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June 2, 2011

Anschlag in Afghanistan – Erneut ein deutscher Soldat gestorben

Anschlag in Afghanistan – Erneut ein deutscher Soldat gestorben

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Veröffentlicht: 16:19, 2. Jun. 2011 (CEST)
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Ein Panzer vom Typ Marder

Kundus (Afghanistan), 02.06.2011 – Bei einem Anschlag der Taliban 36 Kilometer südlich von Kundus ist am Donnerstag ein deutscher Soldat getötet worden. Zu dem Anschlag in der Provinz Baghlan, die im Norden des krisengeschüttelten Landes liegt, bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Bei dem Sprengstoffanschlag wurden außerdem zwei Bundeswehrsoldaten schwer- und drei leichtverletzt. Dies berichten Presseagenturen unter Berufung auf das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.

Der Anschlag ereignete sich um 11:54 Uhr Ortszeit (07:24 CEST) und war gegen einen Schützenpanzer vom Typ Marder gerichtet, der zu einer Patrouille der Ausbildungs- und Schutzbataillone gehörte. Die beiden Bataillone sind vor allem in der afghanischen Provinz Baghlan im Einsatz. Der Sprengsatz war an einem Wegesrand deponiert.

In den letzten zehn Tagen sind bereits drei Bundeswehrsoldaten bei Anschlägen in Afghanistan ums Leben gekommen.

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February 18, 2011

Afghanistan: Zwei deutsche Soldaten erschossen

Afghanistan: Zwei deutsche Soldaten erschossen

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Veröffentlicht: 22:31, 18. Feb. 2011 (CET)
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Kunduz (Afghanistan), 18.02.2011 – Im Norden Afghanistans, beim Bundeswehr-Außenposten „OP North“ kam es am Freitag zu einem tragischen Zwischenfall. Um 12 Uhr Ortszeit (8:30 Uhr MEZ) eröffnete ein in afghanischer Armeeuniform gekleideter Mann aus nächster Nähe das Feuer auf eine Gruppe deutscher Soldaten. Dabei wurden vier Bundeswehrsoldaten schwer und vier weitere leicht verwundet. Ein 30-jähriger Hauptfeldwebel starb kurz nach dem Angriff an seinen schweren Verletzungen. Nachdem die Angehörigen über den Vorfall informiert worden waren, informierte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam über den Vorfall. Der Tod eines weiteren Soldaten, eines 22-jährigen Stabsgefreiten, wurde um 17 Uhr 30 bekannt gegeben. Auch er starb an den schweren Schussverletzungen. Die verletzten Bundeswehrsoldaten werden in den Rettungszentren in Kunduz und Masar-e Scharif ärztlich versorgt. Erst am gestrigen Donnerstag hatte der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Stützpunkt besucht.

Die Soldaten waren nach Bundeswehrangaben in der Nähe des Haupttores mit Instandsetzungsarbeiten auf einem Abstellplatz für Fahrzeuge beschäftigt, als das Feuer eröffnet wurde. Die Bundeswehrsoldaten schossen zurück, dabei wurde der Angreifer getötet. Die Soldaten gehören dem Panzergrenadierbataillon 112 im bayerischen Regen an, das ein Truppenteil der Panzerbrigade 12 ist. Die Einheit steht kurz vor dem Ende ihres Einsatzes in Afghanistan. Sie untersteht dem Regionalkommando Nord der ISAF in Afghanistan.

Möglicherweise wurde der Anschlag durch das neue Konzept des so genannten Partnerings erleichtert. Nach diesem Konzept arbeiten deutsche Soldaten mit afghanischen Soldaten eng zusammen. Die Bundeswehr hat dazu so genannte Ausbildungs- und Schutzbataillone (ASB) eingerichtet. Der Bundeswehraußenposten Nord ist ein solcher Stützpunkt. Der Attentäter hatte als Angehöriger der Afghanischen Nationalarmee in dem Lager der deutschen Soldaten übernachtet.

