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August 27, 2009

Erster farbiger Wiener Straßenbahnfahrer

Erster farbiger Wiener Straßenbahnfahrer

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Veröffentlicht: 07:48, 27. Aug. 2009 (CEST)
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Wiener Straßenbahnen

Wien (Österreich), 27.08.2009 – Nach der ersten Straßenbahnfahrerin mit Kopftuch, welche bereits zum Alltag gehört ist nun der erste farbige Straßenbahnfahrer bei der Wiener Linien GmbH & Co KG beschäftigt. Die Ausbildung zum Tramfahrer hat er bereits erfolgreich absolviert und lenkt seit einem Monat selbstständig Straßenbahnen. Der 33-jährige Mahmady Toure kam vor eineinhalb Jahren aus dem Senegal nach Österreich, ist mit der 40-jährigen Karin verheiratet und Vater des drei Wochen alten Noah. Dem ehemaligen Kellner gefällt Wien und er findet Bim fahren „cool“. Derzeit ist er noch „exotisch“ und wird von so manchem Fahrgast gefragt, woher er kommt und ob es ihm hier gefällt.

Bei der Straßenbahnfahrerin wurden von der FPÖ Forderungen nach Kopftuchverbot im Fahrbetrieb laut. Bislang gibt es zum ersten Fahrer mit afrikanischen Wurzeln noch keine politischen Stellungnahmen.

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  • Portal „Wiener Linien“

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May 22, 2009

Wiener Straßenbahnfahrer wird nicht wegen Wiederbetätigung angeklagt

Wiener Straßenbahnfahrer wird nicht wegen Wiederbetätigung angeklagt

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Veröffentlicht: 23:23, 22. Mai 2009 (CEST)
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Straßenbahn

Wien (Österreich), 22.05.2009 – Jener Straßenbahnfahrer der Wiener Linien GmbH & Co KG, welcher sich bei der letzten Fahrt vor der Umstellung der Ringrunde auf Durchgangslinie mit „Sieg Heil“ verabschiedet hatte, wird nicht wegen NS-Wiederbetätigung belangt. Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Anzeige bereits im März zurückgelegt und das Verfahren somit eingestellt. Für sie steht fest, dass der ehemalige 35-jährige Straßenbahner lustig sein wollte. Es gibt keine Anzeichen, dass er der rechten Szene zuzuordnen wäre.

Die Wiener Linien haben jedoch nicht vor, ihn wieder einzustellen.

Weiters wurde diese Woche bekannt, dass die Wiener Linien eine Liste mit Überstundenverweigerer führt. Ein Mitarbeiter muss begründen, warum er nicht überstundenbereit ist. Welchen genauen Zweck diese Liste hat, wollten die Wiener Linien nicht erläutern. Derzeit fehlen rund 130 Mitarbeiter im Fahrbereich.

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May 17, 2009

Wiener Linien verlieren Prozess gegen homosexuellen Mitarbeiter

Wiener Linien verlieren Prozess gegen homosexuellen Mitarbeiter

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Veröffentlicht: 20:10, 17. Mai 2009 (CEST)
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Wien (Österreich), 17.05.2009 – Nachdem Roland Rollenitz, der nach jahrelangem Mobbing an einem depressiven Belastungssyndrom erkrankte und als „körperlich ungeeignet“ abgestempelt wurde, gekündigt wurde, kann er nun aufatmen: Er hat seinen Prozess gegen die Wiener Linien GmbH & Co KG endgültig gewonnen.

Die Wiener Linien legten Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Arbeits- und Sozialgerichtes Wien ein und weigerten sich, trotz Fälligkeit das ihm zustehende Gehalt nachzubezahlen. Nun sah der Berufungssenat des Oberlandesgerichtes Wien die Berufungsgründe nicht als gegeben an und hat die Berufung verworfen.

Im Arbeitsgerichtsprozess wurde festgestellt, dass die Wiener Linien Rechtsmissbrauch betrieben haben und ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht nicht nachgekommen waren, indem sie das Opfer zum Täter machten.

