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January 26, 2009

Kirsten Gillibrand zur Nachfolgerin Hillary Clintons als Senatorin ernannt

Kirsten Gillibrand zur Nachfolgerin Hillary Clintons als Senatorin ernannt

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Veröffentlicht: 21:37, 26. Jan. 2009 (CET)
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Kirsten Gillibrand
Foto:U.S. Congress

Albany (New York) (Vereinigte Staaten), 26.01.2009 – Der Gouverneur des Bundesstaates New York, David A. Paterson ernannte am 22. Januar die Demokratin Kirsten Gillibrand zur Nachfolgerin der bisherigen Amtsinhaberin Hillary Clinton, deren Sitz im US-Senat frei geworden war. Clinton hatte in der Regierung des neuen US-Präsidenten Barack Obama die Funktion der Außenministerin übernommen.

Paterson gab Gillibrand den Vorzug vor einigen prominenteren Bewerbern um den Posten, darunter waren Caroline Kennedy, der Tochter John F. Kennedys und der Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Andrew Cuomo. Kennedy hatte ihre Bereitschaft, für den Posten zur Verfügung zu stehen, am Tage von Obamas Amtseinführung überraschend aus persönlichen Gründen zurückgezogen. Patersons Entscheidung könnte ihm bei seiner eigenen Wiederwahl 2010 zu Stimmengewinnen im ländlichen Teil des Bundesstaates verhelfen, vor allem im konservativen Hudson Valley, wo Gillibrand beheimatet ist.

Die Ernennung Gillibrands ist unterdessen auf Kritik gestoßen. Gillibrand hatte als einzige Kongressabgeordnete gegen das 700-Milliarden-US-Dollar-Hilfspaket fur die Finanzbranche gestimmt und wird von der National Rifle Association, durch die ein freier Zugang zu Waffen propagiert wird, hervorragend beurteilt. Der Bundesstaat New York hat allerdings eines der strengsten Waffengesetze in den Vereinigten Staaten.

New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg kritisierte Gillibrand offen dafür, gegen die Bemühungen New York Citys gestimmt zu haben, illegale Waffen von den Straßen der Stadt zu bekommen. Die Kongressabgeordnete Carolyn McCarthy erklärte, Gillibrand sei „das Postergirl der NRA, und das repräsentiert nicht den Staat New York“ und kündigte an, 2010 gegen Gillibrand kandidieren zu wollen. McCartys Ehemann war eines von sechs Opfern, die ein Amokläufer vor 15 Jahren in einem Pendlerzug auf Long Island erschossen hatte, ihr Sohn war bei der Schießerei schwer verletzt worden. McCarthy nannte Patersons Entscheidung „eine sehr schlechte Wahl“.

Nach ihrer Ernennung kündigte Gillibrand allerdings an, an Gesetzen mitwirken zu wollen, die Kriminellen den Zugang zu Waffen verhindert. Gillibrand unterstützt das Recht der Frauen auf eine Abtreibung und Gesetze, die die gleichgeschlechtliche Ehe erlauben.

Kirsten Gillibrand ist 42 Jahre alt, verheirat und hat zwei Söhne. Sie wurde 2006 zum ersten Mal in den Kongress gewählt, als sie den damaligen republikanischen Amtsinhaber John Sweeney hinter sich ließ. Der 20. Wahlbezirk bei Albany erstreckt sich von Lake Placid in den Adirondack Mountains bis ins Dutchess County. Gillibrand war im Repräsentantenhaus Mitglied in den Ausschüssen für Landwirtschaft und für die Streitkräfte.

Nach der Verfassung muss sich Gillibrand nun im Jahr 2010 der Wahl stellen, um dann für die restliche Amtszeit bestätigt zu werden, 2012 findet dann die reguläre Wahl mit einer Amtszeit von sechs Jahren statt. Politische Berater sagen, dass ein erfolgreicher Kandidat für beide Wahlen mindestens 40 Millionen US-Dollar an Wahlkampfspenden aufbringen werden muss.

Quellen

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December 16, 2008

Chaos durch Eisregen in Neuengland

Chaos durch Eisregen in Neuengland – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Chaos durch Eisregen in Neuengland

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Veröffentlicht: 20:36, 16. Dez. 2008 (CET)
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Gefahr besteht durch herunterhängende Stromleitungen, umgebrochene Bäume blockieren zahlreiche Straßen.

