WikiNews de

June 22, 2009

Mehr Autonomie für Grönland

Mehr Autonomie für Grönland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mehr Autonomie für Grönland

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:53, 22. Jun. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kopenhagen / Nuuk (Dänemark), 22.06.2009 – Bereits im November des vergangenen Jahres hatte sich die Mehrheit der etwa 56.000 Einwohner Grönlands für mehr Unabhängigkeit vom Mutterland Dänemark ausgesprochen. Nun wurde ein neues Gesetz zur Selbstverwaltung beschlossen, das mit Dänemark ausgehandelt wurde. Darin wird der Status der Grönlander als eigenes Volk festgeschrieben. Gestern, am grönländischen Nationalfeiertag, übergab Königin Margarethe II. von Dänemark dem Parlament den von ihr unterzeichneten „Selbststeuerungsakt“. Seit 1979 hatte die Regierung bereits einen halbautonomen Status.

Die Grönländer feierten gestern die Autonomie-Erweiterung mit Volksfesten. In der grönländischen Hauptstadt Nuuk nahm auch Königin Margrethe II. an der Feier teil. Prinzgemahl Henrik trug zwei selbstverfasste Gedichte vor, die „Ode an Grönland“ und „Die Eiskappe“. In ihnen beschreibt er die Schönheit und Einzigartigkeit der Insel und ihrer Menschen.

Zukünftig hat die dänische Regierung nur noch ein Mitspracherecht bei der Sicherheits-, Außen- und Geldpolitik für den Landesteil. Dänemark verzichtet auch auf Ansprüche auf die Bodenschätze Grönlands, die insbesondere aus Öl-, Gas- und Mineralienvorkommen bestehen.

Experten gehen davon aus, dass Grönland, das zurzeit zu mehr als 50 Prozent von Zahlungen aus Dänemark abhängig ist, in 15 bis 20 Jahren finanziell völlig selbständig werden könnte. Völlig unabhängig werden soll Grönland im Jahr 2021 zum 300. Jahrestag der Kolonisation durch Dänemark.

Themenverwandte Artikel

Quellen


Hinweis: Die Quelle könnte Fehler enthalten, siehe Meinungsseite dieses Artikels.


This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 27, 2008

Mehrheit der Grönländer spricht sich für mehr Unabhängigkeit von Dänemark aus

Mehrheit der Grönländer spricht sich für mehr Unabhängigkeit von Dänemark aus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:38, 27. Nov. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Grönland

Kopenhagen / Nuuk (Dänemark), 27.11.2008 – In einem Referendum, das am 25. November 2008 in Grönland stattfand, sprach sich eine Mehrheit der Grönländer für mehr Unabhängigkeit von Dänemark aus. 76 Prozent der etwa 39.000 Wahlberechtigten stimmten für, 24 Prozent gegen die Ausweitung von Befugnissen für die einheimische Regierung. Zukünftig kümmert sich die Regierung Grönlands alleine um die Polizei und die Justiz sowie die Meeresumwelt. Außerdem werden die Grönländer als eigenes Volk anerkannt. Grönländisch soll auch offizielle Amtssprache der Insel werden.

Weiterhin wurden auch Richtlinien über die Aufteilung der Einnahmen aus Ölvorkommen vor der Küste verabschiedet. Grönland soll pro Jahr die ersten 10 Millionen Euro aus Öleinnahmen behalten dürfen. Der darüber hinausgehende Betrag soll zu gleichen Teilen unter Grönländern und Dänen aufgeteilt werden. Die dänischen Subventionen von etwa 460 Millionen Euro jährlich, die etwa zwei Drittel der grönländischen Wirtschaft ausmachen, sollen künftig wegfallen. Die 86 Schulen und drei Gymnasien, die Kindergärten, Krankenhäuser und Infrastruktureinrichtungen muss der Landesteil nun selbst finanzieren.

Für die Außen- und Sicherheitspolitik bleibt weiterhin Dänemark zuständig.

Seit 1953 ist die ehemalige Kolonie gleichberechtigter Teil Dänemarks. Seit 1979 hat sie den Status einer inneren Autonomie. Experten sehen in dem Referendum den ersten Schritt zu einer vollständigen Unabhängigkeit des Landes von Dänemark.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 14, 2005

Pilot wegen Kollisionskurs suspendiert

Pilot wegen Kollisionskurs suspendiert – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Pilot wegen Kollisionskurs suspendiert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Nuuk (Grönland), 14.07.2005 – Am 24. Juni 2005 ist es über dem Nordatlantik südlich von Grönland zu einer gefährlich nahen Begegnung zweier Flugzeuge gekommen. Betroffen waren zwei Boeing-Maschinen aus Deutschland und Großbritannien mit insgesamt rund 400 Menschen an Bord.

Die eine der beiden Maschinen, eine Boeing 767, mit 235 Passagieren befand sich auf dem Weg von Frankfurt nach Halifax in Kanada. Sie ist von der vorgeschriebenen Route abgewichen.

Die andere Maschine mit 187 Passagieren war eine Boeing 757 der britischen Thomas Cook AG, sie war von London nach Toronto unterwegs. Ein Sprecher der Fluggesellschaft Condor bestätigte: „Es gab eine vorschriftswidrige Annäherung. Es gab aber kein konkretes Kollisionsrisiko, weil die Alarmsysteme frühzeitig angeschlagen haben.“ In beiden Flugzeugen waren die Anti-Kollisions-Warnsysteme angesprungen. Die Maschinen hatten bei der Begegnung nur noch einen Höhenabstand von rund 183 Metern oder rund 600 Fuß. Vorgeschrieben ist als Mindestabstand ein Abstand von 1.000 Fuß. Der seitliche Abstand der Maschinen betrug im engsten Fall 1,85 Kilometer.

Sofort nach dem Alarmsignal hatten die Piloten beider Maschinen die Anweisungen des Anti-Kollisions-Warnsystemes befolgt. Die britische Boeing stieg in die Höhe, die deutsche Condor-Maschine ging auf Sinkflug. Damit wurde der erforderliche Mindestabstand wieder erreicht.

Streng nach Vorschrift wurde der gefährliche Zwischenfall umgehend den deutschen und britischen Aufsichtsbehörden gemeldet. Der deutsche Pilot wird für den Beinahe-Zusammenstoß verantwortlich gemacht. Er wollte ein gutes Foto von einem Kollegen in einem anderen Flugzeug machen. Er und sein Co-Pilot wurden bis zur Aufklärung des Vorfalls vom Dienst suspendiert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.