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January 26, 2014

Mehrere Bombenanschläge in Kairo

Mehrere Bombenanschläge in Kairo – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mehrere Bombenanschläge in Kairo

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Veröffentlicht: 09:15, 26. Jan. 2014 (CET)
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Kairo (Ägypten), 26.01.2014 – Am 25. Januar 2014, dem Vortag des dritten Jahrestags der 25.-Januar-Revolution, kam es zu vier offensichtlich koordinierten Bombenanschlägen in der Metropolregion Kairo, bei denen sechs Menschen getötet und fast einhundert Menschen verletzt wurden. Es entstand erheblicher Sachschaden. Bei Ausschreitungen zwischen Anhängern des gestürzten Präsidenten Muhammed Mursi und Polizei und Protestgegnern am Nachmittag wurden acht Menschen getötet, 59 verletzt und 171 festgenommen.

Sprengstoffanschläge in Kairo und al-Giza

Am Freitagvormittag, dem 24. Januar 2014, detonierte um 6:30 Uhr Ortszeit eine Autobombe eines Selbstmordattentäters vor dem Polizeihauptquartier in der Kairoer Altstadt. Bei diesem Anschlag wurden mindestens vier Personen Person getötet, mindestens 76 verwundet und die Fassade der Zentrale stark beschädigt. Die Wucht von 500 Kilogramm Sprengstoff führte zu massiven Zerstörungen im Umfeld. Im besonderen Maße betrifft dies das Museum für islamische Kunst, das sich auf der gegenüber liegenden Straßenseite befindet. Teile der Fassade des Museums fielen herab. Im Museum stürzten Decken ein, und zahlreiche Ausstellungsstücke wurden beschädigt. Noch im Laufe des Tages wurde mit der Evakuierung des Museums begonnen. Selbst in der 200 Meter entfernten Jussuf-Agha-al-Hin-Moschee wurden die Scheiben zerstört.

Zu diesem ersten Anschlag hat sich die al-Qāʿida-nahe Terrororganisation Anṣār Bait al-Maqdis bekannt.

Stunden später gab es drei weitere Sprengstoffanschläge in verschiedenen Stadtteilen von Kairos Nachbarstadt auf dem Westufer, al-Giza.

Zuerst wurde ein Sprengsatz auf ein fahrendes Polizeifahrzeug in der Nähe einer Metrostation im Stadtteil al-Duqqi geworfen. Dabei wurden ein Polizist getötet und elf weitere verletzt. Ein dritter Sprengsatz wurde vor einer Polizeistation im Stadtteil al-Talbiya gezündet, wobei es keine Verletzten gab. Eine vierte Explosion fand in der Nähe eines Kinos an der Pyramidenstraße im Stadtteil al-Haram statt. Hier starb eine Person, drei weitere wurden verletzt.

Einen Tag später hat sich Anṣār Bait al-Maqdis zu allen vier Anschlägen bekannt.

Internationale Reaktionen

Die USA, die Vereinten Nationen, die EU und die Bundesregierung haben die Bombenanschläge in Kairo scharf verurteilt. Das US-amerikanische Außenministerium forderte, dass die Täter zur Verantwortung gezogen werden müssten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon schrieb in einer Mitteilung der Vereinigten Nationen: „Es gibt nichts, was diese terroristischen Akte rechtfertigen könnte.“

Als Folge dieser Anschläge empfiehlt das Auswärtige Amt Reisenden in den Großstädten Ägyptens, am Wochenende in den Hotels zu bleiben.

Bevölkerung macht Muslimbruderschaft verantwortlich

Ungeachtet der Bekennerschaft für den ersten Anschlag macht ein großer Teil der Bevölkerung die Muslimbruderschaft und ihre Unterstützer für die Anschläge verantwortlich. Unter der Bevölkerung macht sich Verzweiflung breit. Die Welt berichtet über Wutausbrüche wie: „Tötet die Muslimbrüder dafür, tötet sie alle, auch ihre Kinder und Enkel!“ Der einzige Retter Ägyptens könne nur der amtierende Verteidigungsminister, ‘Abd al-Fattah as-Sisi, sein. Die Vorgänge am Freitag spielen dem Militär somit in die Hände.

