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September 1, 2016

50 Tote bei Bombenanschlag auf kurdische Hochzeitsparty in der Türkei

50 Tote bei Bombenanschlag auf kurdische Hochzeitsparty in der Türkei

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Veröffentlicht: 09:46, 1. Sep. 2016 (CEST)
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Lage der Provinz Gaziantep in der Türkei

Istanbul (Türkei), 01.09.2016 – In Gaziantep, einer Stadt nahe der syrischen Grenze, fand eine Hochzeitsparty am 21. August ein blutiges Ende. Eine jugendliche Person mischte sich unter die Gäste und führte ein Selbstmordattentat aus. Dabei starben 50 Menschen, 90 weitere wurden verletzt.

Die Nacht war bereits fortgeschritten, und die ersten Gäste hatten die Feier verlassen. Während die Musik weiterspielte, kam eine Selbstmordattentäterin hinzu, deren Alter nach Medienberichten auf 14 Jahre geschätzt wird. Der türkische Präsident Erdogan bezeichnete die Tat als Terroranschlag und machte die Organisation „Islamischer Staat“ verantwortlich.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Türkei

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July 23, 2016

Schießerei in München mit mehreren Toten

Schießerei in München mit mehreren Toten

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Veröffentlicht: 21:21, 23. Jul. 2016 (CEST)
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Olympia-Einkaufszentrum, München

München (Deutschland), 23.07.2016 – Bei einer Schießerei vor einem Schnellrestaurant und im Olympia-Einkaufszentrum im Münchner Stadtteil Moosach, unweit des Olympiaparks, wurden zehn Menschen erschossen, 21 weitere wurden verletzt, davon drei schwer. Unter den Toten seien auch Jugendliche, unter den Verletzten auch Kinder, sagte Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä in der Tatnacht in einer Pressekonferenz.

Der Täter, ein 18-jähriger Deutsch-Iraner, hatte um 17:52 Uhr das Feuer eröffnet. Diese Person wurde gegen 20:30 Uhr am Rande des Olympiaparks tot aufgefunden. Es wurde ein Roboter herbeigebracht, der den Rucksack des Toten untersuchte, bevor sich die Beamten dem Toten näherten. Nach dem Stand der Ermittlungen hat der Täter sich selbst erschossen.

Zunächst hatte es widersprüchliche Angaben über die Zahl der Täter gegeben. Aufgrund von Augenzeugenangaben ging die Polizei zwischenzeitlich von bis zu drei Tätern aus. Nach ihnen wurde im gesamten Stadtgebiet gefahndet.

U-Bahn-Betrieb eingestellt

Der öffentliche Personennahverkehr in München hatte daher am Abend den Betrieb eingestellt, und der Münchner Hauptbahnhof wurde von Zügen nicht mehr angefahren. Die Polizei hatte über Twitter dazu aufgefordert, keine Fotos und Videos von Polizisten im Einsatz ins Netz zu stellen, um den Tätern keine Hinweise zu geben.

Am frühen Abend ging die Münchner Polizei zunächst von einer Amoklage aus; gegen 20:30 Uhr erklärte sie eine Terrorlage. Über die Motive des Tätes ist noch nichts bekannt. Der Mann war der Polizei bislang nicht aufgefallen und besaß sowohl die deutsche als auch die iranische Staatsangehörigkeit. Er habe „schon länger in München gelebt“, sagte Polizeipräsident Andrä.

Polizeieinheiten aus ganz Bayern, aus Hessen, Baden-Württemberg und Österreich waren nach München geeilt, um die dortigen Polizeikräfte zu unterstützen. Einheiten der GSG-9 wurden mit Hubschraubern nach München geflogen. Insgesamt seien 2300 Polizeibeamte im Einsatz gewesen.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Schießerei in München am 22. Juli 2016“.

Quellen

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March 31, 2016

Selbstmordanschlag auf Kinderspielplatz in Pakistan

Selbstmordanschlag auf Kinderspielplatz in Pakistan

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Veröffentlicht: 09:10, 31. Mär. 2016 (CEST)
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Lahore (Pakistan), 31.03.2016 – Ein Selbstmordattentäter hat am Ostersonntag in der pakistanischen Millionenstadt Lahore mindestens 70 Menschen getötet und wahrscheinlich mehr als 300 Menschen teilweise schwer verletzt. Es handelt sich um den schwersten Anschlag in Pakistan seit Monaten. Der Anschlag wurde ganz in der Nähe einer Kinderschaukel verübt, die meisten Opfer waren Frauen und Kinder. Nach ersten Berichten sei die talibanische Terrorgruppe Jamaat ul-Ahrar („Partei der Freiheitskämpfer“) verantwortlich, deren Aktionen sich oft gegen Christen richten.

