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February 17, 2010

Goldserie der deutschen Rennrodlerinnen bei Olympia hält an

Goldserie der deutschen Rennrodlerinnen bei Olympia hält an

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Veröffentlicht: 23:36, 17. Feb. 2010 (CET)
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Whistler (British Columbia) (Kanada), 17.02.2010 – Mit Gold und Bronze endeten die Olympischen Spiele von Vancouver für die deutschen Rennrodlerinnen. Die dreifache Weltmeisterin Tatjana Hüfner gewann Gold. Die 26-jährige Bundeswehrsoldatin aus Blankenburg im Harz, die in Oberwiesenthal trainiert, hatte bei der letzten Olympiade in Turin Bronze gewonnen. Vor vier Jahren waren alle drei Medaillen an das deutsche Frauenteam gegangen, ebenso wie 2002 in Salt Lake City. Hüfner lag nach dem ersten Durchgang noch hinter der Innsbruckerin Reithmayer zurück, die sich nicht von der deutschen Dominanz im Eiskanal von Whistler einschüchtern ließ, doch in den weiteren Läufen ließ sie sich die Bestzeit nicht mehr nehmen.

Die 25-jährige aus Innsbruck kommende Österreicherin Nina Reithmayer gewann überraschend Silber, sodass sich Natalie Geisenberger mit der Bronzemedaille begnügen musste. Die dritte Deutsche, Anke Wischnewski, erreichte nach vier Durchgängen auf der verkürzten Rennstrecke im Eiskanal von Whistler die fünftbeste Zeit. Die Frauen waren vom Juniorenstarthaus losgefahren. „Ich denke schon, dass das Rennen olympiawürdig war, wir sind im Ziel mit Tempo 135 unterwegs gewesen, das ist kein Pillepalle“, kommentierte Anke Wischnewski die Entscheidung, die nach dem tödlichen Unfall des georgischen Rennrodlers Nodar Kumaritaschwili getroffen wurde.

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Deutschland Deutschland Tatjana Hüfner 2:46,524
2 Österreich Österreich Nina Reithmayer 2:47,014
3 Deutschland Deutschland Natalie Geisenberger 2:47,101
4 Russland Russland Tatjana Iwanowa 2:47,181
5 Deutschland Deutschland Anke Wischnewski 2:47,253
6 Russland Russland Alexandra Rodionowa 2:47,456
7 Schweiz Schweiz Martina Kocher 2:47,575
8 Polen Polen Ewelina Staszulonek 2:47,621
9 Lettland Lettland Maija Tiruma 2:47,654
10 Russland Russland Natalja Chorjowa 2:47,984

Die Serie deutscher Goldmedaillengewinnerinnen im Rennrodeln wurde damit auch in Vancouver nicht gebrochen. Die Südtirolerin Gerda Weißensteiner war bei den Olympischen Spielen in Lillehammer im Jahr 1994 die letzte Olympiasiegerin, die nicht aus Deutschland kam. Das letzte Weltcuprennen, bei dem keine Deutsche auf der obersten Treppenstufe stand, fand 1997 statt.

Überraschend war das schlechte Abschneiden der Kanadierinnen und US-Amerikanerinnen, von denen sich keine unter den besten Zehn platzieren konnte.

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February 16, 2010

Vancouver: Doppelsieg für deutsche Rennrodler durch Loch und Möller

Vancouver: Doppelsieg für deutsche Rennrodler durch Loch und Möller

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Veröffentlicht: 23:06, 16. Feb. 2010 (CET)
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Whistler (British Columbia) (Kanada), 16.02.2010 – Mit einem Doppelsieg begannen die Olympischen Winterspiele von Vancouver für die deutschen Rennrodler. Auf der schnellsten Rennstrecke der Welt in Whistler gewann Felix Loch aus Berchtesgaden die Goldmedaille, der 28-jährige David Möller aus Sonneberg kam auf Platz 2. Bronze gewann der Südtiroler Armin Zöggeler.