Westliche, insbesondere US-amerikanische Politiker werden von eben diesen Ägyptern als Unterstützer Muhammed Mursis angesehen. Das bekamen auch Mitarbeiter eines TV-Teams des Südwestrundfunks zu spüren, die von einer wütenden Menge attackiert wurden. Drei Mitarbeiter des Teams wurden verletzt. Sie mussten von der Polizei in Sicherheit gebracht werden.

Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Januar-Revolution

Am 25. Januar 2014 jährt sich zum dritten Mal der Beginn der 25.-Januar-Revolution von 2011. Die damaligen Demonstrationen für Brot und Arbeit starteten bewusst am 25. Januar, dem Ehrentag der ägyptischen Polizei, die als Teil des staatlichen Repressionsapparates angesehen wurde. 18 Tage später trat der autokratisch regierende Staatspräsident Husni Mubarak zurück.

Zur Teilnahme an den Feierlichkeiten hat die ägyptische Übergangsregierung, die sich als Wahrer der Ideale dieser Revolution sieht, ihre Unterstützer aufgerufen. Die Übergangsregierung agiert seit dem 3. Juli 2013, nachdem zuvor der bis dahin amtierende Präsident Muhammed Mursi von Polizei und Armee gestürzt wurde.

Warnungen im Vorfeld

Medien und Innenministerium hatten im Vorfeld dieser Feierlichkeiten vor Gewalt gewarnt und 260.000 Polizisten und zehntausende Soldaten aufgeboten, um die Feiern und Demonstrationen von Unterstützern der jetzigen Regierung zu schützen.

Bereits am Vortag, dem 23. Januar 2014, hatte die ägyptische Eisenbahnbehörde den Zugverkehr von Asyūṭ und el-Minyā in Oberägypten nach Kairo auf Drängen der Sicherheitsbehörden eingestellt. Offiziell wurden technische Probleme als Grund genannt. Mit der Maßnahme soll verhindert werden, dass Anhänger der Muslimbruderschaft bzw. Anhänger des gestürzten Präsidenten Muhammed Mursi, die zumeist aus der ärmeren Landbevölkerung stammen, aus der Provinz nach Kairo gebracht werden, um hier an vermutlich gewaltsamen Protestdemonstrationen teilzunehmen.

Landesweite Pro-Mursi-Proteste

Nach dem Freitagsgebet kam es landesweit in mehreren Städten zu gewaltsamen Ausschreitungen von Anhängern Mursis bzw. der „Anti-Coup-Allianz“. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden dabei acht Demonstranten getötet, davon einer in Damietta, vier in Bani Suwaif (Beni Suef), zwei in al-Faiyum und einer in al-Minya. Weitere Proteste und Auseinandersetzungen fanden in der Nasr City, einem Kairoer Stadtteil, und in Alexandria statt.

Die Terrororganisation Ansar Bait al-Maqdis

Ansar Bait al-Maqdis („Schützer Jerusalems“) ist eine erst recht junge Terrororganisation, die auf dem Sinai und im Gazastreifen ansässig ist. Sie wurde während der Revolutionswirren im Februar 2011 gegründet. Es gibt unbestätigte Hinweise darauf, dass die Organisation von Chairat al-Schater, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Muslimbruderschaft, gegründet und auch finanziert wurde. Zu dieser Gruppierung gehören neben den einheimischen Beduinen sowohl ägyptische als auch ausländische Islamisten.

Anfänglich erreichte die Organisation Bekanntheit dadurch, dass sie mehrfach die Erdgasleitung nach Israel und Jordanien sprengte. Seit Mitte 2013 führte sie mehrere Anschläge auf Polizisten und Militärangehörige, vornehmlich auf dem Sinai, durch. Der Organisation wird auch der Anschlag auf den ägyptischen Innenminister, Muhammad Ibrahim Mustafa, am 5. September 2013 zugeschrieben.

In den Folgemonaten verlagerten Ansar Bait al-Maqdis ihre Aktivitäten zunehmend ins Nildalta und nach Unterägypten. Die schwersten Anschläge ereigneten sich am 24. Dezember 2013, als bei einem Bombenanschlag vor der Polizeizentrale in al-Mansura 16 Polizisten getötet wurden, und am 23. Januar 2014, als bei einem Angriff auf einen Checkpoint in Bani Suwaif vier Polizeioffiziere erschossen wurden. Der Anschlag in al-Mansura führte zur Einstufung der Muslimbruderschaft als Terrororganisation.

