WikiNews de

March 9, 2016

Brandenburg: 70 Asylbewerber vom „Islamischen Staat“ angeworben

Brandenburg: 70 Asylbewerber vom „Islamischen Staat“ angeworben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:43, 17. März 2016 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Für die Ergreifung al-Baghdadis haben die USA eine Belohnung von 10 Millionen US-Dollar ausgesetzt

Potsdam (Deutschland), 09.03.2016 – Nach Erkenntnissen des Brandenburger Verfassungsschutzes wurden schätzungsweise 70 in Brandenburg als Asylbewerber lebende Tschetschenen vom „Islamischen Staat“ (IS) angeworben und unterstehen Abu Bakr al-Baghdadi. Er ist seit Mai 2010 Anführer der dschihadistisch-salafistischen Terrororganisation. Das amerikanische Time Magazine wählte ihn 2015 hinter Angela Merkel an die zweite Stelle der Personen des Jahres.

Aktuell wurde bekannt, dass ein enttäuschtes Ex-Mitglied des IS die Daten von 22.000 mutmaßlichen Mitgliedern der Terrororganisation dem britischen TV-Sender SkyNews zugespielt habe. Die Daten stammen aus Syrien von einem gestohlenen elektronischen Speichermedium und enthalten die Angaben aus Fragebögen, die vor einer Aufnahme in den IS ausgefüllt wurden. Es handelt sich um Personen aus 51 Ländern.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Islam

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 9, 2012

Schufa stoppt Forschungsprojekt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:09, 9. Jun. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Schufa Logo.svg

Potsdam (Deutschland), 09.06.2012 – Zwei Tage nach der Ankündigung des Forschungsprojektes zur Datensammlung im Internet beschloss der Vorstand der SCHUFA Holding AG, das Projekt nicht weiter zu verfolgen. Zuvor hatte das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam den Forschungsvertrag gekündigt. Hintergrund ist die anhaltende Dauerkritik von Politikern und Datenschützern.

Das HPI sollte erforschen, wie im Internet allgemein zugängliche Daten der Schufa bei der Bewertung der Bonität von Bankkunden, Mietern oder Immobilienkäufern helfen können. HPI-Direktor Christoph Meinel erklärte, das Projekt könne nach entstandenen Missverständnissen und der massiven Kritik nicht mehr unbelastet durchgeführt werden.

Die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner (CSU) hatte gewarnt: „Die Schufa darf nicht zum Big Brother des Wirtschaftslebens werden.“ Die Bundesministerin der Justiz Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erklärte, dass die Schufa die Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt nicht umsetzen können wird. Uli Röhm, Mitglied des Verbraucherbeirats der Schufa, bat am Freitag, schnellstmöglich eine gemeinsame Sitzung mit dem Vorstand der Schufa einzuberufen. Er sagte dabei, er könne nicht verstehen, wie man „bei der derzeitigen Diskussion über Soziale Netzwerke anfängt, so blauäugig zu forschen“.

In den Sozialen Netzwerken löste die Ankündigung diverse ironische Kommentare aus. Häufig zielten diese darauf ab, durch welche Beiträge man seine Kreditwürdigkeit erhöhen könne. Zitat: „Mist, der Ferrari hat ‘nen Platten. Jetzt müssen wir wieder mit dem Q7 nach Sylt.“ Noch am Donnerstag hatten Schufa und HPI das Projekt verteidigt, es gehe um Grundlagenforschung.

Ungeachtet der aktuellen Diskussion sollte der Verbraucher daran denken, dass schon jetzt diverse Daten aus dem Internet für die Bewertung der Kreditwürdigkeit herangezogen werden. Es ist Vorsicht geboten, bei der Preisgabe von persönlichen Informationen in sozialen Netzwerken. Schnell wird man als Kreditnehmer mit erhöhtem Risiko eingeschätzt, wenn man sich beispielsweise über die Situation am Arbeitsplatz äußert, man fühle sich unwohl und rechne mit einem Ende des Arbeitsverhältnisses.

