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January 12, 2016

Spanische Klinik ohne Strom und Zufahrt

Spanische Klinik ohne Strom und Zufahrt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Spanische Klinik ohne Strom und Zufahrt

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Veröffentlicht: 22:48, 12. Jan. 2016 (CET)
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Die Autopista A-49 ist weit entfernt vom Krankenhaus in der Provinz Huelva

Madrid (Spanien), 12.01.2016 – Ein offensichtlicher Schildbürgerstreich in der spanischen Provinz Huelva erregt die Gemüter. Für 21 Millionen Euro wurde im Dezember vergangenen Jahres ein Krankenhaus fertiggestellt, doch bisher fehlen eine Zufahrtsstraße und die Versorgungsanschlüsse. Das Gebäude gehört zu der kleinen Gemeinde Lepe im Süden Spaniens nahe der portugiesischen Grenze. Laut Plan soll das Krankenhaus jährlich 83.000 Patienten behandeln.

Vor fast vier Jahren gab es 300 Kilometer weiter einen ähnlichen Fall: Die Zufahrtsstraße zu einem Krankenhaus östlich von Málaga wird jetzt erst fertig gestellt. Bei einem Projekt in Toledo, für das 400 Millionen Euro veranschlagt werden, ruhen die Bauarbeiten seit 2011.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Gesundheit

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January 29, 2015

Spaniens Arbeitslosigkeit 2014 deutlich gesunken

Spaniens Arbeitslosigkeit 2014 deutlich gesunken

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Veröffentlicht: 13:44, 29. Jan. 2015 (CET)
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Madrid (Spanien), 29.01.2015 – Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist im Jahr 2014 deutlich gesunken, bleibt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Arbeitslosenquote fiel von 25,73 Prozent auf 23,7 Prozent, dies bedeutet einen Rückgang von rund acht Prozent. Damit fiel die Quote zwar deutlich, aber trotzdem hat Spanien nach Griechenland die zweithöchste Arbeitslosenquote in der Europäischen Union. Laut dem spanischen Statikstikamt Instituto Nacional de Estadística wurden insbesondere im Dienstleistungsbereich, in der Industrie und im Baugewerbe neue Stellen geschaffen.

Der Anteil der Arbeitslosen ist stärker gefallen, als von der spanischen Regierung erwartet. Diese war von einer Arbeitslosenquote zum Ende des Jahres 2014 in Höhe von 24,2 Prozent ausgangen. Für das Jahr 2015 wird mit einem Absinken der Quote auf 22,2 Prozent gerechnet.

Themenverwandte Artikel

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January 15, 2015

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

Spanien will umstrittene Abschiebepraxis in Melilla legalisieren

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Veröffentlicht: 12:06, 15. Jan. 2015 (CET)
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Grenze von Melilla

Melilla (Spanien), 15.01.2015 – Am Grenzzaun von Melilla sollen in Zukunft Flüchtlinge schnell, unbürokratisch und ohne Prüfung der Gründe ihrer Flucht wieder nach Marokko gebracht werden. Obwohl diese Praxis von Menschenrechtlern kritisiert wird, soll sie jetzt vom spanischen Senat gesetzlich abgesichert werden. Das Handelsblatt berichtet, dass Flüchtlinge mit sichtbaren Schnittwunden oder Prellungen durch das Überwinden der Grenze keine Seltenheit in Melilla seien. Die Verletzten würden nicht behandelt, sondern abgeschoben, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Der spanische Innenminister Jorge Fernández reagierte auf Kritik mit den Worten: „Mit großer Freude werden wir den Bitten Europas nachkommen. Wenn uns jemand verspricht, diese Leute würdig zu behandeln, sie versorgt, ihnen Arbeit gibt, soll er uns seine Adresse geben. Wir werden ihm diese Menschen so schnell wie möglich schicken.“

Eine Sprecherin von Amnesty International, María Serrano, äußerte sich gegenüber dem Deutschlandfunk: „Der Senat wird das Gesetz sicher durchwinken. Aber früher oder später wird es gekippt werden – vom spanischen Verfassungsgericht, der EU-Kommission oder dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Es widerspricht ja ganz offensichtlich dem Völkerrecht, der spanischen Verfassung und den EU-Abkommen zur Einwanderung und dem Asylrecht. Damit will man eine illegale Praxis legalisieren.“ Amnesty International sieht in dem Gesetz einen Verstoß gegen den Grundsatz der Nicht-Zurückweisung und gegen das Verbot von Kollektivausweisungen.

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September 22, 2014

Video: Vor dem Parlament Kataloniens wird das Gesetz zum Unabhängigkeitsreferendum gefeiert

Video: Vor dem Parlament Kataloniens wird das Gesetz zum Unabhängigkeitsreferendum gefeiert

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Veröffentlicht: 22:50, 22. Sep. 2014 (CEST)
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Barcelona (Spanien), 22.09.2014 – Vor dem Parlament Kataloniens begrüßte eine Menschenmenge am 19. September die Verabschiedung eines Gesetzes, das die Durchführung eines Unabhängigkeitsreferendums in der spanischen Region ermöglichen soll. Das umstrittene, von der Zentralregierung in Madrid abgelehnte Referendum soll am 9. November stattfinden.

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July 26, 2013

Santiago de Compostela: mindestens 80 Tote bei Zugunglück

Santiago de Compostela: mindestens 80 Tote bei Zugunglück

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Veröffentlicht: 05:48, 26. Jul. 2013 (CEST)
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Rettungskräfte bei der Bergung

Ein demolierter Triebwagen

Nach dem Unfall steigt Rauch auf.