Platz Land Sportler Zeit (min)
1 Deutschland Deutschland Felix Loch 3:13,085
2 Deutschland Deutschland David Möller 3:13,764
3 Deutschland Italien Armin Zöggeler 3:14,375
4 Russland Russland Albert Demtschenko 3:14,405
5 Deutschland Deutschland Andi Langenhan 3:14,629
6 Österreich Österreich Daniel Pfister 3:14,726
7 Kanada Kanada Samuel Edney 3:14,840
8 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten Tony Benshoof 3:15,128
9 Österreich Österreich Wolfgang Kindl 3:15,215
10 Österreich Österreich Manuel Pfister 3:15,269

Felix Loch bei der WM 2008

Der zwanzigjährige Felix Loch ist bereits zweimaliger Weltmeister. Er ist Sohn des Rodel-Bundestrainers Norbert Loch. „Dass wir vom Frauenstart losgefahren sind, war sicherlich ein Vorteil für uns“, erklärte der frischgebackene Olympiasieger. Der Herrenwettbewerb wurde vom Starthaus der Frauen gestartet, wo die Bahn flacher ist.

Die Änderung ist eine Konsequenz aus dem tödlichen Unfall im Training, bei dem der georgische Rennrodler Nodar Kumaritaschwili ums Leben gekommen war. Die 1374 Meter lange Strecke hat 16 Kurven. Frauen- und Doppelsitzer starten tiefer und fahren nur einen 1202 Meter langen Kurs mit 14 Kurven. Die Startverlegung geht auch auf die Initiative der deutschen Rodler zurück und erfolgte gegen den Willen des Internationalen Rodel-Verbandes (FIL).

„Nach allem, was passiert ist, war es richtig, das Rennen zu verkürzen, da gibt es keine Diskussion“, kommentierte Armin Zöggler, der Olympiasieger von 2002 und 2006, die Entscheidung. Der 36-jährige empfand die Verkürzung der Rennstrecke als Nachteil, da er verhältnismäßig schlechte Startzeiten erreicht und diesen Nachteil üblicherweise durch sein Können ausgleicht. Olympiasieger Loch erreichte beim Weltcuprennen 2009 hier eine Höchstgeschwindigkeit von 153,98 Kilometern pro Stunde. Durch die Verlegung ins weiter unten gelegene Starthaus verringerte sich seine Höchstgeschwindigkeit im Wettbewerb auf 147 Kilometer pro Stunde. Die Wettbewerbe der Frauen und der Doppelsitzer werden nach der derzeitigen Planung vom Starthaus der Junioren gestartet.

Der Sarg des georgischen Sportlers wurde nach einer Trauerfeier zum Flughafen gefahren. Dort wurde er an Bord eines Flugzeuges gebracht, das den Leichnam über Frankfurt am Main und München nach Georgien fliegt. Dort wird der Sarg mit dem Leichnam unter anderem vom georgischen Patriarchen Ilia II. in Empfang genommen. Der Vater des Verunglückten, David Kumaritaschwili, sagte der Presseagentur Associated Press, sein Sohn habe ein wenig Angst vor der Kurve gehabt, in der er den Tod fand. Er habe seinem Sohn geraten, am Start etwas langsamer zu sein, doch sein Sohn habe ihm gesagt, er sei nach Vancouver gekommen, um zu gewinnen.

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February 15, 2010

Vancouver: Eröffnung der Olympischen Spiele durch Unglücksfall überschattet

Vancouver: Eröffnung der Olympischen Spiele durch Unglücksfall überschattet

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Veröffentlicht: 21:44, 15. Feb. 2010 (CET)
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Vancouver (Kanada), 15.02.2010 – Der Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili beim Training der Rennrodler hat die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele von Vancouver überschattet. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komittees, der Belgier Jacques Rogge, erinnerte bei seiner Rede in dunklem Anzug mit schwarzer Krawatte während der Eröffnungsfeier an den Sportler und kondolierte den Hinterbliebenen. Kumaritaschwili war der vierte Sportler, der im Zusammenhang mit Olympischen Winterspielen den Tod fand. Untersuchungen ergaben, dass der Sportler die sechzehnte Kurve der sehr schnellen Rennstrecke vermutlich zu spät angefahren und deswegen die Kontrolle über seinen Schlitten verloren hatte.

