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November 3, 2012

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

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Veröffentlicht: 22:35, 3. Nov. 2012 (CET)
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Dmitri Medwedew 2007

Moskau (Russland), 03.11.2012 – Der Ministerpräsident von Russland Dmitri Anatoljewitsch Medwedew, der selbst Jurist ist, hat nicht die Meinung, dass die Sängerinnen der Punkband „Pussy Riot“ in ein Straflager gehören. Am Freitag sagte er der Agentur Interfax: „Wäre ich Richter, ich hätte sie nicht zur Haft verurteilt, einfach weil ich es nicht für richtig halte, dass sie durch Freiheitsentzug bestraft werden“. Für ihren Protest gegen Wladimir Putin, seien sie genug gestraft.

Pussy Riot ist eine feministische Punkrock-Band aus Moskau. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn Frauen. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Band durch eine Aktion gegen Putin im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie stürmten den Ambo der Kathedrale und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. In diesem Lied waren heftige Beleidigungen enthalten. Die Frauen von Pussy Riot protestierten mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., ihren Worten nach dazu aufgerufen hatte, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen zu wählen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.

Drei der Sängerinnen wurden zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Das Berufungsgericht hob die Freiheitsstrafe gegen eine der Frauen auf. Die beiden anderen befinden sich in einem Straflager.

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December 11, 2011

Massenproteste gegen Wahl in Russland

Massenproteste gegen Wahl in Russland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Massenproteste gegen Wahl in Russland

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Veröffentlicht: 19:51, 11. Dez. 2011 (CET)
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Wladimir Putin vor der Staatsduma (Bild aus dem Jahr 2000)

Moskau (Russland), 11.12.2011 – Mehrere zehntausend Menschen haben in Moskau gegen das Ergebnis der Parlamentswahl und den umstrittenen Wahlsieg von Wladimir Putins Partei Geeintes Russland protestiert. Bei Kälte und leichtem Schneetreiben kamen nach Polizeiangaben 25.000 Demonstranten zum Bolotnaja-Platz auf der Bolotny-Insel in der Moskwa. Die Veranstalter sprachen von 100.000 Teilnehmern. Die Demonstranten beschuldigen die russische Regierung der Wahlfälschung. Vier Parteien hatten bei der Wahl zur Staatsduma am 4. Dezember die Siebenprozenthürde übersprungen, Putins Geeintes Russland sowie die Kommunistische Partei Russlands, die Partei Gerechtes Russland und die Liberaldemokratische Partei.

Die Protestveranstaltung war von der Moskauer Stadtverwaltung genehmigt worden. Der Ort der Kundgebung sei von den Behörden vorgeschlagen worden, „um die Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können“, zitierte RIA Novosti den stellvertretenden Moskauer Bürgermeister Alexander Gorbenko. Bei nicht genehmigten Demonstrationen waren nach der Wahl vom 4. Dezember bei Protesten in Moskau, Sankt Petersburg und einigen anderen Städten zahlreiche Demonstranten verhaftet worden. So seien bei der nicht genehmigten Demonstration in Moskau am 5. Dezember rund 300 Teilnehmer und zwischen dem 4. und 8. Dezember bei ebenfalls ungenehmigten Protesten in Sankt Petersburg rund 500 Menschen festgenommen worden, schrieb die russische Nachrichtenagentur.

Der Bolotnaja-Platz war für 30.000 Demonstrationsteilnehmer zugelassen, sei jedoch überfüllt gewesen, berichteten Augenzeugen. Die Polizei schritt nicht ein. Insgesamt waren 52.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, der Rote Platz und andere symbolisch wichtige Orte wurden abgeriegelt, damit Demonstranten dorthin nicht vordringen konnten. Polizeiabsperrungen sicherten auch das Hauptquartier des russischen Geheimdienstes an der Lubjanka.

Der Kreml hatte versucht, die Menschen vom Protest abzuhalten. So wurden am Samstag im ganzen Land für die neunten, zehnten und elften Klassen zentrale Prüfungen für 15 Uhr angesetzt. Die Nachrichtenagentur Interfax meldete, man werde nach jungen Männern Ausschau halten, die sich vor dem Wehrdienst gedrückt haben, um sie zur Armee einzuziehen. Eine Empfehlung besagte, man solle nicht zu Großveranstaltungen gehen, um eine Grippe-Epidemie zu vermeiden.

