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January 30, 2011

Zugunglück mit mindestens 10 Toten in Sachsen-Anhalt

Zugunglück mit mindestens 10 Toten in Sachsen-Anhalt

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Veröffentlicht: 17:24, 30. Jan. 2011 (CET)
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Der Unglückszug war ein LINT 41 (hier als baugleiches Fahrzeug der Deutschen Bahn)

Oschersleben (Bode) (Deutschland), 30.01.2011 – Am Abend des 29. Januar stieß nahe Hordorf, einem Stadtteil von Oschersleben, ein Güterzug mit einem in Richtung Halberstadt fahrenden Nahverkehrszug ungebremst frontal zusammen. Dabei wurden nach ersten Berichten zehn Menschen sofort getötet, ein weiterer erlag am Sonntag seinen Verletzungen. 23 weitere wurden verletzt, darunter befinden sich auch mehrere Schwerverletzte.

Nach Angaben der Polizei wurden alle verfügbaren Rettungskräfte aus der Region eingesetzt. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und dem Technischen Hilfswerk bot sich ein schreckliches Bild. An der Identifizierung der Leichen wird gearbeitet. Ohne Gewissheit zu haben, bangen und hoffen Angehörige. Die Polizei hat für Angehörige der Reisenden eine Hotline unter der Rufnummer 0391/5461412 eingerichtet. Den Helfern wird professionelles Vorgehen bescheinigt. Bei widrigen Bedingungen wurden Verletzte geborgen, erstversorgt und zu den Krankenhäusern gebracht.

Das Unglück ereignete sich um 22.24 Uhr auf der eingleisigen Strecke nahe dem Haltepunkt Hordorf. Der circa 100 Stundenkilometer schnelle Nahverkehrszug des Typs LINT 41 des Harz-Elbe-Express entgleiste dabei und stürzte auf das nahe Feld, wo er auf der Seite liegen blieb. Der mit Kalk beladene Güterzug, der mit etwa 80 Stundenkilometern unterwegs war, wurde nur leicht beschädigt und kam erst nach 500 Metern zum Stehen.

Untersuchungen zur Unfallursache sind angelaufen. War es technisches oder menschliches Versagen? Welche Rolle haben die Witterungsverhältnisse gespielt? Alles offene Fragen, die jetzt zu klären sein werden. Die Zugschreiber werden ausgewertet, die Zug- und Signaltechnik überprüft. Die Strecke wird noch Tage gesperrt sein. Der Lokführer des Güterzugs wurde leicht verletzt. Er verweigerte die Aussage zum Unfallhergang. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer, der am folgenden Sonntagmorgen die Unglücksstelle besuchte, ist der Meinung, ein überfahrenes oder defektes Haltesignal sei für das Unglück verantwortlich.

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Quellen

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September 11, 2008

Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2008: Augusto Farfus und Felix Porteiro gewinnen in Oschersleben jeweils ein Rennen

Tourenwagen-Weltmeisterschaft 2008: Augusto Farfus und Felix Porteiro gewinnen in Oschersleben jeweils ein Rennen

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Veröffentlicht: 10:42, 11. Sep. 2008 (CEST)
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Oschersleben (Bode) (Deutschland), 11.09.2008 – Vom Freitag, den 29. August bis Sonntag, den 31. August fuhren die Fahrer der WTCC auf dem Motorsport Arena Oschersleben im deutschen Oschersleben.

Das Qualifying war sehr spannend, denn es wechselte die Führung auf Platz eins. Zwischendurch lag auch Augusto Farfus auf Platz eins. Er landete am Ende auf Startplatz fünf. Rob Huff konnte in seiner Karriere zum ersten Mal ein Qualifying gewinnen. Es gelang Huff, sich in der allerletzten Minute gegen Gabriele Tarquini und Tiago Monteiro durchzusetzen. Für die BMW lief es insgesamt nicht sehr gut. Weltmeister Andy Priualx kam auf Startplatz acht. Pierre-Yves Corthals kam auf Platz 14 und war bester Privatfahrer.

Beim ersten Rennen kam es in der ersten Kurve zu mehreren Zusammenstößen. Nicola Larinis Auto wurde gleich von zwei SEAT-Piloten beschädigt, so dass er nicht weiterfahren konnte. Der Deutsche Jörg Müller rollte mit seinem BWM aus. Müller nahm kurz vor Schluss das Rennen noch einmal auf und landete am Ende auf Platz 26. Farfus war beim fliegenden Start der Gewinner, fuhr von Platz fünf aus ganz nach vorne und gewann denn ersten Lauf. Der Italiener Gabriele Tarquini fuhr zwischenzeitlich auf Platz zwei, wurde aber von den Fahrern Huff und Menu noch überholt. Andy Priaulx wurde von Tarquini von Strecke abgedrängt. Dabei beschädigte er sein Fahrzeug und fiel auf Platz 21 zurück. Stefano D’Aste wurde bester Privatfahrer und Franz Engstler schied schon in der ersten Runde aus.

Das zweite Rennen begann sehr turbulent. Porteiro konnte sich mit Coronel sehr früh vom Fahrerfeld absetzen. Den Niederländer konnte Porteiro im weiteren Rennverlauf gut in Schach halten. Hinter dem Spitzenduo wurde sehr hart im die Plätze gekämpft. Jordi Gene wurde in der siebten Runde von Huff. Huff verteidigte seinen dritten Platz bis ins Ziel. Gene konnte alle Angriffe abwehren und wurde im Ziel als vierter gewertet. Augusto Farufs musste kampflos Priaulx vorbeilassen. Der Spanier Sergio Hernandez war mit Platz sieben bester Privatfahrer. Achter wurde der Franzose Yvan Muller. Jörg Müller startete mit einer Aufholjagd von Platz 26 und wurde nicht mit einer Platzierung in den Punkteplätzen belohnt.

Yvan Muller konnte seine Führung in der Gesamtwertung mit 66 Punkten vor Tarquini und Priaulx behaupten, die 64 bzw. 53 Punkte erreichten.

Quellen

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