Nelly Furtado und Bryan Adams

Nach dem Einmarsch der Nationen, bei dem André Lange für Deutschland, Andreas und Wolfgang Linger für Österreich sowie Stéphane Lambiel für die Schweiz die Fahnträger waren, folgte ein gemeinsamer Auftritt von Bryan Adams und Nelly Furtado. Nach dem Showteil, der Motive der indianischen Vergangenheit Kanadas unterstrich sowie einer weiteren Musikeinlage durch Sarah McLachlan und einer Schweigeminute für Kumaritaschwili, erklärte die kanadische Generalgouverneurin Michaëlle Jean die Spiele für eröffnet.

In der linken unteren Bildecke ist der Schacht zu sehen, der sich nicht öffnete.

Anschließend sang k.d. Lang Leonard Cohens Titel Hallelujah, bevor Bobby Orr, Donald Sutherland, Jacques Villeneuve, Barbara Ann Scott, Anne Murray, Roméo Dallaire, Julie Payette und die Mutter des an Krebs verstorbenen Marathonläufers Terry Fox die Olymppische Flagge in das BC Place Stadium trugen. Nach dem Hissen der Fahne erfolgte die Entzündung des Olympischen Feuers, was gemeinsam von Catriona LeMay Doan, Steve Nash, Nancy Greene und Wayne Gretzky vorgenommen werden sollte. Allerdings ging dies nicht glatt von sich, da eine der sich im Boden befindlichen Schachtöffnungen klemmte. Die Ursache war ein Computerfehler, so dass die frühere Eisschnellläuferin LeMay Doan schließlich zusehen musste, als Nash, Green und Gretzky das Feuer entzündeten.

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February 13, 2010

Vancouver: Georgischer Rodler Nodar Kumaritaschwili im olympischen Eiskanal ums Leben gekommen

Vancouver: Georgischer Rodler Nodar Kumaritaschwili im olympischen Eiskanal ums Leben gekommen

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Veröffentlicht: 20:08, 13. Feb. 2010 (CET)
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Vancouver / Whistler (British Columbia) (Kanada), 13.02.2010 – Nur wenige Stunden vor dem Beginn der olympischen Winterspiele in Vancouver (Kanada), kam es zu einem tragischen Sportunfall im olympischen Eiskanal bei Whistler. Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili wurde während seines Trainings mit einer Geschwindigkeit von über 140 Kilometern pro Stunde aus der letzten Kurve getragen. Er prallte anschließend gegen einen ungeschützten Stahlträger. Rettungskräfte versuchten vergeblich den Sportler wiederzubeleben. Es ist das erste Mal, dass ein Sportler während der olympischen Spiele stirbt.

Der Rodel-Weltverband FIL gab unterdessen bekannt, dass der Eiskanal, in dem sich der tödliche Unfall ereignete, keinerlei Mängel aufwies. Trotzdem wurden die Wände in Kurve 16 erhöht und das Eisprofil geändert. Inzwischen ist die Bahn wieder freigegeben.

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December 6, 2008

Siegesserie der deutschen Rennrodlerinnen hält auch in Sigulda an

Filed under: Rodeln,Themenportal Sport,Veröffentlicht,Wintersport — admin @ 5:00 am

Siegesserie der deutschen Rennrodlerinnen hält auch in Sigulda an

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Veröffentlicht: 19:35, 6. Dez. 2008 (CET)
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Sigulda (Lettland), 06.12.2008 – Seit über zehn Jahren wurde jedes Weltcuprennen der Damen im Rennrodeln von deutschen Athletinnen gewonnen. Nun hielt diese Serie nur dank zwei Hundertstelsekunden Vorsprung.