Ziel der Anschläge der Organisation ist es unter anderem zu demonstrieren, dass die ägyptische Polizei und Armee nicht für die staatliche Sicherheit sorgen können.

Quellen[Bearbeiten]

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April 17, 2013

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

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Veröffentlicht: 02:27, 17. Apr. 2013 (CEST)
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Spurensicherung nach der Explosion

Boston (Vereinigte Staaten), 17.04.2013 – In der Nähe des Copley Square im Zentrum der Stadt kam es am 15. April 2013 gegen 14:45 Uhr Ortszeit, rund zwei Stunden nachdem die ersten Läufer des Boston-Marathons das Ziel erreicht hatten, zu zwei Bombenexplosionen. In Folge dessen wurden drei Menschen getötet.

Mehr als 170 Personen wurden verletzt. 89 Menschen konnten das Krankenhaus laut CNN am Dienstagnachmittag wieder verlassen. Augenzeugen berichteten, dass einigen Personen Körperteile abgerissen wurden und viele schwer verletzt wurden. Weitere Sprengsätze wurden entschärft oder kontrolliert zur Explosion gebracht.

Über den Hintergrund der Tat ist bisher nichts bekannt. US-Präsident Barack Obama sagte am Dienstag, einen Tag nach den Explosionen, es habe sich um einen „terroristischen Akt“ gehandelt. Die Behörden wüssten aber nicht, ob eine Gruppe oder ein Einzeltäter dahinter stecke. Auch die Motive seien noch unklar. Nach jüngsten Meldungen waren die Sprengsätze aus Schnellkochtöpfen zusammengesetzt, die mit Metallkugeln und Nägeln gefüllt waren.

Die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hatte den Luftraum unmittelbar nach den Explosionen über Boston vorübergehend geschlossen. Außerdem war der U-Bahnverkehr vorsorglich angehalten worden. Auch an anderen Orten in den USA wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, unter anderem in New York City und in Washington, wo das Umfeld des Weißen Hauses teilweise geräumt wurde.

Bilder vom Ort des Anschlags.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlag auf den Boston-Marathon 2013“.

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July 12, 2012

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

Norwegen: Nach Breivik-Anschlägen sollen Anti-Terrorgesetze verschärft werden

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Veröffentlicht: 20:34, 12. Jul. 2012 (CEST)
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Die norwegische Justizministerin Grete Faremo

Oslo (Norwegen), 12.07.2012 – Nach den Anschlägen des rechtsextremen Anders Behring Breivik, bei denen 77 Menschen getötet wurden, will die norwegische Regierung die Möglichkeiten zur Verfolgung von „Solo-Terroristen“ erweitern. Am Donnerstag, zehn Tage vor dem ersten Jahrestag der Anschläge von Oslo und Utøya, übergab die Justizministerin Grete Faremo dem Parlament entsprechende Vorschläge. Die Regierung will vor allem die Vorbereitung von Terrorhandlungen ohne Hilfe anderer künftig als strafbare Handlung einstufen.

Über Jahre hinweg hatte Breivik die Detonation einer Autobombe in Oslo und das Massaker auf der Insel Utøya am 22. Juli 2011 unbemerkt vorbereitet. Die Abhör-Möglichkeiten und auch Video-Überwachungen und Kontrollen im Internet könnten für die Polizei und den Geheimdienst PST erweitert werden, erklärte Faremo. Es sei außerdem geplant, die Teilnahme an Terroristen-Camps und auch den Besitz von Materialien, welche sich zur Ausübung von terroristischen Aktionen eignen, unter Strafe zu stellen.

Die sozialdemokratische Ministerin wies darauf hin, dass sich die Regierung noch nicht endgültig festgelegt habe, wie weit sie gehen will. Die Regierung soll sich eine „möglichst offene Debatte“ wünschen. Im nächsten Jahr könnten, nachdem die Anhörungsfrist im November abgelaufen ist, neue Regeln in Kraft treten.

