fürchteten um ihre Häuser in der Nähe des Regierungsviertels, in die die Demonstranten Brandsätze geworfen hatten. Für den Fall, dass der mit Gas gefüllte Tankwagen explodieren würde, befürchteten sie außerdem um das Leben ihrer Angehörigen in den anliegenden Häusern in der Nähe einer Kreuzung bei Din Daeng im Norden der Hauptstadt, wo sich die Auseinandersetzungen konzentrierten. Die Auseinandersetzungen begannen am Morgen nach der unbeachtet gebliebenen Aufforderung der Sicherheitskräfte an die etwa 1.000 Demonstranten die Blockade der Kreuzung zu beenden. Die Sicherheitskräfte begannen dann damit, Tränengas auf die Demonstranten abzufeuern. Diese zündeten daraufhin Reifen an und hüllten die Szene in undurchdringlichen Rauch. An der Siegessäule in der Nähe hatten sich ebenfalls Demonstranten versammelt. Die Versuche der Polizei, sie mit dem Einsatz von Tränengas zu vertreiben, beantworteten die Demonstranten mit dem Werfen von Molotow-Cocktails und selbstgebastelten Sprengsätzen gegen die Polizei.

Auch in anderen Landesteilen, so im Norden und Nordwesten, versammelten sich hunderte regierungsfeindliche Demonstranten um Straßen, Kreuzungen und Brücken zu blockieren. In Nong Khai nahe der Grenze zu Laos drohten zwei Parlamentsabgeordnete der oppositionellen Puea Thai-Partei an der Spitze von rund 1.000 Rothemden, die Thai-Laos-Freundschaftsbrücke zu besetzen, wenn in Bangkok weitere Versuche unternommen würden, die Proteste der Demonstranten niederzuschlagen. In anderen Orten wurden auch Fernsehstationen regierungsfreundlicher Sender von Demonstranten blockiert. In einigen Regionen des Landes gab es auch Demonstranten von Regierungsanhängern. Die „Bangkok Post“ spricht von jeweils etwa zwischen 100 bis zu 10.000 Demonstranten in elf Landesprovinzen.

In der Hauptstadt signalisierten indes die Koalitionsparteien des Regierungsbündnisses, das von der Demokratischen Partei des Ministerpräsidenten Abhisit geführt wird, ihre Unterstützung für die amtierende Regierung. Kritik wurde aber auch an der Regierung laut, dass sie nicht konsequent genug die Einhaltung der Gesetze durchgesetzt habe und dadurch dem Gewaltausbruch erst den Raum gegeben habe, der zu dem entstandenen Chaos geführt habe.

Die Regierungen mehrerer Staaten, darunter Australien, Japan, Hongkong und Frankreich warnten vor Reisen in die thailändische Hauptstadt. Besucher Bangkoks, die sich bereits in der Stadt aufhielten, wurden aufgefordert, sich von Regierungsgebäuden fernzuhalten. Der italienische Botschafter in Thailand, Ignazio Di Pace, äußerte die Befürchtung, dass die Situation in Thailand weiter ausarten könnte, so dass erneut das Militär sich dazu gezwungen fühlen könnte, die Kontrolle zu übernehmen.

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February 12, 2009

Thailändischer Ministerpräsident gibt zu, dass Bootsflüchtlinge im Meer ausgesetzt wurden

Thailändischer Ministerpräsident gibt zu, dass Bootsflüchtlinge im Meer ausgesetzt wurden

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Veröffentlicht: 23:00, 12. Feb. 2009 (CET)
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Bangkok (Thailand), 12.02.2009 – In einem heute ausgestrahlten CNN-Interview hat der thailändische Ministerpäsident Abhisit Vejjajiva zugegeben, dass Bootsflüchtlinge aus Myanmar auf offener See ausgesetzt worden sind. Damit bestätigt Abhisit Vejjajiva eine Praxis, über die Medien in den letzten Wochen mehrmals berichtet hatten.

Ein jüngster Vorfall, bei dem 190 Flüchtlinge von der thailändischen Armee gefesselt und ins Meer gestoßen worden sein sollen, hat Ermittlungen durch die Behörden in Gang gesetzt. Laut CNN haben Flüchtlinge, die in der letzten Woche von indonesischen Behörden gerettet worden sind, ausgesagt, sie seien von der thailändischen Armee gefangengenommen, geschlagen und im Meer ausgesetzt worden.

Gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender sagte der thailändische Ministerpräsident, er könne nicht zielgenau feststellen, wer in der Regierung derartige Praktiken veranlasst habe. Er arbeite aber daran, das Problem zu beheben. Verschiedene Vertreter stritten die Verantwortung ab, sollte es aber klare Beweise geben, würden aber, so Vejjajiva, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

In den letzten Jahren sind viele Menschen, die zur Ethnie der Rohingya, einer muslimischen Minderheit in Myanmar, gehören, nach Thailand geflohen. Viele von ihnen leben in Flüchtlingslagern an der Grenze zu Myanmar. Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist Abhisit Vejjajivas Aussage, die Burmesen, die sich „illegal“ in Thailand aufhalten, „zurückschicken“ zu wollen. Laut thailändischer Regierung haben nur 500.000 der rund drei Millionen Burmesen in Thailand eine gültige Aufenthaltsgenehmigung.

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