Bereits vor dem Weltcupauftakt Ende November in Innsbruck-Igls stand schon fest, dass, wenn alle Rennen normal verlaufen würden, das deutsche Rennrodelteam nur in Sigulda geschlagen werden könnte, da hier am wenigsten geübt werden konnte. So konnte bereits im Training die Ukrainerin Natalja Jakuschenko gute Zeiten fahren. Trotzdem sah es zunächst nach einem weiteren Triumph für die Mannschaft um Tatjana Hüfner, Natalie Geisenberger und Anke Wischnewski aus, die sich dank eines Fehlers Jakuschenkos im ersten Durchgang zu dritt an der Spitze einreihen konnten. Dahinter folgte die Österreicherin Veronika Halder, dann die Ukrainerin und schließlich auf dem sechsten Platz die Landsfrau Halders Nina Reithmayer. Weit zurück fiel Steffi Sieger, die außerhalb der Top 10 auch im zweiten Lauf keine Rolle mehr spielte.

Diesen eröffnete von den Favoritinnen, die nach der Leistung im ersten Durchgang starteten, Reithmayer. Ihre Zeit wurde jedoch außergewöhnlich deutlich mit über 0,3 Sekunden Vorsprung von Natalja Jakuschenko unterboten. An deren Vorgabe bissen sich nun die folgenden Athletinnen die Zähne aus, zunächst Veronika Halder, die sich nach einem groben Startfehler sogar noch hinter Reithmayer platzierte, dann auch mit Wischnewski die erste Deutsche. Sie verlor während des Laufes mehr als zwei Zehntelsekunden auf Jakuschenko. Die nun folgende Natalie Geisenberger, immerhin Europameisterin, hatte zwar zwischendurch ein großes Polster auf die Ukrainerin, nahm jedoch wegen einer nicht fehlerfreien Fahrt sogar vier Zehntel Rückstand auf und reihte sich als vorletzte gestartete Athletin auch nur auf Rang 3 ein. Die letzte Chance, die Siegesserie zu halten, bot sich nun Tatjana Hüfner, die das letzte Weltcuprennen gewonnen hatte. Auch sie hatte großen Vorsprung, der während der Fahrt immer mehr schmolz. Schließlich rettete sie zwei Hundertstelsekunden vor Jakuschenko ins Ziel und löste so Freude bei den triumphgewöhnten Trainern aus.

Nach den Damen werden auch noch die Herren ihre Rennen bestreiten, außerdem wird es noch einen Doppelsitzer- und Mixed-Wettkampf geben. Die nächste Weltcupstation wird am 13/14. Dezember im deutschen Winterberg stattfinden.

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November 30, 2008

Rennrodler Andi Langenhan gewinnt Weltcup-Auftakt in Igls

Rennrodler Andi Langenhan gewinnt Weltcup-Auftakt in Igls

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Veröffentlicht: 18:07, 30. Nov. 2008 (CET)
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Andi Langenhan, der Sieger von Igls, hier bei der Rennrodelweltmeisterschaft 2008

Innsbruck (Österreich), 30.11.2008 – Der Auftakt zum diesjährigen Rennrodel-Weltcup endete bei den Männern überraschend mit dem ersten Weltcupsieg des Deutschen Andi Langenhan. Dieser setzte sich vor seinem Teamkollegen David Möller und dem italienischen Olympiasieger Armin Zöggeler durch.

Nachdem Möller am Vortag deutlich beim Challenge Cup triumphiert und sogar einen neuen Bahnrekord aufgestellt hatte, galt er als der Favorit. Bereits anfangs des ersten Laufes stellte jedoch Langenhan eine sehr gute Zeit mit neuem Startrekord auf, an der sich in Folge viele Rodler die Zähne ausbissen, auch Möller und Zöggeler. Während sich der Erstgenannte mit nur einem Zehntel Rückstand als Zweiter immer noch recht gut hielt, fiel der Italiener sogar noch hinter den Russen Wiktor Kneib auf Rang vier zurück. Der zuletzt gestartete Landsmann Kneibs, Albert Demtschenko, für sein Risiko bekannt, stürzte und beendete seinen Wettkampf.