Demonstranten in Moskau am 10. Dezember

Foto: Dmitry A. Mottl

„Russland ohne Putin“ skandierten die Demonstranten und bezeichneten in Sprechchören die Vorgänge als „Schande“. Der stellvertretende Wahlleiter Stanislaw Wawilow von der Zentralen Wahlkommission hat die Wahl als gültig bezeichnet, für eine Überprüfung des Wahlergebnisses gebe es keinen Anlass.

Zu Demonstrationen kam es am Samstag auch in Sankt Petersburg, wo etwa 10.000 Menschen gegen die Duma-Wahl protestierten. In Wladiwostok kamen nach Angaben der Veranstalter etwa tausend Menschen zu einer Demonstration. Auch hier machten die Behörden deutlich niedrigere Angaben. Protestiert wurde auch in Chabarowsk an der chinesischen Grenze, wo nach Angaben von RIA Novosti 20 Teilnehmer in Polizeigewahrsam genommen wurden und in einigen weiteren Städten Russlands, darunter in Archangelsk, Irkutsk, Krasnojarsk, Nowosibirsk und Omsk.

Der staatlich kontrollierte Sender N-TW, der zu 69 Prozent dem Energiekonzern Gazprom gehört sowie der erste und zweite russische Kanal berichteten über die Demonstrationen. Studenten, Rentner, Angestellte oder Arbeiter kamen zu Wort, sie prangerten die Wahlmanipulationen an. Dies ist ungewöhnlich für diese Medien, die sonst sehr staatsfreundlich berichten. Nach einer Meldung des regierungskritischen Radiosenders „Echo-Moskwy“ hatte Präsident Dimitrij Medwedjew eine objektive Berichterstattung über die Ereignisse angeordnet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Russland
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Proteste nach den russischen Parlamentswahlen 2011“.

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September 24, 2011

Russland: Ministerpräsident Putin will 2012 neuer Präsidentschaftskandidat werden

Russland: Ministerpräsident Putin will 2012 neuer Präsidentschaftskandidat werden

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Veröffentlicht: 20:43, 24. Sep. 2011 (CEST)
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Dmitri Medwedew auf dem Parteitag der Partei Geeintes Russland am 24.09.2011

Moskau (Russland), 24.09.2011 – Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin hat angekündigt, bei den nächsten Präsidentschaftswahlen in Russland im März 2012 als Kandidat antreten zu wollen. Er wurde vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew heute auf dem Parteitag der Regierungspartei Geeintes Russland dafür vorgeschlagen.

Nach einer „Zwangspause“ von vier Jahren könnte damit der ehemalige russische Präsident wieder in das Amt zurückkehren. Nach zwei gewonnenen Wahlen mit einer Amtszeit von je vier Jahren war es Putin im Jahr 2008 aufgrund der Verfassung nicht mehr möglich, noch ein drittes Mal in Folge zur Wahl zum Präsidenten anzutreten. Putin kündigte im Falle seiner Wahl ein umfangreiches Konjunkturprogramm an.

Der jetzige Ministerpräsident Putin schlug dem Parteitag vor, Medwedew zum Spitzenkandidaten der Partei Geeintes Russland bei den Parlamentswahlen am 4. Dezember 2011 zu machen. Als Regierungschef käme unter anderem als Aufgabe auf ihn zu, künftig innenpolitische Reformen voranzutreiben.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in Russland

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January 26, 2011

Neuer START-Vertrag wurde durch die Duma ratifiziert

Neuer START-Vertrag wurde durch die Duma ratifiziert

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Veröffentlicht: 15:39, 26. Jan. 2011 (CET)
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Präsident Medwedew

Moskau (Russland), 26.01.2011 – Nach dem der US-Senat das New START-Abkommen ratifiziert hatte, wurde am Dienstag, dem 25. Januar 2011, in der Duma abgestimmt und der Vertrag mit einem Zusatzprotokoll angenommen. Darin behält sich Russland vor, einseitig aus dem Vertrag auszusteigen. Jetzt kann mit der Reduzierung von atomaren Sprengköpfen und deren Trägersysteme um mehr als ein Drittel begonnen werden.

Der START-II-Vertrag war trotz Unterzeichnung von beiden Ländern nicht ratifiziert worden.

