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July 13, 2008

40-jährige Niederländerin an Marburg-Virus gestorben

Veröffentlicht: 16:30, 13. Jul. 2008 (CEST)
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Niederlande, 13.07.2008 – Eine 40-jährige Niederländerin ist am vergangenen Freitag, den 11. Juli an dem Marburg-Virus gestorben. Erst einen Tag zuvor war das Virus bei der Frau festgestellt worden. Die 40-Jährige, zu deren Identität Sprecher des Reichsinstituts für Gesundheit wegen des Persönlichkeitsschutzes keine näheren Angaben machen wollte, war vor wenigen Wochen von einem Urlaub in Afrika zurückgekehrt. Am 5. Juli wurde die Frau in einem Krankenhaus in Helmond aufgenommen. Weil sich ihr Zustand jedoch verschlechterte, wurde sie zwei Tage später in die Universitätsklinik Leiden verlegt.

Das Reichsinstitut schätzt die Gefahr von Ansteckungen anderer Personen als „sehr klein“ ein. Etwa 100 Menschen, die Kontakt mit der Frau gehabt hatten oder haben könnten, stehen jedoch unter Beobachtung, außerdem 45 Mitarbeiter des Krankenhauses in Helmond, wo der Krankheitsgrund der Frau noch nicht festgestellt werden konnte. Die Krankheit ist dem Institut zufolge erst ansteckend, nachdem sie ausgebrochen ist.

Die Niederländerin war im Juni einige Zeit in Uganda unterwegs gewesen und hatte dort die für ihre Fledertiere berühmten Grotten im Maramagambo-Wald besichtigt. Wie das Reichsinstitut mitteilte, ist die Krankheit wahrscheinlich dort übertragen worden. In bestimmten Regionen seien Fledertiere Träger dieses Virus. Das Institut rät daher dringend davon ab, die Höhlen in Uganda zu besuchen.

Es ist der erste bekanntgewordene Fall, dass sich ein Mensch in Afrika mit dem Marburg-Virus infiziert und den Erreger nach Europa mitgebracht hat. Das Marburg-Virus ist nach der hessischen Stadt Marburg benannt. Im Jahre 1967 war es dort erstmals bei Laborangestellten aufgetreten, die mit Meerkatzen arbeiteten. Es führt – wie auch das Ebola-Virus – zu so genanntem Hämorrhagischem Fieber, wobei es zu hohem Fieber und Blutungen aus der Haut und den inneren Organen kommt. Substanzen, die die Krankheit heilen können, sind bislang nicht bekannt. Es können nur die Krankheitssymptome gelindert werden. Beim Marburg-Virus besteht bis zum Krankheitsausbruch eine Inkubationszeit von zwei Tagen bis drei Wochen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Gesundheit

Quellen

  • n-tv.de: „Marburg-Virus: 40-Jährige gestorben“ (11.07.2008)
  • focus.de: „Marburg-Virus: Niederländische Patientin ist tot“ (11.07.2008, 13:13 Uhr)
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April 25, 2005

Marburg-Virus Epidemie in Angola fordert weitere Todesopfer

Marburg-Virus Epidemie in Angola fordert weitere Todesopfer

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Uige (Angola), 25.04.2005 – Die in der Provinz Uige in Angola ausgebrochene Epidemie des Marburg-Virus fordert trotz internationaler Hilfe weitere Todesopfer.

Inzwischen sind 266 Fälle eines durch den Marburg-Virus verursachten hämorrhagischen Fiebers dokumentiert, davon sind 244 Menschen bereits verstorben. Damit ist die aktuelle Marburg-Virus-Epidemie nicht nur die größte bisher bekannte, sondern zeigt mit einer Todesrate von über 90 Prozent auch einen dramatischeren Verlauf als bisherige Infektionen mit dem Ebola-Virus. Von den 266 bekannten Fällen sind 56 Infektionen und 50 Todesfälle außerhalb der Provinz Uige dokumentiert.

Hauptproblematik bei der Eindämmung der aktuellen Epidemie ist inzwischen die mangelnde Zusammenarbeit der Bevölkerung und lokalen Behörden. Aus Furcht vor der Isolation werden Todesfälle nicht gemeldet oder Leichname versteckt. Wegen der hohen Zahl der Todesopfer geraten die internationalen Hilfstruppen zusätzlich in den Verdacht, Verursacher der Epidemie zu sein.

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Quellen

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April 5, 2005

Zahl der Todesopfer in Angola steigt

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Uige (Angola), 05.04.2005 – Die in der Provinz Uige in Angola ausgebrochene Epidemie des Marburg-Virus hat weitere Todesopfer gefordert.

Inzwischen sind 163 Fälle eines durch den Marburg-Virus verursachten hämorrhagischen Fiebers dokumentiert, davon sind 150 Menschen bereits verstorben. Nach Angaben der WHO wurde auch über Erkrankungen in den Provinzen Luanda, Cabinda, Malange und Kuanza Norte berichtet.

In allen Fällen stammte die Verbreitung aus dem Epizentrum Uige. Derzeit sind fünf mobile Überwachungsteams unterwegs und gehen über 100 Kontaktfällen nach.

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April 4, 2005

Marburg-Virus Epidemie in Angola

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Angola

Uige (Angola), 04.04.2005 – In der Provinz Uige in Angola sind 224 Fälle eines durch den Marburg-Virus verursachten hämorrhagischen Fiebers dokumentiert, davon sind 207 bereits verstorben.

Unter den Opfern der seltenen, aber schwer verlaufenden Viruserkrankung befinden sich auch zwölf Mitarbeiter eines Hospitals. Es befindet sich eine von der WHO entsandte mobile Einheit des Canadian National Microbiology Laboratory vor Ort, die eine Isolationsanlage von Ärzte ohne Grenzen unterstützen sollen. Weitere Hilfen durch die WHO sind in Vorbereitung.

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  • Zahl der Todesopfer in Angola steigt (05.04.2005)
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