Bearbeiten Themenverwandte Artikel


Bearbeiten Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 8, 2012

Schufa will Daten aus sozialen Netzwerken auswerten

Schufa will Daten aus sozialen Netzwerken auswerten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:51, 8. Jun. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Potsdam (Deutschland), 08.06.2012 – Im Rahmen eines Forschungsprojektes unter dem Titel „SCHUFALab@HPI“ will die Auskunftei Schufa zusammen mit dem Hasso-Plattner-Institut in Potsdam Daten aus Netzwerken sammeln. Das Institut ist eine weitgehend privat finanzierte Einrichtung des SAP-Gründers Hasso Plattner. Recherchen des Norddeutschen Rundfunks haben ergeben, dass die Profile von Nutzern bei Facebook, Xing und anderen sozialen Netzwerken gezielt ausgewertet werden sollen. Dazu müssten die Mitarbeiter des Projektes jeweils ein eigenes Profil anlegen und einzelne Personen gezielt anschreiben, um als „Kontakt“ bzw. „Freund“ aufgenommen zu werden.

Politiker und Datenschützer sind alarmiert. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger erklärte gegenüber Spiegel online: „Es darf nicht sein, dass Facebook-Freunde und Vorlieben dazu führen, dass man zum Beispiel keinen Handy-Vertrag abschließen kann.“ Mitarbeiter der Schufa, die vereinzelt bei Xing angemeldet sind, zeigten sich überrascht und erklärten, sie seien nicht informiert worden, sondern hätten auch erst aus den Medien von dem Forschungsvorhaben erfahren. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshof vom 19. September 1985 dürfen jedoch Kundendaten nur dann an die Schufa übermittelt werden, wenn der Betroffene damit einverstanden ist. Hierfür verlangen Banken und Sparkassen in der Regel eine Unterschrift bei der Kontoeröffnung.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 11, 2012

Strafprozess gegen den Gründer des Meinungsforschungsinstituts INFAS angestrebt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Tools clipart.png Im Entstehen
Dieser Artikel wird gerade gemeinschaftlich erstellt. Beteilige dich und beachte die Artikeldiskussionsseite.

Möglichkeiten der Beteiligung: Inhaltlich erweitern – Kategorisieren – Themenverwandte Artikel/Portale verlinken – Formate prüfen – Rechtschreibung prüfen


Wenn dieser Artikel aus deiner Sicht fertig ist und es schon seit mehr als zwei Stunden keine größeren inhaltlichen Änderungen gab, kann er veröffentlicht werden.

Potsdam (Deutschland), 11.05.2012 – Am 5. Juni 2012 soll vor dem Potsdamer Landgericht das Urteil gegen Professor Klaus-Hartmut Liepelt, den Gründer des Meinungsforschungsinstituts Infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft (INFAS), gesprochen werden. Ihm werden Betrug und Untreue vorgeworfen, weil er in den Jahren 1999 bis 2004 Fördermittel des Landes Brandenburg und Anlegergelder in Millionenhöhe nicht zweckentsprechend verwendet haben soll. Der inzwischen 80-jährige Liepelt hatte 1958 das Bonner infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH mitbegründet. 1996 verließ er das Institut, unter Anderem, weil es mit 13 Millionen Euro verschuldet war und bereits damals der Verdacht auf missbräuchliche Verwendung von Geldern aufkam. Im selben Jahr gründete er in Potsdam ein neues Institut, das IFES Institut für empirische Sozialforschung AG, und machte der Infas GmbH Konkurrenz. Dabei versuchte er, den Hauptkunden des alten Infas-Instituts, nämlich die ARD, zu gewinnen. Von 1965 bis 1996 hatte Infas den Auftrag von der ARD, Analysen und Hochrechnungen zu Bundestags-, Landtags-, und Kommunalwahlen in der Bundesrepublik Deutschland durchzuführen und beeinflusste mit seinen Umfragen maßgeblich die Meinungslandschaft.

