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February 23, 2005

Nürnberger Fußball-Bosse ziehen Einspruch zurück

Nürnberger Fußball-Bosse ziehen Einspruch zurück

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Berlin / Nürnberg (Deutschland), 23.02.2005 – Der seit dem 12.02.2005 in der Justizvollzugsanstalt Moabit in Untersuchungshaft einsitzende ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer hat während der bisherigen Ermittlungen im Wettskandal Manipulationen oder versuchte Manipulationen bei bestimmten Spielen eingeräumt.

Seitdem hat Hoyzer in Gesprächen mit der Berliner Staatsanwaltschaft wiederholt Schiedsrichterkollegen belastet. Diese bestreiten nach wie vor vehement die von Hoyzer gemachten Vorwürfe.

Fußball-Zweitligist LR Ahlen hat mittlerweile bestätigt, dass er beim Bundesgericht gegen das Urteil des Sportgerichts vom 15.02.2005 Einspruch einlegen wird. Entschieden wurde damals, dass das Punktspiel der 2. Bundesliga vom 22.10.2004 gegen SV Wacker Burghausen wiederholt werden muss. Grundlage für das Urteil war das Geständnis Hoyzers, dieses Spiel manipuliert zu haben.

Anders dagegen im Fall Nürnberg. Die Verantwortlichen des Bundesligisten 1. FC Nürnberg haben mittlerweile ihren Einspruch gegen die Wertung des DFB-Pokalspiels gegen Ahlen (2:3 n. V.) zurückgezogen. Eine juristische Auseinandersetzung wird daher nicht mehr stattfinden. Bei den Verhandlungen vor dem Sportgericht wäre Nürnberg beweispflichtig gewesen. Da Hoyzer im Zusammenhang mit diesem Spiel kein Geständnis abgelegt hat, wäre der Einspruch aussichtslos gewesen. Beobachter des Spiels konnten zudem keine Szenen erkennen, die auf eine Manipulation hingewiesen hätten. Der Nürnberger Sportdirektor Martin Bader gab jedoch zu verstehen, dass sich Nürnberg vorbehält, erneut Einspruch zu erheben, sollten sich Veränderungen in der Beweislage ergeben.

Durch diese Nürnberger Entscheidung werden vor dem DFB-Sportgericht nur noch fünf statt sechs Spiele verhandelt. Da auch in diesen Fällen die Beweislast bei den Clubs und nicht bei der Gegenseite liegt, haben die Einsprüche auch in diesen Fällen wenig Aussicht auf Erfolg.

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January 30, 2005

Schily will Oberschiedsrichter einführen

Schily will Oberschiedsrichter einführen

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München / Berlin (Deutschland), 30.01.2005 – Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat im Schiedsrichterskandal harte Strafen gefordert. „Es müssen die härtesten Sanktionen gegen die Täter ergriffen werden. Schiedsrichter und andere, die sich an den Manipulationen beteiligten, haben im Profifußball nichts mehr zu suchen“, sagte der Bochumer der Welt am Sonntag.

Gemeinsam mit dem DFB will Schily Instrumente zur Früherkennung von Manipulationen suchen. „Man könnte etwa eine Art Oberschiedsrichter einsetzen, der anhand von Fernsehbildern prüft, ob ein solcher Verdacht besteht“. Andererseits warnte Schily vor einem Generalverdacht gegen deutsche Schiedsrichter. „Meine Sorge ist, dass man jetzt bei Fehlentscheidung von Manipulation spricht. Diesem Eindruck müssen wir entgegenwirken.“

Otto Schily weiss, dass die Kontrolle von Wettbüros problematisch sein könnte. „Hier muss man mit den Polizeisachverständigen, dem DFB und den Ländern nach Lösungen suchen. Der Handlungsbedarf ist jedenfalls nicht zu übersehen.“ Trotzdem geht Schily nicht davon aus, dass sich der Skandal auf die im nächsten Jahr stattfindende Fußballweltmeisterschaft in Deutschland auswirken wird. „Wir werden den Manipulationsskandal schnell bereinigen, so dass kein Imageschaden bleibt.“

Der bayrische Minsterpräsident Edmund Stoiber forderte unterdessen ein generelles Wettverbot für alle an der Bundesliga beteiligten Personen. „Es muss ein glasklares Wettverbot für Spieler, Trainer und Funktionäre bei Fußball-Wetten geben. Alle Spieler und Schiedsrichter, die an den jetzt bekanntgewordenen Manipulationen beteiligt sind, sollen eine lebenslange Sperre und ein generelles Spielverbot erhalten. Es geht um das Ansehen des deutschen Fußballs“, sagte er der Bild am Sonntag.

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  • Focus (Quelle nicht mehr online)

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January 28, 2005

Schiedsrichter-Skandal: Wiederholungsspiele nicht länger ausgeschlossen

Schiedsrichter-Skandal: Wiederholungsspiele nicht länger ausgeschlossen

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Berlin (Deutschland), 28.01.2005 – Theo Zwanziger, geschäftsführender Präsident des Deutschen Fußballbundes, sagte im Deutschlandfunk, dass das DFB-Sportgericht „unter Umständen Spiele, die manipuliert sind, neu ansetzt.“ Das gilt sicherlich nicht für das umstrittene DFB-Pokal-Spiel Paderborn – Hamburger SV, da der laufende Wettbewerb inzwischen weiter fortgeschritten ist, wohl aber für die Regional- und Zweitligaspiele, die unter der Leitung des umstrittenen Schiedsrichters Robert Hoyzer standen. „Es wird auch kaum möglich sein, die letzte Saison noch einmal aufzurollen“, doch die laufende Saison ist davon offensichtlich nicht betroffen.

Ob es zivilrechtliche Forderungen einzelner Vereine gegen den DFB geben wird, ließ Zwanziger offen. „Es gibt keinen Arbeitgeber, der für vorsätzliches kriminelles Handeln eines seiner Angestellten haftet.“ Ob es von seiten der betroffenen Vereine, insbesondere des Hamburger SV, zivilrechtliche Schritte gegen Robert Hoyzer geben wird, müsse sich zeigen.

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