Im zweiten Durchgang, in dem rückwärts nach Platzierungen gestartet wurde, fuhr von den Top-Leuten zunächst der Deutsche Jan Eichhorn, der sich auf dem fünften Rang nach dem 1. Durchgang platziert hatte. Lange Zeit sah es so aus, als könnte der Vierte Zöggeler Eichhorns Zeit nicht unterbieten; im Ziel reichte es jedoch knapp. Für Kneib dagegen träumte sich der Traum vom Podest aus, da er mit einer nicht ganz fehlerlosen Fahrt sowohl hinter Zöggeler als auch hinter Eichhorn zurückfiel. Deutlich konnte dann Möller die vorgelegte Zeit des Olympiasiegers toppen, so dass Langenhan eine schwierige Aufgabe hatte. Tatsächlich sah es aber zunächst wieder gut für den Deutschen aus, dessen bestes Weltcupresultat bis dahin ein fünfter Rang war. Zwar kam er nicht ganz an seinen Startrekord vom ersten Durchgang heran, verbesserte aber die Zeit Möllers und führte schnell mit einem Zehntel Vorsprung. Dieses schmolz jedoch während Langenhans Fahrt; ins Ziel rettete er jedoch gerade noch elf Hundertstelsekunden. So gelang dem 24-Jährigen der erste Weltcuptriumph. Auch Möller konnte zufrieden sein, hatte er sich doch von seinem vermutlich größten Rivalen im Gesamtweltcup, Armin Zöggeler, um fast zwei Zehntel distanziert.

Anders als beim deutschen Doppelsieg im Einsitzer hatte die Doppelsitzer des Landes weniger Glück. Das favorisierte Duo Leitner/Resch platzierte sich nur auf dem fünften Rang, nachdem es im ersten Durchgang sogar nur Achter geworden war. Hier siegten die Italiener Plankensteiner/Haselrieder.

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December 30, 2005

Jungferninseln: Anne Abernathy zum sechsten Mal für Olympia qualifiziert

Jungferninseln: Anne Abernathy zum sechsten Mal für Olympia qualifiziert

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Charlotte Amalie (Amerikanische Jungferninseln), 30.12.2005 – Anne Abernathy, Bürgerin der Amerikanischen Jungferninseln, ist eine Weltklasserodlerin. Die jetzt 52-Jährige wurde am 12.04.1953 geboren und hatte erst mit 29 Jahren mit dem Rodelsport begonnen. In Wintersportkreisen ist sie unter dem Spitznamen „Rodel-Oma“ bekannt. Sie selbst hatte sich den Namen „Grandma Luge“ gegeben.

Sie war bei allen fünf Vorläufen für die Qualifikation des Rodelweltcups von Viessmann nicht erfolgreich ins Ziel gekommen. Trotzdem erhielt sie eine „Fahrkarte“ für die Olympischen Spiele 2006 im italienischen Turin, denn ihre sportlichen Erfolge reichten aus, die Qualifikationshürden der Amerikanischen Jungferninseln zu überwinden.

Zu diesen bisherigen Erfolgen zählen im Winter 2003/04 bei den Nationen Cups in Königssee und Altenberg beide Male die dritten Plätze. Zusätzlich schaffte sie beim Weltcup in Altenberg im gleichen Jahr den 16. Platz. Abernathy beendete die Saison 2003/04 mit einem für sie hervorragenden 20. Platz. Ein 26. Platz bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war der Saison voraus gegangen.

Die Winterspiele in Turin sind dann die sechsten Olympischen Spiele, an denen Abernathy teilnimmt. Zuvor war sie bereits bei den Winterspielen 1988, 1992, 1994, 1998 und 2002 als Teilnehmerin anwesend.

Bereits im vergangenen Winter konnte die Sportlerin die Olympiabahn testen. Sie fuhr am 1. Februar 2005 eine Probeabfahrt. Dieser Februartag war von zahlreichen Stürzen der Rodler überschattet. Auch Abernathy erreichte das Ziel nicht ohne Sturz. Sie musste mit einem Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dennoch hat sie den Mut, an den Olympischen Spielen 2006 teilzunehmen und diese Bahn noch mehrmals hinabzufahren.

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