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January 19, 2012

Besetzung des Rektorats der TU Dresden beendet

Besetzung des Rektorats der TU Dresden beendet

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Veröffentlicht: 20:59, 19. Jan. 2012 (CET)
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Besetztes Rektorat der TU Dresden im Januar 2012

Dresden (Deutschland), 19.01.2012 – Im Laufe der vergangenen Nacht endete die Besetzung des Rektorats an der TU Dresden friedlich. Die besetzenden Studierenden forderten, dass keine Stellen an der TU Dresden gekürzt werden, dass der Rektor sich öffentlich positioniert, einen transparenteren und offeneren Dialog über zukünftige Bedingungen an der TU Dresden führt und im Detail über Veränderungen im Rahmen der Exzellenzinitiative unterrichtet. Desweiteren forderten die Besetzer ein gemeinsames Auftreten der Professoren, Mitarbeiter und Studierenden nach außen und riefen zu Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Akteuren innerhalb der Universität auf.

Diskussionen im Senatssaal mit den Besetzern

Rektor stellt sich den Gesprächen

Nachdem die Studierenden an der hochschulöffentlichen regulären Senatssitzung im Rektorat teilnahmen und der Rektor Hans Müller-Steinhagen die Senatssitzung wegen eines Ministergesprächs zeitiger verlassen musste, folgten Einzelne in die Büroräume von Hans Müller-Steinhagen und kommunizierten, dass für die Studierenden im Saal jetzt sofort Gesprächsbedarf bestünde. Diese heftigste Situation des Abends mündete in Wortgefechten und der Alarmierung der Polizei. Später nach Abreise des Rektors zum geplanten Termin wurde gegenüber der Polizei durch das verbleibende Rektorat kommuniziert, dass ein Eingriff der Einsatzkräfte nicht nötig sei. Die Studierenden wurden nach heftigen Diskussionen auf den Gang des Gebäudes außerhalb der Räume vertröstet, durften auf Wunsch auch weiterhin an der Senatssitzung teilnehmen, welche später vorzeitig abgebrochen wurde.

Entgegen den Angaben der Pressesprecherin Kim-Astrid Magister in den Dresdner Neueste Nachrichten fand zu dieser Zeit eine Besetzung des Gebäudes statt.[1] Eine Rücknahme dieser Falschmeldung der Öffentlichkeitsarbeit der TU Dresden steht aus. Einigen rektornahen Studierenden in den folgenden Plena, welche im Rahmen von Besetzungen durchgeführt werden, um den Willen der Anwesenden zu ermitteln, war es ein großes Anliegen, dass keine Presse informiert würde. Diese Personen entfernten auch zeitweilig die Banner am Außengebäude und sabotierten somit einen öffentlichkeitswirksamen Kommunikationsablauf.

Nach den ersten Plena der Studierenden und Koordination des weiteren Vorgehens gab es vom Rektor ein Gesprächsangebot für 20:00 Uhr, welches wahrgenommen wurde. Im dreigliedrigen Ablauf wurde Hans Müller-Steinhagen erst das Wort gegeben, sich zu den Forderungen der Studierenden zu äußern. Danach erfolgten kleine Gruppengespräche mit einzelnen Dekanen und Hochschulangehörigen sowie dem Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek. Die Atmosphäre hierbei war angenehm, scheinbar konstruktiv, viele der Forderungen wurden allerdings nicht für die Studierenden zufriedenstellend beantwortet. Unter anderem machte der Rektor die klare Zusage, „so schnell wie möglich“ das Gespräch mit den Medien zu suchen, wo er sich eindeutig gegen die Kürzungen der Landesregierung positionieren und sich insoweit mit der Studentenschaft solidarisieren wolle.

Zudem kam die klare Zusicherung, dass jeder Student sein angefangenes Studium mit einem berufsqualifizierenden Abschluss würde beenden können. Anschließend beriet das Studierendenplenum über das weitere Vorgehen. Gegen 22:00 Uhr wurde vom Rektor Druck ausgeübt, man möge das Gebäude verlassen und anderen Ortes weitertagen. Da sich das Plenum nicht auf eine Weiterbesetzung über Nacht einigen konnte, zog man zur Planung weiterer Aktivitäten in die Räumlichkeiten des StuRa um.