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July 3, 2012

Afghanistan: Drei britische Soldaten von uniformiertem Mann erschossen

Afghanistan: Drei britische Soldaten von uniformiertem Mann erschossen

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Veröffentlicht: 01:26, 3. Jul. 2012 (CEST)
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Afghanische Polizisten

Kabul (Afghanistan), 03.07.2012 – Drei Angehörige der britischen Armee sind im Süden Afghanistans von einem Mann in afghanischer Polizeiuniform getötet worden. Wie das Verteidigungsministerium in London am Montag mitteilte wurden die drei Soldaten am Sonntag in der Provinz Helmand erschossen. Die drei Briten sollen Teil eines Polizeiberatungsteams gewesen sein. Angaben zufolge eröffnete der uniformierte Mann das Feuer, als die Soldaten den Kontrollpunkt Kamparack Pul im Bezirk Nahr e Saradsch verließen.

Laut einem afghanischen Behördensprecher kamen zur selben Zeit drei Zivilisten durch einen Nato-Luftangriff im Osten des Landes ums Leben. Am Montagmorgen sollen Nato-Truppen, die im Bezirk Charch patrouillierten, von Aufständischen beschossen worden sein. Als Reaktion soll von den Soldaten ein Luftangriff angefordert worden sein, bei dem drei Ladenbesitzer getötet wurden. Nach ersten Berichten sei nicht von zivilen Opfern auszugehen, erklärte ein Sprecher des Militärbündnisses.

Als am Sonntag im Osten des Landes in der Provinz Ghazni eine am Straßenrand versteckte Bombe explodierte wurden ebenfalls fünf Zivilisten getötet und elf weitere Menschen wurden verletzt. Unter den Toten befanden sich auch Frauen und Kinder. Der Aussage des stellvertretenden Polizeichefs der Provinz nach, sei der voll besetzte Bus, in dem sich die Opfer befanden, auf den Sprengkörper aufgefahren.

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April 28, 2012

Fall Timoschenko: SPD Chef Gabriel fordert Politiker zum Boykott der EM auf

Fall Timoschenko: SPD Chef Gabriel fordert Politiker zum Boykott der EM auf

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Veröffentlicht: 14:56, 28. Apr. 2012 (CEST)
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Timoschenko im Sitzungssaal beim ersten Strafprozess gegen sie in der Ukraine

Berlin (Deutschland) / Kiew (Ukraine), 28.04.2012 – Die umstrittene Strafhaft gegen die Ex-Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko wird ohne Rücksicht auf die wachsende Kritik im Ausland fortgesetzt, eine notwendige Behandlung im Ausland verweigert. Der Parteivorsitzende der SPD, Sigmar Gabriel, forderte jetzt zum Boykott der Fußball-Europameisterschaft auf. Auch Mitglieder anderer deutscher Parteien zeigten Unverständnis und sprachen sich für Konsequenzen aus.

Sigmar Gabriel
(Archivbild 2012)

Im engen Benehmen mit der Bundesregierung hatte Bundespräsident Joachim Gauck erst vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass er wegen des Umgangs der Ukraine mit der inhaftierten und schwer erkrankten Ex-Ministerpräsidentin Julia Tymoschenko, nicht an einem Treffen der zentraleuropäischen Staatsoberhäupter in Jalta teilnehmen wird. Wolfgang Bosbach (CDU) ist Sprecher des Innenausschusses im Bundestag; er äußerte sich ebenfalls, Europa müsse dem Regime in der Ukraine jetzt entschlossen entgegentreten. SPD-Chef Gabriel: „Solange in der Ukraine Menschen aus politischen Gründen in Haft gehalten und misshandelt werden, kann es keinen normalen Umgang mit dem Land geben. Unter diesen Umständen kann auch das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht ratifiziert werden“, man müsse aufpassen, dass man nicht zu Claqueuren des Regimes werde. Denn möglicherweise sitze man in den Stadien neben Gefängnisdirektoren und Geheimpolizisten. Der CSU-Innenexperte Hans-Peter Uhl forderte weitere Gesten der Missbilligung durch deutsche Regierungsvertreter. „Der Umgang mit Frau Timoschenko wird Konsequenzen haben für den Umgang der EU mit Visa-Erleichterungen für Ukrainer“, sagte Philipp Mißfelder von der CDU.

