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July 23, 2016

Schießerei in München mit mehreren Toten

Schießerei in München mit mehreren Toten

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Veröffentlicht: 21:21, 23. Jul. 2016 (CEST)
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Olympia-Einkaufszentrum, München

München (Deutschland), 23.07.2016 – Bei einer Schießerei vor einem Schnellrestaurant und im Olympia-Einkaufszentrum im Münchner Stadtteil Moosach, unweit des Olympiaparks, wurden zehn Menschen erschossen, 21 weitere wurden verletzt, davon drei schwer. Unter den Toten seien auch Jugendliche, unter den Verletzten auch Kinder, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä in der Tatnacht in einer Pressekonferenz.

Der Täter, ein 18-jähriger Deutsch-Iraner, hatte um 17:52 Uhr das Feuer eröffnet. Diese Person wurde gegen 20:30 Uhr am Rande des Olympiaparks tot aufgefunden. Es wurde ein Roboter herbeigebracht, der den Rucksack des Toten untersuchte, bevor sich die Beamten dem Toten näherten. Nach dem Stand der Ermittlungen hat der Täter sich selbst erschossen.

Zunächst hatte es widersprüchliche Angaben über die Zahl der Täter gegeben. Aufgrund von Augenzeugenangaben ging die Polizei zwischenzeitlich von bis zu drei Tätern aus. Nach ihnen wurde im gesamten Stadtgebiet gefahndet.

U-Bahn-Betrieb eingestellt

Der öffentliche Personennahverkehr in München hatte daher am Abend den Betrieb eingestellt, und der Münchner Hauptbahnhof wurde von Zügen nicht mehr angefahren. Die Polizei hatte über Twitter dazu aufgefordert, keine Fotos und Videos von Polizisten im Einsatz ins Netz zu stellen, um den Tätern keine Hinweise zu geben.

Am frühen Abend ging die Münchner Polizei zunächst von einer Amoklage aus; gegen 20:30 Uhr erklärte sie eine Terrorlage. Über die Motive des Tätes ist noch nichts bekannt. Der Mann war der Polizei bislang nicht aufgefallen und besaß sowohl die deutsche als auch die iranische Staatsangehörigkeit. Er habe „schon länger in München gelebt“, sagte Polizeipräsident Andrä.

Polizeieinheiten aus ganz Bayern, aus Hessen, Baden-Württemberg und Österreich waren nach München geeilt, um die dortigen Polizeikräfte zu unterstützen. Einheiten der GSG-9 wurden mit Hubschraubern nach München geflogen. Insgesamt seien 2300 Polizeibeamte im Einsatz gewesen.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Schießerei in München am 22. Juli 2016“.

Quellen

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March 24, 2016

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

Paris-Attentäter Salah Abdeslam festgenommen

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Veröffentlicht: 09:17, 24. März 2016 (CET)
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Das Bataclan-Theater in Paris: Hier wurden rund 90 Menschen von den Terroristen ermordet

Brüssel (Belgien), 24.03.2016 – Die belgische Polizei hat bei einer Razzia in der bei Brüssel gelegenen Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean/Sint-Jans-Molenbeek den flüchtigen Attentäter Salah Abdeslam festgenommen. Abdeslam gilt als Hauptverantwortlicher für die Anschläge auf den Pariser Konzertsaal Bataclan und am Stade de France. Es war nach der Tat zwar von der Polizei bei Cambrai kontrolliert, jedoch nicht erkannt worden und hatte sich seitdem vor der Polizei verborgen. Entsprechende Meldungen bestätigte Belgiens Premierminister Charles Michel am Freitagabend (18. März) vor der Presse. Michel bestätigt damit Medienberichte und eine Twittermeldung von Theo Francken, dem Staatssekretär für Asyl und Immigration. Frankreichs Präsident François Hollande verlangte, die Auslieferung Abdeslams solle „so schnell wie möglich“ erfolgen. Der 26-jährige in Brüssel geborene Abdeslam wurde bei der Festnahme verletzt. Verhaftet wurden auch drei weitere Personen, die den mutmaßlichen Terroristen versteckt hatten, und ein weiterer Mittäter. Über die Identität der anderen Verhafteten machte die Polizei bislang keine Angaben. Im Zuge der Polizeirazzia waren Teile Molenbeeks abgeriegelt worden. Am Abend zogen die Einsatzkräfte ab, doch am Samstag wurden erneut Polizeikräfte nach Molenbeek geschickt.