Gestützt auf eine hauchdünne Mehrheit war Präsident Obama in Vorleistung gegangen. Erwartungsgemäß wurde er in der Duma angenommen; dort verfügt Präsident Medwedew über eine komfortable Zweidrittelmehrheit.

Das von Washington geplante europäische Raketenabwehrsystem hatte die Abrüstungsverhandlungen behindert. Russland fühlt sich davon bedroht. Entscheidend für den Schritt in Richtung atomare Abrüstung war, dass Obama Russland eine Beteiligung am Abwehrsystem angeboten hat.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte nach der zweiten Lesung nochmals Bedenken über die Auslegung durch den US-Senat geäußert, begrüßte den Vertrag aber dennoch, da in Russland mit hohem Aufwand viele der Atomsprengköpfe, die noch aus der Sowjetzeit stammen, hätten ersetzt werden müssen.

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January 25, 2011

Blutbad auf Moskauer Flughafen Domodedowo durch Bombenanschlag

Blutbad auf Moskauer Flughafen Domodedowo durch Bombenanschlag

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Veröffentlicht: 21:00, 25. Jan. 2011 (CET)
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International Terminal am Flughafen Domodedo

Moskau (Russland), 25.01.2011 – Auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo kam es am Montagnachmittag nach Angaben eines Behördenvertreters um 16:32 Uhr Moskauer Zeit (13:32 UTC) zu einer Bombenexplosion in der Nähe eines Cafés im internationalen Ankunftsbereich des Flughafens. 35 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet, mindestens 100 verletzt. Laut ITAR-TASS eröffnete die für die Untersuchung von Straftaten im Bereich des Transportwesens zuständige Behörde eine Untersuchung mit dem Verdacht auf einen terroristischen Anschlag.

Im Terminal sollen sich nach der Detonation entsetzliche Szenen abgespielt haben. Die Neue Zürcher Zeitung zitiert einen Augenzeugen mit den Worten: „Hier laufen Menschen mit Verbrennungen herum und Leichenteile liegen auf Bahren.“ Ein anderer Zeuge berichtete gegenüber dem Sender Rossija 24 von schreienden Menschen und herunterfallenden Plastikpaneelen.

Über Täter und Motive des Anschlags gibt es bisher nur Mutmaßungen. Laut Medienberichten soll es sich um einen Selbstmordanschlag eines Attentäters gehandelt haben. Der russische Präsident Dmitri Medwedew sprach von einem „Terrorangriff“. Offenbar wurde die Bombe in der Nähe der Gepäckausgabe beim Übergang zum Ausgang, wo Menschen auf die Reisenden warteten, gezündet. Unter den Wartenden gab es auch die meisten Verletzten. In diesem Bereich des Flughafens, wo die Menschen auf Angehörige warten, die gerade angekommen sind, hatte der Täter offenbar leichtes Spiel mit den Sicherheitseinrichtungen, da Besucher, die von außen in den Flughafen kommen, hier nicht kontrolliert werden, während Fluggäste beim Einchecken diverse Kontrollpunkte passieren müssen. Laut Interfax wird nach drei Verdächtigen gefahndet, die im Zusammenhang mit dem Attentat stehen. Bekennerschreiben zu dem Anschlag lagen zunächst nicht vor.

Augenzeugen berichteten von zwei Detonationen im Bereich der Gepäckausgabe in der Ankunftshalle. Am Montagabend dementierte das russische Innenministerium, dass es sich um zwei Explosionen gehandelt habe. Medien berichteten, die Bombe, deren Sprengkraft laut Angaben von Nachrichtenagenturen zwischen sieben und 10 Kilogramm TNT lag, sei mit Schrauben und Metallkugeln gefüllt gewesen. RIA Novosti berichtete unter Berufung auf Polizeiangaben, eine Frau habe eine Tasche geöffnet, als die Bombe explodierte. Sie und ein sie begleitender Mann, dessen Kopf am späten Nachmittag gefunden wurde, seien bei der Explosion getötet worden. Bei dem männlichen Attentäter handelt es sich um einen Mann im Alter zwischen 30 und 35 Jahren mit „arabischem Aussehen“, gab ein Ermittler bekannt. Man könne nach dem derzeitigen Ermittlungsstand nicht ausschließen, dass der Sprengsatz zu früh explodierte oder ferngezündet wurde.