Santiago de Compostela (Spanien), 26.07.2013 – Am Mittwochabend ist um 20:40 Uhr bei Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien ein Schnellzug entgleist. Das Unglück hat mindestens 80 Todesopfer sowie 180 Verletzte gefordert. 20 Verletzte sollen sich in ernstem Zustand befinden. Die Behörden haben offiziell noch keinen Grund für das Unglück angegeben, die viel zu hohe Geschwindigkeit in einer engen Kurve gilt aber als wahrscheinlicher Auslöser.

Der Unglückszug fuhr von Madrid aus in Richtung des Küstenorts Ferrol und war nicht mehr weit entfernt vom Santiagoer Bahnhof. An Bord waren mindestens 260 Passagiere, die meisten sind nun tot oder verletzt. Einer der beiden Lokführer teilte unmittelbar nach dem Unglück über Funk mit, dass er 190 km/h gefahren sei, mehr als doppelt so viel wie die erlaubten 80 km/h. Gegen ihn wird nun ermittelt. Offensichtlich infolge der zu hohen Geschwindigkeit entgleiste der Zug und schlug an eine nebenstehende Betonwand. Die auseinandergerissenen Waggons verkeilten sich teils ineinander. Ein Anwohner berichtete von einem „erdbebenähnlichen“ Knall.

Ein Zeuge, der in dem Zug war, erzählte beim Radiosender Cadena SER: „Viele Leute wurden zu Boden gedrückt. Wir versuchten aus dem Zug herauszukommen und merkten dabei, dass der Zug brannte. … Ich war im zweiten Wagen und es brannte. … Ich sah Leichen.“

Die Katastrophe passierte am Vorabend des Jakobstages und der für das Wochenende geplanten großen Feierlichkeiten in Santiago, welche daraufhin abgesagt wurden. Der spanische Premierminister Mariano Rajoy ließ verlauten: „Im Angesicht einer Tragödie, wie sie gerade in Santiago de Compostela am Abend des dortigen grossen Tages geschehen ist, kann ich als Spanier und Galizier nur mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken.“ Rajoy besuchte den Unglücksort gestern früh.


Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Eisenbahnunfall von Santiago de Compostela“.
  • Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Santiago de Compostela derailment“ („Eisenbahnunfall von Santiago de Compostela“).
  • Kanada: Verwüstungen in Kleinstadt nach Entgleisen eines Ölzugs (08.07.2013)

Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist teilweise eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 25.07.2013

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March 4, 2013

Mobilfunkmesse MWC ohne Sensationen

Mobilfunkmesse MWC ohne Sensationen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mobilfunkmesse MWC ohne Sensationen

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Veröffentlicht: 18:19, 4. Mär. 2013 (CET)
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Das Wahrzeichen Barcelonas, die Sagrada Familia

Barcelona (Spanien), 04.03.2013 – Von Montag bis Donnerstag letzter Woche fand zum 27. Mal die weltgrößte Messe für mobile Geräte, der Mobile World Congress (MWC), statt. Zahlreiche Firmen aus der Mobilbranche haben in Barcelona ihre neuesten technischen Errungenschaften zur Schau gestellt.

Samsung, der weltgrößte Handyhersteller, zeigte in Sachen Smartphones nicht den wirklich großen Knaller. Grund dafür ist, dass das neue Flaggschiff „Samsung Galaxy S4“ der Koreaner im März auf einer externen Samsung-Veranstaltung in New York vorgestellt werden soll. Allerdings veröffentlichte das Unternehmen ein paar Mittel- bis Unterklasse-Geräte, nämlich das Outdoor-Handy „Samsung Galaxy Xcover 2“, den vergleichsweise kleinen 3,3-Zöller „Samsung Galaxy Young“ und seinen etwas größeren Bruder „Samsung Galaxy Fame“. Außerdem präsentierte die Firma das angekündigte 8-Zoll-Tablet „Samsung Galaxy Note 8.0“ schon im Vorfeld am Sonntag vor der Messe. Auch weitere Tablets der Samsung Galaxy Tab-Serie wurden erwartet, diesbezügliche Gerüchte erwiesen sich jedoch als falsch. Dafür aber zeigte die Firma den „Samsung HomeSync“, eine TV-Box, die statt mit „Google TV“ mit dem von Samsung für Fernseher optimierten Android läuft. Zudem veröffentlichten die Koreaner ihren neuen Dienst „Samsung Wallet“, der etwa zum Sammeln und Verwalten von Coupons, Flugtickets, Eintritts- und Bonuskarten nützlich sein soll. Kritiker halten dies jedoch für eine „eklatante“ Kopie von Apples „Passbook“, da zum einen das Design (u. a. des Logos), aber auch die Funktion sehr ähnlich sind. Ein kleiner Unterschied zu Apple soll aber die Unterstützung von NFC (Near Field Communication) sein, die „Passbook“ nicht hat.

Huawei zeigte auf dem MWC eine Vielzahl an Geräten. So veröffentlichte die Firma genauso wie Samsung schon vor dem offiziellen Beginn der Messe ihr neues Smartphone-Flaggschiff „Huawei Ascend P2“. Dieses besitzt statt der erwarteten 5 Zoll „nur“ 4,7 Zoll Bildschirmdiagonale, und die CPU ist mit vier und nicht acht Kernen ausgestattet. Dafür aber sei es laut dem Hersteller das „schnellste LTE-Smartphone der Welt“ mit Download-Raten von bis zu 150 Mbit/s. Auch ist das Handy mit 8 mm Dicke vergleichsweise schlank. Weiter versuchte sich die Firma mit den Einsteigermodellen „Huawei Ascend G510“ mit einem für seine 4,7 Zoll eher niedrigauflösenden Display und dem „Huawei Ascend Y300“, einem Zweikernprozessor-Vierzöller. Auch gab es den Display-Riesen „Huawei Ascend Mate“ zu sehen, der mit 6-Zoll Bildschirmdiagonale als Phablet (Phone + Tablet) daherkommt. Ebenso wurde das 13-Megapixel-Smartphone „Huawei Ascend D2“ vorgestellt. Neben den vielen Smartphones veröffentlichte das aufstrebende chinesische Unternehmen noch das 10-Zoll-Tablet „Huawei MediaPad 10 Link“, das eher für die Mittel- und Unterklasse bestimmt ist.