Timoschenko ist weiter im Hungerstreik. Sie soll im Gefängnis von einer Wärterin geschlagen worden und ernstlich erkrankt sein.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) forderte die Führung der Ukraine auf, die Inhaftierte ausreisen zu lassen, um ihr eine ärztliche Behandlung zu ermöglichen. Man solle die Möglichkeiten der Europameisterschaft nutzen, sich positiv darzustellen. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz (SPD): „Die EU ist eine Werte- und Rechtsgemeinschaft und erwartet von Ländern, mit denen wir solche Assoziierungsabkommen schließen, dass sie sich an diese Werte halten.“ Er sieht das das Abkommen mit der EU über wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit in Gefahr. Er gab an, selbst nach einer Lösung zu suchen, bei der alle Beteiligten ihr Gesicht wahren könnten.

Timoschenko selbst sprach sich gegen eine Absage der Europameisterschaft aus. Gaucks Absage nannte sie „ein sehr starkes Signal der Unterstützung und Solidarität“.

Richter Konstantin Sadowski eröffnete vor einer Woche in der Stadt Charkow den Prozess gegen Timoschenko wegen angeblicher Steuerhinterziehung und Veruntreuung; hier drohen ihr nochmals zwölf Jahre Haft. Die Verhandlung wurde dann auf den 21. Mai vertagt. Die Anwälte der Angeklagten, die wegen eines Wirbelbruchs nur noch liegen kann, sagten, sie sei prozessunfähig und müsse, wie von Ärzten der Berliner Charité empfohlen, im Ausland behandelt werden. Vor dem Gerichtsgebäude kam es zu Protesten von Anhängern und Gegnern der Ex-Ministerpräsidentin.

In der Heimatstadt Dnjepropetrowsk von Timoschenko explodierten am Freitag bei einer Serie von Anschlägen vier Bomben, 29 Menschen wurden verletzt. Daraufhin wurden Sicherheitsbedenken zur Durchführung einer Großveranstaltung laut.

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March 1, 2012

Istanbul: Bombenanschlag auf Polizeibus – 16 Personen verletzt

Istanbul: Bombenanschlag auf Polizeibus – 16 Personen verletzt

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Veröffentlicht: 18:03, 1. Mär. 2012 (CET)
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Istanbul – Der Beyazıtturm (links) und die Süleymaniye-Moschee (rechts)

Istanbul (Türkei), 01.03.2012 – Am Donnerstag wurde durch bislang unbekannte Täter im Istanbuler Stadtteil Sütlüce eine an einem Motorrad befestigte Bombe gezündet. Durch die Explosion wurde ein Polizeibus (Bild) erheblich beschädigt, der 21 Beamte transportierte. 15 davon wurden verletzt. Die Bombe war ferngezündet worden.

In der Nähe des Tatortes befindet sich das Büro der islamisch-konservativen Regierungspartei Adalet ve Kalkınma Partisi (AKP). Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan sprach von einem Terroranschlag. 15 Polizisten und eine Zivilperson seien verletzt worden. Nach dem Anschlag suchten Experten die Umgebung nach einem weiteren Sprengsatz ab, gefunden wurde keiner. Ein Bekennerschreiben oder ähnliches liegt nicht vor. Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) die als Terrororganisation eingestuft ist, geht bei Anschlägen häufig nach dem gleichen Modus vor und verwendet wie hier Plastiksprengstoff. Der Istanbuler Gouverneur Hüseyin Mutlu meinte es sei noch zu früh um die PKK für die Explosion, die von Zeugen mit einem Feuerball verglichen wurde, verantwortlich zu machen.

In der Vergangenheit wurden in der Türkei Anschläge von der PKK, rechts- und linksradikalen Gruppen, sowie islamistischen Extremisten wie der Al Kaida verübt.

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January 12, 2012

Haftbombe tötet iranischen Atomwissenschaftler

Haftbombe tötet iranischen Atomwissenschaftler

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Veröffentlicht: 18:25, 12. Jan. 2012 (CET)
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Flugabwehr bei der Urananreicherungsanlage in Natanz (2006)

Teheran (Iran), 12.01.2012 – In Teheran wurden zwei Personen durch einen Sprengstoffanschlag auf ein Auto getötet, eine weitere wurde verletzt. Einer der Getöteten ist Mostafa Ahmadi Roshan (32), ein Chemiker und Vizechef der Handelsabteilung der Urananreicherungsanlage in Natanz.

