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December 27, 2012

27 Tote bei Flugzeugabsturz in Kasachstan

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Veröffentlicht: 15:10, 27. Dez. 2012 (CET)
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Antonow An-72

Astana (Kasachstan), 27.12.2012 – Bei dem Absturz eines Militärflugzeuges sind in Kasachstan alle 27 Personen an Bord gestorben. Die Antonow An-72 war mit sieben Besatzungsmitgliedern und zwanzig weiteren Militärangehörigen in der Hauptstadt Astana gestartet und etwa 20 Kilometer entfernt von Schymkent abgestürzt. Das Wrack des Flugzeuges brannte nach dem Aufprall aus. Wie der staatliche Geheimdienst nach Angaben von RIA Nowosti bestätigte, war der Befehlshaber der Grenzschutztruppen Turganbek Stambekow unter den Toten.

Angaben aus kasachischen Sicherheitskreisen zufolge wurde die 1990 gebaute Maschine im Jahr 2012 zuletzt gewartet. Wie der in Moskau beheimatete kasachische Exilradiosender K+ berichtete, wurden nach dem Absturz Journalisten in der Berichterstattung behindert. Der kasachische Journalist Sergej Duwanow wies darauf hin, dass möglicherweise ein Zusammenhang bestehe zu den Morden an 13 Grenzschutzsoldaten im Mai dieses Jahres. Stambekow war im Anschluss an das Verbrechen, das dem 19-jährigen Grenzschutzsoldaten Wladislaw Schelach angelastet worden war, zum Oberbefehlshaber der Grenzschutztruppen ernannt worden. Schelach, der die Tat im Affekt begangen haben soll und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, hat sein Geständnis inzwischen widerrufen.

Der Flugzeugabsturz in Kasachstan war nicht der einzige Flugunfall während der Weihnachtstage. Einige Stunden zuvor war eine Fokker-100 einer privaten Fluggesellschaft in Myanmar bruchgelandet. Bei dem Zwischenfall im Osten des Landes starben etwa 450 Kilometer entfernt von Rangun eine elfjährige Passagierin und eine Person am Boden. Die 53 weiteren Personen an Bord kamen mit dem Schrecken oder leichten Blessuren davon. Hier dürfte schlechtes Wetter die Ursache für das Unglück gewesen sei. Nach Behördenangaben sei der Pilot in dichtem Nebel irrtümlich auf einer Straße statt am Flughafen gelandet.

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December 18, 2011

Kasachstan: Tote bei Protesten von Öl-Arbeitern

Kasachstan: Tote bei Protesten von Öl-Arbeitern

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Veröffentlicht: 09:48, 18. Dez. 2011 (CET)
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Schangaösen (Kasachstan), 18.12.2011 – Seit Monaten demonstrieren in der kasachischen Stadt Schanaosen die Ölarbeiter für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Am Freitag, dem Unabhängigkeitstag der Kasachen, kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Dabei wurden nach Augenzeugenberichten 70 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt, als Sicherheitskräfte auf die Menschen schossen.

Der Staatschef Nursultan Nasarbajew hat bis zum 5. Januar 2012 den Ausnahmezustand verhängt. Zudem wurde eine nächtliche Ausgangs- und Nachrichtensperre angeordnet. Internet- und Telefonverbindungen in der Stadt sind lahmgelegt.

3.000 Demonstranten hatten sich zum Protest vor dem Verwaltungsgebäude des Konzerns OzenMunaiGas versammelt, als es zu gewalttätigen Ausschreitungen kam. Ein Regierungsgebäude, ein Hotel und auch das Verwaltungsgebäude gingen in Flammen auf. Sondereinheiten des Innenministeriums schossen mit scharfen Waffen auf die Demonstranten. Dabei kam es zu Todesopfern und mehr als 500 verletzten Personen. Ein Öl-Arbeiter: „Die Miliz hat scharf geschossen. Nun sind auch Omon-Truppen des Innenministerium gekommen, sie schießen aus Maschinenpistolen. Die Menschen sind im Stadtzentrum, alle sind unterwegs.“ Trotz der Nachrichtensperre gelangten Informationen über das Vorgehen der Sicherheitskräfte in andere Städte des Landes, wo sich Arbeiter solidarisierten.

Der zuständige Staatsanwalt gibt an, es handle sich um Überfälle von jugendlichen Banden, dabei seien zehn Personen von der Polizei getötet worden. Der Vorsitzende Gani Kalijew der Partei Nur Otan zu den Unruhen: „Ich bin noch nicht auf dem Laufenden. Obwohl ich eigentlich unterrichtet sein sollte über das Geschehene. Aber ich kann im Moment noch keine Kommentare abgeben“.