Bearbeiten Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Bearbeiten Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 27, 2011

Hauptzollamt Frankfurt: Warnung vor illegalen Böllern

Hauptzollamt Frankfurt: Warnung vor illegalen Böllern

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:02, 27. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Röntgenaufnahme einer durch selbsthergestelltes Feuerwerk verletzten Hand

Frankfurt (Oder) (Deutschland), 27.12.2011 – Andreas Behnisch vom Hauptzollamt Frankfurt (Oder) warnt eindringlich vor der Einfuhr von illegalen Feuerwerkskörpern aus Polen. Er spricht von „unkalkulierbaren Gefahren“, wie Verbrennungen, abgerissene Finger und Hörschäden, beim Abbrennen.

Böller aus dem Ausland entsprechen oft nicht deutschen Sicherheitsstandards. Hier erhältliche Feuerwerkskörper haben eine Prüfung durch die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) hinter sich und sind mit einem BAM-Zeichen versehen. Diese Kennzeichnung ist bei den eingeführten Silvesterknallern meist nicht vorhanden oder gefälscht. Eine Einfuhr ist damit verboten und ein Verstoß stellt eine Straftat dar. Wie jedes Jahr führt der Zoll verstärkt Kontrollen durch und ist in vielen Fällen auch fündig geworden.

Durch die oft stärkere Ladung und die Verwendung von Industriesprengstoff kommt es bei der Verwendung immer wieder zu schweren Verletzungen. Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde in Potsdam einem 21-Jährigen die Hand abgerissen. Auch ohne Verletzung anderer stellt das Zünden der illegalen Böller eine Straftat nach dem Sprengstoffgesetz dar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Verbraucherschutz

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 16, 2010

Erneut vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

Erneut vier deutsche Soldaten in Afghanistan getötet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:29, 16. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Potsdam (Deutschland) / Kundus (Afghanistan), 16.04.2010 – Nach einem Bericht des Einsatzführungskommandos in Potsdam sind am Donnerstag in Afghanistan bei einem Raketenangriff auf eine Patrouille vier Angehörige der Bundeswehr getötet worden, fünf weitere wurden schwer verletzt.

Die Soldaten kamen aus verschiedenen Einheiten in Deutschland. Der Vorfall ereignete sich sechs Kilometer nördlich von Baghlan im Norden Afghanistans und geschah im Rahmen „einer Aktion“ gegen die Taliban. Der Angriff erfolgte um 14.30 Uhr Ortszeit auf ein gepanzertes Fahrzeug. Damit erhöht sich die Anzahl der getöteten deutschen Soldaten auf 43, erst vor zwei Wochen waren drei Bundeswehrsoldaten ums Leben gekommen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 28, 2010

Tarifabschluss: Mehr Geld für Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Deutschland

Tarifabschluss: Mehr Geld für Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Deutschland

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:39, 28. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Potsdam (Deutschland), 28.02.2010 – Nach siebenwöchigen Verhandlungen einigten sich die öffentlichen Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) organisierten Arbeitnehmer rückwirkend ab Januar 2010 auf einen Tarifabschluss für die 1,3 Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Der neue Tarifvertrag folgt im Wesentlichen dem Schlichterspruch vom vergangenen Donnerstag.

Vorgesehen sind nach Arbeitgeberangaben 2,3 Prozent mehr Gehalt. Die Gewerkschaft errechnet einen Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent. Als „soziale Komponente“ erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro. Der Tarifvertrag enthält darüber hinaus auch Regelungen für besondere Gruppen von Beschäftigten. Solche Regelungen wurden unter anderem für Krankenhäuser vereinbart. Die Bereitschaftsdienstentgelte werden ab Januar 2010 um 1,2 Prozent erhöht. Weitere Erhöhungen für diese Tätigkeit werden dann im Januar 2011 (0,6 Prozent) und dann noch einmal im August 2011 (0,5 Prozent) fällig. Die Gewerkschaft konnte außerdem erreichen, dass Auszubildende übernommen werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Auszubildende und Praktikanten erhalten für den Monat Januar 2011 eine Sonderzahlung in Höhe von 50 Euro. Für ältere Beschäftigte werden flexible Arbeitszeiten vereinbart. 2,5 Prozent der tariflich Beschäftigten erhalten mit dem Tarifvertrag für die nächsten sechs Jahre einen verbrieften Rechtsanspruch auf flexible Altersteilzeit.