Ein Motorrad, besetzt mit zwei Personen, hatte sich heute Morgen dem Peugeot 405 des Wissenschaftlers im dichten Verkehr genähert. Beim Passieren befestigte der Beifahrer eine magnetische Bombe an dem Pkw, die wenig später explodierte. Ein Insasse war sofort tot, ein weiterer starb im Krankenhaus. Die dritte Person im Wagen kam mit Verletzungen davon.

Safar Ali Baratlu, der Vizegouverneur der Provinz Teheran, geht davon aus, dass Israel der Drahtzieher des Anschlags ist: „Die Methode dieses Terrorakts ähnelt vorherigen Aktionen, die Irans Atomwissenschaftler zum Ziel hatten.“ Im November 2010 wurde der Atomwissenschaftler Majid Shariari getötet. Der jetzige Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Feridun Abbasi, wurde bei diesem Anschlag verletzt. Im Januar 2010 war der Physikprofessor Massud Ali-Mohammadi umgekommen, als neben seinem Fahrzeug ein Motorrad explodierte. Ein halbes Jahr später wurde ein angeblicher Student bei einem ähnlichen Anschlag getötet; andere Quellen sprechen davon, dass es sich nicht um einen Studenten, sondern um einen Atomwissenschaftler gehandelt habe. Der Iran macht für die gezielten Tötungen die Geheimdienste von Israel, Großbritannien und den Vereinigten Staaten verantwortlich. Der Sicherheitsexperte Theodore Karasik vom Institut für militärische Analyse im Nahen Osten und am Golf (Inegma) in Dubai sagte gegenüber Medien, dass die Verwendung von magnetischen Haftbomben für eine Verwicklung von Geheimdiensten in die Anschläge spreche.

Der Iran hat aktuell 90 Meter unter der Erde in Fordo bei Ghom eine Urananreicherungsanlage in Betrieb genommen. Die Anlage ist durch eine Luftabwehr gesichert. Nach der Ankündigung von weiteren Sanktionen durch die EU und die Vereinigten Staaten hatte der Iran kürzlich gedroht, die Meerenge von Hormus zu sperren, über die 40 Prozent der weltweiten Öllieferungen abgewickelt werden. Die Vereinigten Staaten gaben zu verstehen, dass sie auf eine solche Blockade auch militärisch reagieren würden.

Anscheinend dienen die Anschläge dazu, die Entwicklung des iranischen Atomprogramms zu verzögern. Es wird befürchtet, dass der Iran entgegen seiner Ankündigung mit dem Atomprogramm nicht nur friedliche Ziele verfolgt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Iran: US-Drohne abgeschossen (05.12.2011)

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September 23, 2011

Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Ankara

Tote und Verletzte bei Bombenanschlag in Ankara

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Veröffentlicht: 04:57, 23. Sep. 2011 (CEST)
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Ankara (Türkei), 23.09.2011 – Mindestens drei Personen wurden in der türkischen Hauptstadt Ankara durch die Explosion eines Autos, welches auf dem Parkplatz unmittelbar vor einer Schule abgestellt war, getötet. Dies bestätigte Innenminister İdris Naim Şahin. Nach Medienangaben wurden 24 weitere Personen verletzt, fünf davon seien Schwerverletzte. Gegen 11 Uhr Ortszeit war in der Nähe des Amtssitzes von Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan im Stadtbezirk Cankaya ein gasbetriebener Kleinbus explodiert. Eine Frau soll als tatverdächtig festgenommen worden sein.

Bei zwei der Toten handelt es sich um zwei Männer im Alter von 18 und 22 Jahren.

Über den Hergang gab es widersprüchliche Angaben. Wie der Innenminister und stellvertretende Ministerpräsident Bülent Arınç im Fernsehen sagte, gebe es Hinweise, dass die Explosion durch eine Bombe ausgelöst wurde. Gouverneur Alaaddin Yüksel und Bezirksbürgermeister Bülent Tanik sagten hingegen, dass nach Augenzeugenberichten jemand einen brennenden Benzinkanister auf das Fahrzeug geworfen habe. Inzwischen soll laut Informationen des türkischen Innenministers Idris Naim Sahin ermittelt worden sein, dass es sich um eine Autobombe gehandelt habe. Die Staatsanwaltschaft Ankara habe Ermittlungen aufgenommen und sei dabei, die Aufzeichnungen der Überwachungskameras auszuwerten.

