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November 29, 2010

PH Heidelberg: Studenten unzufrieden mit Studienbedingungen

PH Heidelberg: Studenten unzufrieden mit Studienbedingungen

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Veröffentlicht: 21:39, 29. Nov. 2010 (CET)
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Heidelberg (Deutschland), 29.11.2010 – Die Studiengänge für den Lehrerberuf an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg verzeichnen großen Zulauf. Zum Beginn des Wintersemesters bewarben sich 5.500 Bewerber auf insgesamt 700 Studienplätze. Das größte Interesse verzeichnete der Studiengang „Lehramt an Grundschulen“ mit 1626 Bewerbungen.

Studentenvertretungen wiesen jedoch auf die unzureichenden Studienbedingungen an der PH Heidelberg hin. Auf einer studentischen Vollversammlung wurde dazu ein Arbeitskreis gegründet, der sich besonders mit der Studiensituation von Erstsemestern beschäftigt. In Online-Foren hatten Studienanfänger über die ihrer Ansicht nach unzureichenden Verhältnisse in der Lehre berichtet. So stünden nicht genügend Praktikumsplätze für angehende Lehrer zur Verfügung und in den Fächern Deutsch und Pädagogik könnten aufgrund des zu geringen Lehrangebots nicht alle Studienanfänger in das erste Semester starten.

Die Pädagogische Hochschule war bereits letztes Jahr in die Schlagzeilen geraten, da sie tief in den roten Zahlen stand und nur mit Mühe eine Pleite abwenden konnte. Anfang dieses Jahres hatte die Rektorin Anneliese Wellensiek einen strikten Sparkurs eingeschlagen.

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June 12, 2010

Heidelberg: Situation an der Pädagogischen Hochschule auch noch nach einem Jahr kritisch

Heidelberg: Situation an der Pädagogischen Hochschule auch noch nach einem Jahr kritisch

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Veröffentlicht: 22:12, 12. Jun. 2010 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 12.06.2010 – Auch ein Jahr nach dem erstmaligen Bekanntwerden der finanziellen Probleme der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg hat sich die Situation dort nicht gebessert. Durch Sparmaßnahmen bedingt hätten viele Dozenten die Hochschule verlassen müssen, wodurch Lehrveranstaltungen (vor allem Seminare und Tutorien) extrem überfüllt seien und die Öffnungszeiten von Bibliotheken und Lernwerkstätten stark reduziert würden. Studierende forderten nun ein „Rettungspaket“ von 1,2 Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg für ihre Hochschule. Außerdem solle die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen abgeschafft werden; Kritiker befürchten hingegen, dass dies zu einem „Schmalspurstudium“ führen könnte.

Die Ursachen für die Krise der Pädagogischen Hochschule ist immer noch nicht eindeutig geklärt. So ist nach Ansicht des Unabhängigen Studierendenausschusses der alten Leitung der Hochschule unter Michael Austermann durchaus eine Teilschuld zuzuschreiben, andererseits liege die letztendliche Ursache in der Unterfinanzierung von Hochschulen durch das Land Baden-Württemberg. Das so entstehende Haushaltsloch, dem mit einer Haushaltssperre begegnet werden sollte und wird, hat bereits vor einem Jahr zu etlichen Protestaktionen und Streiks der Heidelberger Studenten geführt. Seit dem informiert die Website des Unabhängigen Studierendenausschusses regelmäßig über Aktionen und Vorgänge an der PH Heidelberg.

Unterdessen wurden in Leserbriefen zur Onlineausgabe der Rhein-Neckar-Zeitung Forderungen laut, das Land Baden-Württemberg solle sich vom System der Pädagogischen Hochschulen trennen und, wie die übrigens Bundesländer auch, die Lehramtsstudiengänge in die allgemeinen Hochschulen integrieren. Schließlich sei der Vorteil der stark praktisch und pädagogisch orientierten Ausbildung durch die Bologna-Reform weggefallen, während die Pädagogischen Hochschulen aufgrund geringerer Zahlen von Fachdozenten keine zu den Universitäten gleichwertige fachliche Ausbildung leisten könnten.

