WikiNews de

November 29, 2008

Kein Arzt verständigt: Über 180 Zuschauer verfolgen Suizid via Webcam live im Internet

Kein Arzt verständigt: Über 180 Zuschauer verfolgen Suizid via Webcam live im Internet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:01, 29. Nov. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Tallahassee (Vereinigte Staaten), 29.11.2008 – Im US-Bundesstaat Florida beging ein 19-jähriger Mann vor einer laufenden Webcam durch Einnahme einer Überdosis Tabletten Suizid. Über 180 Internetsurfer beobachteten über viele Stunden den selbstzerstörerischen Vorgang, ohne Hilfe zu verständigen. Erst nachdem der Mann acht Stunden reglos herumgelegen hatte, verständigte jemand die Polizei. Laut Chip.de wurde der Mann sogar angehalten, sich endlich das Leben zu nehmen. Der Kommentar eines Zuschauers soll gelautet haben: „Tu es endlich, tu der Welt einen Gefallen und hör auf, unsere Zeit mit deinem Selbstmitleid zu verschwenden.“

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Untätigkeit der Zuschauer eine Klage wegen Beihilfe zum Selbstmord oder unterlassener Hilfeleistung ermöglicht.

Themenverwandte Artikel

Quelle

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 31, 2008

McCain gewinnt Vorwahlen in Florida

McCain gewinnt Vorwahlen in Florida – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

McCain gewinnt Vorwahlen in Florida

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 02:55, 31. Jan. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Tallahassee (Vereinigte Staaten), 31.01.2008 – John McCain hat die republikanischen Vorwahlen für das Amt des US-Präsidenten in Florida gewonnen. McCain sagte daraufhin der Nachrichtenagentur AP, der Sieg sei ein „sehr wichtiger Schub“ für seine Kandidatur. Dadurch konnte sich McCain die Zustimmung von 57 Delegierten für den Parteitag der Republikaner, wo über den endgültigen republikanischen Präsidentschaftskandidaten für die diesjährigen Wahlen entschieden wird, sichern. Dies ist die höchste Zahl an Delegierten, die bisher bei einer Vorwahl auf einmal gewonnen werden konnte.

McCain

Doch nicht nur deshalb wird der Sieg McCains als sehr gutes Zeichen für seine Chancen bei den Präsidentschaftswahlen eingeschätzt. So waren bei den Wahlen in Florida nur Parteimitglieder zur Wahl zugelassen – anders als in anderen Bundesstaaten. Den Wahlsieg McCains werten Beobachter als Zeichen dafür, dass McCain nicht nur von vielen so genannten „Independents“, also nicht parteigebundenen Wählern unterstützt wird, sondern auch Rückhalt in der eigenen Partei hat.

Hinter McCain, auf den 36 Prozent der Stimmen entfielen, kam der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, auf 31 Prozent. Romney hatte bisher mehr Delegiertenstimmen als McCain gewinnen können, ist aber nun auch in dieser Wertung auf den zweiten Platz zurückgefallen. Dennoch wird nun immer mehr erwartet, dass der republikaner-interne Wahlkampf auf ein Kopf-an-Kopf-Duell von McCain und Romney hinausläuft.

Dies wird dadurch bestätigt, dass das Bewerberfeld weiter schrumpft: Fred Thompson hatte das Ende seiner Kandidatur bereits vor einigen Tagen angekündigt. Es wird ebenfalls das Ende der Bewerbung des ehemaligen Bürgermeisters von New York City, Rudolph Giuliani, erwartet. Weiterhin im Rennen ist Mike Huckabee, der 13 Prozent der Stimmen erzielte.

Weniger Kandidaten gibt es inzwischen auch bei den Demokraten: So zog John Edwards, ehemaliger Senator von North Carolina und republikanischer Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten 2004, seine Kandidatur zurück. Als Grund dafür gilt unter anderem, dass er in seinem Geburtsstaat South Carolina weniger als 20 Prozent der Stimmen erhielt. Bisher hat Edwards noch keinem der anderen Kandidaten seine Unterstützung eingeräumt.

Die demokratischen Vorwahlen konnte Hillary Clinton gewinnen. Florida entsendet dieses Jahr jedoch keine demokratischen Delegierten. Grund dafür ist die Weigerung der Parteiführer aus Florida, die Wahlen frühstens am 5. Februar abzuhalten. Dies hatte die nationale Parteispitze verlangt. Frühe Vorwahlen vor dem „Super Tuesday“, der an eben jenem 5. Februar ist, werden zunehmend beliebter, da die jeweiligen Bundesstaaten ein erhöhtes Medieninteresse erwarten können.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 18, 2006

Todesstrafe in Florida und Kalifornien ausgesetzt

Todesstrafe in Florida und Kalifornien ausgesetzt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:55, 18. Dez. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Hinrichtungen in den USA

Tallahassee (Vereinigte Staaten), 18.12.2006 – Ein Fehler bei der Hinrichtung des wegen Mordes verurteilten Angel Nieves Diaz am Freitag veranlasste den Gouverneur von Florida, die Durchführung von Exekutionen bis auf weiteres auszusetzen. Diaz wurde durch eine Giftspritze hingerichtet. Normalerweise soll das verwendete Gift zuerst mit einer enthaltenen Substanz dem Todeskandidaten das Schmerzgefühl nehmen und dann binnen Minuten zur Bewusstlosigkeit führen. Eine weitere Substanz führt zur Lähmung, wodurch Sprechen, Bewegung und Atmung unmöglich werden. Eine dritte Substanz schließlich bringt das Herz zum Stillstand.

Da bei Diaz ersten Angaben nach eine Vene im Arm verfehlt worden war, musste ihm eine zweite Injektion verabreicht werden. Erst 34 Minuten nach der ersten Injektion hörte das Herz des 55-jährigen dann auf zu schlagen. Augenzeugen berichteten, er habe während dieser Zeit qualvoll gelitten und noch kurz vor dem Tod das Gesicht verzerrt. Eine Justizsprecherin sagte außerdem, dass Diaz leberkrank gewesen sei, wodurch das Gift nicht richtig gewirkt hätte.

Als Reaktion auf den Vorfall setzte der Gouverneur von Florida, Jeb Bush, die Durchführung von Hinrichtungen aus, bis der Vorfall genau untersucht worden ist. Fast zur gleichen Zeit erging auch in Kalifornien ein Urteil, das ein seit Februar bestehendes Aussetzen von Hinrichtungen verlängert. Dort soll zuerst überprüft werden, ob Hinrichtungen nicht eine ungewöhnlich grausame Bestrafung und damit nicht verfassungskonform seien. Aus dem selben Grund waren in der Vergangenheit die verwendeten Tötungsarten elektrischer Stuhl und Köpfen verboten worden.

Die Todesstrafe wird in den USA in zirka 30 Bundesstaaten praktiziert, ausschließlich unter Verwendung von Giftspritzen. Die Zahl an tatsächlich durchgeführten Hinrichtungen hat dabei in den letzten Jahren abgenommen und auch die Zahl von Todesurteilen sank seit 1999 um 60 Prozent.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Recht in den Vereinigten Staaten

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.