Die Moskauer Polizei wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, die Sicherheitsmaßnahmen in der Stadt verschärft. Der Inlandsgeheimdienst FSB schaltete sich auf Anordnung von Staatspräsident Dmitri Medwedew in die Ermittlungen ein. Er ordnete für die Sicherheitskräfte an allen Verkehrsknotenpunkten Alarmbereitschaft an. Für internationale Flüge war der Flughafen am Montag kurzzeitig gesperrt, der Flugbetrieb wurde inzwischen wieder aufgenommen.

Medienberichte, wonach die Sicherheitsbehörden im voraus von den Plänen unterrichtet gewesen seien, wurden am gestrigen Abend dementiert. Der Sprecher der Moskauer Innenbehörde, Viktor Birjukow, sagte gegenüber Journalisten: „Wir erklären offiziell, dass der Miliz keine Informationen über den geplanten Anschlag zur Verfügung standen.“

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  • Portal:Terrorismus

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December 29, 2010

Russland: Medwedew feuert Verantwortliche für Satellitenpanne

Russland: Medwedew feuert Verantwortliche für Satellitenpanne

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Veröffentlicht: 21:06, 29. Dez. 2010 (CET)
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Russische Rakete vom Typ Proton

Moskau (Russland), 29.12.2010 – Ranghohe Verantwortliche der russischen Raumfahrt müssen gehen. Staatspräsident Dmitri Medwedew macht sie persönlich für das Scheitern einer Satellitenmission Anfang des Monats verantwortlich.

Eine russische Proton-Rakete sollte am 5. Dezember drei Satelliten auf eine erdnahe Umlaufbahn befördern. Die Satelliten waren Kernbestandteil des russischen Programms GLONASS, eines eigenen Satellitennavigationssystems. Die Satelliten erreichten jedoch nicht die vorgesehene Umlaufbahn, sondern waren kurz vor Hawaii in den Pazifik gestürzt. Ursache des Totalverlusts waren offenbar Berechnungsfehler beim Betanken der Trägerrakete. Bei den entlassenen Führungskräften handelt es sich um den Vizepräsidenten und Chefkonstrukteur der Raketen- und Luftfahrtkorporation Energija, Wjatscheslaw Filin, sowie den stellvertretenden Leiter von Roskosmos, Viktor Romischewski.

Grundlage der Personalentscheidung war ein Bericht des stellvertretenden russischen Premierministers, Sergej Iwanow, an Medwedew. Auf Anweisung Medwedews werden bei der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos „zusätzliche Maßnahmen zur Festigung der Disziplin“ getroffen, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti.

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December 28, 2010

Michail Chodorkowski erneut schuldig gesprochen

Michail Chodorkowski erneut schuldig gesprochen

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Veröffentlicht: 09:35, 28. Dez. 2010 (CET)
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Michail Chodorkowski (2001)

Moskau (Russland), 28.12.2010 – Der russische Multimilliardär und frühere Chef des Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, ist gestern von einem Gericht in Moskau wegen Unterschlagung von Erdöl im Wert von 20 Milliarden Euro schuldig gesprochen worden. Chodorkowski ist seit 2003 inhaftiert und wurde bereits 2005 unter anderem wegen schweren Betrugs verurteilt. Das Strafmaß wird in den nächsten Tagen verkündet.

Chodorkowski hatte die Anschuldigungen immer abgestritten. Die Prozesse seien politisch motiviert und erklärten sich damit, dass er im Gegensatz zu anderen Oligarchen die Opposition und nicht den damaligen Präsidenten Putin unterstützt habe. Auch von anderer Seite wurde die mangelnde Unabhängigkeit der russischen Justiz kritisiert, so in einer Erklärung des US-Senats im Jahr 2005. Amnesty International hatte in der „Berliner Erklärung“ vom 27. Oktober Russland aufgefordert, die Europäischen Menschenrechtskonvention einzuhalten und dabei explizit auf die Prozesse gegen Chodorkowski und seinen Geschäftspartner Platon Lebedew Bezug genommen.

Vor knapp zwei Wochen hatte Putin in einer Fernsehshow die Verurteilung Chodorkowskis gefordert. Er gehe davon aus, dass das Gericht die Schuld Chodorkowskis hinreichend bewiesen habe und dieser wie jeder Dieb ins Gefängnis müsse. Präsident Medwedew hingegen bezeichnete Putins Äußerungen als eine unzulässige Vorverurteilung.

