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October 21, 2010

Loki Schmidt ist tot

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Loki Schmidt ist tot

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Veröffentlicht: 22:37, 21. Okt. 2010 (CEST)
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Loki Schmidt mit Ehemann Helmut 1978

Hamburg (Deutschland), 21.10.2010 – Loki Schmidt, die Ehefrau des früheren deutschen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, starb in der Nacht zum 21. Oktober 2010 im Alter von 91 Jahren in dem Hamburger Wohnhaus des Ehepaars. Das Ehepaar Schmidt war 68 Jahre verheiratet, 1942 hatten Helmut und Loki geheiratet. Der Wunsch nach dem gemeinsamen Erleben der Gnadenhochzeit, des 70. Hochzeitstages, war den beiden nicht vergönnt. Sie begleitete die politische Karriere ihres Mannes, vom Anfang als Bundestagsabgeordneter über die Ämter des Hamburger Innensenators und des Ministers in der Bundesregierung bis hin zum höchsten Amt, das Helmut Schmidt von 1974 bis 1982 als Bundeskanzler bekleidete. Loki Schmidt starb im Beisein ihrer Tochter; ihr Ehemann war zum Zeitpunkt des Todes seiner Frau in Berlin und hielt einen Vortrag.

Zahlreiche Politiker haben das Leben Loki Schmidts gewürdigt. Hamburgs Erster Bürgermeister Christoph Ahlhaus sagte, Schmidt habe „die Menschen stets besonders beeindruckt: unaufgeregt, geradlinig, mit einem klaren Blick auf die Menschen und das Leben“. Uwe Grund, der DGB-Chef in Hamburg, nannte Schmidt eine „Bilderbuch-Hanseatin, uneigennützig, engagiert, bescheiden und doch hoch kompetent.“

„Unsere Gedanken sind jetzt bei unserem Herausgeber Helmut Schmidt“, verlautbarte der Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“, Giovanni di Lorenzo. Helmut Schmidt ist seit mehr als drei Jahrzehnten Mitherausgeber. Für ihn ist der Tod Loki Schmidts ein „unermesslicher Verlust“. Der SPD-Politiker und rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck würdigte Schmidt als eine der Frauen, „die ohne eigenes Amt durch ihr lebenslanges, beständiges, diszipliniertes und soziales Wirken unvergessen bleiben werden“. Für Helmut Schmidts langjährigen Regierungssprecher Klaus Bölling war Loki Schmidt „eine Frauenpersönlichkeit von hohem Rang“.

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Quellen

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December 23, 2008

Helmut Schmidt wird 90

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Helmut Schmidt wird 90

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Veröffentlicht: 18:49, 23. Dez. 2008 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 23.12.2008 – Helmut Schmidt, Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland von 1974 bis 1982, feiert heute seinen 90. Geburtstag. Namhafte Politiker aus dem In- und Ausland gratulierten dem Jubilar. Geboren am 23. Dezember 1918 im Hamburger Arbeiterviertel Barmbek, blieb Schmidt seiner Geburtsstadt, deren Ehrenbürger er 1983 wurde, bis zu seinem heutigen 90. Geburtstag treu. Schmidt kann auf eine bewegte politische Karriere zurückblicken, die 1946 mit seinem Eintritt in die SPD begann. 1953 wird er erstmals Abgeordneter im Deutschen Bundestag, kehrt dann jedoch als Innensenator zwischen 1961 und 1965 nach Hamburg zurück. Bei der großen Sturmflutkatastrophe von 1962 erwarb sich Schmidt in dieser Funktion große Verdienste bei der Bewältigung dieser humanitären Katastrophe. Von 1965 bis 1987 ist Schmidt wieder Mitglied des Bundestages, darunter zwischen 1967 und 1969 als Fraktionsvorsitzender. Er bekleidete verschiedene Ministerämter in der Bundesregierung bevor er selbst Kanzler wurde, darunter als Bundesverteidigungsminister (1969-1972) und als Wirtschafts- und Finanzminister (1972). Seine politische Karriere endet mit dem Bruch der sozial-liberalen Koalition im Jahr 1982. Helmut Kohl löst ihn als Bundeskanzler ab. In die Amtszeit Schmidts als Bundeskanzler fallen der NATO-Doppelbeschluss zur Stationierung atomarer Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden von 1979 sowie der RAF-Terror des Jahres 1977.

Nach seiner politischen Laufbahn wirkte Schmidt als Publizist und Redner, unter anderem war er Mitherausgeber der Hamburger „Zeit“.

Seinen Spitznamen „Schmidt-Schnauze“ erhielt er vermutlich aufgrund eines ihm zugeschriebenen Zitats von 1957: „Ich bin der Mann mit der schnellen Schnauze.“ Seinem Spitznamen machte er mit seiner flinken, oft polemischen Zunge vor allem als Bundestagsabgeordneter und Wahlkampfredner alle Ehre. In seiner langen politischen Laufbahn entstanden viele markante Redewendungen, die von den Medien immer wieder gerne zitiert werden. Eine Sammlung hat die Süddeutsche Zeitung zusammengestellt. Am Schluss soll daher eine dieser Aphorismen Helmut Schmidts stehen: „Das Schneckentempo ist das normale Tempo in der Demokratie.“ (2003)

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