Das soziale Netzwerk Facebook aktivierte für Teilnehmer in Lahore ein Feature, so dass sie im Freundes- und Bekanntenkreis deutlich signalisieren können, ob sie sich in Sicherheit befinden oder ob sie verletzt wurden. Ein Sprecher der Terrorgruppe erklärte gegenüber der in Pakistan erscheinenden englischsprachigen Tageszeitung The Express Tribune, der Anschlag sei bewusst am christlichen Osterfest erfolgt.

Neusten Meldungen zufolge stieg die Zahl der Toten auf 72, darunter sind 29 Kinder. 172 Verletzte müssen noch in Krankenhäusern behandelt werden. Die Ermittlungen haben ergeben, dass es sich um vier Angreifer handelte, von denen drei die Sicherheitskräfte am Eingang des Parks abgelenkt hatten, während der vierte zu seinem Ziel gelangte. Am darauffolgenden Montag wurden alle öffentlichen Parks in Lahore geschlossen und Veranstaltungen abgesagt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Pakistan

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Terroranschlag in Lahore am 27. März 2016“.

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January 2, 2016

Münchener Polizei verhindert Terroranschläge in der Silvesternacht

Münchener Polizei verhindert Terroranschläge in der Silvesternacht

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Veröffentlicht: 21:36, 2. Jan. 2016 (CEST)
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Münchener Hauptbahnhof

München (Deutschland), 02.01.2016 – Nach Warnungen durch ausländische Geheimdienste konnte die Polizei in München mehrere Selbstmordanschläge in der Silvesternacht 2015 verhindern. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, hätten Terroristen geplant, Anschläge an zwei Fernbahnhöfen auszuüben. Um 19:40 Uhr erhielt die Münchener Polizei über Berliner Behörden, vermutlich den Bundesnachrichtendienst, entsprechende Hinweise, die wohl von französischen und amerikanischen Geheimdiensten stammten.

Daraufhin wurden ab 22:50 Uhr der Hauptbahnhof und der Bahnhof München-Pasing, beides Fernbahnhöfe mit ICE-Anschluss und Knotenpunkte des S- und U-Bahnnetzes, abgesperrt und durch schwer bewaffnete Polizeikräfte gesichert. „Die Bedrohung hat sich ganz konkret auf Mitternacht bezogen und auf diese beiden Orte“ zitierte die Süddeutsche Zeitung den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Zeitgleich wurden Warnungen an die Bevölkerung, u. a. über Twitter, herausgegeben.

Bahnhof München-Pasing

Am frühen Morgen des Neujahrstages 2016 wurde die Terrorwarnung aufgehoben, und die Bahnhöfe konnten wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die mutmaßlich fünf bis sieben Selbstmordattentäter, die nach Angaben der „Zeit“ aus dem Irak und Syrien stammen sollen, konnten nicht gefasst werden. Unbekannt ist auch, welchen Hintergrund die Verdächtigen haben.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete unter Berufung auf Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR, dass den Münchener Behörden bereits am 23. Dezember die Gefahr eines islamistischen Anschlags bekannt gewesen sei. Der Bundesnachrichtendienst habe Hinweise aus dem Irak erhalten. Am Silvestertag hätten sich die Informationen dann verdichtet, und es seien geplante Selbstmordanschläge am Hauptbahnhof und am Pasinger Bahnhof beschrieben worden.

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January 13, 2015

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

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Veröffentlicht: 22:34, 13. Jan. 2015 (CET)
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Einsatzkräfte vor dem Charlie-Hebdo-Büro am 7. Januar 2015, nach der Schießerei

Paris (Frankreich), 13.01.2015 – Die Attentäter, die am Mittwoch, dem 7. Januar 2015, den Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübt haben, sind tot. Im Zusammenhang mit dem Amoklauf in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo starben insgesamt 20 Menschen. Innenminister Bernard Cazeneuve zeigte sich bestürzt über die hohe Anzahl der Toten. Fast 90.000 Soldaten, Mitglieder von Eliteeinheiten und Polizisten waren an der Suche nach den mutmaßlichen Tätern beteiligt.