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April 9, 2010

Vereinigte Staaten und Russland unterzeichnen START-Nachfolgeabkommen

Vereinigte Staaten und Russland unterzeichnen START-Nachfolgeabkommen

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Veröffentlicht: 09:34, 9. Apr. 2010 (CEST)
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Prag (Tschechien), 09.04.2010 – In Prag unterzeichneten gestern die Präsidenten der Vereinigten Staaten und Russlands einen Abrüstungsvertrag. Dabei setzten Barack Obama und Dmitri Medwedew in der Prager Burg ihre Unterschrift unter das so genannte START-Abkommen, das in einer Vorgängerversion 1991 erstmals unterzeichnet wurde. Dieses Dokument mit einer zehnjährigen Laufzeit sieht vor, die Anzahl der strategischen Offensivwaffen zu reduzieren. Russland und die Vereinigten Staaten wollen die Anzahl der nuklearen Sprengköpfe innerhalb der nächsten sieben Jahre von jeweils 2.200 auf 1.550 reduzieren. Die Zahl der Raketen, U-Boote und Flugzeuge, die diese Waffen zum Einsatz tragen, sollen zudem auf jeweils 800 verringert werden.

Dass ausgerechnet in Prag der Vertrag unterzeichnet wird, ist offenbar kein Zufall. Barack Obama hatte genau vor einem Jahr eine viel beachtete Grundsatzrede gehalten, in der er die Vision einer atomwaffenfreien Welt vorstellte. Später erhielt er vom Nobelpreis-Komitee hierfür den Friedensnobelpreis. Der Vertrag wurde auch im Beisein des tschechischen Staatsoberhauptes Václav Klaus besiegelt. Flankiert wird das neue Abkommen durch zwei weitere Ereignisse. Obama verkündigte vor wenigen Tagen eine neue Doktrin, nach der die Atomwaffen nur noch in ganz elementaren Fällen eingesetzt werden. Auch wird es in der kommenden Woche einen Gipfel mit 47 Staats- und Regierungschefs in Washington geben. Dabei soll es um die Frage gehen, wie verhindert werden kann, dass Terroristen an nukleares Material gelangen.

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  • Portal:Militär

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April 19, 2009

Russland: Antiterroroperation in Tschetschenien für beendet erklärt

Russland: Antiterroroperation in Tschetschenien für beendet erklärt

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Veröffentlicht: 14:19, 19. Apr. 2009 (CEST)
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Moskau (Russland), 19.04.2009 – Am vergangenen Donnerstag, den 16. April hat der russische Geheimdienst-Chef Alexander Bordnikow den Militäreinsatz Russlands in Tschetschenien für beendet erklärt. Dies geschah auf Veranlassung des russischen Präsidenten Medwedew. Der Abzug der russischen Soldaten soll einen Schritt zur Normalisierung der Lage in der autonomen Republik bilden. In den vergangenen 15 Jahren hatte es zwei Kriege in Tschetschenien gegeben.

Die Ankündigung des Abzugs der russischen Soldaten aus Tschetschenien war von Beobachtern erwartet worden, denn der russische Präsident Dmitri Medwedew hatte bereits Anfang April dieses Jahres April auf dem G20-Gipfel in London verkündet: „Ich bin der Meinung, dass es die Situation zulässt, das Regime der Antiterroroperation zu ändern.“ Ein weiterer Grund könnte Beobachtern zufolge in den hohen Kosten liegen, die mit der Stationierung der 20.000 russischen Soldaten in Tschetschenien verbunden sind. Spezialkräfte des Moskauer Innenministeriums bleiben jedoch weiterhin dort.

Der Menschenrechtler Lew Ponomarjow begrüßte den bevorstehenden Abzug der Soldaten, denn der Anti-Terror-Zustand in Tschetschenien habe die Menschenrechte grob verletzt.

Der als moskautreu geltende tschetschenische Präsident Ramsan Kadyrow, der nach dem Tod seines Vaters vom damaligen Präsidenten Putin eingesetzt wurde, äußerte sich zufrieden über den Schritt. Grund ist unter anderem, dass er nun mit mehr ausländischen Investitionen und einem besseren Wirtschaftswachstum rechnet. Ihm werfen jedoch Menschenrechtsgruppen vor, durch seine persönliche tschetschenische Miliz politische Gegner foltern und töten zu lassen. Sein Vater war 2004 bei einem Anschlag, der von tschetschenischen Rebellen durchgeführt wurde, ums Leben gekommen.

