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August 15, 2008

Nigeria: Entführte Deutsche sind frei

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Nigeria: Entführte Deutsche sind frei

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Veröffentlicht: 19:35, 15. Aug. 2008 (CEST)
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Port Harcourt (Nigeria) / Berlin (Deutschland), 15.08.2008 – Die entführten Deutschen in Nigeria sind nach knapp fünf Wochen Geiselhaft wieder frei. Dies erklärte das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin. Die beiden Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger befänden sich in sicherer Obhut und würden medizinisch betreut, erklärte ein Sprecher. Den Männern „geht es den Umständen entsprechend gut“. Die Bundesregierung sei über die Freilassung der Geiseln sehr erleichtert.

Ein Kommando der Bewegung zur Emanzipation des Nigerdeltas (MEND) hatte eigenen Angaben zufolge am Donnerstagabend die beiden Männer aus dem „stark bewachten Versteck“ der Kidnapper befreit. Die beiden Ingenieure waren am 11. Juli 2008 bei einem Überfall auf einer Baustelle nahe der Ölstadt Port Harcourt, entfernt von einer Gruppe, von rund 15 Bewaffneten verschleppt worden.

Das Tochterunternehmen des Baukonzerns Bilfinger Berger wollte sich angesichts des Vorfalls vorerst aus dem Nigerdelta zurückziehen. In Nigeria kommt es immer wieder zu Entführungen. Die meisten Geiseln kommen gegen Zahlung eines Lösegelds unverletzt frei. Erst Anfang März 2008 war ein deutscher Bauarbeiter des Unternehmens Julius Berger entführt und nach zwölf Stunden wieder befreit worden.

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August 25, 2006

Nigerianische Soldaten setzen Slumhäuser in Brand

Nigerianische Soldaten setzen Slumhäuser in Brand

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Artikelstatus: Fertig 22:41, 25. Aug. 2006 (CEST)
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Port Harcourt (Nigeria), 25.08.2006 – Bewohner eines Slums in der Stadt Port Harcourt im Nigerdelta sagten heute gegenüber Vertretern verschiedener Medien, dass nigerianische Soldaten ihre Häuser und Geschäfte in Brand gesetzt hätten. Hunderte Menschen mussten fliehen, als sich das Feuer im Slum ausbreitete. Es ist unklar, ob es bei dem Brand Verletzte oder Tote gegeben hat. Die Bewohner des Slums kehrten am Freitagmorgen in die betroffene Gegend zurück und suchten nach verbliebenen Besitztümern. Anschließend wurden sie laut Reuters von den Soldaten wieder vertrieben, die mit Steinen nach den Slumbewohnern warfen. Laut einem Artikel der Nachrichtenagentur AP hat das nigerianische Militär auch in der Vergangenheit Repressalien gegenüber der Zivilbevölkerung ausgeübt.

Die Soldaten seien wütend geworden, nachdem sie erfahren hatten, dass einer ihrer Kollegen bei einer Schießerei ums Leben gekommen ist. Die Armee weist die Verantwortung für den Brand im Slum zurück. Ein Militärsprecher gab bewaffneten Gruppen die Schuld am Brand. Auch die Mitglieder der bewaffneten Gruppen würden Tarnuniformen tragen, kommentierte der Militärsprecher die Aussagen der Slumbewohner. Der Militäreinsatz steht im Zusammenhang mit der von Präsident Olusegun Obasanjo in der letzten Woche angeordneten Großoffensive gegen bewaffnete Gruppen in dieser Region. Alex Last, BBC-Korrespondent in Nigeria, befürchtet, die Offensive könne die Spannungen noch verschärfen. Dies sei auch die Meinung der lokalen Behörden und der Ölindustrie, sagte der Journalist gegenüber seinem Sender. Menschen zu entführen, hat sich in der Region zu einem Geschäftsmodell entwickelt, weil die Unternehmen Medienberichten zufolge hohe Lösegelder für ihre Mitarbeiter bezahlen.