Abdeslam hat den Ermittlungen zufolge die beim Attentat verwendeten Fahrzeuge und Unterkünfte angemietet und soll drei der Täter zum Bataclan-Theater gefahren haben. Insgesamt kamen 130 Menschen durch die Attentäter ums Leben. Nach Recherchen des SWR hat Abdeslam außerdem in der Nacht vom 2. auf den 3. Oktober 2015 in der Nähe einer Flüchtlingsunterkunft in Ulm geparkt. In dieser Nacht waren drei Bewohner der Flüchtlingsunterkunft aus dieser verschwunden, sodass sie möglicherweise von Abdeslam abgeholt wurden.

Abdeslam hat die französische Staatsbürgerschaft, wehrt sich allerdings gegen seine Auslieferung nach Frankreich. „Wir werden die Auslieferung ablehnen“, erklärte Abdeslams Strafverteidiger Sven Mary. Die belgische Staatsanwaltschaft klagte unterdessen Abdeslam wegen Mordes an. Gefahndet wird noch nach mindestens zwei weiteren Personen, Mohamed Abrini und Soufinane Kaya, deren Identität noch nicht vollständig bestätigt ist.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Terrorismus
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschläge am 13. November 2015 in Paris“.

Quellen[Bearbeiten]

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March 9, 2016

Brandenburg: 70 Asylbewerber vom „Islamischen Staat“ angeworben

Brandenburg: 70 Asylbewerber vom „Islamischen Staat“ angeworben

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Veröffentlicht: 12:43, 17. März 2016 (CET)
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Für die Ergreifung al-Baghdadis haben die USA eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgesetzt

Potsdam (Deutschland), 09.03.2016 – Nach Erkenntnissen des Brandenburger Verfassungsschutzes wurden schätzungsweise 70 in Brandenburg als Asylbewerber lebende Tschetschenen vom „Islamischen Staat“ (IS) angeworben und unterstehen Abu Bakr al-Baghdadi. Er ist seit Mai 2010 Anführer der dschihadistisch-salafistischen Terrororganisation. Das amerikanische Time Magazine wählte ihn 2015 hinter Angela Merkel an die zweite Stelle der Personen des Jahres.

Aktuell wurde bekannt, dass ein enttäuschtes Ex-Mitglied des IS die Daten von 22.000 mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation dem britischen TV-Sender SkyNews zugespielt habe. Die Daten stammen aus Syrien von einem gestohlenen elektronischen Speichermedium und enthalten die Angaben aus Fragebögen, die vor einer Aufnahme in den IS ausgefüllt wurden. Es handelt sich um Personen aus 51 Ländern.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Islam

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February 18, 2015

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

Attentat auf eine Veranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen

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Veröffentlicht: 10:28, 18. Feb. 2015 (CET)
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Der Karikaturist Lars Vilks

Kopenhagen (Dänemark), 18.02.2015 – Während einer Diskussionsveranstaltung über Blasphemie und Meinungsfreiheit in Kopenhagen hat am 14. Februar ein Unbekannter mit einem Maschinengewehr zahlreiche Schüsse abgegeben, welche die Glasscheibe des Gebäudes durchdrangen. Dabei wurden drei Polizisten verletzt und ein 40-jähriger Däne getötet. Einer der Redner war der Schwede Lars Vilks, der als Mohammed-Karikaturist bekannt ist. Anwesend waren auch François Zimeray, der französische Botschafter In Dänemark, und die Femen-Aktivistin Inna Schewtschenkoo. Von den prominenten Teilnehmern wurde niemand verletzt.

Der Täter flüchtete in einem VW Polo, der inzwischen von der Polizei gefunden wurde. Die dänische Ministerpräsidentin Helle Thorning-Schmidt sagte: „Alles deutet darauf hin, dass die Schüsse eine politisch motivierte Attacke darstellen und deswegen ein Akt des Terrorismus sind.“

Anhand von Fotos wurde nach dem Tatverdächtigen gefahndet. Er soll 50 bis 200 Schüsse abgegeben haben und arabischer Herkunft sein. Der britische Sender BBC ist im Besitz einer Tonaufnahme vom Tathergang. So wie nach dem Anschlag in Paris am 7. Januar auf „Charlie Hebdo“ kam es auch diesmal zu internationalen Reaktionen. Der französische Botschafter erklärte, es sei das selbe Motiv wie bei den Tätern in Frankreich. Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die Tat als terroristischen Anschlag.

