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January 8, 2009

Indischer Autohersteller REVA startet Verkauf von Elektroautos in Europa

Indischer Autohersteller REVA startet Verkauf von Elektroautos in Europa

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Veröffentlicht: 15:30, 8. Jan. 2009 (CET)
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Ein altes REVA-Modell, fotografiert im Jahr 2006

Bengaluru (Indien), 08.01.2009 – Am 5. Januar 2009 teilten Vertreter des indischen Automobilherstellers und Spezialisten für Elektroautos REVA mit, dass man 2009 in Europa mit dem Verkauf eines Elektroautos mit Lithium-Ionen-Akku beginnen wolle. Ausgeliefert werden soll das Fahrzeug mit der Bezeichnung „Reva L-ion“ auch mit einer Schnellladestation, die die Batterien innerhalb von einer Stunde zu 90 Prozent wieder aufladen kann. Ohne dieses Gerät dauert ein Ladevorgang sechs Stunden. Die Reichweite des Fahrzeugs, das in den vergangenen zwei Jahren entwickelt wurde, beträgt dann mit einer Batterieladung 120 Kilometer bei einer Spitzengeschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Ein neues Batterie-Management-System, das jede einzelne Zelle des Lithium-Ionen-Akkus kontrolliert, erlaubt es dem Unternehmen, dem Kunden eine Drei-Jahres-Garantie zu geben.

Verkaufsstart für die Fahrzeuge und die Ladestationen ist Februar, die Auslieferung beginnt ab Mai 2009. Zu beziehen sind die Fahrzeuge in Norwegen, Großbritannien, Frankreich, Zypern, Griechenland, Spanien, Belgien und Irland. Außerdem befinde man sich auf der Suche nach neuen Partnern in ganz Europa, um das Netzwerk zu vergrößern. In Deutschland, der Schweiz, Österreich und Luxemburg ist bisher kein Partner bekannt.

Anbieten will das Unternehmen auch einen Nachrüstsatz, mit dem die bisher 2.200 verkauften Fahrzeuge – 100 davon in Norwegen – auf die neue Lithium-Ionen-Technik umgestellt werden können. Die Verkaufszahlen für 2008 betrugen nach Angaben der Zeitung „Mangalorean Bangalore“ 600 Stück, das Ziel für 2009 seien 800 Stück. Die Exportquote beträgt 35 Prozent.

Unterdessen ist REVA auch eine Vertriebspartnerschaft mit der Firma „Reliance Digital“ aus Bengaluru eingegangen. Die Fahrzeuge können in den Webshops des IT-Unternehmens erworben werden. In der Startphase sollen die virtuellen Shops in Hyderabad und Neu Dehli genutzt werden. Ziel sei unter anderem die Steigerung des Bekanntheitsgrades des indischen Automobilherstellers sowie der Test von neuen Vertriebswegen in Indien. In London werden die REVA-Fahrzeuge über den Distributor „Going Green“ vertrieben. Dort ist es auch unter dem Namen „G-Wiz“ bekannt.

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August 13, 2008

Schlechte Stromversorgung in Indien bremst Elektroautos

Schlechte Stromversorgung in Indien bremst Elektroautos

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Veröffentlicht: 16:47, 13. Aug. 2008 (CEST)
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Bengaluru (Indien), 13.08.2008 – 3.000 Fahrzeuge hat die Firma Reva Electric Car Company bisher verkauft. Etwa die Hälfte davon wurden nach eigenen Angaben in Europa abgesetzt. In einem Interview mit dem Autoverkäufer Anand Mahesh, das der Journalist Raymond Thibodeaux für „Voice of America“ Anfang August führte, offenbarten sich jedoch Probleme beim Absatz, der bisher träge verlaufe. Ganz offensichtlich ist das Unternehmen mit den Verkäufen in Indien nicht zufrieden, auch wenn Mahesh von einem robusten Anstieg der Verkäufe in den vorigen Monaten sprach. Auch die Prognosen würden hoffnungsvoll stimmen.

Ausführlich thematisiert in dem Interview wurden die Probleme. Diese seien aber nicht hausgemacht, sondern werden durch die Infrastruktur und die anderen äußeren Rahmenbedingungen verursacht. Teil des Problems, so heißt es in dem Bericht, sei die Stromversorgung in Indien. Diese sei von geplanten und auch ungeplanten Stromausfällen gekennzeichnet. Diskutiert wurde in dem Interview auch, ob Indien als Markt bereits reif für Elektroautos sei. Demnach reicht der Durchschnittsverdienst der Inder noch nicht aus, um sich ein Auto leisten zu können. Andererseits wachse die Wirtschaft in Indien schnell und auch der Ölpreis steigt. Ein weiterer Punkt macht der Firma Reva sorgen. Tata Motors, der größte indische Autobauer, hat angekündigt, im Jahr 2009 das Billigauto Tata Nano auch als Elektroauto auf den Markt zu bringen.

In Europa wird das Modell unter dem Namen „G-Wiz i“ von der Firma GoinGreen in Middlesex verkauft. Nach Angaben dieses Unternehmens sollen die Fahrzeuge im vierten Quartal 2008 mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet werden.

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  • Portal:Elektroautos

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June 27, 2005

ESA und ISRO vereinbaren Zusammenarbeit bei indischer Mondsonde

ESA und ISRO vereinbaren Zusammenarbeit bei indischer Mondsonde

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Bengaluru (Indien), 27.06.2005 – Im Jahre 2007 oder 2008 wird Indien, wie einige andere Staaten auch, eine unbemannte Mondsonde starten. Dabei handelt es sich um das Raumfahrzeug Candrayaan-I. Heute haben die indische Weltraumagentur ISRO und die Europäische Raunmfahrtorganisation ESA einen Vertrag über eine Kooperation unterzeichnet.

Der 525 Kilogramm schwere Satellit, der in einen polaren Orbit in 100 Kilometer Höhe rund um den Trabanten geschossen werden soll, wird auch europäische Instrumente an Bord haben. Der Vertrag gehört zu einer Rahmenvereinbahrung zwischen den beiden Organisationen, der auch die gegenseitige Unterstützung bei einer zukünftigen gemeinsamen Mondlandemission vorsieht.

Indische und europäische Wissenschaftler werden die Daten der an Bord befindlichen europäischen Instrumente austauschen. Der europäische Beitrag wird auch aus einem Niedrigenergie-Röntgenspektrometer mit dem Namen „Chandrayaan Imaging X-ray spectrometer“ bestehen, der von den Rutherford-Appleton-Laboratorien in Großbritannien gebaut wurde. Ein Infrarot-Spektrometer wird vom deutschen Max-Planck-Institut beigesteuert.

Die Raumsonde wird frühestens im September 2007 mit einer Trägerrakete des Typs PSLV (Polar Satellite Launch Vehicle) vom Satish Dhawan Raumfahrtzentrum in Sriharikota an der Südostküste von Indien.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unbemannte Raumfahrt

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