In ersten Einschätzungen sprachen beide Seiten von einem tragbaren Kompromiss. Die Kommunen sprachen von einem „schmerzlichen“ Abschluss. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) rechnet aufgrund des Tarifabschlusses mit Mehrbelastungen der kommunalen Kassen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Im Jahr 2011 kämen noch einmal 1,3 Milliarden Euro hinzu. Ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske bezeichnete den Abschluss als kein Ergebnis, das Jubelstürme auslöse und fügte hinzu: „Es ist zwar mehr, als nach der Festlegung der Arbeitgeber in den Verhandlungen zu erwarten war, aber es ist weniger, als viele erhofft hatten und was auch notwendig gewesen wäre.“

Der Bundesregierung und dem Bundestag empfahl der Verhandlungsführer von Bund und Kommunen, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), eine Übertragung des erzielten Kompromisses auf die Beamten. Auch die Gewerkschaftsmitglieder sind in den nächsten Wochen aufgerufen, über den neuen Tarifvertrag abzustimmen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 1, 2009

Fünf Prozent mehr für die Beschäftigten der Länder im Öffentlichen Dienst

Veröffentlicht: 18:24, 1. Mär. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Demonstration der Landesbediensteten am 3. Februar 2009 in Hannover

Demonstration der Landesbediensteten am 25. Februar 2009 in Hannover (hier vor dem Finanzministerium)

Potsdam (Deutschland), 01.03.2009 – Die Tarifpartner für die Beschäftigten der Länder im Öffentlichen Dienst einigten sich am Wochenende auf eine Gehaltserhöhung für die 700.000 Angestellten der Länder von durchschnittlich 5,8 Prozent. Das gaben die beiden Verhandlungsführer, der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) und der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, heute in Potsdam bekannt. Zu den für den Fall einer Nichteinigung von ver.di angekündigten unbefristeten Streiks kommt es nun nicht. Die Einigung gilt nicht für die Bundesländer Berlin und Hessen. Diese sind aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten.

In einer ersten Stufe erhöhen sich die Gehälter der Angestellten zunächst um einen Sockelbetrag von 40 Euro und dann um drei Prozent zum 1. März 2009. Eine weitere Erhöhung ist zum 1. März 2010 in Höhe von 1,2 Prozent vorgesehen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages beträgt zwei Jahre (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010). Außerdem wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 40 Euro für Januar und Februar 2009 für alle Beschäftigten vereinbart. Nach ver.di-Angaben bedeutet der Abschluss einen durchschnittliches Einkommensplus von 119 Euro im Monat, bezogen auf zwei Jahre (2009 und 2010) seien es 156 Euro (bezogen auf ein durchschnittliches Einkommen von 2.500 Euro).

Der Abschluss gilt bisher nur für die Angestellten. Er muss dann noch auf die Beamten übertragen werden. Mehrere Landesregierungen signalisierten bereits, den Tarifabschluss auf die Beamten übertragen zu wollen.

Der Verhandlungsführer des dbb beamtenbund und tarifunion, Frank Stöhr, kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Viel ist erreicht, einiges konnte abgewehrt werden und manches ist uns schwer gefallen. Aber die Nullrunden- und Verzichtsideologie, die drei Runden lang vorherrschte, ist weg. Gleichzeitig berücksichtigt der Abschluss die problematische wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben verantwortlich gehandelt.“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erklärte laut einer Presseerklärung: „Die Doppel-Null, die die Arbeitgeber erzwingen wollten, ist vom Tisch. Im Schnitt 5,8 Prozent Erhöhung der Tabellenwerte bis Ende 2010 sind kein Pappenstiel. Wegen der außerordentlich hohen Beteiligung der Beschäftigten im Osten an den Arbeitskampfmaßnahmen sind die Arbeitgeber mit ihrem Ziel gescheitert, die östlichen Bundesländer bei den Gehaltszuwächsen abzukoppeln.“ Der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne machte wesentlich „die massiven Warnstreikaktivitäten“ von Lehrkräften für den Erfolg der Tarifverhandlungen verantwortlich. So beteiligten sich am vergangenen Freitag allein in Dresden 18.000 Lehrerinnen und Lehrer an den Warnstreiks. Durch die Kampfbereitschaft der Beschäftigten sei es den Arbeitgebern nicht gelungen, „die die östlichen Bundesländer bei den Gehaltszuwächsen abzukoppeln.“