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January 26, 2010

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule verschärft sich die Lage

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule verschärft sich die Lage

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Veröffentlicht: 18:25, 26. Jan. 2010 (CET)
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Portal des Hörsaalgebäudes der PH Heidelberg

Heidelberg (Deutschland), 26.01.2010 – Am Ende des zweiten Semesters seit Beginn der Krise verschärft sich die Lage an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg weiter: Studiengebühren werden auch vom neuen Rektorat zweckentfremdet, das seine Dozenten um Mehrarbeit anfleht. Dabei sind Seminare mit bis zu 150 Teilnehmern bereits heute keine Seltenheit mehr. Grund für diese katastrophalen Lehrbedingungen ist eine im Sommersemester 2009 verhängte Haushalts- und Stellenbesetzungssperre, die weiterhin in Kraft bleibt. Seitdem müssen alle Ausgaben von mehr als 100 Euro genehmigt werden, außerdem sollen nun weitere Stellen gestrichen werden, um Gelder freizusetzen. Diese drastischen Sparmaßnahmen sollen eine Deckungslücke von 1,4 Millionen Euro im aktuellen Etat ausgleichen.

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January 20, 2010

Studienbedingungen an der PH Heidelberg verschlechtern sich massiv

Studienbedingungen an der PH Heidelberg verschlechtern sich massiv

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Veröffentlicht: 23:28, 20. Jan. 2010 (CET)
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PH Heidelberg (Neubau)

Heidelberg (Deutschland), 20.01.2010 – Am 19. Januar 2010 fand an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg eine Versammlung der Studierenden des Sonderschullehramtes statt. In einem völlig überfüllten Raum informierte die Fachschaft Sonderpädagogik über die Studienbedingungen im kommenden Sommersemester. Dabei wurde deutlich, dass aufgrund des infolge eines Haushaltsloches im Etat der Hochschule eingeschlagenen Sparkurses voraussichtlich nur zweieinhalb von sechs Lehrstellen in der Psychologie besetzt werden und die Anzahl der Seminare der Frühförderung sich von 22 auf sechs reduzieren könnten.

Auch Dozenten des Fachbereiches Sonderpädagogik zeigten sich ratlos, obgleich der stellvertretende Leiter des Instituts, Wolfgang Lamers, erklärte, er tue sein Möglichstes, um diese Situation nicht eintreten zu lassen. Das Institut bemühe sich zwar um die Besetzung möglichst vieler Stellen, es sei jedoch klar, dass nicht alle besetzt werden könnten und die Seminare infolge dessen stärker überfüllt würden.

Einige Studenten befürchten, dass sich durch diese Verschlechterungen der Studienbedingungen ihr Studienabschluss weiter hinauszögern könnte. Als Reaktion planen die Studierenden nun, zahlreiche Briefe an Vertreter der Politik und der Hochschule zu senden, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Das Rektorat forderte hingegen von den Dozenten die Bereitschaft zur Mehrarbeit.

Lamers betonte außerdem, dass eine Verbesserung der Situation nicht in Sicht sei, sondern stets nur die Rettung des jeweils nächsten Semesters anstünde. Er betonte dabei, dass sich die Studienbedingungen im Vergleich zur Situation vor der Einführung von Studiengebühren erheblich verschlechtert hätten.

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December 20, 2009

Studierende der PH Heidelberg stehen vor „schmerzhaftem“ Sommersemester

Studierende der PH Heidelberg stehen vor „schmerzhaftem“ Sommersemester

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Veröffentlicht: 19:14, 20. Dez. 2009 (CET)
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Heidelberg (Deuschland), 20.12.2009 – Im Fortgang der im Mai diesen Jahres verhängten Haushaltssperre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg fand am 17. Dezember 2009 eine Vollversammlung aller Studierenden unter Anwesenheit des Rektorats und der zuständigen Sachbearbeiterin des Wissenschaftsministeriums, Zartmann, statt. Diese Vollversammlung sollte primär der Offenlegung der finanziellen Situation der Heidelberger Lehrerausbildungsanstalt dienen. Zartmann gab einen Gesamtüberblick über die finanzielle Situation der PH und über die Entwicklung der Finanzmisere. Dem abwesenden, ehemaligen Rektor der PH, Michael Austermann, warf sie Fehler vor. Auch der Kanzler der Pädagogischen Hochschule, Goihl, blieb aufgrund einer Erkrankung von der Versammlung fern. Zartmann betonte, dass bereits Anfang des Jahres ein Haushaltsdefizit absehbar gewesen sei, woraufhin das Wissenschaftsministerium bereits im April eine Haushaltssperre beschlossen habe. Dennoch sei diese Sperre erst am 17. Mai von Austermann umgesetzt worden, so dass bis zum Greifen der Haushaltssperre noch zahlreiche Ausgaben getätigt wurden. Einen wesentlichen Grund für das Aufkommen des Finanzdebakels sah Zartmann in der fehlenden Kommunikation zwischen den veranwortlichen Personen, so seien Ausgaben für Lehraufträge von 240.000 Euro (2007) auf rund 354.000 Euro (2009) angestiegen; die Kosten für abgeordnete Lehrer aus Schulen hätten sich im selben Zeitraum auf rund 460.000 Euro verdoppelt. Demgegenüber seien jedoch die Studiengebühreneinnahmen, aufgrund der neu erlassenen Geschwisterregelung, gesunken. Ferner wies sie darauf hin, dass rund 576.000 Euro, ohne hinreichende Legitimation und Genehmigung durch die Studiengebührenkomission, in die Neuaustattung von Räumen im Czerniring geflossen seien. Bauarbeiten an einem Labor seien sogar noch nach der Verhängung der Haushaltssperre fortgesetzt worden. Das Wissenschaftsministerium habe sich zwar dazu bereit erklärt, einen Fehlbetrag von 250.000 Euro im Haushalt der PH zu akzeptieren, jedoch sei das Haushaltsloch bis Oktober 2009 bereits auf 300.000 Euro angewachsen und werde bis zum Jahresende rund 500.000 Euro betragen.