Die Benutzeroberfläche von Firefox OS, dem Betriebssystem, mit dem das „ZTE Open“ läuft

LG möchte wohl LTE „unter’s Volk bringen“ und zeigte so mit dem „LG Optimus F5“ und seinem etwas größeren Bruder „LG Optimus F7“ zwei Mittelklasse-Smartphones, die den neuen Standard für schnelles Internet unterstützen. Ihr neues Flaggschiff veröffentlichten die Japaner mit dem „LG Optimus G Pro“, dem Nachfolger des „LG Optimus G“. Obwohl es durchaus potentielle Kunden geben würde, wird das Gerät voraussichtlich nicht in Europa verkauft. Für manch einen mag die gerade vorgestellte zweite Generation der Optimus-L-Serie eine Versöhnung sein, jedenfalls sind das „LG Optimus L5 2“ und das „LG Optimus L7 2“ wahre Augenschmeichler – zumindest aus der Sicht des Herstellers.

ZTE, ein weiterer chinesischer Hersteller von mobilen Geräten, zeigte ebenfalls neue Smartphones. So ist das „ZTE Grand Memo“ ein 5,7-Zoll-Phablet, welches mit Qualcomms neuem Prozessor „Snapdragon 600“ ausgestattet ist. Und das „ZTE Grand S LTE“ besitzt viele der Eigenschaften eines Highendgeräts, wie etwa einen Vierkernprozessor, LTE und ein Full-HD-Display. Auch wenn der Preis noch nicht bekannt ist, steht fest, dass er relativ hoch sein wird. Den vollen Gegensatz dazu bietet das „ZTE Open“, welches das erste Smartphone mit Mozillas Betriebssystem für mobile Geräte Firefox OS sein wird und mit knubbeligem Design und einfacher Hardware überzeugen soll. Und hauptsächlich durch den extrem niedrigen Preis soll vor allem in Entwicklungsländern das Handy seine Käufer finden.

HTC und Sony zeigten beide bereits vor kurzem ihre neuen Smartphone-Flaggschiffe: das „HTC One“ und das „Sony Xperia Z“. Beide Hersteller veröffentlichten also kein neues Smartphone. Im Tablet-Bereich sah es ähnlich aus: Sonys bei der CES 2013 in Las Vegas im Januar vorgestellter und ebenfalls Xperia Z betitelter 10-Zöller wird zwar nun auch in Europa verkauft werden, doch neue Geräte präsentierte keine der beiden Firmen.

Dieses Jahr gab es Newcomer im Mobilfunkbereich: So versuchte sich die chinesische Firma Lenovo mit ihrem ersten Smartphone „Lenovo IdeaPhone K900“ an einem edlen 5,5-Zoll-Phablet mit nur 7 mm Dicke. Auch die inneren Werte sprechen für sich: Zweikernprozessor mit 1,8 GHz, 2 GB RAM, Full-HD-Display. Und dass die Software mit der (fast) neuesten Android-Version von 4.2.1 läuft, kann überzeugen.

Das japanische Unternehmen Fujitsu stellte mit dem „Fujitsu Arrows X F02E“ ein Smartphone vor, welches mit der Konkurrenz mithalten kann, da es alle Kriterien eines High-End-Geräts erfüllt. Nur hierzulande wird es kein Kassenschlager werden, da der Verkauf im deutschsprachigen Raum nicht geplant ist.

Der Computerhersteller Hewlett Packard (HP) versuchte sich schon seit letztem Jahr als Hersteller im Mobilfunkmarkt. Während sein 10-Zoll-„HP TouchPad“ noch mit dem offenen Betriebssystem webOS lief und sich mäßig gut verkaufte, will es das Unternehmen diesmal anders machen und zeigte mit dem „HP Slate 7“ ein 7-Zoll-Tablet, das stark an das „Google Nexus 7“ erinnert. Und den mit ihm eingeführten Trend der günstigen Tablets führte HP weiter und kündigte einen Preis von 149 Euro an. Ob darunter die Qualität nicht leidet, bleibt abzuwarten.

Asus zeigte mit dem „Asus Padfone Infinity“ eine Mischung aus Smartphone und Tablet: Steckt man Ersteres in das sonst nicht funktionsfähige größere Display, wird daraus sogleich ein vollwertiges Tablet. Mit 999 Euro zwar ein stolzer Preis, aber günstiger als beim Einzelkauf eines vergleichbar guten Tablets und eines vergleichbar guten Smartphones. Wer noch weniger ausgeben möchte und große Hosentaschen hat, für den ist das „Asus Padfone“ interessant, ein 7-Zoll-Tablet mit Telefonie-Funktion. Das Gerät erinnert ein wenig an das in Kooperation mit Asus hergestellte „Nexus 7“, und hat einen günstigen Preis von 219 Euro.

Ein etwas anderes Smartphone hat Yota gezeigt: Der russische Hersteller lud dazu ein, das neue Yotaphone „aus erster Hand zu erleben“. Das besagte Gerät besitzt zwei Displays: zuerst ein ganz normales, wie jedes andere auch, dazu aber auf der Rückseite noch ein e-Ink-Display. Dieses kann zum Lesen von Büchern oder auch als Uhr genutzt werden. Auch andere Dienste, die kein farbenfrohes und extrem scharfes Display erfordern, wie z. B. die Musikwiedergabe, können dort gesteuert werden und Stadtpläne und Webseiten abgelegt werden. Auch entwickle das Telefon eine eigene Persönlichkeit, es suche nämlich nach bestimmten Wörtern in Nachrichten und versehe diese anhand der erhaltenen Daten mit Symbolen, ja zeige sogar Schmerz, wenn man das Yotaphone fallen lässt. Ob dieses Smartphone nach seinem voraussichtlichen Release im 4. Quartal des Jahres auch für den Massenmarkt geeignet ist, wird sich jedoch zeigen.