Ver.di-Verhandlungsführer Bsirske erklärte: „Mit diesem Tarifabschluss ist uns der Anschluss an das Tarifniveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) gelungen. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen und bei den Ländern haben dann endlich wieder vergleichbar viel Geld im Portmonee.“

Auch der Verhandlungsführer der Länder, Hartmut Möllring, zeigte sich zufrieden: „Wir haben einen fairen Kompromiss gefunden. Wir sind froh, dass wir einen Arbeitskampf verhindert haben.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • ftd.de: „Öffentlicher Dienst erhält fünf Prozent mehr“ (01.03.2009)
  • gew.de: „GEW: ‚Die Doppel-Null ist weg – Tabellenwerte steigen um 5,8 Prozent‘“ (01.03.2009)
  • gew.de: „Sachsen: Tausende streikten in Dresden“ (27.02.2009)
  • presse.verdi.de: „Öffentlicher Dienst: Tarifabschluss für Länderbeschäftigte“ (01.03.2009)
  • presseportal.de: „dbb zu Tarifeinigung für Landesbeschäftigte – Stöhr: ‚Viel ist erreicht, etliches abgewehrt und manches ist schwer gefallen‘“ (01.03.2009)
  • inforadio.de: „Bsirske bestätigt Tarif-Einigung in Potsdam“ (01.03.2009)
  • de.reuters.com: „Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder“ (01.03.2009)
This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 8, 2008

Mutter Beate J. sprang mit ihrer Tochter Melissa-Louisa in den Tod

Mutter Beate J. sprang mit ihrer Tochter Melissa-Louisa in den Tod

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:45, 8. Mai 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Potsdam (Deutschland), 08.05.2008 – Die 36-jährige Beate J. stieg nach Informationen der BILD-Zeitung am Montag mit ihrer drei Jahre alten Tochter Melissa-Louisa ins Auto und fuhr fünf Kilometer ins Plattenbaugebiet „Am Schlaatz“. Dort ging sie mit ihrem Kind in den 14. Stock und stieg auf den mitgebrachten Hocker. Dann sprangen die beiden auf das Eingangsvordach herunter und rutschten auf den Rasen. Beate J. war sofort tot, ihre Tochter atmete noch. Sanitäter kämpften mehrere Minuten lang um ihr Leben, bevor das Mädchen starb.

Es war nicht das erste Mal, dass sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Die Frau hatte vor acht Monaten bereits einmal versucht, sich mit ihrer Tochter in den Tod zu stürzen. Der Vorfall ereignete sich in demselben Haus. Damals fand die Polizei heraus, dass Beate J. an schweren Depressionen litt. Bei dem Vorfall am 1. August 2007 konnte die Polizei die Frau mit ihrer Tochter in letzter Minute retten, denn sie hatte ihrem Mann eine Abschieds-SMS auf das Handy geschickt. Dieses Mal gab es keine SMS.

