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February 10, 2011

Vater des Amokläufers von Winnenden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

Vater des Amokläufers von Winnenden wegen fahrlässiger Tötung verurteilt

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Veröffentlicht: 19:08, 10. Feb. 2011 (CET)
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Winnenden (Deutschland), 10.02.2011 – 11. März 2009 in der Albertville-Realschule in Winnenden: 15 Menschen sterben, 11 weitere werden zum Teil schwer verletzt. Der 17-jährige Tim K. richtet sich nach der Tat selbst. Heute wurde der Vater des Jugendlichen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoß gegen das Waffenrecht vom Landgericht Stuttgart zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Jörg K., der 52-jährige Vater des Amokläufers, hatte seine Waffe unversperrt im Schlafzimmer herumliegen lassen. Dabei wusste er seit April 2008 von den Tötungsphantasien seines Sohnes. Damals war er von Ärzten der psychiatrischen Klinik in Weinsberg informiert worden. Trotzdem hatte er seinen Sohn in den Schützenverein mitgenommen, Munition war offen im Haus zugänglich. Umstände die es dem Sohn leicht machten seine Phantasien real werden zu lassen.

Der Angeklagte, der drei Monate bei den Gerichtsterminen nicht anwesend war, entschuldigte sich vor der Urteilsverkündung bei den Angehörigen der Opfer für die Tat seines Sohnes sowie für seine eigenen Fehler: „Ich fühle mich verantwortlich für meinen Sohn Tim und die Fehler, die ich gemacht habe.“

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren gefordert. Die meisten der 43 Nebenkläger sahen eine Freiheitsstrafe von über zwei Jahren als angemessen an, eine solche Strafe hätte ihrer Meinung nach nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können.

Der Vorsitzende Richter Reiner Skujat: „Das seltene Phänomen eines Amoklaufs mit den schrecklichen Folgen für die Opfer und deren Angehörigen kann nicht durch das Strafrecht verhindert werden. Mit strafrechtlichen Sanktionen kann immer nur reagiert werden.“

Jörg K. muss nun mit zivilrechtlichen Schadensersatzforderungen rechnen.

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Quellen

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March 13, 2009

Winnenden: Der Tag nach dem Amoklauf

Winnenden: Der Tag nach dem Amoklauf – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Winnenden: Der Tag nach dem Amoklauf

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Veröffentlicht: 15:01, 13. Mär. 2009 (CET)
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Winnenden / Wendlingen am Neckar / Stuttgart / Berlin (Deutschland), 13.03.2009 – Am vergangenen Mittwoch lief ein 17-jähriger Auszubildender in Baden-Württemberg Amok und tötete 15 Menschen. Am Ende richtete er sich selbst.

Der Ablauf

Am Tag nach dem Amoklauf werden immer mehr Details über den Hergang und die Hintergründe der Tat des 17-Jährigen bekannt. Der Auszubildende entwendete im Elternhaus in Leutenbach eine Waffe seines Vaters, eine Neun-Millimeter-Beretta, und eine größere Menge Munition. Der Vater ist Mitglied in einem Schützenverein und hatte 14 Waffen in einem Waffenschrank und eine weitere im Schlafzimmer deponiert. Letztere war die entwendete Beretta.

Das erste Ziel des jugendlichen Täters war seine ehemalige Realschule in Winnenden. Hier ging er in zwei Klassenräume und schoss auf mehrere Schüler und Lehrer. Außerdem ging er in den Physikraum, wo er eine Lehrerin hinter dem Experimentiertisch niederstreckte. Am Ende fand die Polizei sieben tote Schüler und eine tote Lehrerin in den Räumen. Einige der Opfer hatten noch ihre Schreibutensilien in der Hand. Zwei weitere Schülerinnen erlagen ihren Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus. Besonders fällt auf, dass der Täter zielgerichtet vor allem Mädchen tötete.