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül, der sich derzeit auf einem Staatsbesuch in Deutschland aufhält, um für den Beitritt der Türkei in die Europäische Union zu werben, bezeichnete in Osnabrück den Anschlag als „Terror auf die Zivilbevölkerung“.

Das türkische Fernsehen zeigte eine über der Stadt stehende Rauchsäule. Mehrere Fahrzeuge in der Nähe gerieten in Brand, zahlreiche Fensterscheiben zerbrachen. Vom betroffenen Auto blieb nur noch ein Klumpen übrig. Die Umgebung des Tatortes wurde aus Furcht vor weiteren Anschlägen evakuiert.

Die kurdische Terrororganisation TAK hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Türkei

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Selbstmordattentäter tötet afghanischen Ex-Präsidenten

Selbstmordattentäter tötet afghanischen Ex-Präsidenten

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Veröffentlicht: 05:00, 23. Sep. 2011 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 23.09.2011 – In seiner Wohnung getötet wurde der ehemalige afghanische Präsident Burhānuddin Rabbāni. Der Selbstmordattentäter hatte einen unter seinem Turban versteckten Sprengsatz zur Explosion gebracht. Die Explosion tötete Rabbāni und nach Angaben des Fernsehsenders Tolo fünf weitere Personen. Zwei weitere Personen, die sich in der Wohnung aufhielten, wurden verletzt. Unter den Verletzten sei auch ein hochrangiger Berater des derzeitigen Präsidenten Hamid Karzai. Dies wurde aus Polizeikreisen bekannt.

Rabbāni hatte den Selbstmordattentäter und einen weiteren Taliban empfangen, um Friedensverhandlungen zu führen. Dies berichtete die BBC. Die Wohnung Rabbānis liegt im schwer bewachten Diplomatenviertel Kabuls, unweit der Botschaft der Vereinigten Staaten. Erst vor einer Woche hatten Taliban-Kämpfer einen Großangriff auf diese sogenannte „Grüne Zone“ geführt, der erst nach fast zwanzigstündigen Gefechten abgewehrt werden konnte. Bei den Gefechte waren mindestens 14 Zivilisten getötet worden, darunter auch drei Kinder.

Rabbāni, dessen Mudschaheddin während der sowjetischen Besetzung Afghanistans eine nicht geringe Rolle im Kampf gegen die Okkupationsarmee spielten, war von 1992 bis 2001 Staatspräsident seines Landes. Als die Taliban 1996 Kabul eroberten und ihn de facto des Amtes enthoben, ging er nach Tadschikistan und führte von dort aus den Widerstand der Nordallianz gegen das Regime in Kabul. Er kehrte 2001 zurück und übergab sein Amt an seinen Amtsnachfolger Karzai. Im Oktober 2010 wurde Rabbāni von Karzai zum Vorsitzenden des Hohen Friedensrates ernannt, der sich um die Aussöhnung mit den Taliban bemühen sollte. Erfolge hatte der Friedensrat bislang kaum erreicht, auch wenn Friedensrat-Mitglied Sadika Balkhi den Tod Rabbānis als schweren Rückschlag in den Bemühungen um einen Frieden bezeichnete und die Arbeit des Ermordeten als erfolgreich würdigte.

Das Pentagon bezeichnete laut Verteidigungsminister Leon Panetta den Anschlag als „Teil einer Strategie der Taliban, Anschläge auf ranghohe Politiker zu verüben“. Auch US-Generalstabschef Mike Mullen sagte, die Taliban seien aufgrund ihrer Schwächung durch die Erfolge der internationalen Militärkoalition zu „spektakulären Angriffen“ übergegangen. Trotz der Schwächung der Taliban müssten diese Anschläge ernst genommen werden, betonte Mullen. Aus strategischer Sicht seien sie bedeutend.