Albany (Vereinigte Staaten), 16.12.2008 – Ein Wintersturm mit Eisregen hat in den US-Bundesstaaten Neuenglands zu einem Chaos geführt. Die Eisschicht war örtlich mehr als zwei Zentimeter dick. Bäume brachen durch die Last der vereisten Äste zusammen und zerstörten so Stromleitungen. Hunderte von Straßen wurden durch umgestürzte Bäume, herabgefallene Äste und herunterhängende Stromkabel blockiert. Mindestens eine Million Haushalte in New York, Massachusetts, Maine und New Hampshire seien ohne Strom gewesen, berichtete der Boston Globe. Betroffen waren auch der Norden Ohios, Teile Pennsylvania und Vermont.

Auf Verlangen der Gouverneure Deval Patrick und John Lynch erklärte US-Präsident George W. Bush für neun Countys in Massachusetts sowie für New Hampshire den Notstand, was die Freigabe von Bundesmitteln ermöglichte. Allgemein wird das Wettereignis mit einem Eissturm von 1998 verglichen; allerdings war damals ein wesentlich kleineres Gebiet betroffen.

Durch den Eissturm wurden mindestens vier Personen getötet. Ein Mann in New Hampshire und ein Ehepaar in New York starben an Kohlenmonoxydvergiftungen, die durch dieselgetriebene Generatoren verursacht wurden. In Massachusetts wurde ein Angehöriger des öffentlichen Dienstes ertrunken aus einem Stausee geborgen. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, von herunterhängenden Stromleitungen Abstand zu halten, da diese eine tödliche Gefahr darstellten.

Nach Augenzeugenberichten brachte der Eissturm Bäume mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern und mehr zum Brechen wie Streichhölzer; auch Telegrafenmasten hielten nicht stand. Viele geparkte Autos wurden durch abgebrochene Äste und Bäume beschädigt sowie Oberleitungen und Signale des Eisenbahnnetzes in Mitleidenschaft gezogen.

In der Region fielen innerhalb von sieben Tagen teilweise mehr als 100 Millimeter Niederschlag. Die Ausnahmesituation wurde durch das Zusammentreffen einer Kaltfront mit einem Tiefdruckgebiet hervorgerufen, das über Neuengland stationär wurde; einige Flüsse führen deswegen Hochwasser.

Quellen

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March 18, 2008

New York: Neuer Gouverneur David Paterson vereidigt

New York: Neuer Gouverneur David Paterson vereidigt

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Veröffentlicht: 14:59, 18. Mär. 2008 (CET)
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Albany (Vereinigte Staaten), 18.03.2008 – Der 53-jährige Demokrat David Paterson wurde am 17. März in Albany als neuer Gouverneur des US-Bundesstaates New York vereidigt. Paterson ist Nachfolger von Eliot Spitzer. Dieser war in der vergangenen Woche im Zusammenhang mit einem Sexskandal zurückgetreten. Spitzer war Kunde eines Callgirl-Vermittlungsdienstes.

Der Zeremonie wohnten die Gouverneure von New Jersey, Massachusetts und Connecticut, die früheren Bürgermeister New York Citys Ed Koch und David Dinkins, der derzeitige Amtsinhaber Michael Bloomberg, die ehemaligen Gouverneure George Pataki und Hugh Carey sowie die derzeitigen Senatoren Charles Schumer und Hillary Clinton teil.

In seiner Antrittsrede forderte der neue Gouverneur zur Einigkeit auf und bot den Republikanern eine Zusammenarbeit an. Die Amtszeit von Paterson läuft bis zum Jahresende 2010. Er übernimmt das Amt mit der Bürde einer Haushaltslücke von 5,1 Milliarden US-Dollar.

Paterson ist der 55. Gouverneur in der Geschichte New Yorks und der erste Farbige auf diesem Posten. Er war von 1985 bis 2006 Mitglied des Senats des Staates New York, in dem er Harlem repräsentierte, bevor er 2006 stellvertretender Gouverneur wurde. Der fast blinde David A. Paterson wurde am 20. Mai 1954 in Brooklyn geboren und ist verheiratet. Mit seiner Frau Michelle hat er zwei Kinder. Er studierte Geschichte an der Columbia University und Jura an der Hofstra Law School.

In einem Interview mit der New Yorker Zeitung „Daily News“ gestand er aber auch inzwischen ein, über Jahre hinweg eine Beziehung zu einer anderen Frau gehabt zu haben.

Quellen

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