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August 21, 2016

Rio de Janeiro: Gourmetköche kochen mit Lebensmitteln aus dem olympischen Dorf kostenloses Essen für Arme

Rio de Janeiro: Gourmetköche kochen mit Lebensmitteln aus dem olympischen Dorf kostenloses Essen für Arme

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Veröffentlicht: 19:33, 21. Aug. 2016 (CEST)
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Das Olympische Dorf in Rio

Rio de Janeiro (Brasilien), 21.08.2016 – Olympische Athleten nehmen viel mehr zu sich als nur Powerriegel und Proteindrinks. Für die Versorgung von 11.000 Sportlern bei den Sommerspielen in Rio wird ein fast 250 Tonnen schwerer Berg an Lebensmitteln verarbeitet.

Wie bei anderen großen Veranstaltungen stellt die Nahrungsmittelversorgung bei der Olympiade eine schwierige logistische Herausforderung dar. Um nahrhafte Mahlzeiten zuzubereiten muss gut abgeschätzt werden können, welche und wieviel Lebensmittel und Zutaten benötigt werden.

Zwangsläufig kann es zu Überschüssen kommen, sei es an zerdrücktem Obst und Gemüse oder übrig gebliebenen Paletten mit Kartoffeln und Reis.

Massimo Bottura (links) auf dem Congresso Italiano di Cucina D’autore 2010

Eine internationale Gruppe von Chefköchen und Anti-Hunger-Aktivisten, die sich selbst RefettoRio Gastromotiva nennt (refettorio ist italienisch und bedeutet „Speisesaal“), hat sich nun eingeschaltet, um olympisches Essen vor dem Verderben zu retten. Das Unternehmen, überschüssiges, für das olympische Dorf vorgesehene Essen in neue schmackvolle Mahlzeiten für Hungrige zu verwandeln, wird von zwei Chefköchen angeführt, dem Italiener Massimo Bottura und dem Brasilianer David Hertz. Ziel sei es „Menschen Essen und Würde zu geben, die sich in einer gefährdeten sozialen Lage befinden“.

In den letzten beiden Wochen servierten Chefköche von RefettoRio jede Nacht für 108 ausgesuchte Gäste Abendessen aus überschüssigen Zutaten, gespendet von der Catering-Firma, die das olympische Dorf verpflegt. Dabei handelt es sich nicht um Speisereste oder Tischabfälle.

„RefettoRio arbeitet nur mit Zutaten, die kurz davor sind in den Müll zu wandern… wie hässliches Obst und Gemüse, oder Joghurt, der kurz vorm Verfallsdatum steht,“ sagt Chefkoch Hertz.

Das Restaurant wurde im Stadtteil Lapa nahe des olympischen Dorfes eröffnet.

„Es wirkt überhaupt nicht wie ein normales Restaurant,“ sagt Alexandra Forbes, eine brasilianische Gastrokritikerin, die bei der Organisation von RefettoRio mithalf. „Die Gäste sind ganz anders. Für viele ist es das erste Mal, dass sie von einem großen Chefkoch ein Drei-Gänge-Menü zubereitet bekommen, das auch noch so köstlich ist. Es ist ein besonderes Erlebnis.“ Ein Restaurantbesucher erzählte der New York Times, für ihn wäre es das beste Essen gewesen, dass er je in seinen 40 Lebensjahren bekommen hätte.

Obdachlose auf einer Straße in Rio

Örtliche Nachbarschaftsorganisationen, die die Unterpriviligierten versorgen, wählen die Restaurantgäste sorgfältig aus allen Gesellschaftsschichten Brasiliens aus. Zu ihnen können Obdachlose gehören, die ihr Essen aus Mülltonnen picken, Straßenkinder, die Abfall durchstöbern oder misshandelte Mütter.

„Sie sind es nicht gewohnt mit soviel Fürsorge und Respekt behandelt zu werden,“ sagt Forbes und fügt hinzu, dass „sie aus Dankbarkeit für das Essen manchmal klatschen und einen Freudentanz ausführen“.

Jeden Tag übernimmt ein anderer Koch die Chefrolle. „Zum Beispiel machte Chefkoch Massimo Bottura an einem Tag eine Pasta, eine Carbonara, die eigentlich mit Pancetta oder Speck zubereitet wird. Er hatte nur sehr wenig Speck und verwendete dann Bananenschalen, die vorher auf dem Grill geräuchert wurden und vermischte diese mit dem Speck. Sie waren genauso rauchig wie Speck und schmeckten köstlich.“

Gourmetessen aus einer ungewöhnlichen Zutatenliste zu erschaffen kann schon herausfordernd genug sein. Das wahre Ziel für das RefettoRio-Team aus Köchen, Bäckern und Kellnern, sagt Forbes, sei jedoch „Vorurteile abzubauen, Vorurteile gegen arme Menschen oder gegen Menschen, die Probleme haben.“

„Verprügelte Frauen oder Menschen, die mit Drogenmissbrauch kämpfen“, sagt sie, „sind Menschen wir wir, einfach zu zeigen, dass sie mit Respekt behandelt werden und eine klasse Mahlzeit serviert bekommen können, ist denke ich wichtig.“

Gleichzeitig möchte RefettoRio ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. Mehr als 30 Prozent aller produzierten Lebensmittel weltweit werden nie gegessen, weil sie nach der Ernte oder während des Transports verderben oder von Verkäufern und Verbrauchern weggeworfen werden. Bislang gehen nach UN-Zahlen fast 800 Millionen Menschen weltweit jede Nacht hungernd ins Bett.

„Veranstaltungen wie die Olympiade erzeugen besonders viel Abfall. Es müssen so viele Menschen versorgt werden, dass es schwer fällt den genauen Bedarf zu berechnen, Überschüsse lassen sich dabei nicht vermeiden. Bisher hat aber noch niemand richtig mit dem Finger auf dieses Problem gezeigt.“

Bis zu diesem Zeitpunkt.

Aufbauend auf dem bisherigen Erfolg plant RefettoRio Gastromotiva einen bezahlten Essensdienst einzuführen. Die Erlöse sollen helfen, die Kosten für das Angebot freier Abendmahlzeiten aufzufangen. Geplant sei auch, die Idee von RefettoRio in Montreal, Los Angeles und New York zu erproben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Brasilien
Wikinews-logo.svg   Portal:Olympische Sommerspiele

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January 11, 2014

Wikinews-Interview über Beiträge zu Open Source: Opera

Wikinews-Interview über Beiträge zu Open Source: Opera

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Veröffentlicht: 02:01, 12. Jan. 2014 (CET)
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Oslo (Norwegen), 11.01.2014 – Wikinews interviewte den norwegischen Software-Hersteller Opera über seine Beiträge zu Open-Source-Projekten und zur Software überhaupt. Die Fragen betrafen den gegenwärtigen Arbeitsablauf, die Dynamik der Beiträge sowie den Hintergrund.

Wikinews-logo.svgWikinews:  Was war der Grund für Ihr ursprüngliches Interesse an Open Source?

Bruce Lawson: Opera war in der Vergangenheit sehr stark in Open-Source-Projekten engagiert. Oft haben wir Open-Source-Software selbst benutzt und weiterentwickelt und in unsere Produkte eingebaut. Opera begann mit der Spezifikation für HTML5 und erweiterte dabei die Standardsprache HTML im Internet um Fähigkeiten, die bisher nur von proprietären Programmen wie Flash und Silverlight angeboten wurden. Seit kurzem beschäftigen wir uns mit Blink, einer Open-Source-Software für Rendering, und wir haben ein eigenes Team für Blink und Chromium, um diese Produkte weiterzuentwickeln und für alle Nutzer zu verbessern.

Wikinews-logo.svgWikinews:  Wie sieht Ihr gegenwärtiger Arbeitsablauf bei Open Source aus?

Bruce Lawson: Wir machen Erweiterungen, bauen diese ein und testen sie – immer wieder.

Wikinews-logo.svgWikinews:  Was hat sich in den letzten Jahre während Ihrer Arbeit an Open-Source-Projekten verändert?

Bruce Lawson: Die Fähigkeiten und der Bekanntheitsgrad von Github.

Wikinews-logo.svgWikinews:  Welche Rolle spielt Open Source in der heutigen Zeit?

Bruce Lawson: Open Source ist gleichwertig mit Produkten, deren Quellcode nicht zur Verfügung steht. Der entscheidende Unterschied sind offene Standards für den Datenaustausch, so dass ein Benutzer nicht an einen Anbieter gebunden ist.

Wikinews-logo.svgWikinews:  Wieviel Aufwand setzen sie in die Lokalisierung Ihrer Produkte? Open source und andere?

Bruce Lawson: Der Webbrowser Opera steht in 54 Sprachen zur Verfügung, also viel Aufwand!

Wikinews-logo.svgWikinews:  Beschäftigen Sie auch Personen außerhalb ihres Unternehmens? Wie schätzen Sie den Trend ein, dass viele aus der Ferne arbeiten?

Bruce Lawson: Nein, wir haben Büros in Norwegen, Polen und Schweden, aber für uns geht die Arbeit am besten, wenn alle Mitarbeiter eng zusammen sind.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 06.01.2014

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December 8, 2010

Weite Teile des australischen Bundesstaates New South Wales sind überflutet

Weite Teile des australischen Bundesstaates New South Wales sind überflutet

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Veröffentlicht: 23:29, 8. Dez. 2010 (CET)
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Sydney (Australien), 08.12.2010 – Ein Großteil des australischen Bundesstaates New South Wales ist von Überschwemmungen betroffen, die durch starke Regenfälle verursacht wurde. Das australische Bureau of Meteorology hat eine Reihe von Hochwasserwarnungen für die Flüsse im Westen des Bundesstaates ausgegeben. Diese erstrecken sich auf die Gewässer zwischen dem Namoi River im Norden des Bundesstaates bis zum Murrumbidgee River im Süden.

Die Karte zeigt in blau die von den Überschwemmungen betroffenen Distrikte und in rot die Distrikte, die bis zum 5. Dezember zu Katastrophengebieten erklärt wurden.

Kartographie: Cartman02au

Coonamble, in dem zentralwestlichen Distikt Coonamble Shire gelegen, wurde durch den hochwasserführenden Castlereagh River isoliert. Der State Emergency Service schätzte die Zahl der in Coonamble abgeschnittenen Personen auf etwa 2760. Mudgee, Canowindra, Eugowra, Dubbo, Wellington und Young sind ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen.

Wie viele andere Flussübergänge wurde auch diese niedrige Brücke in Bathurst wegen Hochwassers gesperrt.

Foto: Cartman02au

Eine Reihe von Hauptstraßen in den westlichen Teilen des Bundesstaates wurden gesperrt oder sind nur mit Umleitungen befahrbar, darunter der Newell Highway bei Mirrool Bridge, der Castlereagh Highway zwischen Gilgandra und Walgett, der Oxley Highway zwischen Gilgandra und Warren sowie der Lachlan Valley Way von 28 km nördlich von Cowra bos südlich von Gooloogong. Ebenfalls betroffen sind zahlreiche regionale Straßenverbindungen.

Die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates hat die Local Government Areas Mid-Western Region, Weddin, Wellington, Warrumbungle, Cootamundra, Coonamble, Harden und Young zum Katastrophengebiet erklärt, weil durch die Überschwemmungen deutliche Schäden an Eigentum und Infrastruktur verursacht wurden. Eine Evakuierung wurde für Teile von Wagga Wagga und Coonamble angeordnet.

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 05.12.2010

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December 26, 2009

Bombenanschlag im Flug nach USA misslungen

Bombenanschlag im Flug nach USA misslungen

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Veröffentlicht: 16:21, 26. Dez. 2009 (CET)
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Aufnahme eines Delta-Flugzeugs. Bild: Gietje

Amsterdam (Niederlande), 26.12.2009 – Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, hat der 23-jährige nigerianische Passagier Abdul Farouk Abdulmutallab versucht, einen Anschlag auf den Northwest-Airlines-Flug 253 von Amsterdam (Niederlande) nach Detroit (Michigan/USA) zu verüben, was zunächst wie ein Feuerwerk aussah. Sein Vorhaben, einen Brand im Flugzeug oder eine Explosion auszulösen, ist jedoch misslungen.

Der Airbus A330 landete gestern um die Mittagszeit sicher in den USA. Der verdächtige Passagier wurde in das Medizin-Zentrum der Universität von Michigan in Ann Arbor gebracht und behauptete, er habe Verbindungen zu Al Qaida.

Die US-Luftfahrtbehörde und die für Transport zuständige Sicherheitsbehörde untersuchen, wie der Sprengstoff in das Flugzeug gelangt ist. Der Mann wurde nicht auf einer „no fly“-Liste angezeigt, aber sein Name hat einen signifikanten terroristischen Bezug. Regierungsbeamte behandeln den Fall als Terroranschlag.

US-Präsident Barack Obama berief eine Sitzung ein, als er von dem Vorfall unterrichtet wurde. In einer Erklärung sagte ein Sprecher des Weißen Hauses „[Präsident Obama] gab Anweisung, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, um die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen.“

„Die Fahrgäste sollen merken, dass zusätzliche Überwachungsmaßnahmen eingeführt werden, um die Sicherheit der Reisenden auf inländischen und internationalen Flügen zu gewährleisten,“ sagte Sicherheitssprecherin Sara Kuban in einer Erklärung. „Wie immer empfehlen wir der reisenden Öffentlichkeit, aufmerksam zu sein und ihre Umgebung zu beobachten. Melden Sie verdächtiges Verhalten oder Tätigkeiten den Strafverfolgungsbehörden.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 26.12.2009

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December 25, 2009

Studenten erhöhen Rekordsumme bei weihnachtlicher Benefizveranstaltung

Studenten erhöhen Rekordsumme bei weihnachtlicher Benefizveranstaltung

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Veröffentlicht: 23:35, 25. Dez. 2009 (CET)
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Lisle (USA), 25.12.2009 – Studierende an der Benet Akademie in Lisle (US-Bundesstaat Illinois) haben in diesem Jahr mit der Weihnachts-Spendenaktion Drive einen neuen Rekord erreicht. Bei der jährlichen stattfindenden zweiwöchigen Veranstaltung soll die Weihnachtsstimmung bei der Unterstützung der Armen und Bedürftigen helfen.

Koordiniert wird die Spendenaktion in gemeinsamer Anstrengung der Fakultät und drei Studenten-Organisationen. In den Vorjahren wurden Lebensmittel, Weihnachtsgeschenke, Decken, warme Bekleidung und Spielzeug für Dutzende von Familien bereitgestellt.

Bei einer Versammlung am Freitag vor einer Woche wurde angekündigt, dass nach vorläufigen Berechnungen die Höhe der Spenden mit US $ 53.392,82 (etwa 37.000 €) einen Rekord erreichten. Im vergangenen Jahr waren es etwa US $ 42.000 (rund 29.000 €) gewesen. Ein endgültiger Betrag wurde noch nicht offiziell bekannt gegeben, da in der Zwischenzeit laufend weitere Spenden eingegangen sind.

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 19.12.2009

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November 13, 2009

Buch aus den USA bringt Enthüllungen über Scientology

Buch aus den USA bringt Enthüllungen über Scientology

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Veröffentlicht: 23:25, 13. Nov. 2009 (CET)
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Hemet (Vereinigte Staaten), 13.11.2009 – Wikinews interviewte Marc Headley, den Verfasser des neuen Buches „Blown for Good“. Er beschreibt das Leben im Inneren des internationalen Hauptsitzes von Scientology, der als „Gold Base“ bekannt ist, und in Gilman Hot Springs, das in der Nähe von Hemet im US-Bundesstaat Kalifornien liegt. Headley trat der Organisation im Alter von sieben Jahren bei, als seine Mutter Mitglied wurde, war 15 Jahre lang Angestellter von Scientology und arbeitete auf internationaler Management-Ebene über mehrere Jahre, bevor er im Jahr 2005 ausschied.

Blown for Good.jpg

Als Mitarbeiter der Scientology-Zentrale in Riverside County, Kalifornien, sammelte Headley Erfahrungen in der Scientology-Methode „Auditing“ zusammen mit dem Scientologen und Filmschauspieler Tom Cruise, kurz nachdem dieser die Arbeit an dem Film „Days of Thunder“ abgeschlossen hatte. Im Jahr 1990 wurde Cruise ausgebildet, um die Scientology-Auditing-Techniken zu beherrschen, und Headley wurde ausgewählt, um Auditing-Partner des Schauspielers zu werden. Cruise und Headley arbeiteten drei Wochen lang zusammen, während der Schauspieler seine Scientology-Techniken ausübte, die als „Upper Indoctrination Training Routines“ bekannt waren. Headley sagt, er wurde gewählt, um mit Cruise zu arbeiten, weil er ein junger Mitarbeiter war, der weniger dazu neigte, aus der Sache auszusteigen und mit den Medien die Scientology-Erfahrungen des Schauspielers zu diskutieren.

Das Enthüllungsbuch erschien am 5. November 2009 und liefert Einzelheiten über das Leben des Verfassers im Hauptquartier der Organisation. Die innere Klappe des Buches enthält eine Karte von den „International Headquarters of Scientology; Gilman Hot Springs, California“. Eine ausführliche Darstellung und das vollständige Interview sind in der englischen Version von Wikinews nachzulesen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist in Teilen eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 13.11.2009

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January 16, 2009

Wikinews interviewte den Organisator der polnischen Kandidatur für die Wikimania 2010

Wikinews interviewte den Organisator der polnischen Kandidatur für die Wikimania 2010

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Veröffentlicht: 21:36, 16. Jan. 2009 (CET)
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Danzig (Polen), 16.01.2009 – Wikimania ist eine einmal im Jahr stattfindende Konferenz für Benutzer, Administratoren, Entwickler und andere mit den Projekten der Wikimedia Foundation verbundene Personen.

Ihre Bewerbungen werden wahrscheinlich solche Städte anmelden wie Marrakesch, Hong Kong, Melbourne, Seoul, Singapur, Kuala Lumpur, Los Angeles, Rio de Janeiro, SeaTac, Toronto, Daytona Beach, Washington, Quebec, Amsterdam, Kopenhagen, Istanbul, Montpellier, Oxford und Gdańsk (Danzig).

Die Wikipedianer aus Gdańsk bereiten die Bewerbung ihrer Stadt für die Organisation der Wikimania 2010 vor. Wir präsentieren ein Interview mit Wojciech Pędzich, einem der Stewards der Projekte der Wikimedia Foundation und dem Ideengeber der polnischen Kandidatur.


Wyksztalcioch: Die Dreistädter Wikipedianer sind gerade dabei, die polnische Bewerbung vorzubereiten, dank derer Polen das Recht erhalten könnte, unter dem Namen Wikimania 2010 das weltweite Treffen für die Leute zu organisieren, die an den Projekten der Wikimedia Foundation arbeiten. Dasselbe Privileg möchten auch solche Städte wie Washington, Rio de Janeiro oder Oxford erhalten. In diesem Jahr wurde die Konferenz in Alexandria gehalten, wo sich die berühmte Bibliothek von Alexandria befindet. Hat Gdańsk gegen solche bekannten Städte eine Chance ?

Wojciech Pędzich: In Anbetracht des durch die Wikimedia Foundation vorgeschlagenen Wechsels der Kontinente, auf denen die folgenden Wikimaniatreffen stattfinden, hat die australische Bewerbung die größten Chancen, da die Konferenz dort noch nie stattgefunden hat. Chancen haben auch die europäischen Länder, da die erste Wikimania 2005 in Frankfurt am Main abgehalten wurde. Haben aber wir eine Chance, gegen die Bewerbungen der anderen europäischen Städte zu bestehen – Polen ist weiterhin ein interessantes, noch nicht ganz erforschtes und zudem billiges und erreichbares Land, da die Liste der Länder, deren Staatsbürger zur Konferenz ohne Visa einreisen könnten, relativ lang ist. Wir schlagen vor, die Konferenz praktisch „unter einem Dach“ der benachbarten Gebäude der Baltischen Filharmonie und des Zentralen Seemuseums zu organisieren. Dieser Standort ist praktisch ein paar Schritte vom Długi Targ (Langen Markt) im Stadtzentrum entfernt. Ja, ich bin der Meinung, dass unsere Bewerbung attraktiv ausfallen wird und uns reale Chancen für die Organisation der Wikimania 2010 an der Motława bietet.

In Gdańsk haben die demokratischen Umwandlungen begonnen, deren Folge der Fall der Berliner Mauer war

Das Motto Eurer Bewerbung ist „Gdańsk – die Stadt der Freiheit”. Kannst Du sagen, warum Ihr unter diesem Motto für die Kandidatur der Stadt werbt?

Gdańsk wird von vielen Leuten mit der Freiheit, ihrem politischen Ausmaß assoziiert. Auf der anderen Seite haben wir die Wikimedia Foundation und die durch sie verbreiteten Werte, die mit der freien Zugänglichmachung des auf unbefangene Weise von Freiwilligen geschaffenen Wissens verbunden sind. Die Verbindung einer kosmopolitischen und über starke revolutionäre und freiheitliche Neigungen verfügenden Stadt mit der freien Kultur in einem internationalen Ausmaß ist also sehr natürlich.

Wie viele Personen arbeiten an der Bewerbung? Polen ist doch ein recht kleines Land? Werdet Ihr in der Lage sein, eine problemlose Durchführung der ganzen Konferenz zu sichern, wenn eure Bewerbung gewinnt?

Polen ist nicht unbedingt klein – wenn es um die Bevölkerungszahl geht, so können wir uns mit den USA, Indien, China nicht messen, doch ein kleines Land sind wir bestimmt nicht. Wir müssen auch daran denken, dass nach der alten Methode gerechnet, die polnischsprachige Wikipedia auf der Sprachenrangliste die vierte Position belegte. Nach Einführung der Neuerung, dass die Rangliste nach der Besucherzahl aufgestellt wird, passen wir immer noch in die Top 10. Wir können also von einem Potenzial der Community sprechen, umso mehr, weil die restlichen Wikimediaprojekte in der polnischen Sprache ihrer Größe nach auch die vorderen Plätze belegen.
Wenn es um die Personen geht, die an der Schaffung unserer Bewerbung beteiligt sind, so arbeiten zurzeit nur ein paar Personen daran, was ich manchmal bedauere. Jede zusätzliche Person bedeutet, dass ein paar E-Mails mehr abgeschickt, ein paar Gespräche mehr durchgeführt werden können, dass eine Person mehr die Bewerbung betrachtet und kritisch bewertet. Zusätzliche Helfer würden auch neue Ideen, Kontakte und eine Portion Wissen mit sich bringen. Deswegen hat der Wikipedianer Patrol110 auch die pommerschen Wikipedianer mit „Spam” bombardiert, in dem er dazu aufgerufen hat, sich den Arbeiten anzuschließen, deswegen betone ich hier, dass wir zusätzliche „human recources“ benötigen. Insbesondere werden wir weitere Helfer brauchen, wenn unsere Bewerbung als Gewinner aus dem Rennen hervorgeht, aber dann glaube ich an einen folgenden polnischen „nationalen Aufbruch“.

Sind schon in Gdańsk irgendwelche weltweiten Konferenzen organisiert worden? Ist die Stadt mit deren Organisierung klargekommen?

In der Zeit vom 5. bis zum 6. Dezember 2008 haben in der Stadt die Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum des Friedensnobelpreises des Präsidenten Lech Wałęsa stattgefunden. Am Rande sei gesagt, dass diese Veranstaltung unter anderem in der Baltischen Philharmonie stattgefunden hat, an demselben Ort, an dem wir die Wikimania 2010 organisieren möchten. An den Feierlichkeiten haben über tausend Gäste aus der ganzen Welt teilgenommen, und die Stadt hat – meiner Meinung nach – die Organisation hervorragend bewältigt. Unter anderem hat dies der Präsident von Gdańsk, Paweł Adamowicz, bestätigt, indem er dem „Dziennik Bałtycki” im Interview folgendes gesagt hat: Nach den erfolgreichen Feierlichkeiten des 25. Jubiläums des Friedensnobelpreises von Lech Wałęsa sieht man, dass wir imstande sind, solche großen Feierlichkeiten zu organisieren. Die Ołowianka bewährt sich hervorragend als ein großes Konferenzzentrum. Gdańsk wird wieder in der Welt von sich sprechen machen. Ich persönlich habe die Hoffnung, dass man von uns in der Welt durch die Wikimania hören wird.
Die Stadt organisiert auch eine Reihe von kulturellen und mit Handel verbundenen Veranstaltungen. Hier findet die Internationale Danziger Messe statt, der Jahrmarkt des heiligen Dominikius, die Shakespearefestspiele, das Festspiel des Guten Humors. Wir sollten auch nicht die übrigen Teile der Dreistadt außer Acht lassen – Sopot und Gdynia –, in denen auch viele kulturelle Veranstaltungen stattfinden.

Neulich hat sich Polen um die Standortbestimmung für das Europäische Technologischen Institut und Fußballeuropameisterschaft Euro 2012 bemüht. Beide Initiativen wurden stark von den Behörden unterstützt. Wie sieht das diesmal aus?

Wir haben Kontakt mit den Stadtbehörden aufgenommen. Nach dem Treffen mit den Vertretern der Promotionabteilung und der Kanzlei des Stadtpräsidenten wurde uns zugesichert, dass unser Bemühen unterstützt wird, was durch den Brief des Stadtpräsidenten, Herrn Paweł Adamowicz, bestätigt wurde. Die Vertreter der Stadtbehörden versichern uns fortwährend, dass sie diese Idee unterstützen werden. Sie haben auch die Baltische Philharmonie und das Zentrale Seemuseum für die Tage vom 9. bis zum 11. Juli 2010 vorreserviert. Sie erklärten sich auch bereit, bei der Organisation zu helfen, was sich als ungeheuer relevant nach einer für uns positiven Entscheidung der Juroren erweisen könnte.

Polen ist ein Teil der Europäischen Union. Was ist mit den Wikimedianern, die Staatsbürger von Staaten sind, die keine Visaabkommen mit Polen haben?

Wie ich schon früher erwähnt habe, ist die Liste der Staaten, deren Bürger nach Polen für eine Dauer von 90 Tagen ohne Visum einreisen können, relativ lang. [1] und nicht nur auf die Länder des Schengen-Raums begrenzt. Die lange Liste der polnischen Außenstellen[2] und der allgemein zugängliche Visaantrag[3] sollten auch den Bewohnern der restlichen Staaten die Möglichkeit zur Einreise nach Polen sichern.

Meldungen über die Bewerbung von Gdańsk für die Organisierung der Wikimania 2010 sind in den lokalen Medien erschienen. Wie sieht das aus der Sicht der lokalen Community aus?

Das sieht man teilweise in den Kommentaren unter beiden Artikeln – die Skeptiker, die generell Gdańsk nicht mögen, meckern, die Mehrheit jedoch unterstützt diese Idee. Es sind auch Leute und Organisationen dabei, die Hilfe bei der Organisierung der Veranstaltung anbieten – ich habe schon ein paar E-Mails von Personen erhalten, die daran interessiert sind.

Wie du schon gesagt hast, ein Teil der Personen meldet schon Vorbehalte, vielleicht sind sie sich der eventuellen Vorteile nicht bewusst. Auf welche Weise könnte Gdańsk und seine Einwohner davon profitieren?

Außer dem allgemein verstandenen Prestige – wir haben es doch mit einem internationalen Ereignis zu tun, das von einer Organisation angetrieben wird, die das „Flagschiff” der Bewegung der Freien Kultur ist – wird sich die Aufmerksamkeit der Welt auf uns richten, die Medien werden die Stadt bemerken, die Konferenz wird sicherlich dazu beitragen, dass mehr Gäste kommen und somit auch Geld nach Gdańsk fließt. Die nach Gdańsk strömenden Gäste könnten bewirken, dass sie hier später noch einmal zurückkommen oder die Stadt ihren Bekannten empfehlen. Wir werden uns bemühen, dass die an dem Standort stattfindende Konferenz die Stadt nicht lahmlegt.

Viele Personen haben nicht das Geld, um selbstständig die Reisekosten zu tragen, um zur Wikimania zu kommen. Können diese Leute Eurerseits auf Stipendien zählen?

Alles wird davon abhängen, ob die Gespräche mit den Firmen und den Subjekten, die bereit sind, als Sponsoren aufzutreten, erfolgreich sind. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass solche Wikimedianer ohne Hilfe bleiben.

Gdańsk bei Nacht

Wikimania heißt nicht nur Vorträge, sondern auch die Gelegenheit, um lange, nächtliche Gespräche mit Personen aus anderen Ländern zu führen. Wie sieht das Nachtleben von Gdańsk aus?

Plätze, wo man sich auf ein Gespräch treffen kann gibt es in Fülle, was aus der Vorversion der Bewerbung ersichtlich ist, in der ein paar hundert Lokale aufgelistet sind, in denen man bei gutem Essen und Trinken Gespräche führen kann. Die Nähe der Altstadt lädt auch dazu ein, einen Spaziergang in den Gassen zu machen, viele Personen betonen die Großartigkeit der Altstadtatmosphäre, ihre Einmaligkeit, was man jedoch nur empirisch prüfen kann.

Die Sprache während der Wikimania ist Englisch. Werden die Teilnehmer sich mit dieser Sprache auch in den schon erwähnten Bars, Kneipen und Geschäften verständigen können?

Persönlich habe ich nur einmal einen Händler getroffen, der nicht in der Lage war, ausländischen Kunden seine Waren zu verkaufen, und nur einmal habe ich „live“ gesehen, wie aus dem Wörterbuch das Wort „Polnische Küche“ als „Polish kitchen“ anstatt „Polish cuisine“ übersetzt worden ist. Die Polen können sich verständigen, ich habe ihren Verständigungswillen gesehen, da ich sieben Jahre Erwachsene Englisch gelehrt habe. Menüs und andere Informationen in den Lokalen der Altstadt sind in großer Mehrheit ins Englische und Deutsche übersetzt, und die Kellner verfügen über Englischkenntnisse, die ihnen die problemlose Bedienung von ausländischen Gästen erlauben.

Wojciech Pędzich – geboren in Szczytno (1979), beruflich Englischlehrer (2001), Danziger Wahlbürger (2001). Außer der Rolle des Ehemanns kommt ihm noch die Rolle eines Mitarbeiters in der Innendienstabteilung einer Krafthydraulik liefernden Firma zu. Mit den Wikimediaprojekten ist er seit Dezember 2006 verbunden, zuerst als Übersetzer von Artikeln und Regeln der polnischen Wikipedia, dann als Admininstrator, Mitglied des ersten Schiedsgerichts in der polnischen Wikipedia. Ab Dezember 2007 Steward der Wikimediaprojekte, Mitglied von Wikimedia Polen. Einer der Ideengeber für die polnische Bewerbung bei der Organisation der Wikimania, Koordinator der Arbeiten an der Danziger Bewerbung.

WikiMedia Proejkts1.jpg

In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

Weblinks

Quellen

Quelle in polnischer Sprache Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 29.12.2008

Einzelnachweise

  1. Liste der Staaten, deren Bürger vom visafreien Verkehr mit Polen (bis zu 90 Tagen) umfasst sind
  2. Liste der polnischen diplomatischen Außenstellen im Ausland
  3. Wniosek wizowy

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March 30, 2008

Interview mit dem deutschen Regisseur von Musikvideos, Uwe Flade

Interview mit dem deutschen Regisseur von Musikvideos, Uwe Flade

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Veröffentlicht: 17:58, 30. Mär. 2008 (CEST)
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Rammstein bei einem Auftritt am 11. August 2006

Deutschland, 30.03.2008 – Der 36-jährige Uwe Flade ist einer der Großen in der Szene der Videoclip-Regisseure Deutschlands. Er hat mit zahlreichen Künstlern zusammen gearbeitet, darunter Depeche Mode, Rammstein, Apocalyptica, In Extremo, Nickelback, Franz Ferdinand und Tarja Turunen. Benutzer unserer englischen Wikinewsschwester führten ein exklusives E-Mail-Interview mit ihm.

Interview

Erzähl uns über deine Arbeit und wie du dazu kamst, dich mit der Regie-Arbeit zu beschäftigen. Was ist typisch für dich und was inspiriert dich?

Ich beschäftige mich schon eine Weile mit Musikvideos, guckte jeden Tag stundenlang MTV. In den 90-ern war es sehr inspirierend und aufregend all diese neuen und visuellen Stilrichtungen zu beobachten. Leute wie Gondry, Glazer, Jonze, Mike Mills aufsteigen zu sehen. Ich versuchte dann so um 1999 herum eine kleine Gesellschaft für Filmproduktionen aufzubauen, nachdem ich in einigen Bürojobs bei Fernsehstationen und anderen Produktionsfirmen festgesteckt hatte. Ich machte ein paar kleinere Sachen und bekam dann die Möglichkeit einem Freund eine Idee vorzuschlagen, der in einer aufsteigenden deutschen Band spielte. Sie übernahmen das Konzept und ich erstellte mein erstes Video. Es war eine heiße Sache und das Video bekam einige Sendezeit. Die nächsten Jobs kamen nicht so leicht rein, aber ich war in dem Genre, das ich so liebte. Ich kämpfte hart, was mir immer mehr neue Aufträge einbrachte.

Ich sammle die ganzen Ideen und ich kann nicht wirklich erklären, was mich inspiriert. Manchmal bringt mich eine Dusche auf neue Gedanken, manchmal sitze ich einfach vor meinem Computer bis mir ein Einfall kommt. Zu Plätzen zu fahren, an denen ich noch nicht gewesen bin, inspiriert mich ebenfalls stark.

Wie hat der Aufbruch des Internets – und der Übergang solcher Netzwerke wie MTV vom fast ausschließlichen Senden von Musikvideos zu Originalprogrammen – den Weg verändert, den Künstler beschreiten, um eine Idee davon zu entwickeln, was sie von einem Musikvideo erwarten? Ist das Musikvideo mit dem „großen Budget“ verschwunden?

Die Band „OK go“
(20. Juli 2007, auf dem Festival Internacional de Benicàssim)

Das große Budget ist nicht vollständig verschwunden, aber die Anzahl der Künstler, die viel ausgeben, ist jetzt viel kleiner und die Budgets sind im Allgemeinen ziemlich runter gegangen. YouTube hat sich ebenfalls stark verändert. Das hypererfolgreiche hausgemachte Video für Ok Go „Here it goes again“ war ein Meilenstein dieser Entwicklung. Es wurde über 31.000.000 mal auf YouTube abgespielt und angesehen, gewann jede Menge Preise und eine Menge Publicity. Deshalb ist der hausgemacht-handwerkliche Stil seitdem zu einer großen Sache bei den Musikvideos geworden, die die Kürzungen der Budgets kreativ wendete. Vor einigen Jahren war Fatboy Slims „Praise You“ ein Außenseiter, aber jetzt ist er ein großer Teil des Gesamtbildes.

Ich glaube, die Künstler wollen auf den Videos einfach nur gut aussehen, das kommt an erster Stelle. Einige von ihnen wollen immer noch, dass etwas Originelles passiert, aber mit den allgemein schrumpfenden Budgets musste ein neuer Stil entstehen, um aus den meist sehr begrenzten finanziellen Mitteln möglichst viel an Kreativität herauszuquetschen und zurzeit haben die Künstler ohnehin keine Wahl.

Ist es schwierig einen im Einzelnen ausgearbeiteten Plot für ein Video zu machen, das zu der Musik und der kurzen Zeit, die sie im Angebot ist, passt?

Für mich ist es eine Herausforderung und immer noch die Freiheit zur Kreativität in diesem Genre, die mich reizt. Ich habe soviele Sachen gelernt, indem ich sie einfach ausprobiert habe und spiele einfach mit ihnen.

Du hast mit so vielen Künstlern unterschiedlicher Stilrichtungen gearbeitet. Wie ist das, mit einer solchen Bandbreite zu arbeiten?

Es ist eine großartige Bandbreite, ich war fasziniert von den unterschiedlichen Anforderungen und Charakteren, die ich bisher getroffen habe. Ich mag es persönlich lieber unterschiedliche Stile auszuprobieren, einfach um der Kreativität ihren Lauf zu lassen und immer wieder neu herausgefordert zu werden anstatt das gleiche Rezept immer und immer zu wiederholen.

Die „Sportfreunde Stiller“

Was würdest du sagen, welche deiner Arbeiten hast du am meisten genossen?

Neben den großen internationalen Projekten für Depeche Mode habe ich am meisten meine Zusammenarbeit mit meinen Freunden der „Sportfreunde Stiller“ genossen. Ich drehte 10 Videos für sie und es ist wesentlich anstrengender für alte Freunde zu arbeiten, weil die Angst zu versagen viel persönlicher ist.

Gab es irgendwelche Projekte, die du nicht gerne gemacht hast?

Hmmmm. Da sind schon ein paar 😉

Arbeitest du zurzeit an etwas Neuem?

Ich arbeite an einer medienübergreifenden Arbeitsgruppe aus Designern, Animateuren und Regisseuren und plane einen Kurzfilm.

Findest du, dass der kommerzielle Druck wie die Auseinandersetzung mit dem Zwang sicherzustellen, dass Videos nicht der Zensur zum Opfer fallen oder dem Termindruck, mit deinen künstlerischen Interessen kollidiert?

Tatsächlich fühle ich mich durch diese Dinge eher herausgefordert als genervt. Die Band und das Label bezahlen für die ganze Sache, so definieren sie die Grenzen, das ist völlig okay für mich. Die Fernsehzensur in Deutschland is nicht sehr steng und ich habe nicht so viel Erfahrung mit diesen Dingen in den Vereinigten Staaten. Ich sah einige Bestimmungen für das US-Fernsehen, sehr lange Listen von Dingen, auf die man achten muss. Meine Videos brechen nicht wirklich diese Regeln, aber egal, es gibt ‘ne Menge davon … das ist es, was ich dachte.

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Quellen

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July 24, 2007

Schwerer Regen verursacht Fluten im ganzen Vereinigten Königreich

Schwerer Regen verursacht Fluten im ganzen Vereinigten Königreich

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Veröffentlicht: 20:04, 24. Jul. 2007 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 24.07.2007 – Schwere Regen- und Gewitterstürme haben am 20. Juli verschiedene Gegenden des Vereinigten Königreichs getroffen, blitzartige Fluten ausgelöst und einige Verkehrsverbindungen unterbrochen. Das Wetteramt des Vereinigten Königreichs hat vor schweren Unwettern gewarnt.

Überfluteter Eingang zu Londons Victoria Station

In London standen Teile der Victoria-Station mehrere Zoll tief unter Wasser, und Regen drang durch undichte Stellen im Dach ein. Viele Geschäfte mussten schließen, und viele Züge fielen aus oder verspäteten sich. Die Ringstrecke und die District Line wurden aufgrund der Fluten ausgesetzt, und auf einigen anderen Linien gibt es größere Verspätungen, und mindestens neun Stationen mussten schließen.

Im ganzen Land mussten Schulen schließen, und die Straßen waren sehr nass, was schwierige Fahrbedingungen zur Folge hatte.

Die blitzartig hereinbrechenden Fluten folgten einem Monat ungewöhnlich nassen Wetters, durch das in verschiedenen Gegenden die Menschen in Notunterkünfte evakuiert werden mussten, die in Schulen und Bürgerhäusern eingerichtet wurden.

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 20.07.2007

Folgende vier Quellen wurden angeblich für die Erstellung des fremdsprachigen Artikels verwendet.

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October 30, 2006

Jimmy Wales tritt vom Wikipedia-Vorstand zurück

Jimmy Wales tritt vom Wikipedia-Vorstand zurück

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Artikelstatus: Fertig 22:23, 30. Okt. 2006 (CET)
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Florence Nibart-Devouard, neue Vorsitzende der Wikimedia Foundation

Frankfurt am Main (Deutschland), 30.10.2006 – Nach einer Tagung der Wikimedia Foundation in Frankfurt am Main in Deutschland gab es Änderungen bei der Organisation des Treuhänderausschusses. Der Ausschuss, der aus Jimmy Wales, Tim Shell, Michael Davis, Florence Nibart-Devouard und Erik Möller bestand, wählte einstimmig Florence Nibart-Devouard zum neuen Vorstand der Wikimedia Foundation.

Gründer Jimmy Wales sagte: „Ich habe Florence in Anerkennung an ihre außergewöhnlichen Verdienste während der vergangenen Jahre und ihrer unübertroffenen Hingabe für unsere Ziele als neuen Vorstand der Foundation nominiert. Die Wahl einer Vertreterin mit so großem Vertrauen bei der Community zu unserer neuen Vorsitzenden demonstriert das Wachstum und die Stärke unserer Organisation.“

Nibart-Devouard, 38, lebt zur Zeit in Clermont-Ferrand und wird auch weiterhin eng mit Wales zusammenarbeiten, der den Titel „Vorsitzender Emeritus“ annehmen wird.

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels (mit originärer Berichterstattung) vom 30.10.2006

WikiMedia Proejkts1.jpg

In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

Quellen

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