Nach der Auflösung der Sowjetunion hatte sich Tschetschenien 1991 einseitig von Moskau losgesagt und sich seitdem als unabhängig betrachtet. Das erste Mal war die russische Armee 1994 in Tschetschenien einmarschiert, wo sie nach 21 Monaten sie das Feld geschlagen räumen musste. Der zweite Krieg begann im Oktober 1999, wobei die größten Kampfhandlungen um das Jahr 2002 endeten. Der Konflikt und der Kampf für die Unabhängigkeit von Moskau dauern jedoch bis heute an. Insgesamt wurden in den beiden Kriegen mehr als 100.000 Zivilisten getötet, was etwa zehn Prozent der Bevölkerung ausmacht.

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November 9, 2008

Mehr als 20 Tote bei U-Boot-Havarie im Japanischen Meer

Mehr als 20 Tote bei U-Boot-Havarie im Japanischen Meer

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Veröffentlicht: 17:15, 9. Nov. 2008 (CET)
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Lage des Japanischen Meeres

Wladiwostok (Russland), 09.11.2008 – An Bord eines Atom-U-Bootes der russischen Pazifikflotte starben am Samstag in Folge einer Betriebsstörung mindestens 20 Besatzungsmitglieder, darunter sechs Militärangehörige und 14 Zivilisten. Als Ursache des Unglücks vermutet die russische Marine ausströmendes Gas im Feuerlöschsystem. Der Atomreaktor des U-Boots war von der Havarie nicht betroffen. Marinesprecher Igor Dygalo erklärte: „Das Haupttriebwerk arbeitet normal. Die Hintergrundstrahlung entspricht den Normalwerten.“

Dem Marinesprecher zufolge ereignete sich das Unglück innerhalb der russischen Hoheitsgewässer im Japanischen Meer – eine genauere Ortsangabe wollte der russische Militärsprecher nicht machen. Bei einer Probefahrt aktivierte sich nach Angaben des Sprechers im Vorschiff unerwartet das Feuerlöschsystem des Schiffes. Dabei soll ein Gas ausgeströmt sein, das unter anderem zu Kühlzwecken in Kühlschränken eingesetzt wird. Das giftige Gas ist unter dem Handelsnamen „Freon“ (Difluordichlormethan) bekannt und gehört zur Gruppe der Halogenkohlenwasserstoffe. Bei einem Brand an Bord eines U-Bootes löst das Feuerlöschsystem eine Reihe von Aktionen aus. Unter anderem wird der betroffenen Kammer der Sauerstoff entzogen und ein gasförmiges Kühlmittel eingeleitet. Für Menschen, die sich dann in einem solchen Raum aufhalten, besteht Lebensgefahr.

Modell eines U-Bootes vom Typ 971U

Bei dem U-Boot handelt es sich um die K-152 „Nerpa“ (Robbe), einem U-Boot der Akula-Klasse, das seit Oktober zu Testzwecken in pazifischen Gewässern unterwegs war. Es war geplant, das Schiff für einen Zeitraum von zehn Jahren im Leasingverfahren an Indien auszuleihen. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 208 Personen an Bord, darunter eine Reihe von Schiffsingenieuren. Standardmäßig hat das U-Boot eine 73-köpfige Besatzung.

Die Nerpa ist inzwischen aus eigener Kraft im Marinestützpunkt Bolschoi Kamen eingetroffen – ungefähr 130 Kilometer von Wladiwostok, dem Hauptstützpunkt der russischen Pazifikflotte, entfernt. Zuvor waren 21 Verletzte durch das U-Boot-Jagdschiff „Admiral Tribuz“ aufgenommen und in Krankenhäuser an der Küste gebracht worden.

Der russische Präsident Dmitri Medwedew wies bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Militärführung an, das Unglück zu untersuchen. Ein Ermittlungskomitee bei der Staatsanwaltschaft Russlands ermittelt wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen Paragraf 352 des Strafgesetzbuches (Verletzung von Vorschriften für den Betrieb von Kriegsschiffen, die eine fahrlässige Tötung zur Folge haben).

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Unfälle
  • Portal:Russisches Militärwesen

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