Aufgeflogen war der „Skandal“, dass der Mitarbeiter homosexuell ist, durch die Beantragung eines vergünstigten Personalfahrausweises für seinen Partner. Auch bei einer Pflegefreistellung könnte auffallen, mit wem ein Mitarbeiter zusammen lebt. Im KIV-Magazin Mai 2008 des Namenslistenverbundes „Konsequente Interessenvertretung“ ist auf Seite 11 noch zu lesen, dass bei einer Pflegefreistellung die Vorlage eines Meldezettels des Mitbewohners unbedingt notwendig ist. In der Ausgabe Juni 2008 auf Seite 10 und auf Seite 2 der aktuellen Mai-Ausgabe wird diese Vorgehensweise bereits kritisiert und als ungesetzlich bezeichnet. Eine Gewerkschaftsfunktionären der Gemeinde Wien schrieb laut Gewerkschaftlichem Linksblock in einem E-Mail an Rollenitz, dass es speziell in Gewerkschaftskreisen erfahrungsgemäß sehr schwierig ist, Akzeptanz oder gar Sympathie für „anderssein“, egal in welcher Form, zu erreichen. Und so wurde der 38-jährige Bedienstete von Vorgesetzen, Kollegen und Personalvertretern geschnitten und gemobbt. Die Intoleranz der Mobber endete auch nicht bei Parolen oder beim Auslassen der Luft aus den Reifen seines Privatautos. Als Höhepunkt wurde sein Wagen einmal mit Buttersäure begossen und hatte er diese eingeatmet.

Themenverwandte Artikel

  • Wiener Linien – Warum sollten wir zahlen? (07.02.2009)
  • Sind die Wiener Linien noch zu retten? (19.06.2008)

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October 28, 2008

Wiener Linien: Straßenbahnfahrer nach „Sieg-Heil“-Ruf entlassen

Wiener Linien: Straßenbahnfahrer nach „Sieg-Heil“-Ruf entlassen

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Veröffentlicht: 21:23, 28. Okt. 2008 (CET)
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Wien (Österreich), 28.10.2008 – Die Wiener Linien GmbH & Co KG gerät nicht aus den Schlagzeilen. Aufgrund der Umstrukturierung der Ringlinien habe sich am vergangenen Samstag ein Straßenbahnfahrer veranlasst gefühlt, „Sieg Heil“ durch die Lautsprecheranlage durchzusagen. Auch die Art, wie er „Führerstand“ gesagt habe, sei äußerst bedenklich gewesen. Bei einigen fand die Durchsage durchaus Gefallen, doch Proteste blieben nicht aus. Da es sich um die letzte Fahrt handelte, waren aus diesem Anlass viele Fahrgäste, auch Straßenbahn- und Eisenbahnfans, an Bord.

Doch nicht nur für die Linie war dies die letzte Fahrt. Auch der 34-jährige Straßenbahnfahrer wird keine „Bim“ mehr lenken, und es half auch keine Entschuldigung für seine „Entgleisung“. Zum Verhängnis wurden ihm nicht nur Beschwerden, sondern auch das Video eines 23-jährigen Studenten, der das Video bei „YouTube“ online stellte. Am Montag Nachmittag gaben die Wiener Linien bekannt, dass sie sich von dem Mitarbeiter durch fristlose Entlassung getrennt hätten.

Der Verlust des Arbeitsplatzes könnte für den Fahrer noch das geringste Übel sein. Es droht ihm überdies eine Anzeige nach dem Verbotsgesetz 1947.

Die Einstellung der Ringlinien 1 und 2 wird durch die Ansage „Sehr geehrte Fahrgäste. Wir umrunden nun ein letztes Mal mit der Linie 1 den Wiener Ring, den Orbit rund um den Stephansdom. Viele historische Ereignisse haben hier stattgefunden. Sieg Heil!“ vielen in Erinnerung bleiben.

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