Medienmaterial[Bearbeiten]

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) vom 18. Januar 2012

Quellen[Bearbeiten]

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Weblinks[Bearbeiten]

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October 25, 2010

Iran beschränkt „westliche“ Studiengänge

Iran beschränkt „westliche“ Studiengänge

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Veröffentlicht: 20:55, 25. Okt. 2010 (CEST)
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Lage des Iran

Teheran (Iran), 25.10.2010 – Die iranische Regierung hat zwölf Studiengänge beschränkt, die angeblich „westlich“ geprägt und daher mit den Lehren des Islam nicht vereinbar seien. Betroffen sind unter anderem Menschenrechte, Jura, Philosophie, Management, Politikwissenschaft und Frauenstudien. In diesen Studiengängen dürfen keine neuen Institute gegründet werden. Darüber hinaus soll in einigen Universitäten im Land der Lehrplan überprüft werden.

Auslöser der Maßnahme soll der politische und religiöse Führer Ali Chamene’i sein, der befürchtet, dass diese Studien zu Zweifeln an der Religion führen könnten.

Studenten spielten bei den Protesten nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im letzten Jahr gegen die Wiederwahl von Mahmud Ahmadinedschad zum iranischen Präsidenten eine zentrale Rolle. Bereits 2006 wurden einige als liberal geltende Professoren in den Ruhestand versetzt. Im Iran studieren etwa 3,5 Millionen Menschen Gesellschafts- und Geisteswissenschaften.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Iran

Quellen

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November 12, 2009

Besetzung des Potthoff-Baus an der TU Dresden ging in die dritte Nacht

Veröffentlicht: 13:56, 12. Nov. 2009 (CET)
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Eingang vom besetzten Hörsaal an der TU Dresden

Dresden (Deutschland), 12.11.2009 – Studierende in Dresden gingen in der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag in ihre dritte Besetzungrunde. Die Ziele haben die Besetzer in ihrem Wiki[1] niedergeschrieben und in Arbeitsgruppen diskutiert und weiter ausgearbeitet. In hitzigen Diskussionen werden weiterhin das Vorgehen, Ideen für Aktionen und das tägliche Programm besprochen.

Die BesetzerInnen handeln aus verschiedenen Motiven heraus und erkennen sich im Plenum als gleichberechtigte PartnerInnen an, welche durch Beschlüsse einen gemeinsamen Konsens erzielen wollen. Der Schwerpunkt liegt in der Arbeit in den Arbeitsgruppen, welche ihre Ergebnisse im gemeinschaftlichen Austausch vorstellen und besprechen.

Als Ziele fordern die BesetzerInnen unter anderem mehr studentische Mitbestimmung, mehr Geld für Bildung, insbesondere bessere räumliche und personelle Ausstattung, die reale Umsetzung der Freiheit von Forschung und Lehre sowie den freien Zugang zu Wissen. Die Bekundung der Solidarität mit den weltweiten Studentenbewegungen[2] ist ebenfalls ein Grundziel der Besetzung.

Quellen

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Einzelnachweise

  1. http://www.pot81.de
  2. Übersichtskarte besetzte Hochschulen
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November 17, 2008

8.000 Studierende und Lehrer demonstrieren in Dresden für bessere Bildungspolitik

Veröffentlicht: 9:09, 17. Nov. 2008 (CET)
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Demonstration für eine bessere Bildungspolitik Sachsens

Dresden (Deutschland), 17.11.2008 – „Jetzt geht’s um die Wurst! – Für ein besseres Hochschulgesetz!“ forderten am vergangenen Mittwoch in Dresden 5.000 Studierende aus ganz Sachsen in einer Demonstration für eine bessere Bildungspolitik. Beginnend am Universitätsgelände der TU-Dresden Richtung Elbe vereinte sich der Demonstrationszug vor dem Landtag nach einer Zwischenkundgebung mit einer Demonstration von 3.000 Lehrern und Eltern. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Sächsische Lehrerverband sowie die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) riefen zur Demonstration auf.

Demonstranten in Dresden

Dabei war den Studierenden die Forderung nach einer demokratischeren Fassung des neuen Entwurfes des Sächsischen Hochschulgesetzes Hauptaugenmerk. Daraus folgende zunehmende Ökonomisierung von Bildung, versteckte Studiengebühren und ein Mangel an Mitbestimmungsrecht der größten Fraktion im Hochschulapparat führt zu Unmut unter den Studierenden.

Lehrer von Mittelschulen und Gymnasien forderten neben Vollbeschäftigung und Überprüfung des Bildungshaushaltes 2008/2009 eine Erhöhung der Zahl der Lehrerstellen für Ganztagsschulen. Eine bessere Finanzierung von Kindertagesstätten sei ebenfalls die Grundlage für gut vorbereitete angehende Schüler und Studierende.