Kritiker behaupten, das hier abgebildete „Blackberry Z10“ sähe aus wie Apples „iPhone 5“

Aber auch Android-ferne Betriebssysteme waren mit Windows Phone und Blackberry OS auf der MWC vorhanden. Nokia, der einst größte Handyhersteller weltweit, versuchte sich nach dem eigenen Betriebssystem Symbian schon seit geraumer Zeit mit Microsofts Windows Phone und zeigte daher das „Nokia Lumia 520“, welches mit Handschuhen bedient werden kann, und das „Nokia Lumia 720“. Letzteres ist etwas größer und soll durch eine gute Kamera sowie auswechselbare Schale bestechen. Ob Microsofts mobilem System damit allerdings der Durchbruch gelingt, bleibt abzuwarten. Blackberry hingegen möchte mit seinen neuen Modellen „Blackberry Q10“ und dem „Blackberry Z10“ den Wiedereinstieg in die mobile Branche wagen. Fans der kanadischen Firma dürfen sich bei letzterem Gerät auf ein gutes Smartphone mit 1,5-GHz-Zweikernprozessor mit 2 GB RAM freuen.

Googles „Nexus 7“ stieß den Trend der preiswerten 7-Zoll-Tablets an und wurde u. a. deswegen von der Jury zum „besten Tablet“ gekürt

Neben Gerätevorstellungen gab es auf der MWC auch noch einige Preisverleihungen. So ging der Titel „Bestes Smartphone“ an das „Samsung Galaxy S III“ (wenig verwunderlich anhand der hohen Verkaufszahlen) und der Preis „Bestes Tablet“ an das vorher schon oftmals erwähnte „Google Nexus 7“. „Beste App für Konsumenten“ darf sich nun die Facebook-App nennen, „beste App für Firmen“ ist laut der Jury die Notizen-Applikation „Evernote“. Die Navigationsapp „Waze“ bekam den Titel der „besten Overall App“.

Die MWC bekam dieses Jahr Kritik, weil nicht wie noch ein paar Jahre davor die großen Hersteller ihre Flaggschiffe dort präsentieren, sondern dies auf externen eigenen Veranstaltungen tun. Stattdessen sei die Messe eher eine Veranstaltung für Newcomer im mobilen Markt. Dennoch erhielt der Mobile World Congress mediale Aufmerksamkeit bei den größten deutschsprachigen Techblogs.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

siehe auch: Portal:Computer

Quellen[Bearbeiten]

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February 28, 2013

Technische Neuheiten auf der Messe für mobile Geräte in Barcelona

Technische Neuheiten auf der Messe für mobile Geräte in Barcelona

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Veröffentlicht: 14:48, 3. Mär. 2014 (CET)
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Barcelona (Spanien), 28.02.2013 – Eine der größten Messen für mobile Geräte und damit auch ein wichtiges Ereignis für einige Techblogs und -zeitschriften endete vergangenen Donnerstag, den 27. Februar, in der katalanischen Hauptstadt Barcelona: der Mobile World Congress, kurz MWC. Im Gegensatz zu letztem Jahr war dies auch wieder die Bühne der großen Firmen, stellten doch Samsung und Sony ihre neuesten Smartphone-Flaggschiffe vor. Außerdem wagt die Microsoft-Tochter Nokia mit dem Nokia X den Schritt zum ersten Handy mit dem bisher konkurrierenden Betriebssystem Android. Vergangenes Mal war es ein Kritikpunkt an der Messe, dass hauptsächlich asiatische Firmen als Neustarter im mobilen Markt hier Gehör fanden.

Vier Tage lang waren die Tore für Besucher geöffnet: von Montag, dem 24. Februar, bis zum darauf folgenden Donnerstag. Die meisten Pressekonferenzen und Gerätevorstellungen fanden aber bereits am Montag zum Auftakt oder schon im Vorfeld am Sonntag, dem 23. Februar, statt. Insgesamt 85.000 Leute besuchten die diesjährige Messe, letztes Jahr waren es etwa 72.000. Neben den großen Events sind auch die Global Mobile Awards ein Thema, bei dem diesmal das HTC One zum besten Smartphone und das Apple iPad Air zum besten Tablet gekürt wurden. Außerdem erhielt das Nokia Lumia 520 den Preis als bestes Einsteiger-Smartphone, bestes Feature Phone wurde das Nokia 105. LG darf sich neuerdings „innovativster Gerätehersteller des Jahres“ nennen.

Ein Highlight des MWC waren die Smartphone-Vorzeigemodell-Vorstellungen zweier großen Hersteller von Android-Geräten. Letztes Jahr geschahen diese immer in externen Events außerhalb des MWC.

Kantiges Design, großer Rand: Die auffälligsten äußeren Merkmale des Z2.

