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July 17, 2011

Borneo: Wissenschaftler entdecken drei Exemplare der Regenbogenkröte

Borneo: Wissenschaftler entdecken drei Exemplare der Regenbogenkröte

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Veröffentlicht: 17:38, 17. Jul. 2011 (CEST)
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Borneo (Malaysia), 17.07.2011 – 87 Jahre wurde die bornesische Regenbogenkröte (Ansonia latidisca) nicht mehr gesehen. Man hatte vermutet, dass die Art ausgestorben ist. Ein Team von Wissenschaftlern hat bei einer gezielten Suche in Malaysia drei Exemplare der grazilen Krötenart auf der Insel Borneo aufgespürt.

Das wissenschaftliche Team stellte die Sarawak Universität Malaysia. Die Leitung der Suche hatte Indraneil Das. Er berichtete, dass die drei Exemplare im Juni im Staat Sarawak auf der Insel Borneo auf einem Baum entdeckt worden seien. Erstmals gelang es Fotos der Krötenart zu machen.

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September 11, 2008

Krötenplage in Timor-Leste

Krötenplage in Timor-Leste – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Krötenplage in Timor-Leste

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Veröffentlicht: 22:32, 11. Sep. 2008 (CEST)
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Bedrohung für Timors einzigartige Tierwelt: Die giftige Aga-Kröte

Dili (Timor-Leste), 11.09.2008 – Vor neun Jahren wurde die indonesische Besatzung Timor-Lestes durch UN-Truppen beendet, nun sieht sich der kleine südostasiatische Staat von einer neuen Invasion bedroht. Immer öfter findet man hier die giftige Aga-Kröte (Bufo marinus).

„Es sind so viele Kröten in Timor-Leste. Wir wissen nicht, wie wir sie los werden können, wir wissen nicht, wie wir sie töten können,“ berichtet Simplicio Barbosa von Care International im australischen Radio. Die ursprünglich aus Lateinamerika stammende Kröte wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein in Pazifikstaaten und Australien eingeführt um Insektenplagen zu bekämpfen, ohne zu beachten, dass die Kröten dort fast keine natürlichen Fressfeinde haben. Dazu kommt, dass die Amphibien bei ihrer Nahrungswahl nicht wählerisch sind. Von Insekten über Reptilien und andere Amphibien bis hin zu kleinen Säugern reicht ihr Speisezettel. Sogar Aas und Essensabfälle verschmähen sie nicht und sogar Kannibalismus wurde schon beobachtet. In Australien gelten sie schon lange als Plage und haben es zu einem der am meisten gehassten Tieren auf dem fünften Kontinent gebracht, denn die bis zu 22 Zentimeter großen und über ein Kilo schweren Aga-Kröten werden in ihren neuen Siedlungsgebieten oft für das Verschwinden vieler einheimischer Arten verantwortlich gemacht. Auch weil Raubtiere, wie zum Beispiel Schlangen durch das Hautgift zu Tode kommen. Menschen erleiden zumeist Hautreizungen, es sind aber auch schon Todesfälle durch das Hautsekret bekannt. Auf der Insel Timor leben viele seltene Vogelarten, 23 findet man nur hier und auf der kleinen Nachbarinsel Wetar. Dazu gibt es verschiedene Waran- und Schlangenarten. Und auch Haustiere sind bedroht, die für den ländlich geprägte Staat lebenswichtig sind. Schon wird berichtet, dass die Kröten viele Hühner getötet haben.

Barbosa glaubt, die Kröten seien vom australischen Darwin nach Timor-Leste durch die australischen Truppen gebracht worden. Die Australier bilden seit 1999 den Hauptteil der internationalen Streitkräfte, die das Land im Wiederaufbau und bei der Stabilisierung unterstützen. Timoresische Bauern in einigen Regionen berichten sogar, die Aga-Kröten seien von den Soldaten absichttlich eingeführt worden, um Giftschlangen zu bekämpfen. Australische Experten glauben eher, dass die Aga-Kröten als blinde Passagiere ins Land kamen. Konfrontiert mit dem Vorwurf erklärte ein australischer Militärsprecher, man könne nicht zurückverfolgen welcher Transport die Kröten nach Timor-Leste eingeschleppt hat. Seit Beginn der Hilfsmaßnahmen gab es unzählige Schiffe und Flugzeuge, sowohl vom Militär, als auch von zivilen und staatlichen Hilfsorganisationen, die von Australien nach Timor-Leste gingen. Der australische Verteidigungsminister kündigte bei einem Besuch in Darwin Joel Fitzgibbon Untersuchungen an.

Barbosa und auch Senator Bob Brown, Vorsitzender der australischen Grünen fordern, Australien solle dem kleinen Nachbarland bei der Krötenbekämpfung helfen. Die Kröten seien eine Bedrohung für die Umwelt und die Wirtschaft Timor-Lestes. Die Amphibien müssten noch vor Beginn der Regenzeit beseitigt werden.

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