Der Täter soll auch einen Anschlag auf eine Synagoge verübt und dabei einen Wachmann erschossen haben. Schließlich wurde er am Sonntagmorgen (14. Februar) nach einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen 22jährigen Kämpfer für die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS). Außerdem nahm die Polizei zwei Verdächtige fest, die den Attentäter unterstützt haben sollen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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April 14, 2014

Haftbefehl gegen verdächtigen Bombenleger aufrecht erhalten

Haftbefehl gegen verdächtigen Bombenleger aufrecht erhalten

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Veröffentlicht: 14.04.2014, 01:12
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Lower Market Street in Omagh der Ort des Anschlags

Dungannon (Nordirland), 14.04.2014 – Am Montag 7. April wurde Seamus Daly in Newry verhaftet und im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Omagh am 15. August 1998 wegen 29fachen Mordes angeklagt. Am Freitag 11. April wurde Daly einem Richter vorgeführt, der den Haftbefehl bestätigte und verfügte, dass der Angeklagte auch weiterhin in Haft bleiben muss, da Fluchtgefahr besteht. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass Daly sich bei seiner Festnahme zunächst als sein Bruder ausgab, so dass seine Identität erst anhand von Fingerabdrücken festgestellt werden konnte. Die Verteidigung führte als Gegenargument an, dass Dalys Frau in diesen Tagen das zweite Kind des Ehepaars erwartet.

Denkmal des Anschlags in der Lower Market Street

Daly, der seine Mitgliedschaft in der IRA in einem früheren Prozess in der Republik Irland zugegeben hat, streitet aber ab, am Bombenanschlag in Omagh 1998 beteiligt gewesen zu sein. Daly war 2009 bereits in einem Zivilprozess, der von Hinterbliebenen der Opfer angestrengt worden war, zusammen mit drei anderen Männern vom High Court in Belfast zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von 1,6 Millionen britischen Pfund verurteilt worden. Eine zweite Instanz bestätigte die Rechtmäßigkeit dieses Urteils. Die Zahlung der Summe steht noch immer aus.

Der Bombenanschlag in Omagh war der Anschlag, der die meisten Leben im Nordirlandkonflikt forderte, und wurde von der Real Irish Republican Army (RIRA), einer Abspaltung der Provisional Irish Republican Army (PIRA) ausgeführt. Während sich die PIRA im Karfreitagsabkommen vom 10. April 1998 zu einer gewaltfreien Lösung der Probleme in Nordirland verpflichtet hatte und seitdem alle ihre Waffen und Sprengstoff unbenutzbar gemacht hat, setzt die RIRA zusammen mit anderen republikanischen Terrorgruppen bis heute weiterhin auf einen bewaffneten Kampf in Nordirland.

Ein früherer Strafprozess gegen einen anderen Mann, der wegen des Anschlags in Omagh angeklagt worden war, brach zusammen, nachdem der Richter entschieden hatte, dass die kriminaltechischen Beweise nicht zweifelsfrei waren und dass die Polizei irreführende Aussagen vorgelegt hatte. Die Anklage gegen Daly beruht nun auf der Auswertung von Telefondaten, neuen kriminaltechnischen Untersuchungsergebnissen und Zeugenaussagen.

Angehörige der Opfer sprachen von ihrer Genugtuung, dass der Anschlag nun erneut vor Gericht verhandelt wird, da sie nichts anderes wollten, als die Wahrheit zu erfahren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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January 15, 2013

Somalia: Französischer Geiselbefreiungsversuch geht schief

Somalia: Französischer Geiselbefreiungsversuch geht schief

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Veröffentlicht: 11:24, 15. Jan. 2013 (CET)
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Somalia liegt am sogenannten Horn von Afrika

Mogadischu (Somalia) / Paris (Frankreich), 15.01.2013 – Der Versuch der Befreiung des französischen Geheimagenten Denis Allex, der sich seit Juli 2009 in der Gewalt der islamistischen Miliz al-Shabaab befunden haben soll, ist am vergangenen Freitag, dem 11. Januar, fehlgeschlagen. Dies bestätigte das französische Verteidigungsministerium am Samstag in Paris. Verteidungsminister Jean-Yves Le Drian sagte am Montag, aller Wahrscheinlichkeit nach sei die Geisel bei der Aktion getötet worden. „Alle Hinweise bestätigen uns in dieser Annahme“, so Le Drian. Allerdings gibt es widersprüchliche Angaben zu der Kommandoaktion.