Die bewaffneten Gruppen machen mit Entführungen von Ausländern auf sich aufmerksam, die für Öl- oder Baufirmen arbeiten. In den letzten Wochen kam es im Nigerdelta zu mindestens sieben Entführungsfällen. Insgesamt wurden 19 Menschen entführt, von denen sich drei noch in der Gewalt der bewaffneten Gruppen befinden. Bei den letzten drei Entführungsopfern handelt es sich um Mitarbeiter des Unternehmens Saipem, einer Tochtergesellschaft des italienischen Konzerns ENI; unter ihnen befindet sich laut italienischem Außenministerium ein italienischer Staatsbürger. Nach Angaben eines Sprechers der „Bewaffneten Bewegung für die Befreiung des Nigerdeltas“, einer der beteiligten Gruppen, trägt die Regierung des betroffenen Bundesstaates zu den vermehrten Entführungen bei, indem sie schnell hohe Summen an Lösegeld bezahlt. Die Gruppe hat nach eigenen Angaben Geiseln genommen, lehnt aber die Annahme von Lösegeld ab. Einige der bewaffneten Gruppen fordern eine stärkere Beteiligung der Bevölkerung des Nigerdeltas an den Erlösen aus dem Ölgeschäft. Aufgrund der unsicheren Lage haben Ölfirmen einige ihrer Mitarbeiter abgezogen, wodurch die Ölproduktion des Landes um ein Viertel zurückging. Die in der Region aktiven Mitarbeiter ausländischer Unternehmen haben Sicherheitskräfte zu ihrem Schutz angeheuert. Zuletzt wurden mindestens zwei Menschen aus einer Bar nahe den durchsuchten Slums entführt, wobei deren Bewacher, ein Soldat, erschossen wurde. Ein weiterer Soldat wurde verletzt.

Die Soldaten sollten in den Slums von Port Harcourt nach Waffen und Mitgliedern der bewaffneten Gruppen suchen und nahmen bei einem Einsatz in der letzten Woche mehr als 150 Menschen fest, von denen 100 anschließend wieder freigelassen wurden. Ein Bewohner des Slums wird von der Nachrichtenagentur Reuters mit den Worten zitiert, er sei überrascht, dass seine eigenen Soldaten ihnen so etwas antäten. „Sie kamen hier her, schütteten Benzin aus und setzten unseren Besitz und unsere Häuser in Brand, um uns zu töten. Welches Vergehen wird uns vorgeworfen?“, sagte der Anwohner weiter. Nach Aussage eines weiteren Anwohners haben die Soldaten die Slumbewohner danach gefragt, warum sie es zugelassen hätten, dass die bewaffneten Entführer einen Soldaten töteten.

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February 19, 2006

Neun ausländische Arbeiter in Nigeria entführt

Neun ausländische Arbeiter in Nigeria entführt

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Artikelstatus: Fertig 19:56, 19. Feb. 2006 (CET)
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Port Harcourt (Nigeria), 19.02.2006 – In Nigeria wurde am Samstag erneut eine Gruppe von Ausländern, darunter drei US-Amerikaner, zwei Thailänder, zwei Ägypter, ein Brite und ein phillipinischer Bürger, gekidnappt und eine Ölanlage der US-amerikanischen Firma Wilbros angegriffen, die für den Konzern Royal Dutch Shell Pipelines installiert hat. Die „Bewegung für die Befreiung des Niger-Deltas“, die eine größere Beteiligung der Bevölkerung am Ölreichtum im Delta fordert, bekannte sich zu den Anschlägen.

Außerdem wurde eine Gaspipeline des Konzerns angegriffen.

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December 10, 2005

Über 100 Tote bei Flugzeugabsturz in Nigeria

Über 100 Tote bei Flugzeugabsturz in Nigeria

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Artikelstatus: Fertig 21:23, 10. Dez. 2005 (CET)
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Flugzeug des Typs „DC-9“

Port Harcourt (Nigeria), 10.12.2005 – In Nigeria sind im Süden des Landes bei einem Flugzeugabsturz über 100 Menschen ums Leben gekommen.