Das seit Oktober 2009 arbeitende neue Rektorat unter A. Wellensiek wurde unterdessen von Zartmann gelobt. Dieses habe einen radikalen Sparkurs eingeschlagen und unter anderem den Bau einer Kletteranlage zur Sportlehrerausbildung gestoppt und Sparmaßnahmen auch auf den Verwaltungsbereich ausgeweitet. Zartmann erklärte aber auch, dass das kommende Jahr aufgrund der Haushaltssperre mit großen Schmerzen verbunden sein wird. Der Weg aus der Finanzkrise sei nur durch Mehrarbeit der Dozenten und radikale Sparmaßnahmen gelingen. Außerdem müsste ein erheblicher Anteil der Studiengebühreneinnahmen zur Grundsicherung der Lehrer und somit zum Stopfen des Haushaltsloches aufgewendet werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Finanzpolitik

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July 4, 2009

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beginnen nun auch Dozenten zu protestieren

Heidelberg: An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg beginnen nun auch Dozenten zu protestieren

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Veröffentlicht: 21:53, 4. Jul. 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 04.07.2009 – Nachdem in den vergangenen Wochen Studierende der Pädagogischen Hochschule mehrfach auf die finanziellen Missstände ihrer Alma Mater aufmerksam gemacht haben, erhalten sie nun Unterstützung von ihren Dozenten. So gründeten 20 Lehrende einen “AK Protest”, da ihnen (nach eigener Aussage) bewusst geworden sei, dass eine Aufrechterhaltung der Lehre im Wintersemester nicht möglich sei. So müssten im kommenden Semester 7.500 Stunden Unterrichtszeit wegen der Sparmaßnahmen entfallen – dass mehrere vakante Stellen nicht mehr besetzt würden und Lehraufträge nicht mehr vergeben werden dürfen, wurde bereits im Vorfeld bekannt. Auch die Öffnungszeiten von Lernwerkstätten und der Bibliothek würden gekürzt.

Die Fakultät für Kultur- und Geisteswissenschaften veröffentlichte ein internes Paper, worin unter Berufung auf den Kanzler Zahlen bekannt gegeben worden. So stünden der Hochschule bis Jahresende nur noch 270.000 Euro zur Verfügung – zum Vergleich: Die Telefon- und Portokosten der Anstalt belaufen sich auf rund 290.000 Euro. Rektor Austermann berichtet stattdessen, dass der Hochschule monatlich noch etwa 230.000 Euro zur Verfügung stünden. Ihm werfen die Dozenten vor, dass er gemeinsam mit dem Kanzler die Situation in der Öffentlichkeit schönreden wolle, da beide eine Mitschuld an der Misere hätten.

Als Protest werden von Studierenden und Dozenten unterschiedliche Aktionen geplant, darunter auch einen Boykott der Studiengebühren. In einer weiteren Vollversammlung wurden am 30. Juni die Mitglieder eines UstA gewählt, da sich der bestehende AstA nicht politisch äußern darf. Für aktuelle Informationen wurde auch eine Protesthomepage eingerichtet. Eine vordringliche Forderung der Studenten ist die Einsetzung eines externen Wirtschaftsprüfers.