  • Portal:Afghanistan
  • Portal:Terrorismus

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August 22, 2011

Trauerfeier in Norwegen

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Trauerfeier in Norwegen

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Veröffentlicht: 15:51, 22. Aug. 2011 (CEST)
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Oslo (Norwegen), 22.08.2011 – Norwegen hat am Wochenende der Anschlagsopfer vom 22. Juli gedacht. Vor rund einem Monat hatte Anders Behring Breivik insgesamt 77 Menschen getötet. Seine Bombe im Regierungsviertel von Oslo forderte acht Tote, danach erschoss er 69 Teilnehmer eines Jugendlagers der Arbeiterpartei auf der Insel Utøya.

An diesem Wochenende nahm das Land in einer großen Trauerfeier Abschied. Am Freitag und Samstag besuchten mehrere hundert Überlebende und Angehörige der Opfer erstmals die Insel. „Es war hart, an einen Ort zurückzukehren, wo Freunde getötet wurden“, sagte Eskil Pedersen, Vorsitzender der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF. Er war am 22. Juli selbst auf Utøya gewesen. Kerzen wurden angezündet, Blumen niedergelegt. „Ich wollte nach Utöya zurückkehren, damit ich es anders in Erinnerung behalte als bei den Ereignissen vom 22. Juli, als da nichts war als Schreie, Panik und Leid”, sagte der Überlebende Per Anders Langeröd nach dem Besuch dem Rundfunksender NRL. Die Insel war für die Presse gesperrt worden.

Am Sonntag kamen etwa 6700 Menschen in der Osloer Spektrum Arena zusammen. Die Fahnen in der ganzen Stadt hingen auf Halbmast. Die mitreißende Feier ging nicht nur König Harald V. zu Herzen. „Die letzten Wochen waren für uns alle schwierig, aber es tut gut, heute hier versammelt zu sein“, sagte er. Viele Anwesende brachen während der zweistündigen Zeremonie in Tränen aus. „Die Trauer der Familien können wir nur erahnen: den leeren Stuhl beim Sonntagsessen, ein Geburtstag ohne das Geburtstagskind, das erste Weihnachtsfest“, sagte Ministerpräsident Jens Stoltenberg. „Es ist die einzige Gelegenheit, wo alle Trauernden aus dem ganzen Land zusammenkommen”.

Durch die Veranstaltung führte die Künstlerin Haddy N’jie. Ihr Vater stammt aus Gambia, ihre Mutter ist Norwegerin. Der Rapper Magdi Omar Ytreeide Abdelmaguid sagte: „Ich bin Muslim, Chirag ist Hindu und unsere Freunde sind anders, aber wir haben uns nie mehr als Norweger gefühlt als nach dem 22. Juli”. Die Veranstaltung sollte auch darstellen, dass das offene Norwegen weiter fortbestehen wird. Die fundamentalistisch orientierten Anschläge von Anders Behring Breivik sollten ihr Ziel nicht erreichen. Bei der Feier trat auch die Popgruppe A-Ha auf, die sich 2010 getrennt hatte.

„Ich denke, es war großartig. Es war fantastisch, einfach dort zu sitzen und die Musik zu hören”, sagte der Feuerwehrmann Erik Norman. Er war einer der ersten am Ort des Bombenanschlags. Neben Überlebenden und Angehörigen sowie den Rettungskräften waren auch Mitglieder der norwegischen Königshäuser und die Präsidenten von Island und Finnland bei der Trauerfeier anwesend.

Die offizielle Trauerfeier ist damit zu Ende gegangen. Doch die Verarbeitung wird andauern. „Ich habe immer noch Angst und die Jalousien in meinem Büro geschlossen, damit ich die Zerstörung nicht sehe”, sagt etwa Eva Hilderum, Angestellte im Transportministerium.

Norwegens Kultur wird auch in Zukunft fortbestehen. Das machte auch König Harald V. klar: „Ich glaube weiterhin daran, dass die Freiheit stärker ist als die Angst. Ich glaube weiterhin an eine offene norwegische Demokratie und Gesellschaft. Und ich glaube weiterhin an unsere Fähigkeit, in unserem eigenen Land frei und sicher zu leben”. Ministerpräsident Stoltenberg schloss sich ihm an. „Wir brauchen euch alle. Egal wo ihr wohnt, egal zu welchem Gott ihr betet. Jeder von uns kann Verantwortung übernehmen. Jeder von uns kann die Freiheit bewachen“.

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