Zuerst präsentierte Sony mobile mit dem Sony Xperia Z2 als erster Hersteller zum Auftakt am Montag sein neuestes Gerät der Z-Reihe, ein Jahr nach dem Xperia Z. Damit rücken das Z1 vom September 2013 und dessen leistungsstarker kleiner Bruder Z1 Compact von Januar dieses Jahres in die zweite Reihe. Das FullHD-Display ist leicht auf 5,2-Zoll gewachsen, allerdings befinden sich die Navigationstasten wie auch bei den letzten Modellen auf dem Bildschirm statt darunter. Trotzdem bleibt an den Seiten weiterhin ein großer Rand, der sonytypisch das Gehäuse etwas klobiger wirken lässt. Im Inneren werkelt der ebenfalls auf dem MWC vorgestellte „Snapdragon 801“-Prozessor von Qualcomm. Dieser ist eine leichte Verbesserung der 800er-Variante, in dem unter anderem die Taktfrequenz auf 2,5 GHz angehoben wurde. Ihm stehen üppig bemessene 3 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Wie schon beim Z1 soll vor allem die Kamera überzeugen: 20,1 MP hatte zwar auch schon das Vorgängermodell, doch zusätzlich sind 4K-Videoaufnahmen möglich. 599 € lautet die UVP, dafür sind aber auch Standards wie LTE, Bluetooth 4.0 und NFC mit drin. Bei Letzterem handelt es sich um einen Standard, der es erlaubt, zwischen zwei Geräten bei Aneinanderhalten Daten (z.B. Fotos oder Kontakte) auszutauschen. Passend zum Handy stellte Sony auch das „Xperia Z2 Tablet“ vor, welches mit nahezu derselben Ausstattung daherkommt. Mit 6,4 Millimetern ist es eines der dünnsten 10-Zoll-Tablets überhaupt und übertrumpft damit sogar Apples iPad Air. Beide Geräte werben damit, wasserfest zu sein.

Das S5 mit Android 4.4 KitKat und Samsungs TouchWiz

Samsungs erfolgreichste Android-Handy-Reihe aller Zeiten „Galaxy S“ wird mit dem Samsung Galaxy S5 weitergeführt. Das Modell des südkoreanischen Unternehmens ist am Montagabend im Rahmen der so genannten „Unpacked 5“-Pressekonferenz vorgestellt worden. Im Inneren des 5,1-Zoll-FullHD-Geräts befindet sich wie in Sonys Z2 ein Snapdragon 801, es gibt aber „nur“ 2 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dies ist aber gar kein Problem, denn die ausgelieferte Android-Version 4.4.2 „KitKat“ ist so entwickelt, dass sie selbst auf Smartphones und Tablets mit nur 512 MB RAM flüssig läuft. Zusätzlich kommt Samsungs eigene Oberfläche TouchWiz zum Einsatz, die gerade vom Aussehen und im User Interface stark geändert wurde. Die Symbole wirken flach, und generell setzt das Unternehmen mehr auf ein modernes Design, das in Tests gut ankommt. Auch die in der vorherigen Version bemängelte Einstellungs-App wurde überarbeitet. Bei den Navigationstasten unter dem Bildschirm wird auf den nach Googles Richtlinien schon länger veralteten Menü-Button zugunsten des Multitasking-Buttons verzichtet. Ein vom iPhone 5S bekanntes Feature, der Fingerabdruckscanner auf dem Homebutton, wurde nun auch implementiert. Dies hilft nicht nur beim Entsperren vom Handy, sondern auch beim Online-Bezahlen, z.B. bei Paypal. Die Kamera bietet 16 Megapixel. Ein praktisches Feature ist dabei Real-Time-HDR, womit das Ergebnis eines HDR-Fotos schon beim Aufnehmen angezeigt wird. Unterhalb der Kamera befindet sich neben dem LED-Blitz ein Pulsmesser, der mit Samsungs überarbeiteter Fitness-Software „S Health“ arbeiten kann. Da Samsung hierfür ein SDK für freie Entwickler zur Verfügung stellt, darf sich der Nutzer über ein stetig wachsendes Repertoire an Funktionen für S-Health freuen. Das Gerät ist ab 699 € zu haben, das Z2 von Sony bietet aber eine ähnliche Technik zum kleineren Preis.

Jede Menge neuer SoCs (Systems-on-a-Chip) hatte der diesjährige MWC zu bieten

Neben dem „Snapdragon 805“ präsentierte der Chiphersteller Qualcomm auch noch die neuen Modelle 610 und 615. Beide SoCs basieren auf der 64-Bit-Architektur, die zuvor mit Apples Prozessor A7 erstmals in mobilen Geräten verwendet wurde. Die 610er-Varainte ist ein normaler Vierkerner, der größere Bruder 615 dagegen wartet mit einem Octa-Core (acht Kernen) auf. Zusätzlich kündigte Intel die Nachfolgerreihe seiner „Clover Trail+“-Prozessoren an. Mit „Merrifield“, so lautet der Name der neuen Reihe, sollen gleichzeitig Leistung und Energieeffizienz verbessert werden. Obwohl nur Dual-Core, soll der 64-Bit-Chip etwa Qualcomms „Snapdragon 800“ in Benchmarks schlagen. Im zweiten Halbjahr 2014 werden dann sogar auch noch Vierkern-Modelle mit der Bezeichnung „Moorefield“ an den Start gehen. Beide Prozessoren unterstützen auch die „Out-of-Order Execution“, durch die der Prozessor Anfragen nicht strikt nacheinander abarbeiten muss und so produktiver arbeitet. Die eingebaute LTE-Funktionalität ist ein Merkmal sowohl von Intels als auch von Qualcomms neuen SoCs.

Auch 64 GB reicht schon manchmal nicht mehr aus

Bei vielen mobilen Geräten ist der im Vergleich zum PC meistens recht knappe Speicher ein Problem, am häufigsten sieht man heutzutage 16 oder 32 GB. Abhilfe schafft dabei oft eine microSD-Karte. Sofern das Gerät eine solche unterstützt, lässt sich der Speicher bequem vergrößern. Wer aber beispielsweise auf seinem Tablet einige Filme speichern will, kommt auch da an die Grenzen. Nun präsentierte der SD-Karten-Hersteller SanDisk jedoch eine 128-GB-microSD-Karte. Damit lassen sich etwa 24 Stunden HD-Videomaterial speichern. So viel Speicher hat aber auch seinen Preis, rund 200 US-Dollar wird die Karte kosten.