Bereits 09:33 Uhr erreichte der erste Notruf die Polizei, und drei Minuten später trafen die ersten Beamten in der Schule ein. Dieses schnelle Handeln hat vermutlich noch mehr Tötungen verhindert. Als die Polizei eintraf, flüchtete der Täter. Er schoss dabei sowohl auf die Beamten als auch auf weitere Personen, wobei er zwei weitere Lehrerinnen tötete.

Nachdem der Täter das Schulgebäude verlassen hatte, flüchtete er über das Gelände der angrenzenden psychiatrischen Klinik. Hier erschoss er einen Mitarbeiter des Klinikums. Seine Flucht führte ihn weiter in Richtung Innenstadt von Winnenden, wobei er einen weiteren Passanten verletzte. Hier entführte er einen 41-jährigen Autofahrer in seinem VW Sharan. Im folgenden führte die Flucht in dem Auto über die Bundesautobahn 81 sowie Bundesstraßen über Tübingen und Nürtingen. Der Täter redete auf der Autobahn mit dem Entführungsopfer und fragte ihn, ob er die Menschen in den umliegenden Autos erschießen solle. Am Autobahnkreuz Wendlingen, wo ein Kontrollpunkt der Polizei eingerichtet war, vollführte der entführte Autofahrer ein Bremsmanöver, in dessen Folge das Auto im Grünstreifen zum Stehen kam. Diesen Moment nutzte das Entführungsopfer zur Flucht.

Der Täter flüchtete daraufhin in das nahegelegene Wendlinger Industriegebiet Wert. Hier erschoss er gegen 12:30 Uhr einen Mitarbeiter und dessen Kunden in einem Autohaus. Die Polizei stellte den 17-Jährigen am Autohaus und lieferte sich mit ihm einen Schusswechsel. Bei diesem Schusswechsel wurden zwei Polizeibeamte schwer verletzt, außerdem wurde der Täter durch Polizisten zweimal im Bein getroffen. Daraufhin richtete dieser seine Waffe gegen sich selbst und tötete sich durch einen Kopfschuss. Der Täter schoss nicht nur auf die Polizisten, sondern auch auf Mitarbeiter benachbarter Gebäude.

Die beiden schwerverletzten Polizisten sind heute stabilisiert, aber weiterhin auf der Intensivstation. Drei Schüler befinden sich noch in umliegenden Krankenhäusern, aber außer Lebensgefahr.

Der Rektor der Schule versuchte, durch die verschlüsselte Durchsage „Frau Koma kommt“ seine Mitarbeiter zu warnen. Die Schüler wurden daraufhin aufgefordert, die Fenster und Türen zu schließen und sich auf den Boden in ihren Klassenzimmern zu setzen. Später evakuierte die Polizei das Schulzentrum, in dem sich die Albertville-Realschule und ein Gymnasium mit zusammengenommen zirka 1.000 Schülern befinden.

Ein Team aus Seelsorgern, Psychologen und Ärzten der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes kümmerten sich später um die Schüler und Lehrer. Die psychologische Betreuung wurde am heutigen Donnerstag durch 50 Schulpsychologen fortgesetzt. Unterstützt wird das Team dabei durch Jugend- und Schulpsychologen aus angrenzenden Bundesländern.

Der Schulbetrieb in der betroffenen Realschule ist derzeit eingestellt. Zum Einen wegen der psychologischen Belastung, zum Anderen, weil die Polizei die Spurensicherung noch nicht abgeschlossen hat.

Auch die betroffenen Polizeibeamten werden psychologisch betreut. Die Streifenpolizisten in Baden-Württemberg sind geschult worden im Umgang mit Amokläufern.

Durch Anrufe besorgter Eltern, Angehöriger, Schüler und Lehrer wurde das Mobiltelefonnetz in Winnenden überlastet.