Die beiden Attentäter, die Brüder Chérif (32) und Saïd (34) Kouachi, die für den Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verantwortlich sein sollen, verschantzten sich, nachdem sie am Donnerstagmorgen 9:30 Uhr 80 Kilometer nordöstlich von Paris eine Tankstelle überfallen hatten, um sich Geld und Essen zu beschaffen, am Freitag dem 9. Januar am Vormittag in einer Druckerei im Ort Dammartin-en-Goële, nordöstlich von Paris. Einem Mitarbeiter der Druckerei gelang es, sich beim Eindringen der beiden Brüder in das Gebäude, in einem Schrank zu verstecken und die Polizei zu benachrichtigen. Gegen 12:30 Uhr belagerte die französische Polizei das Gelände um die Druckerei. Französische Behörden evakuierten drei Schulen in der Nähe und brachten die Schüler in eine entfernte Turnhalle. Dort konnten die Schüler von ihren Eltern abgeholt werden. Beim Zugriff der Einsatzkräfte wurden die beiden Attentäter getötet.

Ein weiterer, mutmaßlich beteiligter Täter, Amedy Coulibaly (32), wurde nach einer erneuten Schießerei, die ebenfalls am Freitag 9. Januar in einem Supermarkt an der Porte de Vincennes im Osten von Paris stattfand, von der Polizei erschossen. Bevor die Polizei den Supermarkt stürmte, tötete Coulibaly vier Personen in dem Supermarkt, der vor allem koschere Ware für Juden anbietet. Dies teilte der zuständige Oberstaatsanwalt François Molins mit. Die französische Polizei hatte zuvor die Ladenbesitzer in der Rue des Rosiers gebeten, ihre Geschäfte zu schließen. In der Rue des Rosiers befinden sich überwiegend jüdische Geschäfte und Restaurants.

Amedy Coulibaly soll bereits am Mittwoch 7. Januar eine Polizistin bei einer Schießerei auf offener Straße im Süden von Paris getötet haben; dabei war ein weiterer Polizist verletzt worden. Der genaue Verbleib von Coulibalys Freundin, der 26-jährigen Hayat Boumeddiene, die Informationen liefern könnte, ist ungeklärt. Zunächst war berichtet worden, Boumeddiene sei an der Schießerei in dem Supermarkt beteiligt gewesen, doch erwiesen sich diese Angaben als falsch. Allerdings war das Fahrzeug, mit dem Coulibaly zur Porte de Vincennes fuhr, auf den Namen Boumeddienes angemeldet. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu teilte inzwischen mit, dass Boumeddiene bereits am 2. Januar von Madrid nach Instanbul geflogen sei. Sie habe nach einigen Tagen Aufenthalt am 7. Januar die Türkei in Richtung Syrien verlassen. Hayat Boumeddiene soll im vergangenen Jahr mehr als 500 Telefongespräche mit Izzana Hamyd, der Gattin Chérif Kouachis, geführt haben. Izzana Hamyd soll seit dem Tag des Attentats auf „Charlie Hebdo“ von der französischen Polizei verhört werden.

Informationen sind inzwischen auch über Coulibaly selbst bekannt geworden. In den 2000er Jahren verbüßte der in Grigny als einziger Sohn einer Familie mit zehn Kindern aufgewachsene französische Staatsbürger mehrere Haftstrafen. Amedy Coulibaly soll Chérif Kouachi im Gefängnis kennengelernt haben. Spätestens seit ihrer Haftentlassung waren beide Anhänger des Terroristen Jamel (Djamel) Beghal, einem gebürtigen Algerier. In einem Telefonat, mit Journalisten des Fernsehsenders BFM TV, gab Coulibaly einige Stunden vor seinem Tod an, er sei von der Organisation: AQAP (Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) missioniert worden und gehöre dem Islamischen Staat an. Er habe sich mit den Kouachi-Brüdern abgesprochen. Ihm sei demnach der Angriff auf die Polizisten zugefallen, während die beiden Kouachis den Angriff auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ausführten.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Portal:Terrorismus
Wikinews-logo.svg   Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris (09.01.2015)

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January 9, 2015

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

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Veröffentlicht: 17:36, 09.01.2015 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.01.2015 – Der Anschlag am 7. Januar 2015 gegen 11 Uhr auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat weltweit Entsetzen, aber auch internationale Solidaritätsbekundungen zur Pressefreiheit ausgelöst. Die französischen Behörden gehen von einem islamistischen Tathintergrund aus.