Die Veranstaltung verlief weitgehend friedlich – die bunte Menge sprach sich in Sprechchören gegen Eliteuniversitäten, Menschen als Humankapital und Studium nur für Studierende mit reichen Eltern aus. Die kurze Besetzung der Landtagstreppe endete ohne weitere Vorkommnisse.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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  • sachsen-zeit.de: „8.000 demonstrieren für bessere Bildung“ (12.11.2008, 19:15 Uhr)
  • pr-inside.de: „Tausende Studenten protestieren in Dresden gegen Hochschulpolitik“ (12.11.2008, 16:03 Uhr)
  • Konferenz Sächsischer Studierendenschaften
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December 14, 2007

Sächsische Studierende demonstieren für ein gebührenfreies Studium mit Demokratie und Mitbestimmung

Sächsische Studierende demonstieren für ein gebührenfreies Studium mit Demokratie und Mitbestimmung

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Veröffentlicht: 19:26, 14. Dez. 2007 (CET)
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Demonstranten vor dem Sächsischen Landtag

Dresden (Deutschland), 14.12.2007 – In Dresden haben gestern zwischen 6.000 und 10.000 Mitarbeiter der Hochschule, Studierende und Sympathisanten für ein gebührenfreies Studium und demokratische Meinungsbildung an sächsischen Hochschulen demonstriert. Unter dem Motto „Jetzt schlägt’s dreizehn!“ verschafften sie ihrem herrschenden Unmut Gehör und forderten die Landesregierung zu einer Veränderung der derzeitigen Fassung des neuen Sächsischen Hochschulgesetzes auf.

Die folgenden Bilder zeigen die Demonstranten auf dem Weg und schließlich (Bild 4) direkt vor dem Landtag mit ihren Transparenten:

Mehr Studierende als erwartet aus allen Hochschulen Sachsens nahmen an der friedlichen Demonstration teil. Es standen zwei Sonderzüge und ein Bus für die Anreise der Studierenden zur Verfügung, welche sich anfangs auf dem Fritz-Förster Platz sammelten. Mit Sprechchören, Transparenten und verschiedensten Rednern aus vielen Bereichen der Hochschule wurde der Marsch mit Sammlung vor dem Landtag umrahmt. Neben der Gewerkschaft sprachen ein Dozent, AStA-Vertreter, die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Frau Dr. Eva-Maria Stange, ein Student aus Frankreich und zum Beispiel Sprecher der Landes-ASten-Konferenz (LAK) Hessen zu den Demonstranten. Solidarisch zeigten sich Studierende der Evangelischen Hochschule für soziale Arbeit Dresden (FH), der Universität Bielefeld sowie Studierende aus Thüringen, Hessen und Berlin.

Aus den vielen Sprechrohren schallten Gesänge wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut“, „Reiche Eltern – Für alle!“, „Alle wollen dasselbe, Milbradt in die Elbe!“ oder zum Beispiel „Bildung krepiert, weil Dummheit regiert“. Der derzeitige Ministerpräsident Georg Milbradt wurde mit Protestliedern zum Rücktritt aufgefordert. Neben der Forderung nach mehr Mitbestimmung, welche in der Novelle des Hochschulgesetzes nach Meinung der Studierenden zu kurz kommt, sprachen sich die Studierenden gegen eine Ökonomisierung der Gremienstruktur auf Kosten von Vielfalt und Demokratie aus.

Quellen

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July 26, 2007

Berliner Studenten bauen Formel-Rennwagen

Berliner Studenten bauen Formel-Rennwagen

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Veröffentlicht: 08:50, 26. Jul. 2007 (CEST)
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Das Fahrzeug ist startbereit.

Dozenten, Sponsoren und der Technische Leiter danken dem Team.

Berlin (Deutschland), 26.07.2007 – 23 Studenten verschiedener Fachrichtungen von der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin beteiligen sich das zweite Jahr in Folge am internationalen Wettbewerb „Formula Student Germany“. Sie bilden das Team „FHTW Motorsport“. Ziel ist der Bau von einsitzigen Formel-Rennwagen, die später in einem Rennen gegeneinander antreten.

Mit dem Roll-Out des aktuellen „Berlin Racing Car 2007“ beginnt die heiße Testphase für den Wettbewerb, der vom 8. bis 13. August 2007 auf der Rennstrecke Hockenheimring mit internationaler Beteiligung stattfinden wird. Aus diesem Wettbewerb geht nicht der Schnellste als Sieger hervor. Bewertet werden auch Konstruktion, Rennperformance und Finanzplanung.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Formula Student Germany“.
Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Formula Student Germany“.

Quellen

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