Das 45-minütige Feuergefecht trug sich etwa einhundert Kilometer nordwestlich von Mogadischu zu. Bei der Militäraktion seien Paris zufolge zwei französische Soldaten und 17 „Terroristen“ getötet worden. Al-Schabaab behauptete über Twitter zudem, dass zahlreiche weitere französische Soldaten bei der Aktion verletzt worden seien. Zu dieser Angabe der Islamisten gibt es keine Bestätigung aus Paris. Den Islamisten zufolge sei, im Gegensatz zu den Verlautbarungen des französischen Verteidigungsministeriums, die Geisel allerdings noch am Leben. Lokale Augenzeuge sagen, dass acht unbeteiligte Zivilisten unter den Getöteten seien.

Al-Schabaab veröffentlichte nun über Twitter drei Bilder, die einen getöteten französischen Soldaten zeigen sollen. Die Bilder zeigen außer dem Leichnam auch Waffen und andere Ausrüstungsgegenstände. Ein silbernes Kreuz an einer Halskette ist deutlich zu sehen. „Die Wiederkehr der Kreuzritter. Doch auch sein Kreuz konnte ihn nicht vor dem Schwert bewahren“, twitterten die Islamisten. „François Hollande, war es das wert?“ hieß es in einem separaten Tweet. Allerdings wurde bislang noch nicht bestätigt, dass die Bilder tatsächlich einen der getöteten Franzosen zeigen.

Allex – vermutlich ein Deckname – und ein Kollege waren am 14. Juli 2009 in Mogadischu gefangengenommen und verschleppt worden. Der Kollege konnte später fliehen. Al-Schabaab will einen islamistischen Staat in Somalia errichten und beherrscht vor allem Teile des Südens des Landes. Das letzte Lebenszeichen des mutmaßlichen Agenten des Auslandsgeheimdiensts DGSE stammt vom letzten Herbst; in einem Video übermittelte der Franzose die Forderung der Islamisten unter anderem danach, dass Frankreich seine Unterstützung der Mission der Afrikanischen Union in Somalia einstellen solle und diese Friedenstruppen abgezogen werden sollten.

Die französische Militäraktion sei von den US-Streitkräften technisch unterstützt worden, bestätigte US-Präsident Barack Obama in einem Schreiben an den Kongress der Vereinigten Staaten, jedoch seien US-Soldaten nicht direkt in die Aktion involviert gewesen. „US-Kampfflugzeuge traten kurzzeitig in somalischen Luftraum ein, um die Rettungsaktion falls nötig zu unterstützen“, so Obama. Aktiv hätten US-Soldaten nicht eingegriffen, schrieb der amerikanische Präsident. US-Medien schrieben, der US-Einsatz sei erst erfolgt, als die Franzosen auf hartnäckige Gegenwehr gestoßen waren. Es ist nicht bekannt geworden, ob die Amerikaner ihren Einsatz nicht fortführten, weil die Lage dies nicht ermöglichte, oder ob von französischer Seite ein Eingreifen von US-Kräften nicht angefordert wurde.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Frankreich
  • Portal:Somalia
  • Portal:Arabische Welt

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November 22, 2012

Indien: Mumbai-Attentäter hingerichtet

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Veröffentlicht: 23:01, 22. Nov. 2012 (CET)
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Mumbai (Indien), 22.11.2012 – In Indien wurde am Mittwoch der einzige noch lebende Attentäter hingerichtet, der zusammen mit neun anderen Angreifern 2008 die Anschläge von Mumbai verübte, bei denen 166 Menschen getötet wurden. Mohammed Ajmal Kasab wurde in einem Gefängnis in Pune bei Mumbai gehängt. Die Hinrichtung wurde quer durch Indien in der Öffentlichkeit gefeiert und teilweise mit dem Zünden von Feuerwerkskörpern bejubelt, doch kritisierten manche, dass die Hinrichtung nicht öffentlich ausgeführt wurde.

