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April 25, 2005

Räuber erfand das Kartenspiel Schwarzer Peter

Räuber erfand das Kartenspiel Schwarzer Peter

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Wiesbaden (Deutschland), 25.04.2005 – Das vor allem bei Kindern beliebte Kartenspiel „Schwarzer Peter“ wurde im 19. Jahrhundert von dem berüchtigten Räuber Johann Peter Petri im Zuchthaus von Bicètre bei Paris erfunden.

Auf diese wenig bekannte Tatsache weist der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem neuen Taschenbuch „Der Schwarze Peter. Ein Räuber im Hunsrück und Odenwald“ hin. Der 1752 in Burgen bei Veldenz im Moselgebiet geborene schwarzhaarige Holzfäller und Köhler Peter Petri alias „Schwarzer Peter“ war einer der Lehrmeister und Komplizen des legendären „Schinderhannes“, der 1803 in Mainz zusammen mit 19 Kumpanen unter dem Fallbeil seinen Kopf verlor. Am 5. Mai 1811 nahm man den „Schwarzer Peter“ nach dem Überfall der Bande des Räubers „Hölzerlips“ auf eine Postkutsche im Odenwald fest, an dem er gar nicht beteiligt gewesen war. Wegen anderer Verbrechen im Hunsrück lieferte man ihn am 11. November 1811 ins damals zu Frankreich gehörende Mainz aus, wo er 1812 zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Der „Schwarze Peter“ starb vermutlich zu einem unbekannten Zeitpunkt im Säuferwahn hinter Gittern. Außer seinem Kartenspiel erinnert heute die Redewendung „jemandem den schwarzen Peter zuschieben“ an ihn. Zwei seiner Söhne machten ebenfalls als Räuber Furore. Der Sohn Peter („junger Schwarzer Peter“) erhielt 1803 im Mainzer Schinderhannes-Prozess 15 Jahren Kettenstrafe. Dessen jüngerer Bruder Andreas („Köhler-Andres“) und sein Freund Sebastian Lutz („Basti“) entgingen 1812 nur um Haaresbreite der Hinrichtung in Heidelberg, weil der Großherzog von Baden die beiden bereits zum Tode verurteilten jungen Leute zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe begnadigte. Vier andere Räuber dagegen mussten damals in Heidelberg unter dem Schwert des Scharfrichters sterben.

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  • Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon (23.04.2005)

Quellen

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April 23, 2005

Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon

Wissenschaftsautor Ernst Probst im ZEIT-Lexikon

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Wiesbaden (Deutschland), 23.04.2005 – Ein Traum ging für den im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim lebenden Wissenschaftsautor Ernst Probst in Erfüllung: Seine Bücher „Deutschland in der Steinzeit“ (1991) und „Deutschland in der Bronzezeit“ (1996) werden im renommierten „ZEIT-Lexikon“ in mehreren Bänden erwähnt.

Die jeweils etwa drei Kilogramm schweren Bücher über die Steinzeit und Bronzezeit gelten in Fachkreisen als Standardwerke. Insgesamt hat Probst bis heute mehr als 25 Bücher geschrieben. Sein vorläufig letzter Titel heißt „Der Schwarze Peter” (2005) und handelt von dem Räuber Johann Peter Petri aus dem Hunsrück und Odenwald, der im Zuchthaus ein Kartenspiel erfand.

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