Die Maschine der privaten inländischen Fluggesellschaft „Sosoliso“ befand sich auf dem Weg von Port Harcourt nach Abuja. Sieben Menschen haben die Bruchlandung bei stürmischem Wetter überlebt, das Flugzeug ging danach in Flammen auf. Durch den Aufprall verteilten sich die Trümmer gemäß einem Augenzeugen im weitem Umkreis. Der Fernsehsender „Silverbird“ berichtete von der Bergung von 56 Leichen. Beim Flugzeug handelt es sich um eine Maschine des Typs DC-9. An Bord der Maschine befanden sich 103 Passagiere und sieben Crew-Mitglieder. Unter den Passagieren befanden sich Berichten zufolge etwa 75 Schulkinder aus Abuja.

Die Absturzursache ist noch unklar. US-Experten vor Ort schlossen einen Terroranschlag als Absturzursache jedoch aus. Auf demselben Flughafen kam es im Juni zu einem Beinahe-Unfall, als eine Air France-Maschine in eine Kuhherde raste.

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July 6, 2005

Air-France-Jet rast in Kuhherde

Air-France-Jet rast in Kuhherde – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Air-France-Jet rast in Kuhherde

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Port Harcourt (Nigeria) / Paris (Frankreich), 06.07.2005 – Ein Passagierflugzeug der Air France ist bei der Landung in der nigerianischen Stadt Port Harcourt in eine Kuhherde gerast.

An Bord des Airbus A330 befanden sich knapp 200 Menschen, verletzt wurde niemand. Die Maschine rollte nach der Kollision sicher zum Flugsteig.

Über Verluste in der Kuhherde liegen keine Angaben vor, es sei auch nicht bekannt, wer der Besitzer der Tiere sei. Ein Air France-Sprecher gab bekannt, dies wäre der erste Zwischenfall dieser Art für die französische Fluggesellschaft gewesen.

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June 20, 2005

Nigeria: Deutsche Geiseln sind frei

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Port Harcourt (Nigeria), 20.06.2005 – Drei Tage nach ihrer Entführung wurden am Samstag alle Mitarbeiter einer Ölfirma im Nigerdelta, darunter vier Nigerianer und zwei deutsche Mitarbeiter, wieder freigelassen.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin wollte sich zu den Umständen der Freilassung nicht äußern. Die Geiselnehmer entstammen der Iduwini-Volksgruppe. Sie wollten mit der Entführung den Ölkonzern Shell unter Druck setzen. Die sechs Personen sind Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger und Berger der in Nigeria als Subunternehmer von Shell tätig ist. Die Entführergruppe Iduwini Nationalunion für Frieden und Entwicklung wirft dem Konzern vor, mit der Bevölkerung getroffene Vereinbarungen zur Schaffung von Arbeitsplätzen nicht umzusetzen.

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June 15, 2005

Nigeria: Mitarbeiter einer Ölfirma entführt

Nigeria: Mitarbeiter einer Ölfirma entführt

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Port Harcourt (Nigeria), 15.06.2005 – Laut Aussagen einer Entführergruppe wurden heute vier Nigerianer und zwei deutsche Mitarbeiter einer Ölfirma im Nigerdelta entführt. Die Gruppe erhebt soziale Forderungen, die sich vor allem an den Ölkonzern Shell richten.

Nach Angaben der Ölfirma B&B, bei der die sechs Menschen angestellt sind, wurden die sechs Personen entführt, als sie sich mit einem Boot vom Delta Bundesstaat zum Bayelsa Bundesstaat bewegten. T.I.T. Manse, Anführer der militanten Gruppe Iduwini National Movement for Peace and Development sagte, dass mit der Entführung Druck auf den Shellkonzern ausgeübt werden soll. Die Basis der Guppe befindet sich in Bayelsa. Der Shell-Konzern habe wirtschaftliche und soziale Vereinbarungen nicht eingehalten. Das Dienstleistungsunternehmen im Ölbereich B&B arbeitet in Nigeria als Zulieferer für Shell.

Im Nigerdelta, einer Ölreichen Region, herrschen Konflikte zwischen ausländischen Ölkonzernen und radikalen ethnischen Gruppen, die sich von den Ölgesellschaften betrogen fühlen. Der Iduwini-Volksgruppe gehören 1,8 Prozent der nigerianischen Bevölkerung an.

Dietmar Kreusel, der deutsche Botschafter in Nigeria, will Hinweisen nachgehen, kennt aber noch keine konkreten Forderungen. Shell kommentierte den Vorfall bislang nicht.

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