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December 14, 2010

Guttenberg besucht Truppen in Afghanistan

Guttenberg besucht Truppen in Afghanistan

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Veröffentlicht: 22:18, 14. Dez. 2010 (CET)
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Kunduz (Afghanistan), 14.12.2010 – Verteidigungsminister Guttenberg stattete am gestrigen Montag den in Afghanistan stationierten deutschen Truppen in Kunduz einen unangekündigten Besuch ab. Ungewöhnlich dabei war, dass er von seiner Frau Stephanie und dem Fernsehmoderator Johannes B. Kerner begleitet wurde. Von der Opposition wurde die Art des Besuchs als unangemessen kritisiert.

Guttenberg hat in der Vergangenheit bereits sechsmal im Abstand von zwei Monaten die am Afghanistankrieg teilnehmenden deutschen Truppen besucht. Es war aber das erste Mal, dass er von seiner Frau und einem Fernsehmoderator begleitet wurde. Dabei zeichnete Johannes B. Kerner bei einem Zwischenstopp in Mazar-e-Sharif eine Talkshow auf, die am 16. Dezember von SAT.1 ausgestrahlt werden wird.

Begleitet wurde Guttenberg auch von den Ministerpräsidenten David McAllister und Wolfgang Böhmer. Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Hans-Peter Friedrich bezeichnete den Besuch als ein „wichtiges Zeichen“. Die Soldaten hätten das Ehepaar Guttenberg mit Begeisterung empfangen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass Stephanie zu Guttenberg aus Solidarität an dem Besuch teilgenommen habe und sich ein Bild von der Lage der im Einsatz befindlichen weiblichen Soldaten habe machen wollen.

Von der Opposition wurden die Begleitumstände des Besuchs als PR-Aktion kritisiert. So sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel: „Ich finde, Frau Katzenberger fehlt noch.“ Dabei bezog er sich auf das aus dem Fernsehen bekannte Model Daniela Katzenberger. Von Unionspolitikern wurden Gabriels Äußerungen als geschmacklos bezeichnet. Allerdings gab es auch Kritik an Guttenberg aus dem Regierungslager. So riet die FDP-Politikerin Elke Hoff dem Verteidigungsminister zu mehr Zurückhaltung.

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April 16, 2010

Erneut vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

Erneut vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

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Veröffentlicht: 17:29, 16. Apr. 2010 (CEST)
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Potsdam (Deutschland) / Kundus (Afghanistan), 16.04.2010 – Nach einem Bericht des Einsatzführungskommandos in Potsdam sind am Donnerstag in Afghanistan bei einem Raketenangriff auf eine Patrouille vier Angehörige der Bundeswehr getötet worden, fünf weitere wurden schwer verletzt.

Die Soldaten kamen aus verschiedenen Einheiten in Deutschland. Der Vorfall ereignete sich sechs Kilometer nördlich von Baghlan im Norden Afghanistans und geschah im Rahmen „einer Aktion“ gegen die Taliban. Der Angriff erfolgte um 14.30 Uhr Ortszeit auf ein gepanzertes Fahrzeug. Damit erhöht sich die Anzahl der getöteten deutschen Soldaten auf 43, erst vor zwei Wochen waren drei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen.

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April 4, 2010

Drei Bundeswehr-Soldaten bei Kampfhandlungen in Afghanistan getötet

Drei Bundeswehr-Soldaten bei Kampfhandlungen in Afghanistan getötet

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Veröffentlicht: 13:11, 4. Apr. 2010 (CEST)
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Die Provinz Kunduz liegt im Norden Afghanistans