Der Innenminister des Bundesstaates Maharashtra, in dem Mumbai liegt, sagte, dass die Exekution ein Tribut an jene sei, die bei dem Angriff ihr Leben verloren haben. Doch für die Witwe eines Mitglieds einer Antiterroreinheit, das bei der Verfolgung Kasabs umkam, ist der Justiz noch nicht vollständig Genüge getan. Die Köpfe und Hintermänner der Anschläge entzögen sich der Gerechtigkeit, so sagte Kavita Karkare. „Sie sollten auch gehängt werden.“

Kasab, der die pakistanische Staatsbürgerschaft besaß, wurde 2010 wegen Mordes, Terrorismus und der Führung eines Krieges gegen Indien verurteilt. Er plädierte zunächst auf seine Unschuld, gestand jedoch später seine Mittäterschaft in den dreitägigen Gefechten ein. Die Bilder von den Schießereien wurden von den Nachrichtensendern weltweit verbreitet, und ein Bild Kasabs, das ihn mit einem Sturmgewehr im Bahnhof zeigt, wurde zum Symbolbild des Angriffs.

Er legte Widerspruch gegen sein Todesurteil ein, doch der Oberste Gerichtshof Indiens bestätigte das Urteil. Ein Gnadengesuch lehnte der Staatspräsident ab.

Kasab und neun weitere junge und schwerbewaffnete Pakistaner waren mit einem Boot in die indische Millionenstadt gefahren und hatten Luxushotels, ein jüdisches Zentrum sowie einen frequentierten Bahnhof in der indischen Wirtschaftsmetropole angegriffen. Die indischen Sicherheitsbehörden wurden später dafür kritisiert, dass es drei Tage gedauert hat, um eine verhältnismäßig geringe Zahl von Angreifern unschädlich zu machen.

Indien beschuldigte die pakistanische Militantengruppierung Laschkar e-Taiba dieser Angriffe. Die indische Regierung behauptet außerdem, dass die Attacken mit Unterstützung des pakistanischen Geheimdienstes ausgeführt worden seien. Dieser Vorwurf wird von der pakistanischen Regierung in Islamabad bestritten. Die beiden verfeindeten Staaten setzten nach den Anschlägen ihre Friedensverhandlungen aus. Diese wurden zwar 2011 wieder aufgenommen, doch ist Indien frustriert über den Unwillen der Pakistanis, dortige Mithelfer vor Gericht zu bringen.

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

Bearbeiten Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschläge am 26. November 2008 in Mumbai“

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October 14, 2012

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

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Veröffentlicht: 01:53, 14. Okt. 2012 (CEST)
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Pakistans Präsident Asif Ali Zardari (2009)

Islamabad (Pakistan), 14.10.2012 – Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt im Nordwesten Pakistans, welcher sich am gestrigen Samstag ereignete, starben mindestens 16 Menschen. Wie Behörden mitteilten, waren wahrscheinlich Mitglieder der Pro-Regierungsmiliz, welche sich in dem Ort Darra Adam Khel befanden, das Ziel des Attentats. Die Pro-Regierungsmiliz kämpft seit langem gegen die radikal-islamischen Taliban in Pakistan.

Zur Zeit befinden sich noch einige der 25 Verletzten in einem lebensbedrohlichem Zustand, weshalb die Anzahl der Toten noch weiter steigen kann. Augenzeugen zufolge soll sich der Selbstmordattentäter in einem Auto auf dem Marktplatz in die Luft gesprengt haben. Es wurden auch fünfzehn Geschäfte und acht Autos durch die Explosion zerstört. Der Anschlag wurde von Asif Ali Zardari, Pakistans Präsident, und Raja Pervez Ashraf, Pakistans Ministerpräsident, scharf verurteilt.

Vor fünf Tagen hatten Angehörige der Taliban die 14-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai im Swat-Tal überfallen, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war, und ihr schwere Schussverletzungen an Kopf und Hals zugefügt. Das junge Mädchen befindet sich derzeit immer noch auf der Intensivstation. Für die Taliban waren Yousafzais Bemühungen für die Einführung des Bildungsrechts für Mädchen der Grund für diese Tat. Die pakistanische Armee startete in Waziristan, dem Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan, mehrere Offensiven gegen die Taliban und andere terroristische Gruppierungen. Doch bislang schlugen alle Offensiven fehl.

Aufgrund der wenigen Erfolge begrüßt die pakistanische Regierung die Aufstellung traditioneller Milizen, um die pakistanische Armee im Kampf gegen die Taliban zu unterstützen. Jedoch konnten auch die Miliz-Gruppen bis jetzt kaum Siege erringen.