Die Polizei war mit zirka 1.000 Einsatzkräften, sowie Hubschraubern und Spürhunden im Einsatz. Sie sperrten sowohl das Schulgelände als auch teilweise die Innenstadt von Winnenden weiträumig ab. Zudem wurden Kontrollpunkte auf umliegenden Straßen eingerichtet.

Am Abend fand um 20:00 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst in der Winnendener katholischen Kirche St. Karl Borromäus statt. Ein weiterer Gottesdienst ist für heute um 19:00 Uhr in der Winnendener Schlosskirche geplant.

Die Eltern des Täters wurden vernommen. Derzeit befinden sie sich nicht zu Hause, sondern an einem anderen geheimgehaltenen Ort. Sie befinden sich nicht unter Polizeischutz.

Horst Köhler

Günther Oettinger

Volker Kauder

Stellungnahmen

Viele Politiker zeigten ihre große Betroffenheit von der Tat. Darunter der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger, der vor Ort sagte: „Betroffen ist ganz Baden-Württemberg. Die Schule, einen Ort der Zukunft, der Bildung und Erziehung so zu stören und zu zerstören, ist besonders gemein.“ Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte sie sei, „[…] entsetzt, bestürzt und fassungslos über das, was […] an der Albertville-Schule in Winnenden geschehen ist“. Bundespräsident Horst Köhler teilte mit, er und seine Frau seien in Gedanken bei den Opfern und deren Familien und Freunden. „Wir fühlen uns mit ihnen in diesen schweren Stunden tief verbunden.“

Die Bundesregierung ordnete für den heutigen Donnerstag Trauerbeflaggung an allen Gebäuden des Bundes an. Dasselbe wurde auch von Bayern und Baden-Württemberg für deren Landesbehörden angeordnet.

Die Polizei vermutet, dass das schnelle Eintreffen der Polizei Schlimmeres verhindert hat. Ralf Michelfelder von der Polizei Waiblingen berichtete, dass sich auf dem „Fluchtweg unzählige unabgefeuerte Patronen“ befanden, und gerade diese Anzahl lässt vermuten, dass der Täter noch mehr in der Schule vorhatte. Der Innenminister von Baden-Württemberg Heribert Rech teilte heute mit, dass insgesamt 112 Schüsse durch den Täter abgegeben wurden. Er besaß am Ende noch Munition für weitere 109 Schuss.

Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, sagte, „dass wir erkennen müssen, dass es letzte Sicherheit nicht gibt; dass man nicht alles einfach abwenden kann“. Er sieht kaum Möglichkeiten, solche Amokläufe durch Gesetzesverschärfungen zu verhindern oder vorzubeugen.

Der Täter

Der Täter war ein 17-jähriger Auszubildender aus dem Nachbarort Leutenbach. An der Albertville-Realschule absolvierte der Teenager im Vorjahr seine Mittlere Reife. In Waiblingen hat er nach dem Abschluss eine berufsvorbereitende Schule besucht. Sein Vater besitzt mehrere Waffen.

Als Schüler fiel der 17-Jährige in seiner Schulzeit nicht auf. Er wird als introvertiert beschrieben. Sein Auftreten soll freundlich gewesen sein. Der Täter trieb Sport, unter anderem betrieb er Kraftsport und spielte Tischtennis.

Der Täter nahm außerdem in den Räumen des Schützenvereins seines Vaters Schießübungen vor, war aber nicht Mitglied im Verein.

Im Internet wird auch berichtet, dass der Täter wahrscheinlich unter Mobbing gelitten habe. Dieser Umstand wurde jedoch noch nicht von offizieller Seite bestätigt. Auch sonst ist noch kein Motiv ersichtlich. Fakt ist nur, dass der 17-Jährige in der Schule vor allem Frauen und Mädchen als Opfer wählte und diese größtenteils mit gezielten Kopfschüssen tötete.