Eine Menschenrechtsgruppe beklagt, dass es den einfachen Menschen im Land immer schlechter ginge während einige wenige immer reicher würden. Die Gründung von Gewerkschaften habe man mit unglaublicher Härte verhindert. Initiatoren seien verhaftet und gefoltert worden.

Am 16. Dezember 1991 erklärte Kasachstan seine Unabhängigkeit. Nursultan Nasarbajew weihte in der Hauptstadt Astana zum Anlass der 20-jährigen Unabhängigkeit einen Triumphbogen ein.

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February 23, 2011

Neue Regierung im Kosovo

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Neue Regierung im Kosovo

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Veröffentlicht: 15:30, 23. Feb. 2011 (CET)
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Priština (Kosovo), 23.02.2011 – Am Montag, dem 21. Februar 2011, kam das Parlament in Priština zur seiner ersten Sitzung nach der Neuwahl im Dezember 2010 zusammen. Man einigte sich auf die Bildung einer Regierung. Die AKR, Partei des Unternehmers Behgjet Pacolli, war eine Koalition mit verschiedenen Parteien eingegangen und hatte so eine Verfassungskrise beendet. Neuer und alter Regierungschef ist Hashim Thaçi von der PDK. Er und die von ihm vorgeschlagene Regierung erhielten 65 Stimmen der 120 Abgeordneten.

Hashim Thaçi

Behgjet Pacolli

Parlamentswahl 2010
Partei
(Nationalität)
Prozent Sitze
im Parlament
PDK (alb.) 32,11 % 34 
LDK (alb.) 24,69 % 27 
VV (alb.) 12,69 % 14 
AAK (alb.) 11,04 % 12 
AKR (alb.) 7,29 %

Jakup Krasniqi hatte seit September nach dem Rücktritt von Fatmir Sejdiu verfassungsgemäß vorübergehend die Amtsgeschäfte des kosovarischen Präsidenten übernommen und gab sie am Montag, dem Tag der Neuwahl, an Behgjet Pacolli ab; er war mit 62 Stimmen zum Präsidenten gewählt worden.

Die stärkste Oppositionspartei, die LDK, hatte mit zwei weiteren Parteien die Wahl der Regierung boykottiert. Hintergrund war die von ihnen behauptete Wahlfälschung bei den Parlamentswahlen im Dezember 2010. Teile der Wahl waren wegen Wahlmanipulation wiederholt worden. Nach Ansicht der Opposition war es auch hierbei zu Unregelmäßigkeiten gekommen.

Pacolli, der aus einfachen Verhältnissen stammt, lebte mit 17 Jahren in Hamburg und arbeitete im Hafen. Danach hielt er sich vorübergehend in Österreich auf und gründete 1990 den Mabetex-Baukonzern. Mit zum Teil spektakulären Großaufträgen wurde er reich. So baute er für Nursultan Nasarbajew, den Präsidenten von Kasachstan, in der Hauptstadt Astana einen Palast. Pacolli wurde vom Europarat nachgesagt, ein Boss der albanischen Mafia zu sein. In der Vergangenheit gab es Berichte über Verstrickungen mit Kreisen der russischen organisierten Kriminalität.

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July 4, 2009

Kongress der Weltreligionen verurteilt Gewalt im Namen des Glaubens

Filed under: Astana,Themenportal Kultur,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Kongress der Weltreligionen verurteilt Gewalt im Namen des Glaubens

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Veröffentlicht: 12:23, 4. Jul. 2009 (CEST)
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Astana (Kasachstan), 04.07.2009 – Mit Abschluss des „Dritten Kongresses der Weltreligionen“ am 1. und 2. Juli 2009, an dem 400 Wissenschaftler, Geistliche und Regierungschefs in 77 Delegationen aller großen Kirchen und Religionen teilnahmen, wurde „Extremismus, Terrorismus und andere Formen der Gewalt im Namen der Religion und des Glaubens als Bedrohung für das menschliche Leben“ abgelehnt. Man rief zu einer friedlichen Koexistenz zwischen den Religionen der Welt auf.

Die Politiker, Vertreter des öffentlichen Lebens, Wissenschaftler, die Medien und die internationale Gemeinschaft wurden aufgerufen, ihre Engagements zu einer größeren moralischen und geistigen Stärkung und echten Solidarität bei der Verfolgung von Lösungen für die wirtschaftlichen, finanziellen, sozialen und ökologischen Problemen in der globalisierten Welt ernst zu nehmen und zu verstärken.

Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew, auf dessen Initiative hin 2003 der erste Kongress stattfand, stellte in seiner Eröffnungsrede fest: „Es gibt vieles, was erreicht worden ist. Es gibt vieles, was getan werden muss. Es liegt an uns, dies mit Aufrichtigkeit zu tun.“

Quellen

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