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Heidelberg: Pädagogische Hochschule fordert Gelder vom Land

Heidelberg: Pädagogische Hochschule fordert Gelder vom Land

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Veröffentlicht: 21:55, 4. Jul. 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 04.07.2009 – Die Leitung der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg als auch ihre Studenten versuchen gemeinsam, Gelder zur Verkleinerung des Haushaltsloches vom Land Baden-Württemberg zu erhalten. So reiste am 25. Juni eine Delegation des Rektorats gemeinsam mit Vertretern des Allgemeinen Studierendenausschusses nach Stuttgart, um im Wissenschaftsministerium auf die kritische finanzielle Situation der Hochschule hinzuweisen. Wie in einem internen Papier bekannt wurde, gestaltet sich diese folgendermaßen:

  • Um den Lehrbetrieb für die rund 4.000 Studierenden aufrecht zu erhalten, stehen der PH in diesem Jahr nur noch 270.000 € zur Verfügung.
  • Mindestens 6 Professuren müssten eingespart werden, um genügend Gelder für anderweitige Ausgaben einzusparen.
  • Mittel für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte müssen von 414.000 € in diesem auf 80.000 € im kommenden Semester reduziert werden.
  • In den Bereichen Lehraufträge, Dienstreisen, Sachausgaben und Exkursionen sind ähnliche Sparmaßnahmen vorgesehen.

Um dies zu verhindern, hoffen Studenten und Hochschulleitung auf Gelder aus Landesmitteln, da Einnahmen aus den Studiengebühren aufgrund einer Neuregelung drastisch eingebrochen sind.

Wirtschaftsminister Frankenberg soll nun durch einen offenen Brief zu einer Aufstockung des Haushalts der Pädagogischen Hochschulen bewogen werden. Die Studierenden aller Pädagogischen Hochschulen wurden außerdem zu einer zentralen Großdemonstration in Stuttgart in dieser Woche aufgerufen. Eventuell sollen weitere Proteste folgen, etwa der Boykott von Studiengebühren, da von studentischer Seite keine Zahlungsbereitschaft vorhanden sei, so lange das Land die Qualität der Lehre nicht gewährleisten könne.

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May 30, 2009

Erste Forderungen der Studenten nach Warnstreik erfüllt

Erste Forderungen der Studenten nach Warnstreik erfüllt

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Veröffentlicht: 11:17, 30. Mai 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 30.05.2009 – Infolge des Warnstreiks am vergangenen Dienstag von Studenten der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg wurden nun erste Zugeständnisse an die Studierenden gemacht. So würde nun ein Haushaltsausschuss eingerichtet, der aus dem Rektor, dem Kanzler und fünf Studierenden bestehen und eine beratende Funktion haben soll. Bereits zum 8. Juni solle dieses Gremium seine Arbeit aufnehmen. Der Senat stimmte zudem der Forderung nach einem externen Controller zu, welcher die Verwendung der Haushaltsmittel überwachen solle – dies muss jedoch zunächst noch vom Hochschulrat bestätigt werden. Somit sind zwei der zehn Forderungen der Studenten erfüllt. Ferner wollen die Studenten nun gemeinsam mit dem Rektor beim Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg vorsprechen, um dort Gelder einzufordern.

Unterdessen wurde auf der Landesrektorenkonferenz am vergangenen Donnerstag die Klage laut, dass die Situation der Hochschulfinanzen im gesamten Land prekär sei und viele Hochschulen an Einbrüchen in den Studiengebühren durch die Geschwisterregelung leiden würden.

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May 29, 2009

Heidelberg: Reaktionen auf den Streik an der Pädagogischen Hochschule

Heidelberg: Reaktionen auf den Streik an der Pädagogischen Hochschule

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Veröffentlicht: 07:02, 29. Mai 2009 (CEST)
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PH Heidelberg in Neuenheim

Heidelberg (Deutschland), 29.05.2009 – Wie angekündigt kam es am Dienstag, dem 26. Mai 2009, an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg zu einer Besetzung durch Studenten. Zur Lahmlegung des Hochschulbetriebs hatte der Allgemeine Studierendenausschuss aufgerufen, nachdem der Kanzler der Lehrerbildungsanstalt wegen einen Haushaltsloch in Höhe von 1,15 Millionen Euro eine Haushaltssperre verhängt hatte. Diese hätte, so die Befürchtungen, zur Folge, dass zahlreiche Seminare im Wintersemester nicht mehr angeboten würden, dass diverse Einrichtungen der Hochschule geschlossen würden und so ein ordentliches Studium unmöglich würde. Einige Studenten zögen es deshalb bereits in Erwägung die Krisenzeit durch ein Urlaubssemester zu überbrücken.