Kunduz (Afghanistan), 04.04.2010 – In Afghanistan sind am Karfreitag, dem 2. April 2010 um 19:21 Uhr Ortszeit (16:51 Uhr MESZ) drei Soldaten der Bundeswehr bei Kämpfen mit den Taliban ums Leben gekommen, weitere acht wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Zu dem Zwischenfall kam es, als eine Patrouille im Distrikt Char Darah, Kunduz-Stadt, auf der Suche nach Sprengstofffallen war. Es folgte ein Angriff von mutmaßlich 200 Taliban-Kämpfern, die sich zuvor in Wohnhäusern versteckt hätten. Schließlich fuhr eines der Bundeswehrfahrzeuge über eine Sprengladung. Mit dem Tod der drei Soldaten erhöht sich der Zahl der im Afghanistan-Krieg gefallenen Bundeswehr-Angehörigen auf 39.

Noch kurz vor dem Zwischenfall übte Präses Nikolaus Schneider, der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Kritik am Einsatz im Hindukusch. „Der Konflikt in Afghanistan ist aus dem Ruder gelaufen“, wird er vom Hamburger Abendblatt zitiert. Während die Linken den sofortigen Abzug der Soldaten forderten, wiesen die Grünen auf die Notwendigkeit einer Stabilisierungs- und Abzugskampagne hin. Sowohl Vertreter der Regierung als auch der Opposition zeigten sich betroffen von dem Zwischenfall.

Inzwischen wurde bekannt, dass im Zusammenhang mit den Kampfhandlungen die Bundeswehr fünf Angehörige der Afghanischen Nationalarmee erschossen haben. Die afghanischen Soldaten waren in zwei nicht gekennzeichneten Zivilfahrzeug auf einen Trupp der Bundeswehr zugefahren und haben nach Angaben des Einsatzführungskommandos in Potsdam trotz „durchgeführter Sicherheits- und Identifizierungsverfaren“ nicht gestoppt. Daraufhin habe ein Schützenpanzer vom Typ Marder das Feuer eröffnet.

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January 17, 2010

Kundus: Bundeswehrsoldaten eröffneten das Feuer – ein Toter

Kundus: Bundeswehrsoldaten eröffneten das Feuer – ein Toter

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Veröffentlicht: 17:31, 17. Jan. 2010 (CET)
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Kundus (Afghanistan), 17.01.2010 – Deutsche Soldaten erschossen am Sonntag im afghanischen Kundus einen Mann und verletzten einen weiteren Mann schwer. Die beiden Männer waren in einem Zivilfahrzeug auf die Soldaten mit hoher Geschwindigkeiten zugefahren und reagierten nicht auf entsprechende Zeichen und Warnschüsse der Soldaten, mit denen ihnen signalisiert werden sollte, ihr Fahrzeug anzuhalten. Daraufhin eröffneten die Soldaten das Feuer. Bei den beiden Männern handelt es sich nach Polizeiangaben um Zivilisten. Ob es sich möglicherweise um Aufständische handelte, wird noch ermittelt.

Der Vorfall ereignete sich an einem Kontrollpunkt, den die Bundeswehr nach einer Warnung vor einem möglichen Selbstmordanschlag errichtet hatte. Weil die Fahrzeuge kontrolliert wurden, bildete sich eine Autoschlange. Eines der Fahrzeuge sei laut Bundeswehr-Sprecher Jürgen Mertins aus dieser Schlange ausgeschert und dann mit großer Geschwindigkeit auf die Soldaten zugefahren.

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August 30, 2008

Frau und zwei Kinder in Afghanistan vermutlich von deutschen ISAF-Soldaten erschossen

Frau und zwei Kinder in Afghanistan vermutlich von deutschen ISAF-Soldaten erschossen

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Veröffentlicht: 19:42, 30. Aug. 2008 (CEST)
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Das Emblem der Bundeswehr. Logo ist das „Eiserne Kreuz“.

Kundus (Afghanistan), 30.08.2008 – Nach Angaben der Bundeswehr haben die „zur Sicherung eingesetzten Kräfte“ an einer Straßensperre der Internationalen Schutztruppe bei Kundus, Afghanistan, am Donnerstag um 21.52 Uhr Ortszeit (19.22 MEZ) das Feuer auf Zivilisten eröffnet und dabei eine Frau und zwei Kinder getötet und zwei weitere Kinder verletzt. (In einem Artikel der jungen Welt ist in diesem Zusammenhang die Rede von zwei toten und vier verletzten Kindern.) Die Schüsse stammen nach neueren Untersuchungen vermutlich aus deutschen Waffen, jedoch ist noch nicht klar, ob auch andere Soldaten geschossen haben. Der Fall werde im Moment noch untersucht, es gebe bisher keinen Anlass, den zur Zeit des Vorfalls Wachehaltenden Soldaten Vorwürfe zu machen, so die Aussage der Bundeswehr.

Südöstlich von Kundus hatten deutsche Soldaten gemeinsam mit afghanischen Polizisten eine Straßensperre errichtet. In der Nacht, bei völliger Dunkelheit, hätten sich dann zwei Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit der Straßensperre genähert. Mit Zeichen sei den Fahrzeugen klargemacht worden, dass sie anzuhalten haben, doch nach kurzem Halt sei das erste Fahrzeug abrupt erneut losgefahren. Daraufhin seien Warnschüsse abgefeuert worden, kurz darauf seien Schüsse von einem Bundeswehrfahrzeug aus auf das erste Fahrzeug gefallen.

Der Polizeichef von Kundus, Abdul Rahman Aktasch, bestätigte diese Version größtenteils. Eins der Fahrzeuge habe nach Angaben des deutsch-geführten Regionalen Wiederaufbauteams Drogen geladen gehabt. Der Wagen sei entkommen und, entgegen der Darstellung der Bundeswehr, sei auch das zweite Fahrzeug losgefahren. In diesem Fahrzeug saßen die drei Zivilisten. Die Soldaten hätten daraufhin das Feuer auf das Fahrzeug eröffnet, da sie annahmen, auch in diesem Fahrzeug befänden sich Drogen. Aktasch erhob die Anschuldigungen bereits am Freitag gegenüber Spiegel online, worauf das Verteidigungsministerium zunächst nur Desinformation verbreitete.

Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Kundus, Mohammad Omar, war der beschossene Kleinbus gerade von einer Hochzeit zurückgekommen. Der Fahrer habe seinen Mitarbeitern gesagt, er habe aus Angst vor den Soldaten gewendet und bereue diesen Fehler zutiefst.

Von Seiten der Bundesparteien und Bundestagsfraktionen gab es auffallend wenig Stellungnahmen zum Thema. Die Linke forderte einmal wieder den sofortigen Truppenabzug. Umfragen zufolge lehnt die Mehrheit der Deutschen die Beteiligung der Bundeswehr in Afghanistan ab.

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August 29, 2008

Deutscher Soldat bei Anschlag in Afghanistan getötet

Deutscher Soldat bei Anschlag in Afghanistan getötet

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Veröffentlicht: 22:39, 29. Aug. 2008 (CEST)
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Kundus (Afghanistan), 29.08.2008 – Bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle auf eine Patrouille der Bundeswehr sechs Kilometer außerhalb der afghanischen Stadt Kundus ist am Mittwoch, dem 27. August, ein deutscher Soldat ums Leben gekommen. Nach Angaben des Westfalen-Blatts handelt es sich dabei um einen Fallschirmjäger aus Zweibrücken. Ursprünglich meldete das Einsatzführungskommando in Potsdam, dass es drei Leicht- und einen Schwerverletzten gegeben habe.

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May 22, 2007

Anschlagserie auf ISAF-Schutztruppe in Afghanistan verübt

Anschlagserie auf ISAF-Schutztruppe in Afghanistan verübt

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Artikelstatus: Fertig 09:06, 22. Mai 2007 (CEST)
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Kundus (Afghanistan), 22.05.2007 – Bei einem Attentat am Samstag, dem 19. Mai, gegen acht Uhr sind in Kundus, im Norden Afghanistans, deutsche Soldaten getötet worden. Die Opfer stammen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Hessen. Das deutsche Verteidigungsministerium bestätigte, dass es drei Tote gegeben habe, weitere Armeeangehörige seien verletzt worden. Sie waren durch Minister Franz Josef Jung als Späher im so genannten „Blauhelme“-Einsatz und fast völlig unbewaffnet. Der erste Attentäter sprengte sich auf einem belebten Marktplatz in die Luft, wobei mindestens 14 afghanische Zivilisten zum Teil schwer verletzt wurden; der zweite suchte fast zeitgleich eine Fußpatrouille der ISAF als Opfer. In dieser waren unter anderen auch die drei deutschen Soldaten, drei weitere deutsche Soldaten seien verwundet worden. Später wurde bekannt, dass Nagelbomben für die hohe Anzahl von Verletzten auf dem Markt verantwortlich seien. Außer den drei Deutschen kamen fünf weitere Soldaten anderer Nationalitäten ums Leben.

Bundesverteidigungsminister Jung nahm die Nachricht mit großer Bestürzung auf. Er brach umgehend seinen Privaturlaub ab und reiste nach Berlin. Staatssekretär Peter Wichert reiste nach Afghanistan, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Die Innenstadt von Kundus wurde abgeriegelt, berichtete der Fernsehsender N24.

Ein Polizeisprecher sagte, Taliban-Milizen hätten sich zu den Anschlägen bekannt. In Regierungskreisen wird bekannt, dass das Ziel der Terroristen, den Einsatz zu untergraben, auf keinen Fall durch Abzug der Truppen – auch teilweise – “belohnt” werden solle. Man müsse hart bleiben und dürfe sich nicht erpressen lassen.

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June 28, 2006

Drei Anschläge auf die Bundeswehr in Afghanistan

Drei Anschläge auf die Bundeswehr in Afghanistan

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Artikelstatus: Fertig 22:17, 28. Jun. 2006 (CEST)
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Kundus / Bagram (Afghanistan), 28.06.2006 – In Afghanistan wurden innerhalb von kurzer Zeit drei Anschläge auf die Bundeswehr verübt.

Der jüngste Anschlag ereignete sich in der Nacht zum Mittwoch gegen 01:30 Uhr Ortszeit vier Kilometer südlich der Stadt Kundus. Drei deutsche Soldaten wurden durch Splitter verletzt, als sie bei einer Patrouille mit einer Bombe angegriffen wurden. Die Angreifer verwendeten Panzerfäuste und Schusswaffen, mit der sie ein gepanzertes Fahrzeug attackierten. Danach kam es zu einem Schusswechsel, eine zweite Patrouille wurde zu Hilfe gerufen. Die Soldaten wurden anschließend zur Behandlung in das Feldkrankenhaus von Kundus gebracht.

Der erste Anschlag ereignete sich am Montag Bagram. Dort wurde offenbar gezielt ein gepanzerter Geländewagen der Bundeswehr angegriffen, der mit Verbindungsoffizieren zur US-Armee besetzt war. Das Gefährt war im Rahmen eines US-Konvois unterwegs.

Ein zweiter Anschlag erfolgte einen Tag später in Kundus. Es kamen zwei Zivilisten ums Leben, als sich der Attentäter vor einem deutschen Panzerwagen vom Typ „Dingo“ in die Luft sprengte. Acht weitere Zivilisten wurden verletzt, darunter vier Kinder. Es handelte sich dabei um den ersten Fall, bei dem ein Selbstmordanschlag auf deutsche Soldaten in Kundus verübt wurde.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte erst in der letzten Woche angeordnet, dass sich die deutschen Soldaten bei Fahrten außerhalb ihres Lagers nur noch in gepanzerten Fahrzeugen fortbewegen dürfen.

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