Unterdessen hat der Oberbürgermeister Potsdams, Jann Jakobs, Kommunikationsprobleme zwischen den Behörden eingeräumt. Der Vorfall vom August 2007 wurde, wie die Onlineausgabe der Welt schreibt, von den Polizeibeamten nicht an das Jugendamt gemeldet. Dennoch ist Jakobs der Auffassung, die Polizei habe korrekt gehandelt. Das Wohl des Kindes müsse immer im Gesamtkontext beurteilt werden. Das Mädchen sei regelmäßig in die Kindertagesstätte gebracht worden, der Vater habe sich um sie gekümmert. Trotzdem sei es gut, wenn solche Vorfälle auf jeden Fall auch an das Jugendamt weitergeleitet würden. Es wurde erst informiert, als die Frau vor einem Monat erneut in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurde und dabei Gedanken äußerte, dass sie sich und ihre Tochter umbringen wolle. Das Krankenhaus teilte dem Jugendamt brieflich mit, dass unter Umständen eine Gefährdung des Kindeswohls nicht auszuschließen sei.

Von Polizeileiter Matthias Tänzer geht nun eine mit der Stadt abgesprochene Initiative aus, die Informationswege untereinander zu verbessern.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 7, 2008

Mutter Beate J. sprang mit ihrer Tochter Melissa-Louisa in den Tod

Im Entstehen
Dieser Artikel wird gerade gemeinschaftlich erstellt. Beteilige dich und beachte die Artikeldiskussionsseite.

Möglichkeiten der Beteiligung: Inhaltlich erweitern – Kategorisieren – Themenverwandte Artikel/Portale verlinken – Formate prüfen – Rechtschreibung prüfen


Wenn dieser Artikel aus deiner Sicht fertig ist und es schon seit mehr als zwei Stunden keine größeren inhaltlichen Änderungen gab, kann er veröffentlicht werden.

Potsdam (Deutschland), 07.05.2008 – Die 36-jährige Beate J. stieg nach Informationen der BILD-Zeitung am Montag mit ihrer drei Jahre alten Tochter Melissa-Louisa ins Auto und fuhr fünf Kilometer ins Plattenbaugebiet „Am Schlaatz“. Dort ging sie mit ihrem Kind in den 14. Stock und stieg auf den mitgebrachten Hocker. Dann sprangen die beiden auf das Eingangsvordach herunter und rutschten auf den Rasen. Beate J. war sofort tot, ihre Tochter atmete noch. Sanitäter kämpften mehrere Minuten lang um ihr Leben, bevor das Mädchen starb.

Es war nicht das erste Mal, dass sie versuchte, sich das Leben zu nehmen. Die Frau hatte vor acht Monaten bereits einmal versucht, sich mit ihrer Tochter in den Tod zu stürzen. Der Vorfall ereignete sich in demselben Haus. Damals fand die Polizei heraus, dass Beate J. an schweren Depressionen litt. Bei dem Vorfall am 1. August 2007 konnte die Polizei die Frau mit ihrer Tochter in letzter Minute retten, denn sie hatte ihrem Mann eine Abschieds-SMS auf das Handy geschickt. Dieses Mal gab es keine SMS.

Unterdessen hat der Oberbürgermeister Potsdams, Jann Jakobs, Kommunikationsprobleme zwischen den Behörden eingeräumt. Der Vorfall vom August 2007 wurde, wie die Onlineausgabe der Welt schreibt, von den Polizeibeamten nicht an das Jugendamt gemeldet. Dennoch ist Jakobs der Auffassung, die Polizei habe korrekt gehandelt. Das Wohl des Kindes müsse immer im Gesamtkontext beurteilt werden. Das Mädchen sei regelmäßig in die Kindertagesstätte gebracht worden, der Vater habe sich um sie gekümmert. Trotzdem sei es gut, wenn solche Vorfälle auf jeden Fall auch an das Jugendamt weitergeleitet würden. Es wurde erst informiert, als die Frau vor einem Monat erneut in einer psychiatrischen Klinik behandelt wurde und dabei Gedanken äußerte, dass sie sich und ihre Tochter umbringen wolle. Das Krankenhaus teilte dem Jugendamt brieflich mit, dass unter Umständen eine Gefährdung des Kindeswohls nicht auszuschließen sei.

Von Polizeileiter Matthias Tänzer geht nun eine mit der Stadt abgesprochene Initiative aus, die Informationswege untereinander zu verbessern.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »