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February 12, 2009

Thailändischer Ministerpräsident gibt zu, dass Bootsflüchtlinge im Meer ausgesetzt wurden

Thailändischer Ministerpräsident gibt zu, dass Bootsflüchtlinge im Meer ausgesetzt wurden

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Veröffentlicht: 23:00, 12. Feb. 2009 (CET)
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Bangkok (Thailand), 12.02.2009 – In einem heute ausgestrahlten CNN-Interview hat der thailändische Ministerpäsident Abhisit Vejjajiva zugegeben, dass Bootsflüchtlinge aus Myanmar auf offener See ausgesetzt worden sind. Damit bestätigt Abhisit Vejjajiva eine Praxis, über die Medien in den letzten Wochen mehrmals berichtet hatten.

Ein jüngster Vorfall, bei dem 190 Flüchtlinge von der thailändischen Armee gefesselt und ins Meer gestoßen worden sein sollen, hat Ermittlungen durch die Behörden in Gang gesetzt. Laut CNN haben Flüchtlinge, die in der letzten Woche von indonesischen Behörden gerettet worden sind, ausgesagt, sie seien von der thailändischen Armee gefangengenommen, geschlagen und im Meer ausgesetzt worden.

Gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender sagte der thailändische Ministerpräsident, er könne nicht zielgenau feststellen, wer in der Regierung derartige Praktiken veranlasst habe. Er arbeite aber daran, das Problem zu beheben. Verschiedene Vertreter stritten die Verantwortung ab, sollte es aber klare Beweise geben, würden aber, so Vejjajiva, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.

In den letzten Jahren sind viele Menschen, die zur Ethnie der Rohingya, einer muslimischen Minderheit in Myanmar, gehören, nach Thailand geflohen. Viele von ihnen leben in Flüchtlingslagern an der Grenze zu Myanmar. Hintergrund der aktuellen Ereignisse ist Abhisit Vejjajivas Aussage, die Burmesen, die sich „illegal“ in Thailand aufhalten, „zurückschicken“ zu wollen. Laut thailändischer Regierung haben nur 500.000 der rund drei Millionen Burmesen in Thailand eine gültige Aufenthaltsgenehmigung.

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January 18, 2009

Thailand soll Flüchtlinge auf dem Ozean ausgesetzt haben

Thailand soll Flüchtlinge auf dem Ozean ausgesetzt haben

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Veröffentlicht: 07:09, 18. Jan. 2009 (CET)
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Bangkok (Thailand), 18.01.2009 – Möglicherweise haben thailändische Behörden Flüchtlinge auf dem offenen Ozean ausgesetzt. So lautet zumindest der Vorwurf der Menschenrechtsorganisation „Refugees International“ und von illegalen Einwanderern. Dabei soll es sich um hunderte Menschen aus Myanmar (vom Volk der Rohingya) und Bangladesch gehandelt haben, die von thailändischen Millitärangehörigen gefesselt auf ein Boot gebracht wurden. Gefunden wurden sie schließlich von den Seestreitkräften Indiens und Indonesiens nahe der Andamanen-Inseln im Indischen Ozean und an der Küste der indonesischen Insel Sumatra. Immer noch gelten 300 Menschen als vermisst.

Die thailändischen Behörden betrachten die Menschen als illegale Einwanderer und sind der Definition nach staatenlos. Die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation bestreitet die Regierung, obwohl auch Fotos von Touristen die Taten zu untermauern scheinen. Der authentischste Bericht kommt von den Betroffenen selber. Nach eigenen Angaben seien sie an den Händen zusammengebunden und ohne Nahrung auf einem Boot aufs Meer hinaus gezogen worden. Das thailändische Außenministerium hat eine Untersuchung der Vorfälle angekündigt.

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