NOKIA X и Х+ таки на андроиде. С возможностью быстро переделать под них существующие андроид-придожения. (12740923705).jpg  NokiaXlogo.svg
CEO Stephen Elop preist die neuen Geräte. Logo der Serie

Für viele eine der größten Enttäuschungen ist wohl das „Nokia X“. Wochenlang geisterte es auch als „Nokia Normandy“ durch die Techmedien, denn es ist das erste Gerät der Microsoft-Tochter mit Android. Die Windows-Oberfläche der Nokia Lumias war vielen ein Argument gegen den Kauf, auch bei ansonsten guter Hardware. Doch die Software der neuen X-Modelle ist auch keineswegs normales Android. Erstens gibt es keine Google-Play-Lizensierung und somit auch keinen Zugriff auf den größten App-Markt für Googles mobiles Betriebssystem; zweitens wurde das User Interface so angepasst, dass es nun fast schon wieder wie Windows Phone wirkt. Auch die technische Ausstattung siedelt sich im unteren Einsteiger-Bereich an. Lediglich der Preis von 89 bis 99 € für eines der drei Modelle X, X+ (leicht verbesserter Prozessor) und XL (5-Zoll-Display) kann wirklich überzeugen.

Die neue Version der Samsung Gear soll mit einem anderen System überzeugen

Dieses mal erhielten „Wearables“, also am Körper tragbare Geräte, eine noch höhere mediale Präsenz. Der Elektronikgigant Samsung präsentierte gleich zwei Neuauflagen seiner erst im September vorgestellten smarten Uhr „Galaxy Gear“: die „Samsung Gear 2“ und die „Samsung Gear 2 Neo“. Samsung verzichtet hier bewusst auf das „Galaxy“ vor dem Namen, denn beide Geräte laufen mit Samsungs alternativer Software Tizen OS. Die Abmessungen sind etwa genauso wie beim Vorgängermodell, das Gewicht wurde aber verringert und die Kamera vom Armband in das Gehäuse verlegt. Der Akku hat 300mAh und soll so etwa drei Tage halten, bei geringerer Nutzung sogar bis zu eine Woche. Dies liegt wohl auch an der neuen Software. Mit solchen Laufzeiten wäre ein Kritikpunkt an der ersten Version beseitigt oder zumindest verringert. Der MP3-Player wurde so verbessert, dass auch Musik lokal auf der Uhr gespeichert und abgespielt werden kann. Vorher war es lediglich möglich, die vom Smartphone abgespielte Musik zu steuern. Um die bis zu 4GB Musik abzuspielen, ist ein Bluetooth-Headset vorgesehen. Zudem ermöglicht eine Infarot-LED die Steuerung von kompatiblen Geräten wie Fernsehern oder Set-Top-Boxen. Mit einem Schritt- und Pulsmesser sowie angezeigten Fitnessübungen sprechen die neuen Version vor allem Sportler und Jogger an, was von der Presse bereits als großer Pluspunkt gewertet wurde. Die Uhr mit dem Zusatz „Neo“ soll wohl bei einer etwas schlechteren Ausstattung und minimal verändertem Design mit einem niedrigeren Preis überzeugen. Genaue Informationen zu Spezifikations- und Preisunterschieden sind noch nicht bekannt, allerdings setzte Samsung auch beim Smartphone „Samsung Galaxy Note 3“ auf eine normale und eine Sparversion mit dem Zusatz „Neo“.

HTC verkündete bereits vor kurzem, mehr auf Wearables zu setzen, stellte aber keine Smartwatch auf dem MWC öffentlich vor. Gerüchten zufolge soll jedoch hinter verschlossenen Türen bereits eine solche gezeigt werden, die auf Qualcomms Uhr „Toq“ basiert. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht.

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Dafür veröffentlichte das chinesische Unternehmen Huawei das „Huawei Talkband B1“, welches sich vom Aussehen her deutlich von anderen Smartwatches unterscheidet: Statt auf ein quadratisches Herzstück an einem Armband setzt Huawei auf eine Art Ring, der auf einer Seite einen horizontalen Bildschirm besitzt, der flexibel ist und sich somit an die Rundung des Arms perfekt anpasst. Das Display zeigt Informationen wie eingehende Anrufe oder Fitnessdaten (Schrittzähler, verbrannte Kalorien) an, außerdem wird das Schlafverhalten des Nutzers analysiert. Obwohl der Akku mit 90 mAh bemessen ist, soll er wie der dreimal so große Akku der Samsung Gear 2 bis zu sechs Tage halten. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch Sony mit dem neu vorgestellten „Sony SmartBand SWR10“. Dabei wird allerdings auf ein Display verzichtet, lediglich drei LEDs interagieren mit dem Träger. Durch die berührungsempfindliche Oberseite lassen sich aber dennoch Eingaben tätigen. Der japanische Elektronik-Allrounder setzt jedoch vor allem auf das Agieren im Hintergrund, da das Armband Orte, Bewegungen, erstellte / abgespielte Medien, Kommunikationsdaten und sonstige Aktivitäten sammelt und in einer App für’s Smartphone anzeigt. Diese ist im Gegensatz zu Samsung herstellerübergreifend in Googles Play Store verfügbar, benötigt wird jedoch eine bestimmte Android-Version, da Sony den Standard „Bluetooth 4.0 Low Energy“ voraussetzt. Manche Daten, wie z.B. die des Schlafrhythmus, soll die Applikation gleich so verwerten, dass beispielsweise die beste Weckzeit automatisch eingestellt wird.

Der für mobile Geräte eher unbekannte Hersteller Alcatel (bzw. TCL) stellte auch ein fast-Wearable vor, das „Alcatel One Touch Pop Fit“. Von den Spezifikationen her ist es ein normales Einsteiger-Smartphone mit recht großem Speicher, doch mit entsprechendem Zubehör lässt sich das Handy beispielsweise so an den Körper schnallen, dass es mit dem eigentlich recht kleinen 2,8-Zoll-Display fast wie eine übergroße Smartwatch wirkt. Mit unter 90 € ist das Gerät auch durch seinen Preis interessant. Außerdem präsentierte das Unternehmen die zweite Version seiner letztjährigen „One Touch Idol“-Produkte. Der qHD-5-Zoller „One Touch Idol 2“ versucht sich mit 1,3-GHz-Vierkernprozessor wie so viele andere auch im Mittelklassebereich, eine Variante mit dem an Apple erinnernden Zusatz „S“ verspricht 720p-Auflösung und einen 1,2-GHz-Prozessor mitsamt LTE-Modul. Die Preise von 199 bzw. 249 € sprechen vor allem Kunden mit kleinerem Geldbeutel an. Zusätzlich bietet der Hersteller auch den 1,2-GHz-Vierkerner “One Touch Idol 2 Mini” mit 4,5-Zoll-Anzeige bei qHD-Auflösung an. Verwendet wird das im August 2013 vorgestellte Betriebssystem Android 4.3 „Jelly Bean“. Wie schon beim größeren Bruder gibt es für 40 € Aufpreis, also insgesamt 209 €, noch eine „S“-Variante. Diese unterstützt LTE und setzt auf eine metallene Rückseite statt auf eine aus Plastik. Auch die Normalversion ist mit 169 € ein kleines Preiswunder. Ob darunter die Qualität leidet, wird man erst sehen, wenn das Gerät auf den Markt kommt.

Die non-profit-Foundation Mozilla, die Organisation hinter dem Webbrowser Mozilla Firefox, machte wieder mit dem mobilen Betriebssystem Firefox OS auf sich aufmerksam. Zusammen mit dem chinesischen Hersteller Spreadtrum will Mozilla bereits dieses Jahr ein Smartphone für 25 Dollar veröffentlichen. Dies wird durch sehr einfache Technik und der Software, die auch auf dieser flüssig läuft, möglich. Denn Firefox OS basiert auf dem extrem ressourcensparenden HTML5. Mozilla plant weiterhin, vorallem Entwicklungsländer damit zu erreichen. Mit Erfolg, denn in mehreren südamerikanischen Ländern vermeldet der Provider Telefónica um die 10 % an Telefon-Verkäufen mit Firefox OS. Absolute Verkaufszahlen sind nicht bekannt. Außerdem wurden neue Smartphones mit dem offenen Betriebssystem von mehreren Anbietern vorgestellt: Alcatel (drei), ZTE (zwei) und Huawei (eines). Dazu zeigte Alcatel auch noch ein Tablet.

Bilder vom Mozilla-Stand beim MWC und Firefox-OS-Geräten
Mozilla stall at MWC 2014.jpg
Mozilla at MWC 2014.jpg
Mozilla stand at MWC 2014 with firefox logo and fox.jpg
Firefox OS phone at MWC 2014 with logo.jpg
Mozilla at MWC 2014 holding a Firefox OS phone.jpg

Boeing, der nächste große Handyhersteller? (Bild: Boeing 747-281F)

Boeing, einer der größten Hersteller für Flugzeuge, macht mit einer ungewöhnlichen Nachricht auf sich aufmerksam: Erst einmal überhaupt die Tatsache, dass sich das Unternehmen mit mobilen Geräten auskennt, und dann auch noch, was für ein Smartphone die Amerikaner da präsentierten. Beim „Boeing Black“ handelt es sich nämlich um ein Handy, das sich vor allem gegen Manipulation im Gerät schützt. Dies ist dadurch möglich, dass alle Ränder mit Epoxidharz versiegelt sind. Dabei handelt es sich um ein Kunstharz, das unlöslich und nicht zu schmelzen oder schweißen ist. Außerdem wird erkannt, wenn jemand das Gehäuse aufbrechen möchte. Damit wird dann ein Mechanismus ausgelöst, der sämtliche Daten und die Software unverzüglich löscht. Das hauptsächlich für Geschäftskunden gedachte Mobiltelefon ist demnach nicht zu warten oder reparieren. Genauere Informationen zu Hardware und Selbstzerstörungsmechanismus sind nicht bekannt, um es Leuten, die das Blackphone dennoch knacken wollen, noch schwerer zu machen. Lediglich eine LTE- und Dual-Sim-Funktionalität ist bekannt, ein HDMI-Anschluss ist ebenfalls inklusive.

„Black“ scheint wohl zum Fachnamen für sichere Telefone zu werden, jedenfalls stellten Geekphone und Silent Circle gemeinsam ein angeblich abhörsicheres Handy vor, das auch „Blackphone“ heißt. Die Hardware entspricht etwa der oberen Mittelklasse, der eigentliche Fokus liegt aber auf der Software. Zum einen läuft auf dem Telefon die auf Android basierende Weiterentwicklung „Privat OS“. Ähnlich wie bei der beliebten freien Custom-ROM (alternatives System) CyanogenMod, die ebenfalls auf Android basiert, lassen sich Apps fragliche Berechtigungen entziehen. Zum anderen sind laut Hersteller besonders sichere Applikationen von Silent Circle vorinstalliert und deren Nutzung auch zwei Jahre gratis. Dies ist im Preis von 629 US-Dollar (ohne Mwst.) enthalten. Klingt nach einem Schnäppchen, da die Nutzung aller Dienste auf einem normalen Gerät 480 Dollar zusätzlich kosten würde. Außerdem kann der Nutzer drei 1-Jahres-Abos im Wert von je 120 Dollar verschenken. Nach den zwei Jahren verliert das Blackphone allerdings einen großen Teil seiner Sicherheit, wenn man nicht alle Dienste für insgesamt 20 Dollar monatlich verlängert.