Brandanschlag 2011 am Boulevard Davout auf die Redaktion von Charlie Hebdo

Die von Charlie Hebdo veröffentlichten Mohammed-Karikaturen hatten international Aufsehen erregt. Die Redaktion traf sich jeden Mittwoch um 10:00 Uhr. Ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume der Satirezeitung in der Rue Serpollet in Paris wurde bereits am 2. November 2011 verübt. Der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier stand seitdem unter Polizeischutz. Er und weitere Mitarbeiter der Redaktion wurden seit längerer Zeit mit dem Tode bedroht.

Bei dem jetzigen Anschlag hatten zwei maskierte Männer die Redaktionssitzung von Charlie Hebdo in der Rue Serpollet gestürmt und mit automatischen Gewehren gezielt auf die Anwesenden sowie weitere Personen geschossen. Es starben allein vier Zeichner von Charlie Hebdo – darunter Jean Cabut „Cabu”, Bernard Verlhac „Tignous”, Philippe Honoré und Georges Wolinski, der Herausgeber Stéphane Charbonnier, der Schriftsteller und Journalist Bernard Maris „Oncle Bernard” und zwei Polizeibeamte. Insgesamt kamen zwölf Menschen zu Tode. US-Präsident Obama sprach von einem „feigen, bösartigen Angriff“. Am Tag nach dem Attentat wurde Polizeipräsenz vor vielen Verlagshäusern in europäischen Städten angeordnet. In Berlin liegt bei der französischen Botschaft ein Kondolenzbuch aus. Die beiden großen muslimischen Organisationen in Frankreich verurteilten den blutigen Anschlag. Das iranische Außenministerium kritisierte die Tat und erklärte, ein solches Attentat habe nichts mit dem Islam zu tun. Vertreter der drei großen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in Deutschland erklärten in einem gemeinsamen auf Bild.de veröffentlichten Manifest: „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!”

Heute Mittag hat der islamische Prediger Abu Saad al-Ansari den Terroranschlag als erfolgreichen Beginn einer Serie von geplanten Anschlägen gegen Großbritannien und weitere mit den USA verbündete Staaten bezeichnet. Als Quelle für diese Behauptung werden laut der israelischen Zeitung Haaretz Beobachter einer Predigt in einer Moschee der irakischen Stadt Mosul angegeben.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Wikinews-logo.svg   Brandanschlag auf französische Satirezeitung (03.11.2011)
Wikinews-logo.svg   Alle Artikel zu Charlie Hebdo

Quellen

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April 14, 2014

Haftbefehl gegen verdächtigen Bombenleger aufrecht erhalten

Haftbefehl gegen verdächtigen Bombenleger aufrecht erhalten

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Veröffentlicht: 14.04.2014, 01:12
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Lower Market Street in Omagh der Ort des Anschlags

Dungannon (Nordirland), 14.04.2014 – Am Montag 7. April wurde Seamus Daly in Newry verhaftet und im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Omagh am 15. August 1998 wegen 29fachen Mordes angeklagt. Am Freitag 11. April wurde Daly einem Richter vorgeführt, der den Haftbefehl bestätigte und verfügte, dass der Angeklagte auch weiterhin in Haft bleiben muss, da Fluchtgefahr besteht. Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass Daly sich bei seiner Festnahme zunächst als sein Bruder ausgab, so dass seine Identität erst anhand von Fingerabdrücken festgestellt werden konnte. Die Verteidigung führte als Gegenargument an, dass Dalys Frau in diesen Tagen das zweite Kind des Ehepaars erwartet.

Denkmal des Anschlags in der Lower Market Street

Daly, der seine Mitgliedschaft in der IRA in einem früheren Prozess in der Republik Irland zugegeben hat, streitet aber ab, am Bombenanschlag in Omagh 1998 beteiligt gewesen zu sein. Daly war 2009 bereits in einem Zivilprozess, der von Hinterbliebenen der Opfer angestrengt worden war, zusammen mit drei anderen Männern vom High Court in Belfast zu Schadensersatzzahlungen in Höhe von 1,6 Millionen britischen Pfund verurteilt worden. Eine zweite Instanz bestätigte die Rechtmäßigkeit dieses Urteils. Die Zahlung der Summe steht noch immer aus.

Der Bombenanschlag in Omagh war der Anschlag, der die meisten Leben im Nordirlandkonflikt forderte, und wurde von der Real Irish Republican Army (RIRA), einer Abspaltung der Provisional Irish Republican Army (PIRA) ausgeführt. Während sich die PIRA im Karfreitagsabkommen vom 10. April 1998 zu einer gewaltfreien Lösung der Probleme in Nordirland verpflichtet hatte und seitdem alle ihre Waffen und Sprengstoff unbenutzbar gemacht hat, setzt die RIRA zusammen mit anderen republikanischen Terrorgruppen bis heute weiterhin auf einen bewaffneten Kampf in Nordirland.

Ein früherer Strafprozess gegen einen anderen Mann, der wegen des Anschlags in Omagh angeklagt worden war, brach zusammen, nachdem der Richter entschieden hatte, dass die kriminaltechischen Beweise nicht zweifelsfrei waren und dass die Polizei irreführende Aussagen vorgelegt hatte. Die Anklage gegen Daly beruht nun auf der Auswertung von Telefondaten, neuen kriminaltechnischen Untersuchungsergebnissen und Zeugenaussagen.

Angehörige der Opfer sprachen von ihrer Genugtuung, dass der Anschlag nun erneut vor Gericht verhandelt wird, da sie nichts anderes wollten, als die Wahrheit zu erfahren.

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April 17, 2013

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

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Veröffentlicht: 02:27, 17. Apr. 2013 (CEST)
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Spurensicherung nach der Explosion

Boston (Vereinigte Staaten), 17.04.2013 – In der Nähe des Copley Square im Zentrum der Stadt kam es am 15. April 2013 gegen 14:45 Uhr Ortszeit, rund zwei Stunden nachdem die ersten Läufer des Boston-Marathons das Ziel erreicht hatten, zu zwei Bombenexplosionen. In Folge dessen wurden drei Menschen getötet.

Mehr als 170 Personen wurden verletzt. 89 Menschen konnten das Krankenhaus laut CNN am Dienstagnachmittag wieder verlassen. Augenzeugen berichteten, dass einigen Personen Körperteile abgerissen wurden und viele schwer verletzt wurden. Weitere Sprengsätze wurden entschärft oder kontrolliert zur Explosion gebracht.

Über den Hintergrund der Tat ist bisher nichts bekannt. US-Präsident Barack Obama sagte am Dienstag, einen Tag nach den Explosionen, es habe sich um einen „terroristischen Akt“ gehandelt. Die Behörden wüssten aber nicht, ob eine Gruppe oder ein Einzeltäter dahinter stecke. Auch die Motive seien noch unklar. Nach jüngsten Meldungen waren die Sprengsätze aus Schnellkochtöpfen zusammengesetzt, die mit Metallkugeln und Nägeln gefüllt waren.

Die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hatte den Luftraum unmittelbar nach den Explosionen über Boston vorübergehend geschlossen. Außerdem war der U-Bahnverkehr vorsorglich angehalten worden. Auch an anderen Orten in den USA wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, unter anderem in New York City und in Washington, wo das Umfeld des Weißen Hauses teilweise geräumt wurde.

Bilder vom Ort des Anschlags.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlag auf den Boston-Marathon 2013“.

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November 22, 2012

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bombenanschlag auf Omnibus in Tel Aviv

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Veröffentlicht: 09:39, 22. Nov. 2012 (CET)
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Tel Aviv (Israel), 22.11.2012 – Bei einem Bombenanschlag auf einen Linienbus in Tel Aviv wurden am Mittwoch 27 Personen verletzt. Es handelte sich um den ersten Bombenanschlag in Tel Aviv seit 2006. Der Anschlag löste Befürchtungen aus, es könne erneut zu einer Intifada kommen. Während der ersten und zweiten Intifada wurden mehr als 1.000 Israelis und durch israelische Vergeltungsmaßnahmen auch mehr als 5.000 Palästinenser getötet.

Zu dem Bombenanschlag hat sich die Organisation Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando bekannt, doch liegen für ihre Täterschaft keine Beweise vor. Die Hamas lobte die Bombenexplosion als „eine natürliche Antwort auf die Besatzungsverbrechen und die andauernden Massaker gegenüber Zivilisten im Gazastreifen.“

Nach Ansicht von Bassem Ezbidi, einem politischen Analysten im Westjordanland, ist es unwahrscheinlich, dass Hamas hinter der Explosion steckt. Anschläge auf Busse hinterließen in der Erinnerung der Leute eine schlechte Wirkung, was Hamas im Moment, in dem sie internationale Unterstützung gewinne, nicht gebrauchen könne, so Ezbidi. Allerdings sei der Vorgang bei Hamas als Signal willkommen, es könne zu einem Wiederaufleben der Intifada kommen, falls Israel eine Bodenoffensive in den Gazastreifen beginnen würde.

Die Bombenexplosion ereignete sich während der Fahrt, kurz bevor der Bus eine Haltestelle auf dem Schaul-Hamelech-Boulevard im frequentierten Zentrum der Stadt erreichte, unweit eines Museums und gegenüber eines Eingangs zum Hauptquartier der israelischen Armee. Ein Mann hatte den Sprengkörper zurückgelassen, bevor er den Bus verließ.

Der Anschlag wurde von US-Außenministerin Hillary Clinton „streng verurteilt“. Clinton befindet sich derzeit im Nahen Osten, um an der Herbeiführung eines Waffenstillstandes zwischen Israel und den verschiedenen Milizen im Gazastreifen mitzuwirken. Sie traf zunächst mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu und dann mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammen, bevor sie nach Kairo flog, um mit dem ägyptischen Präsidenten Mursi zu sprechen. Dieser traf später auch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-mun zusammen.

Ein starker Anstieg von Raketenabschüssen aus dem Gazastreifen hatte Israel zur gezielten Tötung des Anführers der Qassam-Brigaden, Ahmed al-Dschabari und der nachfolgenden Militäroperation „Wolkensäule“ veranlasst. Durch israelische Militärflugzeuge und Hubschrauber wurden zahlreiche militärische Ziele im Gazastreifen angegriffen. Seit Beginn der Offensive am 14. November wurden 144 Palästinenser getötet, unter den Toten sind nach Angaben von Aschraf al-Kidry, einem Angehörigen der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen, 60 Zivilisten.

Auf israelischer Seite wurden durch den Beschuss mit Raketen aus dem Gazastreifen bislang fünf Zivilisten getötet. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Kämpfe 1.400 palästinensische Raketen gezählt, von denen einige hundert durch ein von den Vereinigten Staaten mitfinanziertes Raketenabwehrsystem namens Iron Dome abgeschossen wurden. Die israelische Luftwaffe flog bislang rund 1.500 Ziele im Gazastreifen an.

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October 14, 2012

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

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Veröffentlicht: 01:53, 14. Okt. 2012 (CEST)
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Pakistans Präsident Asif Ali Zardari (2009)

Islamabad (Pakistan), 14.10.2012 – Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt im Nordwesten Pakistans, welcher sich am gestrigen Samstag ereignete, starben mindestens 16 Menschen. Wie Behörden mitteilten, waren wahrscheinlich Mitglieder der Pro-Regierungsmiliz, welche sich in dem Ort Darra Adam Khel befanden, das Ziel des Attentats. Die Pro-Regierungsmiliz kämpft seit langem gegen die radikal-islamischen Taliban in Pakistan.

Zur Zeit befinden sich noch einige der 25 Verletzten in einem lebensbedrohlichem Zustand, weshalb die Anzahl der Toten noch weiter steigen kann. Augenzeugen zufolge soll sich der Selbstmordattentäter in einem Auto auf dem Marktplatz in die Luft gesprengt haben. Es wurden auch fünfzehn Geschäfte und acht Autos durch die Explosion zerstört. Der Anschlag wurde von Asif Ali Zardari, Pakistans Präsident, und Raja Pervez Ashraf, Pakistans Ministerpräsident, scharf verurteilt.

Vor fünf Tagen hatten Angehörige der Taliban die 14-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai im Swat-Tal überfallen, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war, und ihr schwere Schussverletzungen an Kopf und Hals zugefügt. Das junge Mädchen befindet sich derzeit immer noch auf der Intensivstation. Für die Taliban waren Yousafzais Bemühungen für die Einführung des Bildungsrechts für Mädchen der Grund für diese Tat. Die pakistanische Armee startete in Waziristan, dem Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan, mehrere Offensiven gegen die Taliban und andere terroristische Gruppierungen. Doch bislang schlugen alle Offensiven fehl.

Aufgrund der wenigen Erfolge begrüßt die pakistanische Regierung die Aufstellung traditioneller Milizen, um die pakistanische Armee im Kampf gegen die Taliban zu unterstützen. Jedoch konnten auch die Miliz-Gruppen bis jetzt kaum Siege erringen.

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