Die Polizei wertete die Daten auf dem Computer des Täters aus und fand unter anderem den Ego-Shooter Counter-Strike dort installiert. Auch pornografisches Material wurde gefunden, jedoch sei dies weder in der Menge noch anderweitig aus dem Rahmen gefallen. Daneben fand man auch schriftliche Aufzeichnungen mit Titeln, wie zum Beispiel „Tot aus Spaß“.

Des Weiteren sind bei der Hausdurchsuchung Horror- und Gewaltfilme gefunden worden, aber nicht in großer Menge. Laut Aussage der Eltern schaute der Jugendliche auch gerne Unterhaltungsfilme.

Laut Innenminister Heribert Rech hatte der Täter in der Nacht zuvor die Tat in einem Chat-Raum (IRC) angekündigt, jedoch auch geschrieben, es sei nur ein Scherz. Diese Information stellte sich später jedoch als falsch heraus, die angebliche Ankündigung wurde erst im Nachhinein erfunden und entsprechende Screenshots des Imageboards gefälscht. Auch wurde auf der heutigen Pressekonferenz bekannt, dass der Jugendliche bereits wegen Depressionen in psychiatrischer Behandlung war, diese auch in Winnenden in der bereits genannten Klinik für Psychiatrie und Neurologie, auf deren Gelände ein Handwerker erschossen wurde, fortsetzen sollte, es aber nicht tat.

Polizeilich war der Täter früher noch nicht in Erscheinung getreten.

Ein Bekennerbrief oder -video wurde noch nicht gefunden. Dennoch vermutet die Polizei, dass der Amoklauf nicht spontan, sondern geplant war.

Twitter

Neben den klassischen Medien wie Fernsehen, Radio und Nachrichtenportalen im Internet „berichtete“ auch das Portal Twitter über das Ereignis.

In Twitter haben Nutzer die Möglichkeit, Kurznachrichten via Internet, aber auch via SMS vom Handy aus ins Netz zu stellen. Die erste Nachricht über den Amoklauf ging gut eine Stunde nach dessen Beginn, etwa gegen 10:30 Uhr, ein. Daraufhin meldeten sich viele Nutzer und trugen Informationen aus Nachrichtenportalen sowie Nachrichtensendungen zusammen. Zum Teil meldeten sich auch Ortsansässige oder Mitglieder aus dem Ausland, die ihr Beileid bekundeten.

Twitter stellte eine solche Fülle an Informationen – teils sehr schnell – zur Verfügung, dass sich etablierte Nachrichtensender auf Twitter bezogen und auch über Twitter in Bezug auf den Amoklauf berichteten. Im Gegensatz zu vielen Nachrichtensendern sind die Informationen bei Twitter jedoch oft nicht nachgeprüft und werden nicht gefiltert. So waren auch Fotos und Videos des Täters sowie oftmals dessen voller Name in Twitter aufgetaucht. Kritisiert wurde zudem, dass Twitter keine Primärquelle darstellte, sondern eher durch Zahlenjonglieren und die Vielzahl an Informationen für Verwirrung sorgte.

Weblinks

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „den Amoklauf in Winnenden“.

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Quellen

Originäre Berichterstattung
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March 12, 2009

Winnenden: Tote und Verletzte bei Amoklauf an Albertville-Realschule

Winnenden: Tote und Verletzte bei Amoklauf an Albertville-Realschule

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Veröffentlicht: 00:16, 12. Mär. 2009 (CET)
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Winnenden (Deutschland), 12.03.2009 – Ein 17-jähriger Auszubildender hat gestern morgen um 09:30 Uhr in der Albertville-Realschule im baden-württembergischen Winnenden auf mehrere Personen geschossen. Er tötete vermutlich 15 Personen und im Anschluss sich selbst.

