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January 11, 2012

Dachau: Staatsanwalt im Gericht erschossen

Dachau: Staatsanwalt im Gericht erschossen

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Veröffentlicht: 21:31, 11. Jan. 2012 (CET)
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Dachau (Deutschland), 11.01.2012 – Während eines Prozesses im Amtsgericht Dachau hat der Angeklagte am Mittwochnachmittag den Staatsanwalt niedergeschossen. Der 31-jährige Beamte erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Dem 54-jährigen Angeklagten wurde in der mündlichen Verhandlung vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 44.000 Euro nicht gezahlt zu haben. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Informationen der Nachrichtenagentur dapd. Die Strafhöhe für das Vergehen liegt zwischen einer Geldstrafe und fünf Jahren Haft.

Gegen 16.00 Uhr, bei der Urteilsverkündung, zog der Angeklagte plötzlich eine Waffe und schoss auf den Staatsanwalt. Dieser wurde von drei Kugeln in Arm, Schulter und Bauch getroffen. Auch auf den Richter soll geschossen worden sein; ob dieser verletzt wurde, ist nicht bekannt. Polizisten überwältigten den Täter; der Staatsanwalt wurde in das Krankenhaus gebracht. Mehrere Personen im Gerichtssaal erlitten einen Schock.

Wie der Täter die Waffe in den Gerichtssaal schmuggeln konnte, ist noch nicht bekannt. Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen wegen Anschlägen in den vergangenen Jahren habe es in dem Gebäude keine Personenkontrollen gegeben. Noch am heutigen Abend wollen die Behörden auf einer Pressekonferenz über Einzelheiten der Tat unterrichten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Portal:Tötungsdelikte

Quellen[Bearbeiten]

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May 31, 2009

Dachau: Polnische Motorrad-Wallfahrt Dachau 2009

Dachau: Polnische Motorrad-Wallfahrt Dachau 2009

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Veröffentlicht: 23:36, 31. Mai 2009 (CEST)
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Dachau (Deutschland), 31.05.2009 – Eine Motorradgruppe aus Polen besuchte am 24. April 2009 das ehemalige KZ Dachau, das auch als „Golgota der polnischen Priester“ bezeichnet wird. Die aus ganz Polen stammenden ca. 80 Biker, unter ihnen sechs Priester, traten nach der feierlichen Saisoneröffnung in Tschenstochau / Jasna Góra am 19. April ihre Reise an. Nach einem Aufenthalt in der Polnischen Botschaft in Prag fuhren sie nach Nürnberg, wo sie das Nürnberger Gericht, das Dokumentationszentrum und das Zeppelinfeld am Dutzendteich besichtigt haben – ehemalige Schauplätze des Naziregimes. Die Idee zu der Fahrt hatte der in Dänemark lebende Pfarrer Jan Zalewski, der diese Wallfahrt dem Bischof Kazimierz Majdanski widmete – einem ehemaligem KZ-Häftling und Opfer pseudomedizinischer Experimente –, von dem er vor 24 Jahren zum Priester geweiht wurde. In einem Corso unter Begleitung der Bayerischen Bereitschaftspolizei bereisten die Pilger die Stadt und besuchten den Friedhof am Leitenberg und den Waldfriedhof, wo mehrere Tausend polnische KZ-Opfer begraben sind. In der Katholischen „Todesangst-Christi-Kapelle“ auf dem Gelände des ehemaligen KZs fand eine feierliche Heilige Messe statt, begleitet von Domkapitular Pf. Klaus-Peter Franzl, der Dr. Reinhard Marx vertrat. Gemeinsam legten sie Kränze an den Gedenktafeln der früheren Baracken Nr. 26 und 28 nieder. Hinter der Kapelle hängt eine Gedenktafel in vier Sprachen: „Hier in Dachau war jeder dritte zu Tode gequälte ein Pole, jeder zweite inhaftierte polnische Priester opferte hier sein Leben. Ihr Gedenken ehren polnische Priester Mitgefangene.“ Dort legten sie ebenfalls Blumen nieder. Anschließend fuhren alle gemeinsam nach Freising, wo ein Treffen mit dem Direktor von Renovabis und dem Freisinger Bürgermeister stattfand. Logistischer Organisator war Jacek Rydwanski von MOTOELITA.

Quellen

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