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September 11, 2012

Türkei: Tote nach Attentat vor Istanbuler Polizeiwache

Türkei: Tote nach Attentat vor Istanbuler Polizeiwache

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Veröffentlicht: 21:34, 11. Sep. 2012 (CEST)
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Istanbul (Türkei), 11.09.2012 – Bei einem Selbstmordanschlag vor einer Polizeistation im europäischen Teil Istanbuls wurden am Dienstag mindestens zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt.

Mindestens ein Polizist sowie der Attentäter wurden bei dem Anschlag auf eine Istanbuler Polizeiwache getötet. Die Polizeiwache in Sultangazi, einem Stadtteil im Nordwesten des europäischen Teils von Istanbul, wurde bei der Explosion schwer beschädigt. Offenbar wurden mehrere Menschen durch herabstürzende Gebäudeteile im Inneren des Hauses verschüttet. Die Verletzten wurden in nahegelegene Krankenhäuser gebracht.

Der Täter habe zunächst eine Granate in das Gebäude geworfen und dann sich selbst in die Luft gesprengt, sagte ein Polizeisprecher. Neben dem etwa 25-jährigen Attentäter sei ein Polizist getötet worden, der am Eingang nahe der Sicherheitsschleuse gearbeitet habe. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.

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  • Portal:Terrorismus

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August 28, 2012

Afghanistan: 17 Besucher einer Feier hingerichtet

Afghanistan: 17 Besucher einer Feier hingerichtet

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Veröffentlicht: 19:17, 28. Aug. 2012 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 28.08.2012 – Afghanischen Behörden zufolge wurden am vergangenen Sonntag 17 Teilnehmer einer Feier, die in der südlichen Provinz Helmand im Bezirk Kajaki stattfand, von den Taliban enthauptet. Der Distrikt-Gouverneur teilte mit, dass während der Feier Musik spielte und Männer und Frauen gemischt tanzten. Es ist wahrscheinlich, dass die Taliban-Kämpfer die Menschen angriffen, als die Feier noch im vollem Gange war. Während des Überfalls sollen auch Schüsse gefallen sein. Wie die Provinzregierung in Helmand mitteilte, wurden alle 17 Opfer enthauptet. Zwei der Getöteten waren Frauen. Es ist jedoch unklar, ob man sie davor noch erschossen hat.

In Afghanistan werden Feiern normalerweise von Männern und Frauen getrennt abgehalten. Es kommt sehr selten vor, dass Männer und Frauen zusammen feiern, und das findet meistens auch nur innerhalb der Familie statt. Gemischte Feiern werden aus Angst vor den Taliban und anderen radikalen Islamisten geheim gehalten.

Dieser Angriff weckt die Erinnerung an die fünfjährige Herrschaft der Taliban von 1996 bis 2001. Während dieser Zeit wurden von den radikalislamischen Taliban das Hören und Spielen von Musik und das Tanzen verboten. Frauen durften nur in Begleitung ihres Ehemannes oder eines anderen männlichen Verwandten das Haus verlassen und das auch nur, wenn sie völlig verschleiert waren. Feiern und andere Veranstaltungen, an denen Männer und Frauen gleichzeitig teilnahmen, waren außerhalb der Familie strengstens untersagt.

In der Provinz Helmand sind die Taliban noch sehr aktiv, denn immer wieder hört man von Hinrichtungen, die an Dorfbewohnern ausgeführt werden. In den meisten Fällen warfen die Taliban den Menschen vor, für die afghanischen und US-geführten NATO-Truppen spioniert zu haben.

Nach offiziellen Angaben wurden bei einem Angriff auf einen afghanischen Militärstützpunkt, welcher sich ebenfalls in der Provinz Helmand zugetragen hat, zehn afghanische Soldaten getötet. Nach dem Angriff sollen fünf afghanische Soldaten mit den Taliban mitgegangen sein. Sie sollen einen inneren Angriff gestartet haben und unterstützten damit die Taliban-Kämpfer. Im Osten Afghanistans wurden zwei US-Soldaten von einem afghanischen Soldaten erschossen. Somit wurden in diesem Jahr schon 42 NATO-Soldaten bei 33 Angriffen durch ihre afghanischen Verbündeten getötet. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2011, denn im gesamten letzten Jahr starben 35 NATO-Soldaten bei Übergriffen durch ihre afghanischen Mitstreiter.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Afghanistan

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