Laut Angaben der Polizei betrat der Täter das Schulgebäude, ging in die erste Etage und schoss mit einer mitgebrachten Acht-Millimeter-Beretta in zwei Klassenräumen und dem Physikraum auf Schüler und Lehrer. In den Räumen fand zu der Tatzeit Unterricht der neunten und zehnten Klassenstufe statt. Er tötete dabei sieben Schüler und eine Lehrerin. Zwei weitere Schüler erlagen ihren Verletzungen auf dem Weg in das Krankenhaus. Acht weitere Schüler und eine Lehrerin wurden verletzt und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Vermutlich schlugen die schnell eintreffenden Polizeibeamten den Täter in die Flucht. Dieser tötete beim Verlassen des Schulhauses zwei weitere Lehrerinnen. Unter den weiblichen Lehrkräften war eine 1984 geborene Referendarin, die erst seit einigen Wochen an der Schule tätig war.

Als der Täter das Schulhaus verließ, flüchtete er über das Gelände der angrenzenden psychiatrischen Klinik und erschoss hier einen Mitarbeiter des Klinikums. Danach kidnappte er einen 41-Jährigen in seinem VW Sharan und flüchtete weiter über Bundesautobahn und Bundesstraße über Tübingen und Nürtingen. Vor dem Autobahnkreuz Wendlingen nutzte der Fahrer ein Bremsmanöver, bei dem das Auto auf dem Grünstreifen zum stehen kam, zur Flucht. Der Täter flüchtete daraufhin in das Industriegebiet Wert von Wendlingen am Neckar, wo er gegen 12:30 Uhr einen Kunden (46) und einen Mitarbeiter (36) eines Autohauses erschoss. Im Anschluss lieferte sich der 17-Jährige noch einen Schusswechsel mit der Polizei, wobei zwei Beamte schwere Schussverletzungen erlitten. Laut Angaben der Polizei richtete sich der Täter danach vermutlich selbst.

Die Schule selbst wurde evakuiert. Schüler und Lehrer wurden von Seelsorgern sowie Ärzten und Psychologen des Interventionsdienstes der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes betreut. Die Polizei fahndete mit einem Großaufgebot von 1.000 Polizeibeamten sowie Spürhunden und Hubschraubern nach dem Täter. Zu diesem Zweck wurde auch die Innenstadt von Winnenden großteils abgesperrt, und es wurden Kontrollpunkte auf umliegenden Straßen errichtet.

Laut Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Täter um einen mit schwarzem Kampfanzug bekleideten 17-jährigen Jugendlichen aus Leutenbach im Rems-Murr-Kreis, der selbst diese Schule besucht hatte. Diese soll er erfolgreich abgeschlossen und eine Ausbildung begonnen haben. Bei einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Täters wurden 16 Waffen in einem verschlossenen, tresorähnlichen Waffenschrank aufgefunden. Eine großkalibrige Waffe aus dem Arsenal fehlte jedoch, ebenso wie etwa 50 Schuss Munition. Beides soll laut Polizei frei zugänglich gewesen sein. Der Vater des Täters ist Sportschütze und Mitglied in einem Schützenverein. Er hatte einen Waffenschein.

Der Schulleiter der Schule schilderte den jungen Mann als Schüler, der seinen Abschluss in der Tasche hatte und eine Ausbildung begonnen hätte. Er sei bislang nach außen hin völlig unauffällig gewesen. Von einem ehemaligen Mitschüler war zu erfahren, dass er offenbar eine Vorliebe für Ego-Shooter hatte. Am Abend des Tattages fand ein ökumenischer Trauergottesdienst in Winnenden statt, die Kirche war Medienberichten zufolge vollkommen überfüllt.

In den letzten Jahren war es bereits mehrfach zu Amokläufen an deutschen Schulen gekommen. Als bislang schlimmster Fall gilt der Amoklauf von Robert Steinhäuser am 26. April 2002 am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Der damals 19-Jährige war schwer bewaffnet in seine ehemalige Schule eingedrungen und hatte daraufhin 16 Menschen und anschließend sich selbst getötet.

Themenverwandte Artikel

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „den Amoklauf in Winnenden“.

Quellen

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