Der Asta setzte deshalb nicht nur einen Warnstreik an, von welchem Prüfungskandidaten und Verwaltungsangestellte bislang nicht betroffen waren, sondern berief auch eine Vollversammlung ein, zu der nach Schätzungen der Rhein-Neckar-Zeitung 1.000 der rund 4.000 Studierenden erschienen. Bereits am Morgen war die Hochschule mit zahlreichen Transparenten aus Bettlaken geschmückt. Im Innenhof versammelten sich die Studenten mit Trommeln und Trillerpfeifen. Zu dieser Versammlung erschienen auch Kanzler Wolfgang Goihl und Rektor Michael Austermann, um Fragen der Studenten zu beantworten und mit Ihnen in Diskussion zu treten. Dabei räumte der Rektor ein, dass das Wintersemester “schwierig” würde. Goihl verwies darauf, dass das Wissenschaftsministerium von der Hochschule Sparmaßnahmen verlange, welche nun in Form der Haushaltssperre in Kraft treten würden. Zugleich wurde aber auch betont, dass in personell dünn besetzten Fächern wie etwa Theologie keine Stellen eingespart würden, so dass kein Fachbereich gefährdet sei.

Entsprechend der Forderungen die die Studenten stellten, sagte der Kanzler der PH zu, die Haushaltspläne der vergangenen Jahre offenzulegen. Außerdem werde nun auch ein zentraler Haushaltsausschuss mit studentischem Mitspracherecht eingerichtet und an einem runden Tisch gemeinsam nach einer Lösung gesucht. So wurden vom Asta und der Hochschulleitung direkt im Anschluss an die Vollversammlung erste Gespräche aufgenommen, während 500 Studierende eine erneute Demonstration in der Innenstadt durchführten. Eine Woche zuvor demonstrierten bereits 1.500 Studenten der PH spontan im Altstadtbereich.

Auf der Internetplattform der Rhein-Neckar-Zeitung wurde indes Kritik am studentischen Protest laut. Der Warnstreik sei, so der Vorwurf, eine eher lächerliche Aktion. Auch habe der Streik unnötig Personalkosten verschwendet. Besonders kritisiert wurden die Spontandemonstrationen im Altstadtbereich, die zu Verkehrsbehinderungen geführt und Anwohner belästigt hätten. Von dem Streik wurde in der regionalen und überregionalen Presse berichtet. So waren unter anderem ein Beitrag im Südwestfernsehen zu sehen oder ein Artikel in der BILD-Zeitung Stuttgart zu lesen.

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May 26, 2009

Erster Warnstreik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

Erster Warnstreik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

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Veröffentlicht: 18:01, 26. Mai 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 26.05.2009 – Aufgrund einer Haushaltssperre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg war für den heutigen Dienstag, den 26. Mai, ein erster Warnstreik geplant. Bereits eine Woche zuvor demonstrierten rund 1.500 Studenten gegen die radikale Sparmaßnahme der Hochschulleitung. Wie der Allgemeine Studierendenausschuss ankündigte, sollten ab 08:30 Uhr Informationsmaßnahmen im Bereich des Altbaus stattfinden. Um 11:45 Uhr sollte zudem eine Vollversammlung stattfinden, zu welcher auch Rektor Michael Austermann erwartet wurde.

Bereits am Montag machten Studierende durch Plakate auf die Situation an ihrer Hochschule aufmerksam. So wurden in der gesamten Hochschule Vorlesungsverzeichnisse ausgehängt, in welchen all diejenigen Lehrveranstaltungen markiert wurden, die von der Haushaltssperre bedroht sind. Viele Studenten befürchten, dass sich ihr Studium bei Wegfall dieser Veranstaltungen erheblich verlängern wird. In einer Presseerklärung kritisierten sie, dass ein ordnungsgemäßes Studium durch die Haushaltssperre nicht mehr gewährleistet sei.

Von seiten der Protestierenden wurde eine umfangreiche Sammlung von Forderungen vorgelegt, welche unter anderem beinhaltet, dass

  • Rektor und Kanzler die Verantwortung übernehmen und darlegen sollen, wie das Studium innerhalb der Regelstudienzeit absolvierbar bleiben soll,
  • der Haushaltsplan von 2006 bis 2009 offen gelegt werden soll,
  • ein externer Gutachter zur Prüfung der Ausgaben eingesetzt werden soll,
  • ein fester Haushaltsausschuss mit studentischem Mitspracherecht eingerichtet werden soll,
  • alle auslaufenden Verträge verlängert und vakante Professuren wieder besetzt werden sollen.

Kanzler und Rektor der Pädagogischen Hochschule bezifferten das Haushaltsloch auf 1,15 Millionen Euro, was viele Studierende jedoch für beschönt halten. Sie vermuten eher ein Defizit von 2,2 Millionen Euro.

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