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November 15, 2012

Generalstreik in Spanien und Portugal gegen die Krisenpolitik

Generalstreik in Spanien und Portugal gegen die Krisenpolitik

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Veröffentlicht: 19:00, 15. Nov. 2012 (CET)
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Europa, 15.11.2012 – Am vergangenen Mittwoch, den 14.11.2012 kam es in Spanien und Portugal zu 24-stündigen Generalstreiks. Auch in anderen Ländern Europas wurde die Arbeit stundenweise niedergelegt, und es gab Solidaritätsaktionen. Mit diesen Streiks protestierten die Menschen gegen die von der EU auferlegte Sparpolitik ihrer Länder, die weitreichende Kürzungen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitsbereich umfasst. Der Streik richtete sich aber auch gegen neoliberale Politik und die europäische Finanzkrise im Allgemeinen.

Der Europäische Gewerkschaftsbund und einzelne Gewerkschaften hatten für vergangenen Mittwoch zu einem 24-stündigen Generalstreik in Spanien und Portugal aufgerufen. Diese Länder sind neben anderen von der Krise und der Sparpolitik ihrer Regierungen besonders betroffen. In weniger als zwölf Monaten habe die Regierung Rajoy in Spanien die sozialen Errungenschaften der letzten 35 Jahre vernichtet, so die Initiatoren des Streiks. Allein seit der letzten Arbeitsmarktreform haben in Spanien 600.000 Menschen ihren Job verloren.

Auch in anderen Ländern Europas gab es Aktionen. In Belgien streikten Beschäftigte des Bahnbetreibers SNCB. Der Hochgeschwindigkeitszug Thalys werde nicht zwischen Deutschland und Belgien verkehren, hieß es im Vorfeld. In Italien, Frankreich und Griechenland wurde zu mehrstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Auch in Deutschland gab es Demonstrationen und Solidaritätskundgebungen. So gingen in Berlin nach Angaben der Berliner Morgenpost 250 Menschen auf die Straße.

Demonstriert wurde in Spanien und Portugal. In Barcelona und Madrid gingen laut Gewerkschaften je eine Million Menschen auf die Straße. Die Polizei spricht von den wesentlich kleineren Zahlen 100.000 und 35.000. Auch in Lissabon protestierten tausende. Am Rande der Demonstrationen kam es dabei zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei.

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July 7, 2012

Finnland: Bankenhilfen könnten Anleihengläubiger Spaniens benachteiligen

Finnland: Bankenhilfen könnten Anleihengläubiger Spaniens benachteiligen

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Veröffentlicht: 01:04, 7. Jul. 2012 (CEST)
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Die Flagge der EU

Helsinki (Finnland), 07.07.2012 – Finnland äußerte sich kritisch zu einem Beschluss des EU-Gipfels zur Schuldenkrise. Dabei geht es um die Frage, ob bisherige Gläubiger des iberischen Staates durch die geplanten Finanzhilfen benachteiligt werden oder nicht. Martti Salmi vom finnischen Finanzministerium kritisierte am Mittwochabend, dass in der Abschlusserklärung des Gipfels die entsprechende Passage unvollständig sei. Die über den spanischen Rettungsfonds fließenden und damit die spanischen Staatsschulden erhöhenden Bankenhilfen könnten teilweise vorrangig gegenüber anderen Staatsschulden behandelt werden. Wie Salmi sagte, würde dies zumindest dann gelten, wenn sie direkt vom Rettungsschirm ESM ausgezahlt werden.

Am Ende der vergangenen Woche erklärten die Staats- und Regierungschefs nach ihrer Zusammenkunft, dass der temporäre Rettungsfonds EFSF die Finanzhilfen für die spanischen Banken auszahlen soll, solange der ESM noch Zahlungsunfähig ist. Später sollen die Hilfen auf den permanenten Schirm übertragen werden, jedoch ohne vorrangige Behandlung. Die Vorrangigkeit ist für die privaten spanischen Gläubiger entscheidend und ist daher eine sehr wichtige Frage. Grundsätzlich gilt: Je größer der Anteil vorrangiger Forderungen an der Staatsverschuldung, desto größer stellt sich das Verlustrisiko für private Anleihegläubiger dar.

Wichtige Beschlüsse des EU-Gipfels werden von finnischer Seite aus nun das zweite mal stark kritisiert. Bei der Frage, ob es dem ständigen Rettungsschirm ESM gestattet sein solle, wie geplant Staatsanleihen direkt anzukaufen, wurden vor gar nicht langer Zeit gemeinsam von Seiten der Niederlande und Finnland aus Bedenken geäußert. Die Renditen und damit die Refinanzierungskosten von durch Krisen geschwächten EU-Staaten sollen im Notfall dadurch gedrückt werden.

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June 15, 2012

Mallorca: Alkoholverbot am Ballermann

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Mallorca: Alkoholverbot am Ballermann

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Veröffentlicht: 07:18, 15. Jun. 2012 (CEST)
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Balneario 6

Palma de Mallorca (Spanien), 15.06.2012 – Der Strandabschitt Balneario 6 steht für das Eimersaufen von Sangria. Damit soll jetzt Schluss sein. Nach einer Verordnung der Inselhauptstadt Palma werden bei Zuwiderhandlungen bis zu 3.000 Euro fällig. Die neue Verordnung verbietet Alkoholkonsum auf öffentlichen Straßen, wenn dadurch die öffentliche Ordnung gestört wird oder Minderjährige zur Teilnahme verleitet werden.

Zunächst werden 30 Plakate aufgestellt, die auf die neuen Verbote hinweisen. Neben dem Trinken und Rauchen ist auch das Hinterlassen von Müll und die Mitnahme von Hunden zum Strand verboten. Später sind polizeiliche Kontrollen geplant, spätestens dann werden auch die angekündigten Bußgelder bei Verstößen fällig.

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  • Portal:Spanien

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